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Alles Psyche oder etwas anderes?

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  • Alles Psyche oder etwas anderes?

    Hallo,

    meine Psyche ist zur Zeit sehr angespannt aufgrund schon geschilderter Vorkommnisse und auch allgemein.
    Trotzdem beschäftigt mich ein Problem, das ich nicht einordnen kann und von dem ich nicht weiss, ob ich es der Psyche oder dem Körper zuordnen soll. Das beunruhigt mich sehr.

    Heute Morgen, war es wieder da. Ich wache auf, es ist aber kein normales Aufwachen, sondern ruckartig, fängt das Herz an zu jagen mit Unruhezuständen und Tinnitus. Noch während ich so im halbwachen Zustand daliege, bekomme ich ein Ziehen in den Armen, ausgehend von den Oberarmen bis in die Fingerspitzen, das sich öfter wiederholt. Erst wenn ich für längere Zeit ruhig daliege, gibt es sich wieder. Tagsüber ist es nie da. Dass es davon kommt, dass ich auf den Armen evtl. gelegen habe, kann ich mir nicht vorstellen.

    Es ist aber nicht jeden Morgen gleich. Ich tappe da völlig im Dunkeln, nehme jetzt aber mal Magnesiumtabletten und Vitamin B verstärkt ein. Wenn es aber rein von der Psyche ausgelöst und evtl. vegetativ sein sollte, wird mir das wenig nützen.

    Gibt es dazu irgendwelche Erfahrungen und Vorstellungen? Ich hatte das auch früher schon öfter, jetzt aber wieder verstärkt. Meine Therapeutin ist mir da keine rechte Hilfe.

    VSV



  • Re: Alles Psyche oder etwas anderes?

    Hi VSV,

    bei allem kann man eigentlich nur relativ sicher sein dass es die Psyche ist, wenn andere möglichen Ursachen medizinisch ausgeschlossen wurden.

    Ansonsten kann eben auch alles von der Psyche kommen, da die in der Vielfalt ihrer Symptome dieselbe Bandbreite hat wie physische Ursachen.

    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass du so unter Druck stehst und auch verkrampft bist (Albträume usw.), dass sich dies durchaus auf die Gefäße auswirkt und solche Symptome macht.
    Ist natürlich nur Theorie, vielleicht wüsste Dr. Riecke eine Erklärung, er ist ja auch Neurologe.

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    • Re: Alles Psyche oder etwas anderes?

      Ist mir auch oft passiert. Habe dann vor dem Schlafen angefangen ein Buch zu lesen, Tai Chi Musik, Kerzen, und immer heiße Milch mit Honig getrunken. Gleich nach der ersten Nacht ging es mir besser. Früher hab ich viele Nachrichten auf dem Handy vor dem schlafen gelesen (90% negatives) und hatte auch Stress wegen Job. Deswegen hatte ich auch Albträume und Schlafstörungen. Versuch einfach vor dem Schlafen etwas relaxing zu machen und gib dann Bescheid ob es besser war

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      • Re: Alles Psyche oder etwas anderes?

        Hi VSV,

        ich kenne da etwas ähnliches:
        In meinen schlimmeren Phasen damals und auch aktuell manchmal, selten, kommt es morgens mit dem Wachwerden auch bei mir vor, daß sofort Angst und Unruhe hochschießen - innerhalb von Sekunden. In der Folge können dann weitere Körpersymptome hinzukommen, wie bspw. verspannte Schultern, Herzklopfen oder Kraftlosigkeit vor allem in den Armen.

        Ich denke, daß kommt primär vom vegetativen Nervensystem, das mit dem Wachwerden ganz automatisch schon wieder das Schlimmste vom Tag annimmt und sich darauf einstellt. Dummerweise gibt's da anthropologisch-evolutionär gesehen für den Menschen nur eine Reaktion: Streß, Angst und Panik... Der gesamte Körper wird da innerhalb von Sekunden in Alarmbereitschaft versetzt. Was sich allerdings von Mensch zu Mensch sicher verschieden äußern kann, so daß ich den Tinnitus und das Ziehen in den Armen bei Dir als einen Teil Deiner individuellen Reaktion sehe.

        Eine die Nerven unterstützende Nahrungsmittelergänzung wie Magnesium und Vitamin B ist da sicher schonmal eine sinnvolle Sache.
        Ansonsten könntest Du Entspannungsübungen wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training üben und über einen längeren Zeitraum gezielt morgens einsetzen. Ich glaube durchaus, daß einem so etwas mit einiger Übung über ein paar Wochen hinweg irgendwann helfen kann, gestehe aber gleichzeitig, daß mir da selbst bisher auch der Durchhaltewillen zu gefehlt hat. Wenn ich morgens noch halb schlaftrunken wachwerde und auch unabhängig von meinen unbewußten Sorgen und Ängsten über den Tag nachdenke, fehlt mir irgendwie die Muße, noch ne halbe Stunde Entspannungsübung oder Meditation zu machen. Was aber sicher eben ne Einstellungssache ist - wenn ich mich mal richtig dazu aufgerafft bekäme, wäre das sicher ne sinnvolle Maßnahme.

        Etwas einfacher und vielleicht auch schneller wirksam wäre der Tipp von Mimmi1A mit der Milch mit Honig, da habe ich auch schon gute Erfahrungen mit gemacht Und/oder Du nimmst morgens mit dem Wachwerden gleich erstmal ne Pastille mit nem Passionsblumenextrakt (bspw. Passiobalance) und ein paar Tropfen Bachblüten-Rescue. Gerade die Rescue-Tropfen helfen mir erstaunlicherweise relativ gut, akute Unruhe-Zustände nach ein paar Minuten wieder herunterfahren zu können.

        LG,
        Alex

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        • Re: Alles Psyche oder etwas anderes?

          Danke Mimi und danke Alex. Ich kann kaum glauben, dass das Unbewusste so mächtig sein kann. Aber nachdem ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, tröstet mich das schon sehr. Dr. Riecke hat sich auch in dieser Hinsicht geäußert.

          Ich habe ja, kraft meines Alters den Vorzug, früh länger im Bett liegen bleiben zu können und oft nehme ich dann Neurexan, das enthält auch einen Extrakt aus Passionsblumen ein. Manchmal wird es besser, manchmal dauert es Stunden bis ich wieder zur Ruhe komme. Ich denke mir dann, ich müsste nur die richtigen Gedanken denken, aber das funktioniert irgendwie nicht, weil ich mich noch in Schreckstarre befinde oder aus welchen Gründen auch immer.

          Außerdem verfüge ich auch noch über sehr lebhafte Träume, dies aber erst, nachdem ich die Medikamente eingenommen- bzw. abgesetzt habe.

          Ich werde jetzt einmal versuchen, was ihr mir geraten habt und gebe dann wieder Bescheid. Euch noch einen schönen Restsonntag, der Herbst kommt, das ist vielleicht auch wieder eine neue Herausforderung für den Körper.

          VSV











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