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Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

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  • Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

    Kann es sein, dass man plötzlich von Erinnerungsfragmenten einer kürzlich erfolgten OP im angegriffen wird?

    Die Fragmente haben sehr plötzlich in das eigentliche Traumgeschehen eingegriffen, jedoch erinnere ich mich nicht mehr an den eigentlichen Traum, dafür aber umso an die Momente, wie ich im wachen Zustand in das OP-Hemd gewechselt, wie ich in den OP-Saal gefahren wurde, wie ich im OP-Saal lag, während um mich herum Menschen standen und dann die Wendung:

    Ich spüre wie ich 'aufgebahrt' bin und weggetreten bin, das OP-Personal schaut zu mir und bespricht den Ablauf und dann spüre ich plötzlich ganz genau wie der Larynxtubus eingeführt wird, während ich mich einfach nicht wehren kann und der Änathesist die weiteren Schritte durchführt und ich mit dem Vorgang des Cuffen auch mit jeder Sekunde weniger Luft bekomme, all dies spüre ich ganz genau, ganz besonders das Gefühl des Fremdkörpers im Hals und dann ist plötzlich alles weg, weil ich endgültig keine Luft mehr bekomme, dann bin ich aufgewacht. Aufgewacht, wie damals, extreme Dissoziation, Bewegungsunfähigkeit, Sprechunfähigkeit, Fremdkörpergefühl im Hals und das Wissen, das etwas mit mir passiert ist...

    Während der OP und auch kurz vorher war ich doch gar nicht bei Bewusstsein.

    Weshalb erlebe ich also plötzlich Teile davon wieder und weshalb auf so immens real spürbare Weise?!???

  • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

    Träume haben ja auch die Funktion erlebtes zu verarbeiten, sicher kommt in ihnen auch befürchtetes und Ängste zum Ausdruck.

    Vielleicht beschäftigst du dich gerade mit Dingen, die unerledigtes hervorholen und deine Träume weisen dich darauf hin.........

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    • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum


      Vielleicht beschäftigst du dich gerade mit Dingen, die unerledigtes hervorholen und deine Träume weisen dich darauf hin.........
      Diesen Gedanken hegte ich auch zuerst, im Sinne von Traumdeutung und tatsächlich würde es zum derzeitigen Zeitpunkt auch passen, da gerade ein Befreiungsschlag von meiner einstigen, belastenden Vergangenheit erfolgt, jedoch irritierte mich der Umstand des Gefühls, das ich es wirklich ganz genau spüren konnte wie der Larynxtubus an den Zähnen, die Zunge entlang bis hin zum Kehlkopf eingeführt wurde und das Volumen immer erdrückender wurde.

      Wenn man einfach so vom Ersticken geträumt hätte, wäre es etwas anderes gewesen und da hätte ich der Traumdeutung durchaus zugestimmt, weil es eben gerade auch passt.

      Aber wieso konnte ich den Weg des Larynxtubus so intensiv im Traum wahrnehmen. Das Gefühl war fast schon zu echt um nur ein Traum zu sein.
      Die OP ist in der nächsten Woche drei Monate her und natürlich kreisen meine Gedanken immer noch an den Moment des Erwachens, in dem ich davon überzeugt war keinen Kontakt mehr zu meinen Körper herstellen zu können, ich war auf einer völlig anderen Ebene und das fast eine Stunde lang, weder die Krankenschwester noch der Anästhesist konnten mit mir kommunizieren. Mein Körper war regungslos und meine Fähigkeit zu Sprechen war auch verschwunden, ich konnte nur mit meinen Augen ein Signal aussenden.
      Natürlich hat mich diese Erfahrung mit Angst erfüllt und bis heute lässt sie mich auch nicht los...

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      • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

        Dieses Spiel wiederholt sich einfach immer wieder.

        Jetzt, wo ich endlich Frieden mit mir geschlossen habe, bröckelt die Oberfläche schon wieder...

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        • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

          Ich kenne auch solch realistischen Träume und denke diese Wahrnehmung hat vor allem mit der Art des Träumens zu tun, weniger mit dem was es bedeutet.

          Von Luziden/Klarträumen hast du sicher schon gehört?

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          • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

            Das Fremdkörpergefühl hielt selbst nach dem Aufwachen noch ca. 45 Min an und das Atmen viel mir sehr schwer, jedoch nicht im Sinne einer Panikattacke!

            Als ich aus dem Traum aufgewacht bin, fühlte ich mich als ob ich gerade in dem Aufwachraum von damals erwacht bin und sich alles noch einmal wiederholt.

            Das Gefühl im Mund-Rachen-Bereich war einfach real beim Aufwachen und dieser Umstand hat mich sehr geängstigt.

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            • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum


              Von Luziden/Klarträumen hast du sicher schon gehört?
              Irgendwann einmal sind mir diese Begriffe schonmal zu Gehör gekommen, aber eine konkrete Definition fehlt aktuell.

              Gerne darfst du mir näheres berichten, Tired.

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              • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                Ich glaube bei bestimmten Formen des Träumens, ist der Körper genauso beteiligt wie im Realen, so dass du auch nach dem Aufwachen die Nachwehen spürst.
                Vielleicht weil im Traum die Region um die es sich handelt, auch real involviert ist, ähnlich wie beim Schlafwandeln körperlich reagiert, oder sich manchmal auch der Traum auf einem Gefühl aufbaut und der Körper darauf entsprechend reagiert.

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                • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                  Solch eine Form des Träumens war mir bisher gänzlich unbekannt und sie ängstigt einfach nur sehr enorm.

                  Seinen eigenen, vermeintlichen Tod zu spüren ist etwas das wohl niemand spüren möchte, auch nicht im Traum.

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                  • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                    Die dissoziativen Episoden, wenn sie sehr ausgeprägt, sind beängstigend genug, aber dort bin ich wenigstens außerhalb meines Körpers und nicht fixiert und aufgebahrt und die Menschen um mich herum schauen tatenlos zu und führen ihren Ablauf fort, obwohl ich eigentlich 'da' bin.

                    Hier stellt sich für mich schon die Frage, ob das Unterbewusstsein jetzt wieder versucht mich auf eine andere Art zu quälen.

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                    • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                      Luzide Träume sind sehr real, du bist quasi in der Realität und kannst nicht unterscheiden.
                      Ich frage mich manchmal im Traum ob ich wach bin und bin auch wach und überzeugt davon, aber es ist doch ein Traum.
                      Manchmal ist es als wäre man gelähmt, kann sich kein Stück bewegen (wahrscheinlich durch die Bewegungslosigkeit die der Schlaf normalerweise auslöst) und ist trotzdem hellwach, während allerhand merkwürdiges vor sich geht.

                      Zumindest nehme ich das so wahr, keine Ahnung wie es andere Träumer empfinden.
                      Meine Träume sind oft dermaßen abgefahren, was das Fühlen und Wahrnehmen angeht und leider habe ich dazu noch keine wirklichen Erklärungen gefunden, außer dass es wohl Luzide Träume sein müssen und da ich auch Schlafwandler bin ist es auch irgendwo naheliegend, ich denke diese Form des Träumens und das Schlafwandeln sind eng verwandt.

                      Es kann durchaus erschreckend sein, so ein Wachtraum, ich denke aber wenn man sich ein wenig damit beschäftigt wird es besser.
                      Man kann diese Träume ganz gut beeinflussen, lernen die Handlungen selber zu bestimmen und den Verlauf nach eigenem Willen beeinflussen, zumindest soweit ich da informiert bin.

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                      • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                        Man kann diese Träume ganz gut beeinflussen, lernen die Handlungen selber zu bestimmen und den Verlauf nach eigenem Willen beeinflussen, zumindest soweit ich da informiert bin.
                        Etwas ähnliches habe ich schon einmal gehört.

                        Aber in diesem Traum hätte ich keine Möglichkeit gesehen mich zu wehren, denn meine Arme waren fixiert, ebenso meine Beine und meine lebensnotwendige Luft zum Atmen wurde gekappt.

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                        • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                          Du kannst das Träumen aber durch dein Bewusstsein steuern, dazu brauchst du deine Hände nicht.

                          Man kann z.B. das rückwärts Denken üben, den Tag in umgekehrter Reihenfolge durchgehen.
                          Das kann im Traum übernommen werden und wenn du dort den Tag nicht in umgekehrter Reihenfolge durchgehen kannst, dann wird dir bewusst dass du träumst und damit kannst du eingreifen egal was im Traum gerade passiert.

                          Es gibt wohl viele Kniffe, wie man sein Bewusstsein im Traum aktivieren kann.

                          Mir wird mittlerweile immer früher bewusst dass ich träume, oft sogar vor dem Highlight des Todeskampfes, den ich auch sehr aktiv und real durchführe, also das krasse Gegenteil von Bewegungslos.
                          Auch nach dem Aufwachen komme ich wesentlich schneller zurück als früher, allerdings weiß ich nicht genau warum es manchmal so gut klappt und manchmal nicht.
                          Aber alleine die Beschäftigung mit dem Thema und auch meine Neugierde diese Träume betreffend, haben sicher dazu beigetragen es besser weg stecken zu können, den Schrecken etwas genommen.

                          Allerdings weiß ich bei dem ein oder anderen Traum auch recht genau woher der kommt, habe sie schon seit meiner Jugend und von daher habe ich natürlich nicht den Schrecken wie du, wenn so etwas plötzlich und unvorbereitet auftritt.

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                          • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                            Danke für die ausführliche Beschreibung, Tired.

                            Gerade ist es für mich schwer vorstellbar, wie ich diesen Traum, auch rückwärts beeinflussen hätte können, da diese Wendung ganz abrupt eintrat und der Kern des Traums - die unbändige Angst, der Moment war, in dem der Larynxtubus eingeführt wurde und mir die Lebenszufuhr abschnitt - es fühlte sich so radikal an, zu radikal...

                            Dieser Traum hat mich innerlich sehr aufgewühlt und ich befürchte das die Nachwirkungen sich bald wieder bemerkbar machen werden...

                            Der morgige Nachsorgetermin steht also unter keinem guten Stern.
                            Irgendwie scheine ich wohl doch nicht an die Affirmationen zu glauben und davon auch bewusst überzeugt zu sein, sonst würde nicht dieser Rückschritt passieren.

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                            • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                              Nach wie vor frage ich mich immer noch, ob ich Traumatherapie beginnen soll oder nicht oder zumindest eine Therapie an sich, die mich während des Studiums, das ganz bald ansteht stützt, oder ob dies endgültig alles zerstört.

                              Bisher wurde immer nur an der Oberfläche herumgepfuscht und dann wieder alles stümperhaft zusammen geflickt.
                              Was aber würde passieren, wenn ich jemanden tatsächlich an die Erlebnisse und Erinnerungen teilhaben lasse?
                              Werden sie mich bestrafen oder belohnen?

                              Natürlich hat im Hinterkopf stets, dass dieser Schritt niemals mehr rückgängig gemacht werden kann.

                              Und ausgerechnet jetzt, wo ich eine Meinung von jemanden der mich und mein Wesen zumindest recht gut kennt, bräuchte, sollte eine Zusammenkunft mit meinem Psychiater nicht sein, stattdessen musste ich mich mit einem 'Ersatz' begnügen.
                              Selbstredend, dass ich natürlich 0,0 % von den Dingen, die ich eigentlich ansprechen wollte, geäußert habe, denn ich wollte nur raus aus dem Zimmer und der befremdlich wirkenden Person entkommen.

                              Kommentar


                              • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                                Ich glaube wenn man die Übungen zur Traumbeeinflussung tagsüber macht, dann werden sie wohl irgendwann in das Bewusstsein übernommen, so dass es im Traum greift.
                                So genau weiß ich es auch nicht, es scheint aber zu funktionieren.

                                Der morgige Nachsorgetermin steht also unter keinem guten Stern.
                                Wegen den Traum?
                                Aber dann stünde der Termin auch nur unter einem schlechten Stern, weil du den Traum als durchweg negativ empfunden hast.
                                Vielleicht ist es ja auch ein Fortschritt, dass du dich im Schlaf mit deinen Ängsten auseinandersetzt, ein Ventils weil es anders noch nicht so gut möglich ist.

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                                • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum


                                  Wegen den Traum?
                                  Aber dann stünde der Termin auch nur unter einem schlechten Stern, weil du den Traum als durchweg negativ empfunden hast.
                                  Vielleicht ist es ja auch ein Fortschritt, dass du dich im Schlaf mit deinen Ängsten auseinandersetzt, ein Ventils weil es anders noch nicht so gut möglich ist.
                                  Diese negativen Zeichen fingen schon am Freitag an.
                                  Eigentlich spürte ich so etwas wie Erleichterung im Hinblick auf dem Quartalstermin bei meinem Psychiater um den stationären Aufenthalt und das Vorgespräch, das so fatal verlief, zu besprechen, aber er war nicht da.
                                  Ich wurde also auf einen anderen Gleis abgestellt...

                                  Am Samstag stand ich den ganzen Tag wieder neben mir und heute Morgen dann der Traum und das Erwachen.

                                  Eine Parallele ist zwischen dem Traum und dem Nachsorgetermin ist sicherlich in mehreren Punkten vorhanden, alleine schon die Symbolik eines Fremdkörpers im Körper, dann das subjektive Ausgeliefertsein, die Erfahrung vor einigen Monaten während der Untersuchung und nun das Vertrauen in einen neuen, unbekannten Menschen, einer Ärztin zu setzen, dass diesmal alles gut enden wird.

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                                  • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                                    Ganz abgesehen von der Tatsache, dass mir nun mein tatsächlicher Gesundheitszustand mitgeteilt wird…

                                    Kommentar


                                    • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum


                                      Natürlich hat im Hinterkopf stets, dass dieser Schritt niemals mehr rückgängig gemacht werden kann.
                                      Ich glaube das ist ein Grund weshalb viele davor zurückschrecken, auch unterbewusst, was gesagt wurde kann nicht mehr zurück genommen werden, auch nicht das was dann passiert.

                                      Aber welche Optionen bleiben?
                                      So weiter machen und nie einen wirklichen Prozess der Verarbeitung angehen, immer den Überraschungen von Träumen und Wahrnehmungen ausgeliefert sein?
                                      Oder es versuchen, mit dem Risiko einer Verschlimmerung, die aber fast immer dann doch in den Griff zu bekommen ist und zumindest der alte Status wiederhergestellt werden kann, zumindest gefühlt.

                                      Rein statistisch gesehen dürfte ein offensives Angehen die größere Chance haben zu Verbesserungen zu führen, als ein weiteres Verdrängen.
                                      Verdrängen ist doch wie die Augen zu machen und zu sagen ich bin nicht da, man ist aber da, fühlt sich nur etwas geschützter was man aber nicht ist.
                                      Bei angehen kann man wenigstens Akzente setzen, Einfluss nehmen, etwas tun.

                                      Man bereut doch im Leben fast immer das was man nicht getan hat, wo der Mut für einen Versuch gefehlt hat und denkt, was wäre gewesen wenn...........

                                      Aber letztendlich sind die Folgen eines Aufarbeitungsversuches dann doch recht individuell, auch wenn die Statistiken und Wahrscheinlichkeiten Besserung verheißen, es nutzt einem recht wenig wenn man jene ist welche die negativen Folgen erfährt.

                                      Dann muss man auch bei Verschlechterung weiter machen, um Besserung erfahren zu können.
                                      Ein Abbruch weil es so schlimm wurde wäre fatal und ich denke das sind auch die tragischen Fälle, die meinen das die Therapien alles noch schlimmer gemacht haben und aufhören, obwohl die Besserungen erst eintreten können wenn dieses Tal durchschritten ist und die Therapie weiter gemacht wird.

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                                      • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                                        Vielleicht ist es ja auch ein Fortschritt, dass du dich im Schlaf mit deinen Ängsten auseinandersetzt, ein Ventils weil es anders noch nicht so gut möglich ist.
                                        Im Schlaf macht mir das Ganze noch viel mehr zu schaffen, weil ich immer Angst vor mir selbst habe - nach dem Aufwachen - solange dieser Zustand anhält, da er kaum auszuhalten ist.
                                        In meinem Fall sind es nämlich meist ein bis drei Stunden und nicht nur drei bis fünf Minuten.

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                                        • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                                          Ganz abgesehen von der Tatsache, dass mir nun mein tatsächlicher Gesundheitszustand mitgeteilt wird…
                                          Ja, da ist es kein Wunder wenn Ängste hoch kommen und du neben dir stehst.

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                                          • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                                            Aber letztendlich sind die Folgen eines Aufarbeitungsversuches dann doch recht individuell.
                                            Die Äußerung von Luise Reddemann in ihrem Buch haftet einfach immer noch an mir.
                                            Sie sagte, dass eine Traumakonfrontation nicht für jeden Menschen geeignet ist und manchen besser geholfen ist, wenn die 'Dinge' im Keller bleiben.

                                            Dies bedeutet aber nicht, dass keine Therapie erfolgt, sondern dass die Traumata nicht vollständig an die Oberfläche geholt werden, sondern deren Störung behandelt wird, etwa durch eine Verhaltenstherapie damit man im Alltag funktioniert und dieser erträglich für den Patienten ist und alles etwas milder ist und nur auf die Gegenwart abzielt - größtenteils zumindest.

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                                            • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                                              Manchmal habe ich das innere Gefühl, so etwas wie eine Vorahnung, dass eine Traumatherapie, mir das Genick brechen würde, obwohl es eigentlich dafür gedacht war, die Brüche verheilen zu lassen.

                                              Da stellt sich die Frage wie sehr man diesem Gefühl vertrauen kann...

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                                              • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                                                Diese ständigen ambivalenten Gefühle sind schon merkwürdig.

                                                In manchen Momenten möchte man Erlösung und die Vergangenheit hinter sich lassen oder sich selbst durch Schmerzen, z.B. in Form einer unheilbaren Krankheit bestrafen und dann wieder ist da die andere Seite, die bei Beschwerden zum Arzt geht - wenn auch nur wiederwillig und sich doch um den Erhalt des Körpers kümmert und noch lange leben möchte und körperlich gesund sein will.

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                                                • Re: Plötzlich real spürbare Erinnerungsfragmente von zurückliegender OP - aber im Traum

                                                  Da stellt sich die Frage wie sehr man diesem Gefühl vertrauen kann...
                                                  Da kommt dann der Therapeut ins Spiel, es doch sehr wichtig einen zu haben der das gut einschätzen kann und dem man vertraut.
                                                  Einen der auch für unterschiedliche Strategien offen ist und diese auch gut beurteilen kann, wir selber sind zu sehr in unsrer Erlebenswelt um es umfassen beurteilen zu können, der Blick von Außen ist da doch sehr wichtig.

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                                                  Forum-Archive: 2017-07
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