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Tabletten absetzen = kein Zombie mehr oder Abgrundtanz? 25y w

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  • Tabletten absetzen = kein Zombie mehr oder Abgrundtanz? 25y w

    Hi!
    Ich weiß, dass ich meine Entscheidung nicht von diesem Post abhängig mache und natürlich meine Berater mit einbeziehe. Aber ich will mehr MEINUNGEN.

    Ich war lang genug in Therapie um zu wissen, man schaut nicht zurück.
    aber gerade brauch ich eine Bestandsaufnahme. Alles in ---- Ist nur die aktuelle lage, die Frage folgt dadrunter, kann also "überspult" werden!

    -------------- ONLY BESTANDSAUFNAHME --------------
    Mein Vater hat Krebs, liegt gerade im Krankenhaus und hat Schmerzen. Die Biopsie wird erst morgen oder übermorgen Ergebnisse bringen - und auch nur, wie lang bzw ob überhaupt behandelt wird.

    Der Schwiegervater meines Bruders ist ebenfalls krank. Nun gut. Was daran schwierig ist: Mein Bruder (12 j älter) findet das schlimmer, als das mein Vater evtl stirbt. Sie reden nicht. Ich weiß nicht wo er wohnt, ich kann nicht zu ihm flüchten. Wir können nicht offen miteinander reden, da die Wahrscheinlichkeit, dass er mir den Rücken zukehrt, obwohl wir uns sehr lieben.. groß ist.

    Meine Mutter ist meine Mutter und doch kann ich kein wirkliches Gefühl zu ihr aufbauen. Konnte ich nie. Dafür fehlte die Bindung. Und ich habe das Gefühl, dass ich nun für Sie da sein muss. Obsolet, aber..nicht zu ändern, in diesem Augenblick.

    Ich habe jemanden kennen gelernt, der ganz nett ist. DAS macht mir am aller meisten Angst. Denn, zu einem bin ich durch eine kindliche Misshandlung (hoffentlich nur aktuell) asexuell und b hatte ich bisher den Schutz, mir immer nur rel. "kalte" Typen als Freund zu suchen, die meine Krankheit und Familie nicht an sich ranließen, ignorierten. Nur litt ich unter den Nebenwirkungen natürlich. Irgendwie kommt das im Moment auch nicht in Frage…?

    Nicht zu vergessen, meine Krankheit, die mir die Realität raubt. Naja. ich bin chronische Clusterpatientin und somit anfallsartige Schmerzpatientin. Jeder der Cluster kennt weiß, dass das "the living hell" ist. Aber ich hab mich halbwegs gut damit arrangiert.
    ---------------- ENDE BESTANDSAUFNAHME, FRAG FOLGT -----------------

    Warum ich das schreibe: Im Moment ist das so. und ich lebe eigentlich ganz ... in Ordnung damit. Ich funktioniere.. zb im Job. Mit diesen Arten Problemen komm ich klar, mit dem Tod, mit dem Abseits sein. Nur frage ich mich im Moment, sind das die Tabletten, oder bin das ich?

    Wie wäre ich, wär ich nicht aufgelevelt und abends runtergeschraubt?
    Wäre das…echter? Schlechter? Näher am Abgrund aber zumindest real?
    Wäre mein Problem mit der Sexualität gelöst, würde ich die Pille und die LevelUps und downs (meine Bez. für Psychopharmaka und Antipsychotika) nicht nehmen? Und die Gegenfrage: ist es das wert? Und bei der aktuellen Last überhaupt möglich für jemand, der als rezidivierend depressiv diagnostiziert wurde?

    Her mit den Meinungen! Tablettenzombie & funktionieren oder Back to basics und evtl. Drahtseilakt am Abgrund?

    L.

  • Re: Tabletten absetzen = kein Zombie mehr oder Abgrundtanz? 25y w

    Hi,
    ist schwierig, die Fragestellung.

    Wie ging es dir denn vor den Medikamenten, so im Rückblick?
    Was sind jetzt die Unterschiede, was ist besser und was ist schlechter geworden?

    Der Cluster ist dabei auch nicht zu vernachlässigen, ich kenne ihn sehr gut und wenn er mich mal in einer Depression erwischt hätte...........Heikel.
    Hältst du eine Episode ohne Psychopharmaka aus, auch wenn du depressiv sein solltest, oder sonstige psychische Probleme bekommen solltest die im Moment von den Medikamenten in Schach gehalten werden?

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    • Re: Tabletten absetzen = kein Zombie mehr oder Abgrundtanz? 25y w

      Noch eine Frage, welche Medikamente nimmst du denn, vielleicht könnte dein Psychiater da noch dran drehen, damit du dich besser fühlst?

      Kommentar


      • Re: Tabletten absetzen = kein Zombie mehr oder Abgrundtanz? 25y w

        Naja der Standard eben:

         

        mein selbstbewustsein ist verbessert, meine stimmung aufgehellt und die negativen gedanken überwiegen nichtmehr so, und wenn sie mal kommen, kann man sie besser wieder "abwehren" - wenn auch nciht immer. aber halt auch bisschen "gefühlslosikeit" und - evtl libidoverlust? ich weiß gar nicht ob ich je eine hatte?

        negativ: magenprobleme, immer kalte füße (haha!), viel höherer vitaminbedarf/unterversorgung wenn nicht nachgeregelt wird.

        aber ich bin auch schon seid 2 jahren auf den ups and downs..genau weiß ichs schon nichtmehr..?
         

        tabletten an sich sind eig ganz gut, vor allem da ich nicht zunehme von denen. duloxetin / quetiapin.

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        • Re: Tabletten absetzen = kein Zombie mehr oder Abgrundtanz? 25y w

          Quetiapin hatte ich auch mal, es macht schon recht unangenehme NW, auch in der Wahrnehmung.

          Wenn du aber selber sagst, dass sie auch sehr viel positive Wirken, Depressionen eindämmen, Gedanken unter Kontrolle halten, dann ist das doch ein großer Nutzen.
          Wegen deiner Libido hattest du ja schon einmal geschrieben und das scheint doch eher etwas zu sein, das schon sehr lange so ist, also nicht unbedingt etwas mit Medikamenten zu tun hat, sondern eher mit deinen Erlebnissen, oder deinem Naturell.

          Wenn du mit der Extraaufnahme von Vitaminen klar kommst, ist es ja auch hin zu bekommen, bei den Magenproblemen käme es darauf an wie heftig die sind und vielleicht kann der Arzt da auch noch etwas gegen tun.
          Je nachdem, wie sie sich auswirken.

          Wenn du nun bessere Stimmung und weniger Gedanken, den Magenproblemen und erhöhtem Vitaminbedarf gegenüberstellst, zurück denkst wie es vor den Medis mit Stimmung und Gedanken war, was erscheint dir dann das kleinere Übel?

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          Forum-Archive: 2017-07
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