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Gangstörung woher kommt sie ?

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  • Gangstörung woher kommt sie ?

    Hi

    Brauche dringend einen Rat.
    Mein Freund hat Schizophrenie und eine starke Psychose gehabt .
    seit der Verarbreichung von zuclopenthixol hat er eine gangstörung/Koordinationsstörung. Er kann sein Gleichgewicht nicht halten.
    Da parallel olanzapin gegeben wurde kann man schlecht auseinanderhalten was nun die Ursache ist.
    Also er hat eine hohe depotdosis von zuclopenthixol im Januar bekommen insgesamt zweimal .
    Zeitgleich wurde olanzapin gegeben .


    Da bei meinem Freund nicht feststellbar ist woher die Gangstörung kommt, habe ich mal im beipackzettel von dem neuroleptika geschaut , er nimmt Noch olanzapin und das verursacht Bewegungsstörungen ( im beipackzettel unwillkürliche Bewegungen)



    Naja Ärzte sagen ne Medikamente sind es nicht aber wenn die nix feststellen was soll das sein?
    Er wurde von kopf bis fuß durchgecheckt nix feststellbar
    nun Bin ich echt verzweifelt er ist nun schon 3 Wochen in Reha,läuft viel manchmal glaub ich ist es für die Katz

    Bin momentan nicht so optimistisch man ja nicht mal sagen : jetzt wird es etwas besser

    Aber woher kommt nur diese gangstörung ?

    Er sagt er habe das Gefühl als würde er auf zwei Stücken gehen

  • Re: Gangstörung woher kommt sie ?

    Ob es an den Medikamenten liegt kann ich dir sagen, ich persönlich versuche dann immer den Aussagen der Fachleute zu vertrauen.

    Ich weiß aber von mir, dass Störungen des Bewegungsapparats durchaus von der Psyche beeinflusst werden können, eine schlechtere Verfassung sich auch darauf auswirkt, oder ein schlechter Schlaf, durchaus auch Müdigkeit, die natürlich auch wieder von Medikamenten kommen kann.

    Wie geht es denn deinem Freund, in psychischer Hinsicht?
    Und, schläft er gut?

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    • Re: Gangstörung woher kommt sie ?

      Ich hatte nicht nur Gangstörungen ( hatte das Gefühl, der Boden schwankt) , sondern auch einen starren Blick, das Gefühl, wie wenn Watte in meinem Kopf wär, so belämmert und hilflos kam ich mir vor. Dann habe ich mal vergessen am Abend die Tabletten zu nehmen und am morgen drauf war so viel besser alles. Ich fühlte mich wacher, normaler. Dann habe ich langsam, ohne jemanden davon zu erzählen kleinweise abgestellt, mich ausgeschlichen aus den Medikamenten und wieder zum ganz normalen Leben zurückgefunden, ohne Rückfall.
      Nach etwa einem halben Jahr habe ich einen Spezialisten aufgesucht und dem erzählt, dass ich die Tabletten eigenhändig abgestellt habe- der war entsetzt ( er kannte mich erst eine halbe Stunde) und hat mir die dreifache Dosis verschreiben wollen. Auf die Frage warum, sagte er, seiner Erfahrung nach ist das ein Teil dieser Krankheit, dass man sich gesund fühlt...

      Ich bin mittels dieser Medikamente damals wirklich gut versorgt gewesen, in der momentanen Krise waren sie echt wichtig und hilfreich. Das ist jetzt fast zwanzig Jahre her und seither ist nie wieder so ein Ausfaller aufgetaucht- ohne Medizin- dafür aber mit einer absolut vernünftigen Lebensweise. Kein Zorres mehr, keine Angehörigen mehr, die mich ärgern und kränken am laufenden Band, keine Beschäftigung mehr mit Dingen, denen ich nicht gewachsen war etc.

      Vielleicht hat dein Freund auch das falsche gewählt- was auch immer das ist. Medizin oder Lebensweise- es lebt der gut, der das Richtige zu sich nimmt.

      Wenn es seit der Medizingabe schlechter geworden ist, dann wäre das für mich ein Argument, dieses zu meiden.

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      • Re: Gangstörung woher kommt sie ?

        Hi Elektraa,

        Was hattest du für Medikamente? Auch Olanzapin ?
        Ist ja sehr heftig was du schreibst .
        Mein Freund ist auch sehr häufig müde .
        Es ist schwierig die Ärzte davon zu überzeugen, die Medikamente zu reduzieren...
        Er hat heftige Koordinationsstörungen, die schon seit Januar bestehen .

        Da Ärzte nichts finden ist es vielleicht doch das olanzapin...
        Wie lang hat es gedauert bis die gangstörung bei dir wegging ? Einen starren Blick hat er auch.

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        • Re: Gangstörung woher kommt sie ?

          "ist es vielleicht doch das Olanzapin..."

          Das Olanzapin dämpft sehr stark, macht aber auch noch viele andere Nebenwirkungen, die individuell aber sehr unterschiedlich sind.

          Der Wirkspiegel des Depotmittels verstärkt das Problem meistens noch.

          Im Einzelfall muss man folglich immer abwägen, ob die Symptomatik der Grundkrankheit das größere "Übel" ist als die NW der Medikamente.

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          • Re: Gangstörung woher kommt sie ?

            Hi Lady

            Ich habe österreichische Mittel bekommen, der Name war Rispertal, in Deutschland denke ich heißen die anders. Eben, das meine ich ja- starrer Blick, viel Müdigkeit, Gehstörungen sind da mit Tabletten ( bei deinem Freund) und wenn die Tabletten weg sind, was ist dann da?

            Hat das jemand schon ausgeforscht, was passiert, wenn er diese Mittel nicht mehr nimmt?

            Was könnte dann sein, was denkst du?

            Was tut er eigentlich, warum wird bei ihm Schizophrenie diagnostiziert? Für mich gilt diese Diagnose auch, ( weil ich Reden höre in meinem Kopf) ich habe eigentlich zu wenig Wissen darüber, bin kein Arzt und hab noch nie einen Arzt getroffen, der mir das erklären können hat. Ich komme mit dieser Eigenart aber selber sehr gut klar, ( mags sogar sehr) mach wie jeder andere mein Zeug selber und auch mein Umfeld beschwert sich nicht über mich..... also mir dürfte keiner mit Medizin kommen, ich verkomme ohne auch net. Dein Freund schon?

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            • Re: Gangstörung woher kommt sie ?

              Meine Gehstörungen waren weg, zugleich mit der Watte im Kopf und dem Gefühl, ich bin nur halb funktionsfähig- als ich keine Medikamente mehr eingenommen habe.
              Meine Freundinnen, Mann, Kinder, Familie waren Zeugen wie ich weggerutscht bin, die konnte und durfte ich nicht einweihen, dass ich aufhöre mit den Tabletten, die hätten sich zu sehr gefürchtet, dass ich wieder ausfalle.
              Meine Verbündeten waren meine Bücher, die mitgeholfen haben diese Krise zu verstehen und zu begreifen- die geschafft haben, mir die Angst zu nehmen. Zufällig sind mir diese Schriften in die Hände gefallen, genau da, wo ich sie brauchte. Würde ich diese Theorien, die da drinnen standen einen Facharzt lesen lassen, der würde mir schnell die Zwangsjacke anziehen und mit der Spritze aufwarten.

              Ich glaub, ich würde heute noch große Probleme haben, wenn ich diesen ( recht esoterischen) Geschichten keinen Glauben geschenkt hätte und den Medizinern mehr geglaubt hätte. Es wäre die tägliche Ration Rispertal oder sonst was immer noch auf meinem Nachttisch, ganz sicher, wäre ich nicht so ungehorsam gegenüber einigen Beratern, die mich umgeben haben. Jetzt werde ich sicher wieder gezwickt, weil das nicht jedermann Ansicht ist. Bei mir ist es beweisbar- bei anderen vielleicht die Medizin. Es ist auch meine Meinung "wahr"- neben der anderen.

              Man sagt ja, dir geschehe nach deinem Glauben. Es ist für mich einfacher dran zu glauben, dass das ein spiritueller Vorgang ist und eher etwas Besonderes, als dass ich halt dran glaube, es ist eine Krankheit und die gehört unbedingt weggespritzt. MIR ist wohl in meiner Haut und ich fühle mich reich. In den Augen eines anderen mag das vielleicht anders aussehen, aber das erfrage ich eigentlich nicht, zu sehr gefällt es mir so, wie es ist.



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              Forum-Archive: 2017-07
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