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Was ist nur los?

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  • Was ist nur los?

    Hallo liebes Forum,

    ich brauche mal eure Meinung bzw. euren Rat:

    Seit fast 12 Jahren bin ich mit meinen Partner zusammen, seit zwei Jahren verheiratet. Ich bin 30 Jahre alt, mein Mann ist 34 Jahre alt und wir haben keine Kinder.
    3 Jahre nach unserem Beziehungsstart hat mein Mann eine Pornosucht entwickelt, die sich immer weiter verschlimmert hatte bis zum Jahr 2011. Es war eine sehr schwierige Zeit - auch damals suchte ich rat und Unterstützung in diesem Forum. Mein Mann hat sich dann auf mein Drängen hin Hilfe gesucht bzw. ich habe eine Therapeutin gesucht und er ist regelmäßig zur Therapie gegangen. Sein/unser Problem war dann nicht mehr vorhanden. Zu unserem neunten Jahrestag im Januar 2013 bekam ich dann einen Heiratsantrag. Ich werde nie meine Gefühle vergessen: Ich war irgendwie froh und glücklich, denn nach unseren Studienabschlüssen, den Start ins Berufsleben und seiner überwundenen Sucht, war das nun ja auch nur folgerichtig. Und eigentlich auch das, wovon ich immer geträumt hatte. Nur richtig fühlte es sich einfach nicht richtig an.
    Mein Mann hatte meine Zerrissenheit geahnt und deshalb den Antrag bei uns auf dem Sofa gemacht und nicht im Restaurant oder so.
    Jedenfalls verschlimmerten sich meine Angstzustände, die ich schon lange mit mir herumgetragen hatte. Jede Nacht wachte ich panisch auf mit einem hohen Puls und nichts half. Ich fühlte mich während der ganzen sechs Monate bis zur Hochzeit bedrückt und irgendwie unruhig. Mein Mann nahm mich zu einer Sitzung bei seiner Therapeutin mit, damit sie mir sagt, dass ich keine Angst mehr vor dieser Sucht haben müsste. Ich saß da, zerrissen, unsicher und ängstlich vor der Zukunft. Mein Gefühl war: Wir haben keine Probleme, nur diese Sucht. Wenn die wirklich weg ist, dann werden wir richtig glücklich!
    Jedenfalls haben wir uns tatsächlich getraut und am Tag nach der standesamtlichen Trauung bin ich aufgewacht und war am weinen, weil ich dachte, dass wir am Vortag einen Fehler gemacht hätten. Kein Glücksgefühl, sondern wieder das "es-fühlt-sich-nicht-richtig-an"- Gefühl.
    In den Flitterwochen wurden meine Ängste unkontrollierbar. ich begab mich danach zu meiner Hausärztin, die mich dann direkt zu einer Psychologin schickte und die wiederum zu einer Psychiaterin (Escitalopram für fast 1 Jahr).
    Jedenfalls ging es mir besser, ich konnte mich stabilisieren, meine Ängste wurden weniger.
    Dann setzte ich im Juli 2016 die Pille ab, auf Anraten meines Gynäkologen - nach 15 Jahren Dauereinnahme. Und siehe da: Mir ging es (Zufall oder nicht) noch viiiiel besser. Ich hatte quasi keine Angst mehr, ein ganz neues Lebensgefühl, sexuelles Verlangen, etc.
    Hier könnte die Geschichte glücklich enden - tut sie aber nicht.
    Mein Mann war häufiger krank, unser Sexualleben fand nicht wirklich statt, jedenfalls nicht befriedigend für mich. Hinzu kam dann, dass meine Periode ausblieb und bei mir PCO diagnostiziert worden ist. D.h. eine Schwangerschaft könnte schwierig werden. Ich fühlte mich von meinem Mann wenig verstanden, denn Kinder wollen wir gerade jetzt eh nicht.
    Irgendwas in mir war dennoch erschrocken, enttäuscht und gekränkt.
    im Januar dieses Jahres fing dann die Katastrophe an. Mir lief ein Mann über den Weg, den ich extrem anziehend finde. Er ist 15 Jahre älter als ich, geschieden und hat einen Sohn.
    Wir haben uns zunächst nur getroffen und unterhalten, aber zwischen uns knisterte es ganz schön. Ich habe alles getan, um dies zu unterbinden. Wir konnten uns aber in den unseren Gesprächen so viel geben, denn wir sind uns sehr ähnlich und familiär konnten wir unsere Sorgen teilen (meine Mutter ist sehr krank, seine Eltern auch, etc.).
    Wir wollten beide nicht mehr zulassen und er sagte mir immer, dass ich trotz der Probleme in meiner Ehe um diese kämpfen solle. Wir fuhren mit Freunden in den Urlaub nach Kanada. 14 Tage saß ich in dem Camper und dachte nur an diesen Mann. Es war furchtbar.
    Wieder zurück passierte das, was mir schwere Schuldgefühle macht, denn wir kamen uns näher. Kein Geschlechtsverkehr, aber küssen, kuscheln, halten, Gespräche.
    Und ich genoss das Gefühl, dass mich jemand bewundert, dass sich jemand für mich interessiert, mich anziehend findet, weiblich, die körperliche Nähe und Wärme, seine Stärke und Männlichkeit. Mir wurde immer deutlicher, dass mir vieles fehlen muss, wenn ich mir dies woanders hole - heimlich. Gerade ich, die Treue für das Wichtigste in einer Beziehung hält. Ich schäme mich so sehr.
    Seitdem versuche ich herauszufinden, was ich fühle und warum ich so fühle. Und ich finde keine Antwort. ich verstehe mich einfach nicht mehr!!!!
    Ist es, weil ich vor meinen Mann mit 18 Jahren nur einen anderen Mann hatte? Ist es der untertönige Wunsch nach einem "Ausleben"? Habe ich einen Entwicklungsschritt übersprungen , z.B. eine eigene Wohnung zu haben, und das bricht sich jetzt Bahn?
    Fehlt mir die Sicherheit in meiner Ehe aufgrund seiner langen Suchterkrankung während unserer Beziehung (= fünf Jahre)? ist es ein hormonelles Chaos aufgrund der fehlenden Pillenhormone/PCO?
    Will ich auf einmal meinen Mann betrügen? Einen Kick haben,
    Als Partner käme dieser andere Mann nicht in Frage, das ist mir klar, aber er gibt mir irgendwas

  • Re: Was ist nur los?

    Hi,
    ich glaube da kommen mehrere Faktoren zusammen.
    Sicher, dass du nur einen Freud vor ihm hattest wird auch eine Rolle spielen, es wurde was verpasst, du hast keine Vergleichsmöglichkeiten.

    Ich denke aber es ist schon vor der Hochzeit etwas passiert, du hast Vertrauen verloren, du hast deinen Mann von einer unberechenbaren Seite kennen gelernt die eine Sucht hervor lockt und das kann erschreckend sein, da unkontrollierbar und es wird einem bewusst wie unsicher die momentane Sicherheit ist.

    Ich denke, ihr habt euch danach nicht die Zeit genommen es richtig zu verarbeiten, um eure Beziehung wieder leben zu können, die ist irgendwie auf der Strecke geblieben.
    Ihr habt an der Sucht gearbeitet, aber nicht daran eure Ehe frisch zu halten, wahrscheinlich zufrieden dass die schlimmen Zeiten vorüber sind aber vergessend dass der Alltagstrott nicht das höchste Glück ist, sondern gerade das Durchbrechen vom Alltag auch sehr wichtig ist.
    Dann hat er deine Gefühle nicht verstanden, als du erfahren hast das Kinder schwierig werden, er war mit dem Sex zufrieden während du mehr Lust bekommen hast usw.
    Alles Themen die hätten bearbeitet und geklärt werden müssen, das ist nicht passiert und wenn dann einer daher kommt der genau in diese Lücke stößt dann regen sich natürlich Gefühle.

    Ich glaube nicht dass du deinen Mann betrügen willst, du möchtest einfach wahrgenommen werden, als Frau und verstanden werden.
    Vor der Ehe hat sich alles um ihn gedreht, während der Ehe wird nur noch Routine gelebt, das ist nicht gerade förderlich für Glückshormone, aber für die Wirkung anderer Männer auf dich.

    Macht einer von euch noch eine Therapie?
    Vielleicht könnt ihr dem mal dort auf den Grund gehen, wichtig wäre aber dass du auch mit deinem Mann über die Defizite in der Beziehung redest und ihm auch sagst dass sich etwas ändern muss da du fürchtest dass deine Gefühle sich sonst andere Wege suchen.

    Um wieder zusammen finden zu können müsst ihr beide daran arbeiten, was nur geht wenn ihr ehrlich zueinander seid, euch zuhört und versucht Verständnis füreinander aufzubringen und euren Alltag auch mal durchbrecht um als Liebespaar sein zu können.

    Kommentar


    • Re: Was ist nur los?

      Hallo liebes Forum,

      ich brauche mal eure Meinung bzw. euren Rat:


      ...... und er sagte mir immer, dass ich trotz der Probleme in meiner Ehe um diese kämpfen solle.

      Kein Geschlechtsverkehr, aber küssen, kuscheln, halten, Gespräche.
      Und ich genoss das Gefühl, dass mich jemand bewundert, dass sich jemand für mich interessiert, mich anziehend findet, weiblich, die körperliche Nähe und Wärme, seine Stärke und Männlichkeit
      . Mir wurde immer deutlicher, dass mir vieles fehlen muss, wenn ich mir dies woanders hole - heimlich. Gerade ich, die Treue für das Wichtigste in einer Beziehung hält. Ich schäme mich so sehr.

      Als Partner käme dieser andere Mann nicht in Frage, das ist mir klar, aber er gibt mir irgendwas
      Wenn er sagt, dass Du um Deine Ehe kämpfen sollst, höre ich raus, dass er nicht wirklich total auf Dich abgefahren ist und an eine Partnerschaft mit Dir nicht denkt.

      Gleichzeitig sagst Du aber auch selbst, dass dieser andere Mann für Dich nicht infrage kommt.

      An Deiner Stelle würde ich mal mit Deinem Mann reden und ihm sagen, dass Dir in der Beziehung körperliche Nähe und Wärme fehlt und dass Du Dir mehr Zuwendung von ihm wünscht. Deinen Schwarm täte ich allerdings nicht erwähnen.

      Dein Mann hat mit der Porno-Sucht etwas kompensiert und Deine Angstzustände waren mit Sicherheit schon früher in Dir. Es ist der Ausdruck dafür, dass Du für Dich selbst und Dein seelisches Wohlbefinden mehr tun muss, ohne Dich von anderen Menschen abhängig zu machen. Angst kann ein Hilfeschrei der Seele sein, wenn ich mich seelisch verhungern lasse.


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      • Re: Was ist nur los?

        Hi Sarah



        Ich kann mir vorstellen, dass du in einem Gewissenskonflikt bist.

        Einerseits die friedliche Gewöhnung an den Mann, mit dem du jetzt verheiratet bist, andererseits der Drang nach bestmöglichstem Feeling.

        Du könntest mit deinem Mann ausmachen, dass ihr einmal Pause macht mit irgendwelchen Vorgaben und Auflagen. Keine Fragen, keine Gesetze, keine Bestimmungen, keine Launen- mal Anarchie leben, jeder, alle Beide, um in die richtigen Spuren wieder zu finden, die ihr verloren habt inzwischen.

        Das ist vielleicht der Grund, warum dein Mann Pornosüchtig war, die Sexualität bei euch nicht zufriedenstellend verläuft, du solche Unruhezustände hast und dermaßen viele Ängste hast - weil ihr von Mama und Papa, Umfeld, Familie, Gesellschaft, Kultur..etc. geprägt seid, die die Form eures Zusammenlebens mit beeinflusst.

        Da muss man ja Fluchtgedanken haben, wenn man leben muss als junger Mensch, wie wenn man bereits vierzig, fünfzig wäre oder Eltern von sieben Kindern.

        Darum bin ich der Meinung, haltet einmal nicht die "alte häusliche Ordnung" ein, weil die mit eurem tatsächlichen Können und Möchten offenbar nicht stimmig ist.

        Distanz schaffen, sich mal ganz in Ruhe lassen, sich frei lassen, kein Auge auf den anderen werfen, nicht einmischen kann Wunder wirken. Es löst sich praktisch der Widerstand, wenn keiner mehr da ist, der mir den Frieden nimmt.
        Jeder nimmt den Frieden, der vorgibt, was man nicht tun darf, was schon.

        Vergiss nicht, das ist wie ein Bruder, wie ein Mitmensch, der beschlossen hat, mit dir gemeinsam zu leben, das ist nicht dein Besitz und du nicht seiner.
        Es ist dein Freund und kein anderer wie du auch- ein Rohling, ein Lehrling, ein Schüler.
        Weder du, noch er müsst ihr perfekt sein und lieben müssen, wenn ihr nicht könnt.

        Bleib dir selber treu und niemanden sonst. Das andere, fremde "Männchen" hilft dir vielleicht gerade, dich wieder wie eine normale Frau zu fühlen und wieder zurückzukommen auf deine ursprüngliche Gesundheit in Sachen Geilheit, Lust, Gefühle und so.
        Wenn du dann wieder fit bist, dann bist du zuhause auch besser drauf. Und wenn dein Mann sich aufregen sollte, dann sag halt, ich habe einen Therapie-Zyklus, wie du, damit ich wieder normal bin. Dann lache. Hoffentlich. Mannomann, seid ihr alle ernst.

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        • Re: Was ist nur los?

          Leider ist beim einstellen meines Beitrags in das Forum ein wenig Text verloren gegangen:
          Ich habe meinen Mann "gebeichtet", dass ich einen anderen Mann heimlich getroffen habe. Details konnte und musste ich nicht erzählen.
          Er war zunächst sehr wütend, aber nun sind wir fast wieder bei der "Tagesordnung", da für ihn wichtig ist, dass ich mit diesen anderen Mann nicht geschlafen habe.
          Wir haben auch eine Ehetherapie auf mein Drängen hin aufgesucht. Bisher hatten wir jeweils nur ein Einzelgespräch. Mein Mann beharrt darauf, dass wir ein Zeit- und Routineproblem hätten. Ich habe ihn versucht zu sagen, was mir in unserer Ehe fehlt: Seine männliche Seite, d.h. Stärke, sowohl körperlich als auch emotional. Ich darf mich oft nicht anlehnen, da es ihm dann hier und da wehtut. Ihm tut ständig irgendwas weh. Und im Job leite ich eine größere Abteilung, trage viel Verantwortung und muss ständig entschieden. Auch da wäre es schön, wenn er mir dann im Alltag einfach mal aufmerksam zuhören würde, Anteil nehmen würde, Entscheidungen einfach mal abnehmen würde (damit meine ich wirklich Kleinigkeiten: Wochenendplanungen, welchen Weg nehmen wir zurück zum Auto, etc.). Stattdessen versucht er es mir immer recht zu machen und ich fühle mich irgendwie so dominant, obwohl ich eigentlich ein eher schwacher Charakter bin.
          Auch das Thema Hausanschaffung oder so kann ich mir mit meinen Mann einfach nicht vorstellen, da er in unserer jetzigen Mietwohnung auch nichts renovieren, reparieren,etc. will.
          Er ist insgesamt ein sehr defensiver Mensch, der nicht gerne redet und wenn wir meine Eltern besuchen oder uns mit Freunden treffen, dann vermittelt er aufgrund seiner Schweigsamkeit das Gefühl, dass er sich nicht wohlfühlen würde. Dann werde ich darauf angesprochen, was mich einfach nervt. Manchmal kommt er mir so unsichtbar, lethargisch, blutleer vor und ich habe das Gefühl, dass nur ich präsent bin und er irgendwie hinter mir verschwindet. Das macht ihn so unattraktiv für mich.
          Der andere Mann ist das genaue Gegenteil: selbstbewusst, präsent, stark und willensstark. In diesen Punkten entspricht er dem, was mir (wieso auch immer jetzt) so fehlt.
          Deshalb gelingt mir der Kontaktabbruch zu diesem anderen Mann auch nicht wirklich. Zwischen uns gibt es zwar nur noch Gespräche, also gar keine körperliche Nähe, jedoch gefällt uns beiden irgendwie anscheinend dieses subtile Gefühl, dass man sich gegenseitig gerne "hätte", mehr hätte. Und durch die Telefonate, etc. nehmen wir teil am Alltag des anderen, was wir beide als eine Bereicherung empfinden. Mein schlechtes Gewissen ist jedoch permanent da und auch mein Gefühlschaos und meine Orientierungslosigkeit.

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          • Re: Was ist nur los?

            Ich habe Deinen Beitrag gerade nochmals durchgelesen und richtig aufgeatmet, als ich sah, dass Ihr keine Kinder habt. Ich finde es gut, dass Ihr eine Eheberatung aufgesucht habt. Eine unbefangene, neutrale profesionelle Person kann da mehr Klarheit reinbringen.

            Ich habe einen Freund, der beruflich recht erfolgreich ist, eine hervorragende Ausbildung hat (Physik und Informatik) und wir unternehmen seit Jahren einiges zusammen. Mich fasziniert seine Intelligenz. Er ist aber ausgesprochen schüchtern. Berührt manchmal meine Hand. Aber innerlich emotional rackedicht zu und denkt naturwissenschaftlich. Er hat auch einen schönen Körper und ist männlich.

            Ich mag ihn sehr, aber er ist emotional unerreichbar. Ich weiss , er hat einen guten Kern. Sein Vater war ein Streber und seine Mutter eine herrschsüchtige Person, welche alle unterdrückt hat.

            Als junges Mädchen mit 15 hätte ich mich vielleicht mit ihm eingelassen und ihn sogar noch geheiratet. Jedoch an seiner Seite wäre ich verhungert. Er ist in sich gefangen.

            Ich könnte ihn nicht knacken und selbst eine Therapie würde er verweigern. Er sagt, dass er so o.k. ist. Ist 46 Jahre alt, war noch nie verheiratet und hat keine feste Freundin. Einmal hat er mir 5 Euro geliehen und bereits nach 1 Woche erinnerte ich mich daran, obwohl er aus einer sehr reichen Familie kommt. Habgier, Geiz und Eifersucht ziehen an einem Strang..

            Damit will ich sagen, dass ich den Anderen nicht ändern kann. Möglicherweise war es eine Partnerschaft auf Zeit bei Dir.

            Die Zukunft wird es zeigen. Die Antwort für Dich wird kommen. Die Eheberatung würde ich durchziehen. Dann hast Du alles versucht.






            ,
            .

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            • Re: Was ist nur los?

              Leider ist beim einstellen meines Beitrags in das Forum ein wenig Text verloren gegangen:
              Ich habe meinen Mann "gebeichtet", dass ich einen anderen Mann heimlich getroffen habe. Details konnte und musste ich nicht erzählen.
              Er war zunächst sehr wütend, aber nun sind wir fast wieder bei der "Tagesordnung", da für ihn wichtig ist, dass ich mit diesen anderen Mann nicht geschlafen habe.
              Auch wenn Sie mit den anderen Mann geschlafen hätten, wäre er auch bei der Tagesordnung zurückgekehrt.

              was mir in unserer Ehe fehlt: Seine männliche Seite, d.h. Stärke, sowohl körperlich als auch emotional.[...] Auch da wäre es schön, wenn er mir dann im Alltag einfach mal aufmerksam zuhören würde, Anteil nehmen würde, Entscheidungen einfach mal abnehmen würde (damit meine ich wirklich Kleinigkeiten: Wochenendplanungen, welchen Weg nehmen wir zurück zum Auto, etc.). Stattdessen versucht er es mir immer recht zu machen und ich fühle mich irgendwie so dominant,
              Alice Schwarzer wurde grad fragen: Was hat sie denn?

              WIKIMANNIA:
              Der Neue Mann ist die Forderung des Feminismus nach verschiedenen Formen von Männlichkeit, die sich von der traditionellen Männlichkeit unterscheiden soll. Neuer Mannbezeichnet auch den Versuch von Männern, diesen feministischen Rollenvorstellungen zu entsprechen.
              Soziale Feminisierung:
              In der Vergangenheit als männlich (und positiv) betrachtete Eigenschaften (Mut, Kraft, Durchsetzungs*vermögen, Schweigsamkeit, sexuelle Potenz) werden diskreditiert / negativ umgedeutet, soweit Männer sie haben (Mut wird stattdessen als selbst*mörderischer Wahnsinn bezeichnet, Kraft als Brutalität, Durchsetzungsvermögen als Rücksichtslosigkeit, Schweigsamkeit als Verstocktheit, Gefühllosigkeit oder "Muffeln"), aber befürwortet, wenn Frauen sie haben (oder zumindest so tun, als ob) - eine Frau, die Sex mit vielen verschiedenen Partnern hat, ist nach dieser Interpretation keine Schl**pe, sondern "lebt ihre Sexualität aus". Umgekehrt wird gefordert, dass Männer "ihre weibliche Seite entdecken"; so soll ein Mann z. B. weinen dürfen.
              Auch das Thema Hausanschaffung oder so kann ich mir mit meinen Mann einfach nicht vorstellen, da er in unserer jetzigen Mietwohnung auch nichts renovieren, reparieren,etc. will.
              Um Himmels Willen , trennung, neu Anfang mit einem Richtige Mann, viel Spaß beim suchen.

              Der andere Mann ist das genaue Gegenteil: selbstbewusst, präsent, stark und willensstark. In diesen Punkten entspricht er dem, was mir (wieso auch immer jetzt) so fehlt.
              Es wäre gut zu wissen, warum der anderen Mann, ein gescheiterten Mann ist, eine Scheidung ist eine Niederlage, ein scheitern für beiden Parteien.
              Deshalb gelingt mir der Kontaktabbruch zu diesem anderen Mann auch nicht wirklich.
              Naja, manchmal ist es doch besser Alte durch neue zu Ersetzen, statt zu reparieren.

              Mein schlechtes Gewissen ist jedoch permanent da und auch mein Gefühlschaos und meine Orientierungslosigkeit.
              Eine endgültige Trennung kann Wunder bewirken..

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              • Re: Was ist nur los?

                Die Worte eines psychoanalytischen Therapeuten haben sich bei mir eingeprägt:

                Es gibt kein "ich kann nicht" sondern es heisst in Wirklichkeit "ich will nicht".

                Insbesondere trifft dies bei mir bei dem Wort "Loslassen" zu.

                Ich sehe es so. Wenn ich mir schon mehrfach Gedanken gemacht habe, ob der jetzige Partner oder Ehemann der Richtige ist, stimmt doch etwas nicht.

                An der Seite eines Menschen, der mich bezüglich Emotion und Zuwendung auf Sparflamme setzt oder mir seine Liebe oder seine Zeit so dosiert, wie es ihm in den Kram passt, dann hat das mit Liebe nix zu tun sondern mit Egoismus. Eine Freundin von mir lebt ihre oberflächliche Wochenend-Beziehung.. Er hat ihr diese Auflage gemacht und sie spielt mit. Er speist sie damit ab. Jammern hilft nicht weiter. Handeln und Aussteigen. Sich die große Liebe vorzugaukeln, die nie kommt, bringt mich nicht weiter. Der Andere ist dazu gar nicht in der Lage und Blitz-Heilungs-Therapien eines Innenlebens gibt es nicht. Dann bist Du 80 und der Andere hat sich immer noch nicht geändert, weil er von sich so überzeugt ist und seine Schräglage nicht erkennt oder will.

                Ich gehöre auch zu denen, die bis zum Exzess den Leidensdruck ausgereizt und mein Wunschdenken mit der Realität nicht übereingestimmt haben.

                Ich blieb solange in sinnloser Hoffnung und im Leid stecken, bis ich am Boden lag.

                z.B. Manche Frauen wünschen sich eine regelmäßige innige Beziehung mit einem Mann. Er speist sie aber mit Wochenend-Beziehung ab obwohl es anders ginge. Er holt sich am Wochenende lediglich seinen Sex ab und es gibt vielleicht noch ein versüßendes Frühstück, wo Beide davon profitieren. Mehr ist da nicht drin.

                Ja, das Schicksal wird alles regeln und für mich und mein Leben die Verantwortung übernehmen. Ich brauche nur die Hände in den Schoß legen und von der großen Liebe träumen, die aber an dieser Stelle nicht kommen wird. Es ist Selbstlüge und jenseits der Realität.

                Ein Neuanfang bedeutet, komplett Loslassen aus der alten Situation. Äussere und Innere Restauration.

                Bin ich bereit dazu, wird mir das Schicksal helfen.

                Liebe auf Sparflamme ist Leid und Selbstbetrug. Ein solcher Mensch hindert mich an meiner Entwicklung.

                Das trifft in allen Lebenslagen zu. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass sich meine alte Umgebung, wo es Schimmel und Feuchtigkeit in der Wohnung gab, loslassen kann. Ich hatte plötzlich die enorme Kraft eines Neuanfangs und siehe da, ich lebe in einem Mehr-Generationen-Haus, wo hauptsächlich ganz junge Menschen sind. Ein villen-ähnliches Haus mit duftenden Lindenbäumen vor dem Fenster, die ich schon mal bei meiner Oma hatte.

                Bin ich bereit, aus dem alten Sumpf und Leid auszusteigen, werde ich reich beschenkt. Aber es bedarf u.a. einer inneren und äusseren Komplett-Sanierung.

                Alles was es braucht, ist die spürbare Liebe zu sich selbst und der Wunsch nach Selbstverwirklichung und das geht nicht mit einem Menschen, der mich fremdebestimmt.

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                • Re: Was ist nur los?

                  Du hast ja nun schon einiges versucht und wenn dein Mann sich komplett quer stellt geht natürlich gar nichts, insofern dass er nicht mal versucht auf die Defizite einzugehen.
                  Du schreibst dass er dir alles recht zu machen versucht, aber irgendwie ist das dann doch nicht heraus zu lesen.

                  Tut er vielleicht einfach nur das was nötig ist, damit du Ruhe gibst?

                  Nach lesen deines Beitrages frage ich mich was euch verbindet, du kannst dir nicht einmal eine Zukunft mit ihm vorstellen, im Sinne von Haus, Familie, miteinander alt werden und bist froh keine Kinder mit ihm zu haben.
                  Dann fehlt die Nähe, eigentlich fehlt alles was zwei Menschen zusammenhält.

                  Lass ihn doch mal deine Beiträge lesen, vielleicht versteht er es in schriftlicher Form besser.

                  Und, du solltest mal ein paar Tage raus aus dem Trott und für dich alleine überlegen wie du noch zu deinem Mann stehst, er sollte es umgekehrt genauso machen.
                  Dann die Ergebnisse zusammentragen und gemeinsam Lösungen finden, unter der Prämisse dass es die letzte Chance ist, was auch euch beiden bewusst sein sollte.
                  Bei der Beratung solltet ihr auch mal die Lage erwähnen, besonders du, vielleicht wäre ein Dreiergespräch an diesem Punkt sinnvoll, aber das kann natürlich nur eingeschätzt werden wenn dort auch offen drüber geredet wird.

                  Je nachdem wie dein Mann dann nach der Zeit des Sammelns reagiert und wie es ggf in einer gemeinsamen Stunde in der Beratung läuft, solltest du die weiteren Schritte abhängig machen.
                  Es kann sich nur etwas ändern wenn auch er die Fehler erkennt und für Veränderungen bereit ist, oder zumindest für ehrliche Gespräche darüber weshalb es so ist wie es ist und dementsprechend bereit ist nach Lösungen zu suchen.
                  Sei aber auch so offen für seine Sicht, dass nicht nur er am Ende den schwarzen Peter hat, meist erarbeitet man sich den gemeinsam.

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                  • Re: Was ist nur los?

                    Du hast ja nun schon einiges versucht und wenn dein Mann sich komplett quer stellt geht natü

                    Kommentar

                    Forum-Archive: 2017-09 2017-10
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