#}
  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Genaue Diagnose und Therapie? Zwei Ärzte - drei Meinungen!? MRTs ...

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Genaue Diagnose und Therapie? Zwei Ärzte - drei Meinungen!? MRTs ...

    Hallo,

    ich hoffe, mein Beitrag wird nicht zu lang, da ich auch gar nicht so der Typ von langen Reden/Texten bin. Wenn doch, hoffe ich, dass er dennoch gelesen wird und mir geholfen werden kann oder zumindest neue Ansätze mitgegeben werden können, da ich sehr ratlos bin.

    Aber zum Eigentlichen:

    Ich habe nunmehr seit über einem ¾ Jahr erhebliche stechende Schmerzen in der vorderen rechten Schulter. Es hört sich vielleicht komisch an, aber es schmerzt und sticht besonders und fast nur, wenn ich den rechten Arm mit der Handfläche nach oben entweder ausgestreckt oder gebeugt gegen einen Widerstand bzw. mit Lasten bewege. Bei manchen Bewegungen, wobei ich diese nicht genauer eingrenzen kann, hört es sich so an, als wenn etwas in der Schulter „schnappen“ würde.

    Dazu kommen komische Gefühle im rechten Ringfinger und rechten kleinen Finger. Nicht, wenn die Hand entspannt ist, sondern wenn ich die Hand ohne oder gegen Last nach außen drehe. Wenn ich z. B. Liegestütze mache und die Hand am Boden nach außen drehe, fühlt es sich so an, als wenn eine Spannung in diesen Fingern vorhanden wäre.

    Ich übe eine schwere Tätigkeit aus. Ich muss schwere Gewichte schieben, tragen, ziehen, Überkopf bewegen, sitze privat aber sehr viel am PC.

    Dazu rudere ich in einem Verein und mache ab und an noch ein paar Liegestütze, manchmal Dips, Klimmzüge. Für die Beine jogge ich und fahre Fahrrad.

    Manchmal habe ich so schlimme brennende Rückenschmerzen am rechten Schulterblatt in Richtung Brustwirbelsäule, dass ich heulen könnte.

    Ich kann auch gar nicht eingrenzen oder ausschließen, welche Bewegungen diese Rückenschmerzen auslösen. Manchmal sind sie fast weg und manchmal eben tierisch stark. Ich habe verschiedene „Tests“ durchgeführt. D. h., ich habe an Tag 1 z. B. Liegestütze gemacht, um an Tag 2 zu merken, ob ich Schmerzen habe oder keine. An Tag 3 mache ich z. B. Rudern, um an Tag 4 zu spüren, ob Schmerzen ja oder nein … Manchmal habe ich an den Folgetagen mehr Schmerzen und manchmal fast keine. Ich meine allerdings, dass mir Dips am meisten Probleme bereiten.

    Also war ich vor 8 Monaten bei einem Orthopäden, der mich zum MRT überwiesen hat.

    Hier mal der Befund vom Radiologen:

    „Die Bizepssehne scheint insgesamt etwas nach caudal verlagert, wobei eine Luxation im Suleus selbst nicht vorliegt. Keine gelenknahen Ganglien. Keine Hinweise für periarthropathische Weichteilverkalkungen. Die gelenkbildenden knöchernden Konturen und Strukturen von Schulter und Schultereckgelenk stellen im Wesentlichen unauffällig dar. Keine wesentlichen degenerativen Veränderungen. Ein eindeutiger Knorpelschaden im Glenohumeralgelenk oder ein Labrumriss ist nicht zu belegen. Die Rotatorenmanschettenstrukturen stellen sich durchweg unauffällig dar und Rissbildung oder signifikante Tendinopathie. Zu beschreiben ist eine ganz umschriebene Ödemzone im Bereich der Umschlagstelle der sonst in der Kontinuität intakten langen Bizepssehne bei insgesamt etwas verdickt imponierenden Bizepssehnen-Pulley. Minimale Flüssigkeitsansammlung innerhalb der Sehnenscheiden der langen Bizepssehne. Kräftige periartikuläre Muskulatur. Weitgehend reguläre Artikulationsverhältnisse im Schulter und Schultereckgelenk. Umschriebene Ödembildung in Höhe des Bizepssehnen-Pulley wie beschrieben, als möglicher Hinweis für eine bestehende belastungs- und bewegungsabhängige Bizepssehnen-Subluxation (Pulley-Läsion) – naturgemäß nur schwer zu beweisen. Intakte Verhältnisse der Rotatorenmanschette. Keine signifikanten degenerativen Veränderungen. Kein beweisbarer Labrumschaden.“

    Mit dem Befund damals zum Orthopäden. Der meinte, ich solle wegen einer instabilen Bizepssehne Krankengynmastik machen. Hab ein Rezept bekommen, Übungen für die Rotatorenmanschette gezeigt bekommen, die ich jetzt seit 8 Monaten regelmäßig mache.

    Das konkret hat wohl leider nichts gebracht.

    Vor 8 Wochen bin ich beim Joggen mit ausgestreckten Arm auf diesen gestürzt. Seitdem ist es teils noch schlimmer, also bin ich wieder zum Orthopäden. Dieses Mal zwangsläufig zu einem anderen, da ich in der Zwischenzeit umgezogen bin. Dieser überwies mich auch wieder zu MRT – trotz Vorlage des ersten MRTs. Er meinte, dass evtl. was gerissen sein könnte, was abgeklärt werden müsste.

    Hier der Befund vom zweiten MRT, von einem zwangsläufig anderen Radiologen:

    „Normale Knochenmarksignalanhebung. Kein Erguss. Regelhafte Stellungverhältnisse. Intakte gleno-labraler Komplex. Signalanhebung der langen Bizepssehne in Höhe des Eintritts im distalen intraartikulären Verlauf. Bizepssehnenanker und übrige Bizepssehne intakt. Subscapularis, Supra- und Infraspinatussehne sowie teres minor-Sehne sind intakt. Laterales down sloping des Akromion. Regelhafte Stellungverhältnisse im AC-Gelenk. Akromion Typ III nach Biliagni. Leichtgradige subakromiale Enge. Normale Signalanhebung und regelhafte Signalcharakteristik der Rotatorenmanschettenmuskulatur. Fokale Tendinopathie der langen Bizepssehne im distalen intraartikulären Verlauf. Keine Rotatorenmanschettenruptur. Leichtgradige subakromiale Enge bei lateral abfallenden Akromion und Akromion Typ III nach Biliagni. Prädisponierend für ein subacromiales Impingement.“


    Also wieder Krankengymnastik. Dort – von einem zwangsläufig anderem – Physiotherapeuten, wurden mir dieselben Übungen, wie damals gezeigt.

    So richtig oder eher gar nicht helfen diese Übungen.

    Was ich meine, was eine Besserung in der Schulter herbeiführt, wenn ich mich bewusst aufrecht hinsetze, aufrecht gehe. Allerdings nur in der Schulter, nicht aber im Schulterblattbereich.

    Vor lauter Hilflosigkeit bin ich zu einem Schulterchirurgen, der sich beide MRT-Befunde und entsprechende Bilder angesehen hat. Er fand es komisch, dass im zweiten Befund gar kein Bezug auf das Labrum genommen wurde. Nach seinem Hinweis fand ich das dann auch komisch. Ist mit dem Labrum jetzt alles ok oder wurde es vergessen? Der Meinung des Schulterchirurgen liegt klar eine Instabilität der Bizepssehne vor und sehr wahrscheinlich auch eine Beschädigung am Labrum, was aber erst genau gesehen werden kann, wenn er in die Schulter reingeschaut hat.

    Jetzt bin ich noch ratloser!

    Was nun? Impingenment und, oder instabile Bizepssehne und, oder beschädigtes Labrum?

    Und was muss dann bitteschön jeweils gemacht werden?

    Danke für entsprechende Antworten.

    Viele Grüße

Lädt...
X