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Starke Schmerzen im oberen Rücken, welche Ausstrahlen

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  • Starke Schmerzen im oberen Rücken, welche Ausstrahlen

    Guten Tag

    Vor 3 Wochen hatte ich einen Unfall beim Judo. Ein Kollege hatte mich in einer Art "Schwitzkasten" aus dem ich mich versuchte zu befreien. Plötzlich spürte ich einen langsam stärker werdenen Schmerz auf der Höhe des linken Schulterblattes.
    Die Schmerzen wurden so stark, dass ich das Training abbrechen musste. Zu Hause wurde es immer stärker, es strahlte in den Arm aus und beim Schulterblatt fühlte es sich an, als ob jemand ein Messer reinstechen würde, in der Nacht konnte ich vor lauter Schmerzen nicht schlafen. Der Hausarzt meinte am nächsten Tag, es könnten die Muskeln sein und gab mir Schmerzmedis. Die Schmerzen gingen leicht zurück, momentan habe ich jedoch immer noch starke Schmerzen neben dem Schulterblatt und einen ausstrahlenden Schmerz in den Arm, einen tauben Zeigefinger und Kraftverlust im linken Arm (vorher konnte ich locker 20 Liegestützen am Stück machen, momentan keine einzige, da der linke Arm "versagt").
    Was könnte das sein? Und geht das wieder vorbei? Seit 3 Wochen nehme ich ununterbrochen Schmerzmedis um einigermassen durch den Tag zu kommen und in der Nacht zu schlafen. Das einzige was einigermassen Linderung bringt, sind lange Spaziergänge. Sitzen, Liegen ist mit starken Schmerzen verbunden.

    Vielen Dank für Ihre Einschätzung!

  • Re: Starke Schmerzen im oberen Rücken, welche Ausstrahlen

    Mein Hausarzt hat mich nun zu einem Neurologen überwiesen, welcher ein MRT veranlasst hat. Nächsten Mittwoch wird dieses besprochen. Es ist nun ein bisschen mehr als vier Wochen her seit dem Unfall, die Ausfallerscheinungen und Taubheitsgefühle habe ich immer noch. Sind 4 Wochen bereits zu lange oder können diese Symptome noch zurückgehen?
    Und können diese Symptome auch von alleine zurückgehen oder muss man da immer operieren?
    Vielen Dank!

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    • Re: Starke Schmerzen im oberen Rücken, welche Ausstrahlen

      Vor einer Woche wurde nun ein MRT gemacht und als Befund ergab dies eine Bandscheibenvorwölbung im C6/7 HWS.

      Momentan sind die Schmerzen zwar leicht zurückgegangen (kann immerhin in der Nacht schlafen, was ich in den ersten 2 Wochen nicht konnte), ich bin jedoch immer noch jeden Tag auf Schmerzmedis angewiesen (Ibuprofen, Novalgin, Olfen, Dafalgan im Wechsel), vor allem langes Gehen führt dazu, dass die Schmerzen zunehmen.
      Neben den Schmerzmedis gehe ich einmal in der Woche in die Physio.

      Folgende Fragen habe ich nun:
      -Wie lange dauert es ca. bis die Schmerzen sich wieder einstellen?
      -Wie lange kann man Ibuprofen und Dafalgan nehmen? Was gilt es zu beachten? und kann man die zwei Medis auch parallel einnehmen?
      -Würde eine Cortisonspritze etwas bringen gegen die Schmerzen? Was sind da die Risiken?

      Vielen lieben Dank für die Antwort!

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      • Re: Starke Schmerzen im oberen Rücken, welche Ausstrahlen

        Hallo Aastra,

        vorneweg ist zu sagen, dass eine medizinische Beratung über das Internet nur eingeschränkt möglich ist und alle entscheidende Fragen mit den behandelnden Ärzten geklärt werden sollen.

        Eine Bandscheibenvorwölbung ist ein Krankheitsbild, das einer langwierigen Therapie bedarf, die allerdings häufig zum Erfolg führt.
        Wie lange es dauert, bis die Beschwerden komplett verschwinden, hängt vom Ausmaß der Vorwölbung ab und lässt sich so pauschal leider nicht beurteilen. Wichtig ist, dass die Übungen regelmäßig durchgeführt werden und vorübergehend auf das Tragen schwerer Lasten o.ä. verzichtet wird.
        Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel Bandscheibenvorwölbung in der HWS


        Eine Dauermedikation ist etwas, das sie mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen sollten. Die täglichen Höchstdosen von Ibuprofen und Paracetamol (Dafalgan) finden Sie in den Beipackzetteln.
        Zu beachten ist, dass die langfristige Einnahme von Ibuprofen "auf den Magen schlagen" kann, da dieses die Produktion von Magenschleim hemmt. Hierzu werden in der Regel prophylaktisch sogenannte "Säureblocker" (Protonenpumpeninhibitoren) wie Omeprazol oder Pantoprazol eingesetzt.
        Lesen Sie hierzu auch unsere Artikel Ibuprofen, Nebenwirkungen von Ibuprofen, Paracetamol

        Ob die Injektion von Cortison oder anderen Medikamenten im Bereich der Halswirbelsäule in diesem Fall sinnvoll ist, sollten Sie mit Ihrem Neurologen / Orthopäden abklären. Sogenannte "epidurale Infiltrationen" können zwar eine Linderung der Beschwerden verschaffen, gerade im Bereich der Halswirbelsäule, wo wichtige Nerven und Gefäße verlaufen, ist die Injektion allerdings auch risikobehaftet. Risiko und Nutzen der Behandlung gilt es stets abzuwägen.
        Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite unter: Epidurale Infiltration

        Mit freundlichen Grüßen

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