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Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

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  • Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

    Hallo,
    Ende des letzten Jahres wurde ich mit einer viralen Meningitis ins Krankenhaus überwiesen (erstmal hat es vorher schonmal 2 Wochen gedauert, bis diese überhaupt diagnostiziert wurde und ich nicht als Similantin dargestellt wurde, -aber das ist eine andere Geschichte...) ich lag dann nochmal zwei Wochen im Krankenhaus und es ging mir auch immer besser. Die ersten Wochen zu Hause war ich kaum belastbar und ständig erschöpft. Auch das ist besser geworden. Allerdings leide ich seit dieser Krankheit unter Motivationslosigkeit. Ich fühle mich teilweise überfordert und habe keinen Spass mehr an Dingen die mir vorher Spaß bereitet haben. Auch auf Treffen mit Freunden hab ich keine Lust mehr. Am liebsten bin ich zu Hause und entspanne. Das kann es aber doch nicht sein? So war ich vorher nicht. Ich bin gerne ausgegangen, heute kann ich mich nicht motivieren und wenn doch, dann habe ich keinen Spaß. Ich bin ständig müde und lustlos. Wie gesagt, das ist erst so, seitdem ich aus dem Krankenhaus wieder da bin. Ich fühle mich, als hätte mich die Krankheit nachhaltig verändert. Geht das nur mir so oder sind hier noch andere Betroffene, die das gleiche erleben?
    Es würde mich freuen, wenn ihr mir schildert, wie es bei euch so war.
    Vielen Dank

  • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


    HAllo !

    das ist völlig normal, dass Du Dich schlapp fühlst. Dein Körper hat eine unglaublich Infektion überstanden !

    Kurz nach einer Therapie ist zu beachten, dass die Symptome die Du vorher hattest nicht wiederkommen. Wenn ja, dann stell Dich wieder beim Arzt - in einer geringen Zahl von Patienten ist die Infektion nicht ganz auskuriert.

    Sonst kann es Jahre dauern bis man die Schäden einer Meningitis überstanden hat. Keiner kann Dir sagen wie lange es dauern wird... Leider.

    Sehr wichtig ist nur folgendes: Dein Gehirn wurde angegriffen und muß sich nun erholen und reparieren was geht. Dazu braucht es viel viel Ruhe. Die ersten Monate sind entscheidend... ALSO NICHT ZU FRÜH ARBEITEN !

    Denn daheim fühlt man sich wohl - aber Stress bekommt einem gar nicht und kann dauerhaften Schaden anrichten.

    Aber nicht einsperren ! Sondern an guten Tagen rausgehen und Grenzen austesten....

    Alles Liebe,
    Carmen76

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    • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


      Unser Sohn hatte mir 15 Monaten ein sehr schwere Form der Gehirnentzündung. Er hatte nach dem Koma Gangstörungen , Zittern der Hände und hängende Augenlider. Wir habe auf anraten der Ärtze unsern schon lange geplanten Urlaub auf den Kanaren 3 Wochen später trotzdem angetreten. Dort hat sich der kleine Kerl zusehend erholt. Man konnte fast zusehen. Als wir wieder zurück waren, konnten die Ärtze es kaum glauben. Er war fast ohne Probleme. Heute merkt man es garnicht mehr ( er wird im November 4). Das wichtigste ist Ruhe, viel Schlaf, gutes Essen und ein Klima in dem man sich erholen und Enspannen kann. Dein Körper braucht jetzt viel Kraft um alles wieder in Ordnung zu bekommen. Viel Glück peggy

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      • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


        Hallo, im Januar erkrankte ich auf Teneriffa an der viralen Meningitis (lt. Tropeninstitut). Du sprichst mir aus der Seele. Auch ich habe mich von meiner Erkrankung bisher nicht 100%ig erholt. Der Arzt auf Teneriffa ging von einer 'normalen' Viruserkrankung aus. Aufgrund des extrem hohen Fiebers und meinem Zustand erteilte er Flugverbot. Ich hatte noch nie derartige Schmerzen, extremen Augendruck, war nicht ansprechbar. Ich kann mich an diese Zeit nur schlecht erinnern. Habe nur noch funktioniert. Wir flogen dann eine Woche später, mein Zustand war nach wie vor eine Katastrophe, aber ich wollte nur noch nach Hause. Der hiesige Arzt diagnostizierte eine 'Erkältung'. So verging Woche für Woche. In meiner Hilflosigkeit wandte ich mich an das Tropenmed. Institut. Nur leider Wochen zu spät. Die Symptomatik und Untersuchung erschienen dem Arzt absolut zweifelsfrei. - Mir geht es so wie Dir, ich bin antriebslos und schwächlich wie nie, möchte am liebsten nur noch zu Hause bleiben und entspannen. Sport und andere Aktivitäten stehen total hinten an. Meine Augen sind wesentlich schlechter geworden. Oft kann ich auch heute meinen Kopf, meine Kopfhaut nicht anfassen-
        Ich würde mich freuen zu hören, wie bei Dir/Euch der Krankheitsverlauf, das Beschwerdebild war. Wie hat man Euch im Krankenhaus geholfen. In meinem 'Irrsinn' bestand ich leider darauf, nicht ins Krankenhaus zu müssen. Ein absoluter Fehler, denke ich. - Was kann ich heute für eine Besserung der Beschwerden tun? Habt Ihr einen Tipp??

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        • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningi


          Hallo,
          Vielen Dank. Es hilft mir schon ungemein, wenn ich lese, dass auch andere diese Probleme haben. Bisher dachte ich, dass ich damit alleine stehe.
          Die Leute im Krankenhaus konnten nicht viel machen. bei einer viralem Meningitis gibt es kein Patentrezept. Damit muss der Körper wohl allein fertig werden. Allerdings haben sie täglich meine Blutwerte kontrolliert und mir hochdosiertes <schmerzmittel gegeben. Wie man mir sagte, sei es nicht selten, dass aus einer viralen Meningitis eine eitrige Meningitis wird, die bakteriell bestimmt ist. Daher gab es noch zwei wochen hoch dosiert und intravenös eine Antibiotikumgabe um dem vorzubeugen. natürlich wurde auch versucht, den Erreger zu identifizieren und daher allerlei Tests gemacht. Erfolglos. Als es mir dann besser ging, kein Fierber mehr und kaum noch Schmerzen, und ach die Blutwerte besser wurden, wurde ich entlassen. Gott-sei-dank musste ich nicht nocheinmal zu einer Lumbalpunktion, denn das fand ich schrecklich!!!

          Im moment bin ich schmerzfrei, sogar schon seit Januar. Was bleibt ist diese Antriebslosigkeit und "nicht-Belastbarkeit". Mein Schlafbedürfnis ist extrem hoch und ich bleibe gern zu Hause, anstatt (wie früher) an Wochenenden und auch unter der Woche auszugehen. Meine FReunde verstehen das eher schlecht als recht aber was solls. Ich habe das Gefühl Ruhe zu brauchen, und die nehme ich mir. Soi ist das nun mal im Moment. Vielleicht ändert sich das auch nicht mehr, -keine Ahnung. Aber im Moment muss ich wohl damit leben. Und ichdenke, wenn dein Körper dir signallisiert dass du langsamer machen sollst, dann ist es klug auf ihn zu hören.
          Gute Besserung!

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          • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningi


            hallo!

            ich bin im mai 07 an einer meningokokken-men. mit waterhouse-f.syndrom erkrankt.
            ich lag 3 wochen im hh krankenhaus und danach 4 wochen in damp zur reha!
            fühlte mich auch hundeelend,
            physisch wie auch psychisch!

            kann allerdings jetzt berichten, daß ich soweit wieder ganz fit bin,
            an sport o.ä. ist natürlich noch nicht zu denken, aber ich scheine das ganze ohne spätfolgen überstanden zu haben!
            allerdings habe ich natürlich auch immer diese gedanken im kopf,"kommt da noch was nach?"

            aber das ist völlig normal.
            die tatsache, daß man sich mit seinem tod gedanklich auseinandersetzen musste hinterlässt sicher spuren.

            gib der sache zeit.
            ich hoffe, daß der verlauf bei dir ähnlich positiv wird, wie bei mir.

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            • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningi


              hallo finchen, weiß nicht, ob du noch im forum nachschaust?? Aber vielleicht hast du meinen Beitrag auch gelesen. Mich hat es ebenfalls diesen Sommer erwischt, und mir geht es genauso.Ich schaffe es gerade noch, morgens zu arbeiten und muss mich danach hinlegen, abends gehe ich jetzt immer um 9 Uhr ins Bett(leider kamen, seit ich arbeite auch noch Schlafstörungen hinzu).Außer meinem Beruf(Lehrerin)mache ich gerade gar nichts mehr und Sport geht auch nicht.Der Zustand hält jetzt auch schon 3 Monate so an. Es wechselt allerdings etwas. Manche Tage geht es etwas besser, an anderen wieder ganz schlecht- v.a. bei Stress. Wahrscheinlich muss man damit leben, dass sowas lange geht. Wie geht es dir denn inzwischen? Ist es immer noch gleich?

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              • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningi


                hallo finchen,
                im dezember 2005 hatte ich auch eine virale meningitis, wahrscheinlich durch einen infekt, den meine kinder (drillinge, damals 2 1/2) angeschleppt hatten, und der sich bei mir an die hirnhaut "angedockt" hat. für 10 tage war ich stationär wegen der intravenösen antibiotikum-gabe, danach wurde ich nach hause entlassen. so kaputt wie damals war ich mein lebtag nicht gewesen. als ich dann für 10 tage wieder daheim war, bin ich nachts im badezimmer auf den badewannenrand kollabiert und habe mir eine durchgebissene lippe sowie 5 ausgeschlagene zähne dabei eingehandelt. ich sah danach zunächst erst einmal aus wie ein zombie...die gute nachricht ist, dass sonst außer eoiner schweren gehirnerschütterung nichts passiert ist - es hätte viel schlimmer ausgehen können!

                es hat alles in allem ein gutes jahr gebraucht, bis ich mich von der meningitis und ihren folgen soweit erholt hattes, dass ich körperlich und psychisch wieder ich selber war.

                warte ab und schon dich, wenn es geht, es braucht einfach seine zeit!
                lg geli

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                • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                  Bei mir begann der Krankenhausauenthalt in der Intensiv und ich bin seitdem auf einem Ohr taub und habe dort auch Tinnitus und Druckgefühle. Als ich im Krankenhaus lag konnte ich mir manchmal gar kein normales Leben wie früher vorstellen. Ich kam dann nach Hause zu Frau und Kindern und hatte ziemlich schwache Nerven und sonst auch noch alle möglichen Zustände. Ich war vorher auch kein großer Partytiger aber nachher habe ich mich nochmehr zurückgezogen und die Stille bevorzugt. Die einzige Therapie die mir meiner Meinung geholfen hat ist dass ich seitdem viel Ausdauersport , Laufen mache.

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                  • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                    Mir geht es genauso. allerdings ist bei mir die Erkrankung shcon zwei Jahre her? ist das auch noch normal?

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                    • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                      Hallo,
                      ich bin im Okt. 08 an viraler Meningitis erkrankt. Lag eine Woche im KH und bekam Aciclovir als Infusion. Danach wurde mir nichts mehr verordnet. Zwei Wochen später bekam ich dann einen herben Rückfall, der dann ambulant von meinem Hausarzt betreut wurde. Medikamente bekam ich die erste Woche Zostex und danach drei Wochen Aciclovir als Tabletten. Ich hätte gerne die Tabletten noch eine Woche länger genommen, aber das wurde abgeleht.
                      Irgendwie hatte ich noch nie das Gefühl das die Entzündung aus dem Kopf raus ist, obwohl es mir inzwischen besser ging. Aber ich habe seitdem eigentlich täglich Kopfschmerzen und vor allem es ist so ein komisches Brennen und Drücken auf/im Kopf. Kennt das jemand?? Ich hatte mein Leben lang nie Kopfschmerzen. Das ich immer noch schlapp bin nehme ich so hin. Ausserdem horche ich ständig in mich, ob mein Nacken wieder steif wird und ob die Augen schmerzen. Kennt jemand diese Angst, und vorallem wann muss ich mir ernsthaft Sorgen wegen eines Rückfalls machen?
                      Vielleicht hat jemand Erfahrung mit einem Rückfall und schreibt, - würde mich sehr freuen.

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                      • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                        hallo finchen .... ohen die merkmale nochmal zu wiederholen, kann ich nur sagen " ganz genau das " empfinde ich auch.... 25 tage lag ich im krankenhaus und bin seit 12.01. wieder zu hause und fühle mich lustlos, schwach und möchte am liebsten nur alleine sein um zu ruhen... ich glaube sogar schon etwas agressiv auf alle äußeren reize zu reagieren.... ich war vorher nie so !!!! gute besserung * uns beiden * liebe grüße susi

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                        • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                          Hallo,
                          es gibt versch. Arten von Infektionen auch bei den viralen und dementsprechend wirkt sich das Ganze auf den Organismus aus und verläuft deswegen bei jedem anders.

                          Meine erste (und schwerste) Meningitis verbrachte ich 6 Wochen allein in Quarantäne bis ich auf norm. Station durfte, ein halbes Jahr darauf eine weitere Meningitis die ich ziemlich leicht wegsteckte und nun nach genau 30 Jahren Jahren hat es mich im Aug. 2008 wieder erwischt und zwar mit nicht nur Gehirnhautentzündung, sondern diesmal auch Gehirnentzündung.
                          Ich bin trotz heftigen Schmerzen erst am dritten Tag in die Klinik gegangen wo man es sofort erkannte durch Punktion. Es war mein Fehler erst so spät zu gehen, denn dadurch war die G.haut durch die Viren bereits "aufgeweicht" und so konnten die Viren leicht in das darunter liegnde Gehirn eindringen. lt. den Ärzten.
                          Nach der Entlassung erfolgte ein Epilepsie-Schub (wieder Klinik) und nach ca. 2 Wochen erneute Klinik zur Kontrolle und weil die Werte nicht so waren wie erwünscht, zur Vorsicht stat. Aufnahme, weitere Infusionen und dann anschl. 6-wöchige AHB/Reha in der Neurologie.

                          Wie beim ersten Mal haben sich jetzt wieder Sprechstörungen gezeigt, ich verwechsle noch immer zwischendrin Wörter d.h. tausche sie unbewußt gegen andere falsche aus und vergesse mitten unter dem Gespräch oft was ich jetzt eigentlich sagen wollte und habe Kopfschmerzen vom feinsten. Auch das Brennen und Drücken an bestimmten Stellen am Kopf kenne ich bereits von meiner ersten M. und das ist mir geblieben.
                          Die Sprechstörungen (u.a.) gingen damals mit einer Therapie zurück und ich hoffe mit meiner jetzigen Sprachtherapie die ich nun bereits seit Oktober habe, dass sie auch diesmal wieder für immer und ganz verschwinden. Gebessert hat es sich auf einmal mit einem Riesenschwung von heute auf morgen nach ca. 4 Monaten.

                          Also verliert nicht die Hoffnung, verzweifelt nicht, die Chancen stehen gut, es dauert eben nur uns viel zu lange ! Da es bei mir die dritte war, haben die Ärzte mir in der AHB gesagt, ich müßte bis zu einem Jahr u.U. rechnen, bis alles vorbei ist.

                          Ich habe nach der Epilepsie gelernt nun meinem Körper endlich nachzugeben und wenn er Ruhe braucht ihm diese auch zu gönnen. Meine weiteren EEG`s sind nun auch wieder okay, so dass ich auch wieder Autofahren darf und die Kopfschmerzen werden auch schon wieder weniger in der Häufigkeit und der Stärke des Schmerzes.

                          Es ist keine leichte Krankheit, aber man muss sie eben annehmen und es geht vorbei, wie ich schon bei den vorherigen zwei M`s bemerkt habe und das brachte mir nun jetzt den Vorteil, weniger Stress/Angst zu haben.

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                          • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                            also, bei mir war es auch ähnlich. der hausarzt hat es nicht für nötig befunden, irgendwelche untersuchungen zu machen, bin mit einer erkältung nach hause geschickt worden. nach 3 wochen mit den gleichen nicht abklingenden symptomen (müdigkeit, kopfschmerz, schwindel, sehstörungen... komischerweise kein fieber, keine nackensteifigkeit) wurde es mir dann zu blöd und ich bin in die notaufnahme gefahren. da wurde dann eine punktion gemacht, die eine geringe erhöhung der leukozytenwerte gezeigt hat. 2 wochen virostatika usw., ihr kennt das ja.
                            bei mir ist es seit der entlassung ähnlich (ist jetzt ca. 3 monate her). die beschwerden haben kaum nachgelassen. habe keine lust mehr, irgendwas zu unternehmen, abends wegzugehen oder dergleichen und, so blöd das vielleicht klingen mag, auch keine besondere freude mehr am leben. die vorstellung, sich vielleicht noch lange zeit so zu fühlen, ohne aussicht auf schnelle besserung, ist nicht gerade prickelnd. ich stehe kurz vorm abitur, muss viel lernen und habe viel stress, was alles noch um einiges unangenehmer macht.
                            dazu kommt, das neben der allgemein bekannten symptome bei mir auch vollkommen unspezifische sachen wie geschwollene lymphknoten, herzklopfen, herzstechen, magen- und rückenschmerzen auftreten. auch wenn die blutuntersuchungen keine ergebnisse bringen, macht man sich natürlich trotzdem große sorgen, die wiederum der rekonvaleszenz nicht gerade förderlich sind.

                            gibt es unter den betroffenen noch jemanden, der unter ähnlichen unspezifischen symptomen leidet? das ganze würde mich ungemein beruhigen.

                            in diesem sinne allen eine gute besserung (:

                            Kommentar


                            • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                              Meine Tochter lag 2 Wochen mit einer vi. Meningitis im Krankenhaus.
                              Einweisung nach 3 Tagen Schmerzen ( die in der Notaufnahme des 1 Krankenhauses als Migräne abgetan wurden, da es dort keine Neuro gab , ab ins 2 Krankenhaus. Dort Verdacht auf Nasen - Nebenhöhlenentzündung , Entlassen nach hause )
                              Am 3 Tag stand ( fast nicht mehr möglich , nur stark gestützt vom Freund) meine Tochter morgens um 7 bei mir vor der Tür.
                              Um 8 als erstes beim Arzt.
                              Anruf im 2 Krankenhaus, es kommt 1 Patientin mit Meningitis.
                              Notarztwagen gerufen.
                              Kam zwar schnell, mußte aber erst das halbe Auto hinten ausbauen ,da ja hinterher alles desinfeziert werden müsse. Also alles Überflüssige raus.
                              Mutter durfte nicht mitfahren. ( 2 Sitz war auch raus )
                              Sanitäter von oben is unten in Schhutzanzüge verhüllt ) Tochter mit Maske.
                              Ankunft im Krankenhaus....3.10h gewartet.
                              Nach 2 maligen Nachfragen wann ich denn nun zu meiner Tochter dürfte, bekam ich eine Maske und durfte rein.
                              Nach 5 . Minuten hieß es von Seiten der Ärzte ...KEINE MENINGITIS.
                              Puh..Mutter und Tochter total froh !!
                              Aber wo kamen diese starken Kopfschmerzen, diese Lichtentfindlichkeit , Übelkeit usw. her ???
                              Tochter wurde auf die Neurologie gelegt.
                              Behandelt wurde mein Kind wie eine phychisch kranke.
                              An diesem Tag hatte sie eine schwarze Hose und Bluse an (arbeitet bei der Bank da ist diese Kleidung angemessen und sie wollte ja noch zur arbeit morgens ) sie wurde daraufhin von einer Ärztin gefragt : Laufen Sie immer so dunkel angezogen rum ?"
                              "Haben Sie schon einmal Selbstmordgedanken gehabt ?"
                              Ich dachte ich habe mich verhört !
                              Nachdem wir alle ( mein Mann war mitlerweile auch angekommen )verneinten wurde unsere Tochter erst einmal auf Migräne behandelt. Bekam 1 Tablette und eine Brechschalle ans Bett und das war es dann.
                              So ging das von Freitag bis Dienstag.
                              Mittwoch bekam Sie dann die Entlassungspapiere und sollte nach hause.
                              Ihr und unser Glück war, dass an diesem Tag noch die Chefvisite war.
                              Der Prof meinte dann :" Na ja, man sollte doch vielleicht erst noch einen Punktion machen."
                              das Gesicht von der Ärztin werde ich nie vergessen. Diese Frau war so was von angep... da sie ja schon den Brief geschrieben hatte.
                              Also wurde am nächsten Tag diese Punktion gemacht. Sie sagte noch :" Sehen Sie, dass Wasser sieht ganz klar aus."
                              Nach 20 Minuten kam eine andere Ärztin ins Zoimmer und sagte etwas kleinlaut...es ist doch etwas gefunden worden. Ihre Tochter hat eine viruelle Meningietis.
                              Man entschied sich unsere Tochter noch mit dem Taxi zu einem Augenarzt zu fahren. Dort stellte diese fest, dass unsere Tochter sich diese Schmerzen am Auge NICHT eingebildet hat, sondern das der Augapfel und Sehnerv schon stark in mitleidenschaft gezogen war.
                              Sie bekam ein MRT, eine Chomputertomografie und 3 Tage 75 mg Cortison.
                              Da sie unter der Gabe von Cortison plötzlich Zuckerwerte von bis zu 385 hatte entschied man sich dieses wieder abzusetzen.
                              Unsere Tochter blieb 12 Tage in der Klinik und wurde dann für 3 Wochen nach hause entlassen.

                              Man sagte ihr, dass Sie nicht lesen dürfte, kein PC.kein Fernseh.
                              Darauf hat Sie die erste Zeit sowieso keine Lust gehabt.
                              Da Sie mitten im Abschluss als Bankkauffrau ist (die Ärzte meinten am Anfang :" Vielleicht ist diese Ausbildung zu schwer für sie und die Simtome kommen da her, Abi mit 1,8 gemacht,)ist sie mitlerweile nur noch über den Büchern um sich für Ihre Abschlussprüfung vorzubereiten.
                              Am Dienstag soll sie nun wieder ins Krankenhaus um nochmal eine Punktion usw . machen zu lassen !
                              Dürfen gar nicht daran denken !!
                              Wer weiss, was dann wieder kommt !!!
                              Hab wirklich Angst ...und unsere Tochter auch.
                              Fühlen uns auch nicht wirklich von den Ärzten verstanden. Aufklärung gleich null !!

                              Kommentar


                              • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                                Ich bin die Mutter einer 28 jährigen Tochter die mit ca 15 Jahren (ca. 1999) an dieser Art der Menigitis erkrankte und leider kann ich euch keine guten Nachrichten überbringen, denn diese Symtome sind mir sehr bekannt und verschwinden nicht , sondern verstärkten sich bei meiner Tochter in einen jahrelangen Leidensweg (der leider noch heute weitergeht. Z.Z. steht meiner Tochter in zwei Tagen eine Einweisung in die Nervenklinik bevor. Dort hoffe ich das man endlich anerkennt das ihre Kopfschmerzen, Gedächtnislücken usw. im Zusammenhang mit der Menegitis sieht und sie entsprechend behandelt, denn es ist inzwischen eine schwere Depression daraus geworden - mit all ihren Folgen). Ich hoffe ihr habt Eltern oder Partner die euch unterstützen diesen Weg so schnell wie möglich zu gehen, da ihr sonst das gleiche durchmachen müßt. Mein erwachs. Kind ist inzwischen eine Gefahr für sich selbst geworden (vergißt das sie eine Herdplatte angeschaltet hat, vergißt Termine, kann nicht für die Prüfung lernen usw.) Das allerschlimmste ist, dass auf Grund ihrer Jungend keiner glaubt das sie den Willen zur Gesundung hat und ich muß jeden Tag mit ansehen wie sie gegen Windmühlen kämpft, wie sie verzweifelt und wie sie sich täglich selbst überfordert um von ihrer Umwelt als vollwertiger Mensch anerkannt zu werden. Ich begleite sie inzwischen zu allen Arztterminen und stelle inzwischen auch meinen Standpunkt da und habe somit die ganze Sache in meine Hände genommen, da man meine Tochter in die Ecke der gestörten stecken will (ist ja am einfachsten) aber ich will das der Kampf meines Kindes nicht umsonst war und kämpfe für sie weiter, denn das ganze hat natürlich auch arbeitsrechtliche und andere Konsequenzen, die hier zu erklären zu weit führten. Also wenn ihr jetzt die Kraft aufbringt, laßt euch nicht abwimmeln und laßt immer wieder Untersuchungen machen bis der Zusammenhang eindeutig anerkannt wird, da dann für die Bekämpfung dieser tiefen Verstimmungen auch Antidepressiva eingesetzt werden können und nach ca. 3 Monaten diese ihre Wirkung entfalten können und ihr wieder Freude am Leben habt. Ich wünsche Euch viel Glück und ich hoffe das euch der Leidensweg meiner Tochter ersparrt bleibt.

                                Kommentar


                                • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                                  Hallo,

                                  habe gerade die Beiträge gelesen.
                                  Mir geht es genauso wie Euch allen:

                                  Hatte letztes Jahr im Oktober 2010 eine virale Meningits (Herpes Simplex) allerding muss ich sagen, dass ich super versorgt wurde.. angefangen von meinem Hausarzt, der sofort in der Klinik anrief und ein MRT verlangte (hatte eigentlich verdacht auf Hirnblutung) Das MRT war negativ aber die Punktion war eindeutig.. bei mir war es auch "klares Hirnwasser" und es hieß "sieht gut aus".. die Werte waren jedoch bei knapp 2000.
                                  Nachach 3 Wochen KH und knapp 4 Reha ging es mir besser.. aber ich war immernoch voll schlapp und kaum belastbar - ich war insgesamt 3,5 Monate krank geschrieben.
                                  Fühle mich aber, genauso wie Ihr, seit der Krankheit nur noch kaputt und ausgelaugt.. habe keine Lust mehr mit Freunden was zu unternehmen und liege am liebsten auf der Couch und habe meine Ruhe.. es kommt mir so vor als würde mich alles irgendwie erdrücken und zu viel werden.. Seit knapp 1 Monat habe ich massivste Rückenschmerzen im LWS-Bereich, alle Untersuchungen waren ok.-.- mache KG und trotzdem gehen die Schmerzen nicht weg..... Es kommt mir so vor als würde ich überhaupt nicht mehr auf die Beine kommen.

                                  Wie lange dauert der Zustang.. an die, die bereits 2007 gepostet haben.. wie geht es Euch heute?

                                  Liebe Grüße

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                                  • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                                    Hallo Monschterle,
                                    habe gerade zufällig deinen Beitrag gelesen und schreibe gleich zurück, um dir Mut zu machen. Du hast sicher auch meine Beiträge von 2007/8 gelesen. Es ging mir genauso wie dir , v.a. auch mit den Rückenschmerzen und dem großen Belastungsdefizit.
                                    Das ging ca. 3/4 - 1 Jahr so. Dann wurde es schubweise, so ca. innerhalb weniger Wochen besser. Genau 1 Jahr nach der Meningitis war ich wieder kerngesund und fit. Seitdem hatte ich keine Probleme mehr damit.
                                    Mein Problem damals war, dass ich bereits ca. 4 Wochen nach der Meningitis wieder voll arbeiten musste und kein Arzt mir geglaubt hat wie schlecht es mir ging - alles wurde aufs psychische geschoben und man hat versucht mich als arbeitsunwillig und psychisch krank zu erklären - alle wollten mir Psychopharmaka andrehen. Nimm so was auf keinen Fall. Bereits eine einzige Tablette davon hat den Zustand massiv verschlechtert.
                                    Als ich dann wieder gesund war hat mir übrigens auch kein Arzt geglaubt- aber dann konnten sie mich alle mal.
                                    Nur während der langen Genesungsphase - als ich nicht wusste, wie lange es wirklich dauern würde, war das alles sehr schlimm für mich, da ich dadurch auch meine Arbeitsstelle verlor.
                                    Du kannst mir gerne auch mal mailen.
                                    Liebe Grüße

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                                    • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                                      Hallo. Auch ich hatte ende Oktober 2012 eine virale Meningitis. Die habe ich laut Arzt gut überstanden, weil der Wert nur bei 120 lag.
                                      Nun 2 Monate später, klagen mich starke Kopfschmerzen, bei ruckartigen Bewegungen (an der gleichen Stelle, wo die Meningitis war).

                                      Ist das normal oder sollte ich das vom Arzt nochmal abklären lassen.
                                      Habe mega Angst nochmal deswegen ins Krankenhaus zu müssen, weil diese 1 Woche die schlimmste in den letzten paar Jahren war.

                                      Hoffe auf eine schnelle Antwort.

                                      MfG

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                                      • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                                        Hallo Brodagius,
                                        ja, du kannst immer wieder mal Kopfschmerzen bekommen die in der Schmerzintensität denen nahe von "damals" kommen.

                                        Aber ich würde mich nicht verrückt machen - wenn du wieder einmal Meninigitis bekommen solltest, du merkst es mit Sicherheit, denn dann trifft es dich mit einer Wucht dass es gar nicht anders geht als den Arzt aufzusuchen.

                                        In dem o.g. Beitrag von mir sprach ich von einer Meningits/Enzephalitis im Jahr 2008.
                                        Mittlerweile habe ich im Jan. 2010, ebenfalls auch noch im Okt. 2010 Meningitis bekommen. Darauf wurde ich in der Uni im März 2011 zur stat. Aufnahme wg. der gehäuften Vofälle untersucht.

                                        Mir ging es gut, aber die Werte waren nicht stimmig, aber ich durfte über das WE nach Hause. Zurück kam ich mit Kopfschmerzen schon ziemlich nahe denen der Meningitis und tatsächlich, die Werte hatten sich verschlimmert, sodaß sofort eine Behandlung eingeleitet wurde.

                                        Im Mai kam ich nochmals zur Nachkontrolle und die Werte waren noch leicht erhöht, was aber normal schien für die Ärzte.
                                        Diagnose: Mollaret Meningitis (chronisch - warum? - nicht gelöst)

                                        Diese spez. Kopfschmerzen kommen gerne wenn ich nasses Haar bekomme, Wind oder Zug um den Kopf, ansonsten total normal bis auf die bereits gewohnten immer wieder auftretenden Sprechfehler, Vergeßlichkeit usw. wenn ich unter starkem Druck, ob negativem oder positivem Streß, stehe.

                                        In einem MRT ist mir sehr gut gezeigt worden auf den Bildern was zerstört wurde in dem Bereich und es gibt Tage hintereinander an denen mir gar nichts fehlt und dann wiweder Tage, wo ich alles verdrehe. Es kommt immer auf die Gesamtsituation des Körpers an.

                                        Allerdings habe ich lt. den Ärzten dadurch Fibromyalgie bekommen und von den 18 Punkten voll Haus 18 Punkte erreicht, was sich auch mit Schmerzen an anderen Stellen erklären lässt.

                                        Es folgte ein Aufenthalt in einer spez. Schmerzklinik für mehrere Wochen, Fazit ist, dass ich durch das alles sehr Bewegungseingeschrenkt bin in der HWS mit stärksten Schmerzen (Kopf an die Wand knallen) und seit ca. 1,5 Jahren nun Morphium 2x tgl. mein Begeliter ist und bleibt.

                                        Aber ich habe gelernt es hinzunehmen, an diesen schlechten Tagen daheim zu bleiben (wurde dadurch berentet) und warte auf den nächsten besseren Tag, der auch wieder kommt.

                                        Die Epilepsi wird mit tgl. Einnahme von Tabl. zur Vorsorge genommen und jedes Quartal muss ein EEG erfolgen. Ich darf Auto fahren weil ich nicht die urspr. Epilepsie habe wie normal bekannt, wusse gar nicht dass es soviele Unterarten davon auch gibt.

                                        Also einfach so wenig Stress wie möglich, dann geht alles besser und wenn der Blutdruck steigt, drei/vier Tage die Kopfschmerzen nicht besser werden und die Steifheit des Nackens mit dazu kommt, dann ins KKH !!!

                                        Vorher würde ich nie gehen, weil unter drei Tagen oft durch Serum und Blutbildbestimmung kein "eindeutiges" Bild einer Meninigits zu erkennen ist, aber ich dadurch eine Punktion (evtl. unnötig) vermeiden kann.

                                        Alles Gute und lass mal hören wie es weiter ging
                                        ...... und vl. kann auch der eine oder andere nach dieser Zeit noch weiteres berichten.

                                        LGe

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                                        • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                                          Hallo Ihr lieben,

                                          ich bin 2011 an einer Viralen Meningoenzephalitis erkrankt. Seit dem leide ich unter Angst und Panikattacken und ich bin auch sehr sehr oft Krank. War ich vorher eigentlich so gut wie nie aber seitdem nehme ich echt alles mit an Krankheiten die gerade so im Umlauf sind. Auch kann ich gar keinen Stress mehr ab, sobald etwas Negatives auf mich zukommt fängt es in meinem Kopf an zu Rappeln und der ganze Körper wird in mit Leidenschaft gezogen, Herzrasen bekomme ich dann und mir wird Übel. Die Ärzte sind hierbei auch verschiedener Ansichten, laut KH bin ich wieder komplett hergestellt und auch das EEG war absolut unauffällig. Mein Hausarzt allerdings sagt dass das normal ist bei diesem Krankheits Verlauf und einige Jahre dauern kann bis sich die ganzen Synapsen oben im Kopf neu sortiert haben. Wie ist eure Erfahrung? Habt Ihr irgend etwas in dieser Hinsicht auch oder was sagen euch die Ärzte? Vielen lieben dank schon einmal im voraus

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                                          • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                                            Hallo Flusenbomber,
                                            wenn du mal schaust unter IreneC vom 29.01.09 11:17, dann siehst du, wie es mir damals ging. Nachdem hatte ich noch 2x eine Meningitis, so dass ich heute als chron. Meningitis Patient eingestuft bin. Warum ich so oft Meningitis bekomme, das weiß keiner, auch nicht nachdem ich wirklich ausgiebig mit allem was heutzutage möglich ist, untersucht wurde.

                                            Es hat sich zu obn nicht viel verändert, die Gehirnhäute reagieren allerdings empfindlicher als bei "normalen" Menschen. D.h.: Mehr Kopfschmerzen, Kiefer- und Zahnschmerzen u.alles ohne Grund. Schuld kann eine Wetterlage sein oder einfach auch mehr Stress.
                                            Ich bin oft sehr müde und könnte im Stehen schlafen, dafür liege ich dann aber auch mal wochenlang wieder Nachts wach, weil mein Kopf nicht zur Ruhe kommt und ich zapple hin und her.

                                            Also die Krankheit verändert wirklich nachhaltig wie du schreibst. Motivation hilft meist nicht, aber einen Tritt in den Allerwertesten manchmal, wenn man doch irgend etwas mit Freunden unternimmt, oder aber auch selbst tgl. zur gleichen Zeit sich z.B. einen Spaziergang vornimmt. Wichtig ist nach Zeiten zu leben, denn sonst verschiebt man gerne nach hinten und bis man schaut ist der Tag vorbei. So hart es ist, man mus sich zwingen, wenn der Schmerz es erlaubt.

                                            Oft kommt der Spaß dazwischen und solange es keine massive Depri sondern mehr Abgeschlagenheit und dadurch Unlust ist, würde ich mich trotzdem nicht abkapseln, denn sonst musst du u.U. dein Leben zu Hause verbringen und das wäre schade.
                                            (Du weißt nicht ob sich noch was ändert an deinem Ktankheitsbild, denn mittlerweile sind es doch schon 1,5 Jahre her.)

                                            Viel Glück

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                                            • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                                              Hallo an alle hier!
                                              Ich bin im Jahr 1971 als Fünfjährige an einer Gehirnhautentzündung erkrankt und hatte bereits die Genickstarre. Ich glaube, ich war damals so vier bis sechs Wochen im Krankenhaus. Ich hatte die ersten Jahre immense Schwierigkeiten in der Schule. So Ende der 70 iger Jahre Anfang 80iger Jahre wurde es mit meiner Konzentration besser. Aber ich bin immer schnell müde geworden und brauchte viel Schlaf, meine Eltern stempelten dies als Faulheit ab und trieben mich immer an. Ich habe mein Abi gemacht, eine abgeschlossene Ausbildung als Steuerfachangestellte und alles lief eine ganze Zeit lang bestens. Dann bekam ich 1999 meine erste schwere Depression, wurde aber als solche gar nicht erkannt. Ich traute mich sechs Wochen lang nicht vor die Haustüre und habe kaum etwas gegessen. Ich sah überall Schattengestalten und fühlte mich verfolgt. Ich glaub es waren damals 12 Kilogramm, die ich abgenommen habe. Die nächste Episode begann im Jahr 2004 und zog sich bis zum Ende des Jahres 2005. Auch hier wurde es einfach als Erschöpfungssyndrom diagnostiziert. Bis es im Jahr 2009 fast zu einem Selbstmordversuch kam, ich aber dann rechtzeitig in eine Psychatrie kam. Dort war ich sechs lange Wochen, davon eine Woche in der geschlossenen Abteilung. Man wollte mir Medikamente verabreichen, ich habe mich gewehrt, weil ich sah, wie die anderen Patienten wie ferngesteuert darumliefen. Das war für mich eine Art Schocktherapie und ich kämpfte mich mit aller Macht aus meinem "schwarzen Loch" heraus. Es folgten noch zwei weitere Aufenthalte in Reha-Kliniken, wo ich dann auch Antidepressiva bekam und diese auch eingenommen habe. Mittlerweile kann ich dieses Medikament nicht mehr vertragen und ich bin mit meinem Arzt auf der "Suche" nach einem für mich verträglichen Medikament. Trotzdem merke ich wie ich körperlich und seelisch immer mehr abbaue. Bei der geringsten Anstrengung japse ich nach Luft, bin wieder vermehrt müde und völlig antriebslos. Ich könnte nur noch schlafen. Können Nebenwirkungen einer Meningitis auch noch Jahrzehnte später auftreten? Ich habe wieder öfters Kopfschmerzen und absolute Verspannungen im Nacken.
                                              Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Ihr mir mit Euren Kommentaren weiterhelfen würdet, ich bin wirklich total verzweifelt, weil ich Angst habe, ich schaffe bald gar nichts mehr. Auch bin ich sehr vergesslich geworden.

                                              Liebe Grüße an alle hier! und schon mal Danke im voraus.

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                                              • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

                                                Hallo zusammen,

                                                ich bin jetzt 50 und hatte mit 12 Jahren eine mittelschwere Meningitis.

                                                Wie es genau war direkt nach dem Krankenhausaufenthalt auf der Intensivstation kann ich nicht mehr sagen, weil es schon so lange her ist.

                                                Was ich aber gemerkt habe im Laufe der Jahre ist, dass mein Kopf total empfindlich ist gegenüber Sonneneinstrahlung und Wind, insbesondere kälteren Wind.

                                                Einmal war ich - damals, vor langer Zeit - im Urlaub, und habe mich, wie es damals nicht unüblich war, in der Sonne "gebraten". Nach wenigen Tagen bekam ich so starke Kopfschmerzen, dass wir den Urlaub abbrechen mussten. Damals hatte ich eine Tablette bekommen (ich weiß nicht, welche), die mir glücklicherweise sofort half.

                                                Ein paar Jahre später bin ich dann nochmal in der Abendsonne eine halbe Stunde am Meer spazieren gegangen und lag eine Woche lang flach.

                                                Seitdem mache ich in dieser Hinsicht keine Experimente mehr.

                                                Was echt und komplett hilft ist, dass ich immer (!) bei Sonne etwas auf dem Kopf habe, also einen Hut (auch wenn ich im Wasser schwimme), ein Stirnband, oder im Winter eine Mütze, .

                                                Wind hat dieselbe Auswirkung wie Sonneneinstrahlung.

                                                Ich habe mich damit arrangiert, dass ich stets einen Hut oder ein Stirnband trage, da damit alle meine Kopf-Probleme beseitigt sind.

                                                Das nur mal so als Hinweis, ich weiß nicht, ob das repräsentativ ist, oder nur bei mir so. Aber jedenfalls kann ich mit einer kleinen Tat größere Auswirkungen verhindern.

                                                Schöne Grüße an Euch!

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                                                • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

                                                  Hallo., BITTE :Gibt es denn keinen Arzt,Spezialisten,, Neurologen, der zu diesem Thema vielleicht mal was beitragen könnte? Die immer gleichen traurigen, hoffnungslosen und verunsichernden Stories bringen zwar das Gefühl ICH BIN NICHT ALLEIN- das ist aber auch alles. Hilfe ist das keine....Ist es Absicht, dass keine Ärzte an den Foren teilnehmen?

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