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Seit 2 Monaten Bauchschmerzen

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  • Seit 2 Monaten Bauchschmerzen

    Hallo!

    Ich bin inzwischen echt am Verzweifeln.
    Mein Hausarzt hat keinen Bock mich zu untersuchen, weil er weiß, dass ich eine Bipolare Störung habe und alles, was ich habe, seiner Meinung nach psychisch ist. Ich nehme aber wegen der speziellen rasch wechselnden Form der Störung keine Psychopharmaka, da die keine Zeit zum Wirken haben. Stattdessen wird Kortisol mit Rhodiola Rosea gesenkt und Schlaf mit Melatonin gefördert. Seit dem eine deutliche Verbesserung durch Psychoedukation und Verhaltenstherapie (feste Regeln im Umgang mit der Störung). Ansonsten liegt noch Morbus Hashimoto vor, sollte gut eingestellt sein (auch mit Selen), wird aber nochmal überprüft, Ergebnisse sind morgen da.

    Ich habe seit 2 Monaten schlimme Oberbauchschmerzen (brennen, starkes falsches Hungergefühl, allgemeiner Schmerz). Damit einher gehen Übelkeit durch den Druck von sehr viel Luft im Bauch, Aufstoßen will nicht so richtig, meine Erbrechen-Schwelle ist leider auch sehr hoch. Ich wünschte, ich könnte Brechen um den Druck loszuwerden. Es fing an wie immer, denn sowas habe ich mindestens zwei Mal im Jahr seit mehreren Jahren für mehrere Wochen. Aber laut Arzt ist das alles die Psyche. Ich soll halt Pantoprazol nehmen.
    Pantoprazol hat es dann Zeitweise verschlimmert, also habe ich es abgesetzt und es wurde ein klein wenig besser, aber nicht viel. Seit dem verschlechtert es sich wöchentlich. Hinzugekommen ist jetzt am Wochenende noch wässriger Durchfall mit heftigen Krämpfen (nur während dem Durchfall). Ich konnte die Wochen über immer weniger Essen und kann jetzt praktisch nichts Festes mehr essen, außer mal eine Handvoll Salzstangen über den Tag verteilt. Momentan ist alles bei Haferschleim und einem Brei aus lang gekochten Karotten und Kartoffeln mit Gemüsebrühe. Nicht mal Früchtetee geht noch. Kräutertees kann ich leider nicht trinken, da ich heftig auf Estragol (Fenchel, aber auch Kräutertees im Allgemeinen etc.) reagiere (Unverträglichkeit).

    Im Verwandtenkreis, in dem es eine deutliche Häufung von Herzproblemen gibt, wurde ich darauf hingewiesen, dass ich auch einige Anzeichen von Herzschwäche aufweise und sowas auch Verdauungsprobleme verursachen könnte.

    Diese Symptome sind:
    - Druckempfindlichkeit der (prallen) unteren Beine aber auch Teilen des Äußeren Rückens (auf den hinteren Rippen an der Seite)
    - Wassereinlagerungen an den Beinen und am Bauch (eindrückbar am Schienbein), die mit der momentanen Hitze gewohnt stark zugenommen haben.
    - Kann nicht flach liegen ohne Schwindel, muss Kissen nutzen und momentan sogar einen augenblick hoch gelagert warten, bis ich mich zum Schlafen hinlegen kann ohne Herzklopfen zu bekommen, das mich vom Schlafen abhält
    - Wiege den einen Tag einfach mal 1,5kg weniger als am Vortag und hab am nächsten Tag wieder ein Kilo zurück drauf
    - Ausdauer ist deutlich am zurückgehen, habe oft Atemprobleme beim Laufen, aber auch, weil der Bauch so dick angeschwollen ist von Luft
    - Zunehmendes Ziehen in der linken Brust (dachte das käme vom Rücken oder so)
    - Seit einiger Zeit nachts immer häufigeres Urinieren, inzwischen sind 1-2 Unterbrechungen des Schlafs dafür alltäglich und wirklich JEDE Nacht. Das geht seit 2015 so
    - Ich habe an guten Tagen morgens im Bett einen Puls von 85, sonst meist 90-100
    - Blutdruck ist in den letzten Jahren durch Ernährung und Verhalten gesunken und jetzt bei etwa 130 zu 75
    - Inzwischen muss ich auf der Seite Schlagen, da ich auf dem Rücken trotz Kissen nicht gut Luft bekomme
    - Der Bauchumfang hat wenige Zentimeter unter der Brust stark zugenommen und dort jetzt fast genauso hoch wie am Bauchnabel
    - hatte das ganze Jahr bei den hohen Temperaturen starke Atemprobleme bis hin zu leichtem Asthma, das ich auf die Pollen geschoben habe, aber die sollten schon längst vorbei sein und es hört nicht wirklich auf.
    - Ich wache immer öfter davon auf, dass ich plötzlich heftig einatme, manchmal auch von einem kleinen Huster

    Mein Arzt sagt dazu, dass das keine Anzeichen einer Herzinsuffizienz wären.
    Ich hätte Reizdarm/Reizmagen.

    Es wurde in all den Jahren noch nie eine Spiegelung durchgeführt oder sonst irgendwas. Heute hat er zum ersten mal die Lunge und Darmgeräusche abgehört und den Bauch abgeklopft. Da war ich komplett nüchtern wegen Blutabnahme. Also auch keine Blähung etc. Weil ich ja nix gegessen hatte. Ich hatte so durchfall, das ich Imodium Akut nehmen musste, um überhaupt zum Arzt zu kommen, ohne Angst haben zu müssen. Bin sogar mit dem Taxi gefahren statt mit dem Bus wegen Durchfall. Musste dann dort innerhalb von 30 Minuten wartezeit 2x auf der Toilette wegen Durchfall. Er meinte alles sei soweit ok, und hat mir Hefen Lebendzellen aufgeschrieben und gemeint ich kann ja mal zum Kardiologen gehen, aber das wären keine Symptome einer Herzinsuffizienz. Ich sprach ihn auf eine Stauungsgastritis an, da sagte er, ja gibts und das wars.

    Ich bin echt verzweifelt. Mein Termin beim Internisten ist noch mehrere Wochen hin. Alle Ärzte sind überfüllt und die Hausärzte in Reichweite nehmen keine Neupatienten, daher auch keine Zweitmeinung möglich.

    Mir ist klar, das Herzinsuffizienz vielleicht nicht die Ursache ist, aber ich werde einfach nicht untersucht, wenigstens mal Ultraschall oder so nach so vielen Jahren Problemen. Bei letzten mal beim Internisten hat der gesagt, sie haben eine Störung, das ist der stress, nehmen sie Pantoprazol. Niemand nimmt meine Beschwerden ernst. Und selbst wenn es Reizdarm/Reizmagen ist, sollte doch wenigstens im Vorfeld mal eine Untersuchung stattfinden, oder?

    Ich kann praktisch nichts mehr essen. Der Rat von meinem Arzt war heute, mal etwas mit Ballaststoffen zu essen, oder mal ein Stück Schokolade oder Banane. Habe sofort mit heftigen Magenschmerzen und dann wieder Durchfall reagiert. Was soll ich denn nur machen?

    Ich nehme schon SabSimplex und Iberogast, außerdem habe ich Schwarzkümmelöl versucht. Nichts hilft. Wenn ich nur mal wenigstens eine Linderung bekommen könnte für die Wochen bis zum Termin.
    Auf die Frage nach Entwässerungs-Tabletten Ja oder Nein, ist das irgendwie schädlich oder soll ich das mal versuchen hat er nur mit den Schultern gezuckt und dann das Thema gewechselt.

    Kann mir keinen anderen Arzt suchen wegen der Reichweite, denn alle anderen in Reichweite nehmen keine neuen Patienten an.

    Mir geht es sehr schlecht und ich mag langsam nicht mehr und niemand glaubt mir. Was kann ich denn nur tun?


  • Re: Seit 2 Monaten Bauchschmerzen

    Leider haben Sie nicht einmal Ihr Alter und Geschlecht benannt !
    Aktuell scheinen die Beschwerden ja verstärkt zu sein durch einen Magendarminfekt. Trinken Sie ganz viel, essen Sie ganz strenge Schonkost, zur Unterstützung können Sie MCP oder Carminativum Tropfen versuchen.
    Wenn Sie mit Ihrem Hausarzt unzufrieden sind, können Sie eben nur eine zweite Meinung einholen, sinnvoll dann mit Bluttests und evtl. einer Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane.
    MfG
    Dr. E. S.

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    • Re: Seit 2 Monaten Bauchschmerzen

      Ich bin weiblich und 34 Jahre alt.

      Keine Möglichkeit zu einem anderen Arzt zu gehen, wie gesagt. Alle sind voll und wollen auch keine Zweitmeinung abgeben.

      MCP haben wir versucht, die Nebenwirkungen waren viel zu stark und nicht tragbar.
      Diese Tropfen enthalten Fenchel, auf den ich überempfindlich reagiere (vertrage kein Estragol.)

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