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Brustkrebs + Muskeldystrophie?

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  • Brustkrebs + Muskeldystrophie?

    Liebe Fachleute,
    meiner ca 60 jährige Tante leidet seit Jahrzehnten an Muskeldystrophie (FSH-Form)- seit einigen Jahren ist die Krankheit schneller vorgeschritten, sodass nach Rollstuhl , nächtliche Beatmung dazugekommen ist.
    Als wenn dies nicht ausreicht hatte sie nun vor etwa 1-2 Wochen eine Brustkrebs-OP.
    Empfehlung nach der zytologischen Untersuchung: Chemotherapie wäre nicht nötig (anderer Arzt nennt es tödlich bei Ihrer Erkrankung) und sieht 2 Jahre Tamoxifen und dann 3 Jahre Exemstan vor- sofern nicht durch Muskeldystrophie kontraindiziert.
    Die Fragen also hierzu:
    -Ist die vorgeschlagenene medikamentöse Behandlung durch Muskeldystrophie kontraindiziert?
    - Gibt es alternative Therapiemethoden, die in diesem Fall sinnvoller wären (das Internet ist voll davon, aber was kann man halbwegs ernst nehmen - Zinkcholat als Hormonblocker??) ?
    Um eine schnelle Hilfe bittet inständig ein Neffe einer eigentlich sehr bemerkenswert lebensfreudigen Frau.


  • RE: Brustkrebs + Muskeldystrophie?


    Es handelt sich um ein postmenopausales Mammakarzinom (60 Jahre). Da ist eine (adjuvante) Hormontherapie (mit Antiöstrogenen) durchaus möglich. Das hängt aber von den Risikofaktoren ab, die Sie nicht mitteilen. Also kann ich keine Empfehlung bzw. Beurteilung abgeben. Die Frage wäre hier auch zu stellen, ob eine postoperative Bestrahlung erforderlich ist. Das hängt von der Art der Op ab (brusterhaltend oder Mastektomie) und dem genauen Stadium (und anderen Risikofaktoren). Ich vermute, dass eine Ablatio durchgeführt wurde? Da ich aber nichts weiss, kann ich nichts sagen. Die von Ihnen genannten alternativen Therapiemethoden sind experimentell und sicher nicht empfehlenswert. Die adjuvante Hormontherapie ist von allen Möglichkeiten am schonendsten (und vermutlich unter den beschriebenen Umständen vertretbar). Aber so kann eigentlich keine vernünftige Beratung durchgeführt werden.

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    • RE: Brustkrebs + Muskeldystrophie?


      Zunächst vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Prof. Wust.
      Zum Zeitpkt meines Eintrags hatte ich noch keinen Einblick in den Operations- Diagnosebericht.
      Diagnose:
      Mamma-Carcinom links pT2 G2 R0 und die bekannte progressive Muskeldystrophie
      Therapie:
      22.12.05 Stanzbiopsie linke Mamma
      4.1.06 Ablatio mammae und Axilladissektion Level I

      Den weiteren Bericht zu zitieren führt hier sicher zu weit, was mich aber inzwischen nach einiger Recherche sehr irritiert, ist, dass Sie die angesprochene alternative Methode ablehnen.
      Wenn von schulmedizinischer Seite empfohlen wird Tamoxifen als Antiöstrogen und anschließend Exemestan als Aromatasehemmer zu nehmen und die Nebenwirkungen (als Bsp. bei Tamoxifen karzinogen) in Kauf zu nehmen- auf der anderen Seite nicht bewiesen werden muß, dass Zink als natürlicher Aromatasehemmer wirkt (ohne Nebenwirkungen), dann stellt sich doch nur noch die Frage nach der Dosierung, die eben nicht toxisch also über 100mg/Tag sein darf. Ziel der Therapie soll sein den Östrogenspiegel niedrig zu halten, dies mit Zink zu beweisen, ist sicher nicht schwer.


      Zunächst wird meine Tante nun den Weg der schulmedizinischen Empfehlungen folgen (Abklärung der adjuvanten Therapie mit einem Neurologen etc.) und parallel werden wir uns weiter über die Alternativen schlöau machen.

      Vielen Dank für Ihre Hilfsbereitschaft.

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