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Kinderwunsch

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  • Kinderwunsch

    Sehr geehrter Dr. Leuth,
    ich bin 33 Jahre alt und wünsche mir mit meinem Partner nun ein Kind. Ich leide schon seit meiner Jugend an PMS mit V. a. Endometriose. Mein Zyklus war stets regelmäßig 30-31 Tage. Im Juni 2017 war ich bei meiner Frauenärztin und habe ihr berichtet, dass ich vor meiner Periode auch an Schwindel und ca. 2 mal im Jahr an Zwischenblutungen leide. Aufgrund der starken PMS Beschwerden hat sie mir Mönchspfeffer empfohlen. Gleichzeitig hat sie mir mitgeteilt, dass ich nach einem halben Jahr Übungszeit ohne Schwangerschaftserfolg eine Bauchspiegelung zur Abklärung der Endo. machen lassen soll. Zuvor wollte sie jedoch nach meiner Periode einen Ultraschall machen, um zu sehen, ob sich meine Gebärmutterschleimhaut nach der Periode richtig abbaut.

    Ich habe dann mit dem Mönchspfeffer begonnen. Dieser hat meinen Zyklus komplett durcheinander gebracht, sodass ich jetzt bei einem Zyklus von 39 Tagen bin. Meine FÄ meinte ich soll diesen dann wieder absetzten. Auch habe ich festgestellt, dass sich meine Periode in Länge und Stärke geändert hat. Meine FÄ hat dann gestern den Ultraschall gemacht und festgestellt, dass sich meine Gebärmutterschleimhaut nach der Periode nicht so abgebaut hat, wie es normalerweise sein sollte. Sie hat mir dann eine Kliniküberweisung für eine Bauchspiegelung und Abrasio sowie Überprüfung eines Myoms gegeben.

    Meine Fragen sind jetzt ist eine Abrasio wirklich notwendig und kann die verdickte bzw. nicht richtig abgebaute Gebärmutterschleimhaut eine Schwangerschaft verhindern? Welche Ursachen für eine verdickte Gebärmutterschleimhaut gibt es noch? Wäre es nicht sinnvoll erst abzuwarten bis sich mein Zyklus wieder normalisiert hat und gibt es nicht andere weniger invasive Eingriffe, um die Ursachen abzuklären?

    Vielen Dank für ihre Antwort und Mühe.

  • Re: Kinderwunsch

    Unerfüllter Kinderwunsch und starke Regelschmerzen - eine alarmierende Kombination, hinter der sich die Krankheit Endometriose verbergen kann. Häufig wird sie erst spät festgestellt. Aber das muss nicht sein.Nach Schätzungen leiden etwa zehn Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter an Endometriose.
    Endometriose ist nicht nur eines der häufigsten, sondern auch eines der rätselhaftesten Phänomene der Frauenheilkunde. Bis heute weiß man nicht genau, wie die Krankheit entsteht. Es gibt zwar die sogenannte Verschleppungs- und Implantationstheorie, nach der die Schleimhautzellen durch die Eileiter, Adern und Lymphgefäße sowie bei Unterleibsoperationen aus der Gebärmutter in den übrigen Körper gelangen. Aber diese erklärt nicht, warum nicht alle gebärfähigen Frauen an Endometriose erkranken. Man vermutet, dass bei Frauen mit Endometriose ein - wahrscheinlich erblicher - Immundefekt dazukommt, der den natürlichen Abbau der verschleppten Schleimhautzellen verhindert und ihnen so die Möglichkeit verschafft, sich festzusetzen und zu vermehren. Obwohl bisher kein Endometriosegen gefunden wurde, ist bekannt, dass es eine familiäre Häufung gibt. So steigt das individuelle Risiko, wenn bereits Angehörige ersten Grades, also die Mutter oder eine Schwester, an Endometriose erkrankt sind.
    Oder eine so genannte ICSI, das ist eine Retortenzeugung, bei der die Samenzelle mit einer Spritze in das Ei injiziert wird. Die Medizin kennt inzwischen viele Möglichkeiten, Frauen mit Endometriose brauchen die Hoffnung auf ein Baby nicht aufzugeben.

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    • Re: Kinderwunsch

      Hallo. So viele Frauen haben Endometriose. Und unerfüllter Kinderwunsch und starke Regelschmerzen - eine alarmierende Kombination, hinter der sich die Krankheit Endometriose verbergen kann. Häufig wird sie erst spät festgestellt. Am häufigsten sind heftige Schmerzen, vor allem während der Regelblutung. Aber auch beim Geschlechtsverkehr, beim Entleeren von Darm und Blase, oder gar immerzu – je nachdem, wo im Körper die versprengten Schleimhautinseln sitzen. Endometriose ist nicht nur eines der häufigsten, sondern auch eines der rätselhaftesten Phänomene der Frauenheilkunde. Bis heute weiß man nicht genau, wie die Krankheit entsteht. Es gibt zwar die sogenannte Verschleppungs- und Implantationstheorie, nach der die Schleimhautzellen durch die Eileiter, Adern und Lymphgefäße sowie bei Unterleibsoperationen aus der Gebärmutter in den übrigen Körper gelangen. Aber gibt es Situationen, die können mit Reproduktionsmedizin berichtigen.
      Doch auch diese Frauen haben eine Chance, schwanger zu werden. Mit Hilfe der Kinderwunsch-Therapien. Je nach körperlichem Befund beider Partner kommt dafür entweder eine Insemination in Frage, bei der das aufbereitete Sperma des Partners vom Arzt in die Gebärmutter eingeführt wird. Oder eine IVF, sprich eine Zeugung im Reagenzglas mit anschließendem Transport des befruchteten Eis in die Gebärmutter. Oder eine so genannte ICSI - das ist eine Retortenzeugung, bei der die Samenzelle mit einer Spritze in das Ei injiziert wird.
      Die Medizin kennt inzwischen viele Möglichkeiten, Frauen mit Endometriose brauchen die Hoffnung auf ein Baby nicht aufzugeben.

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      • Re: Kinderwunsch

        Hallo janchen07, ja, es gibt Möglichkeiten! Zunächst sollte eine cyclusgerechte Hormonanalyse mit jeweils auch Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden. Lassen Sie am 3.,11. und 20. Cyclustag bestimmen: LH,FSH,E2,Testosteron,DHEAS,Progesteron. Schreiben Sie die Werte auf, auch die Breite der Gebärmutterschleimhaut. Zusätzlich lassen Sie die Größe und die Anzahl der Eibläschen messen. Um einen kontrollierten 1. Cyclustag zu haben lassen Sie sich Visanne aufschreiben und nehmen Sie jeden Tag 10 Tage lang 1 Tbl. ein. 3 Tage später wird die Regelblutung einsetzen. Das wäre dann der 1. Cyclustag. Dann Ultraschall, um zu sehen, ob die Gebärmutter leer ist. Dann beginnen wie oben beschrieben. Viel Erfolg! Ihr Dr. M. Leuth

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        Forum-Archive: 2017-09 2017-10
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