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Säuglingsekzem + rote Pickelchen

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  • Säuglingsekzem + rote Pickelchen

    ()Hallo,
    ich bin zum ersten Mal auf dieser Seite und habe eine Frage zu dem Hautausschlag meines 5-monatigen kleinen Jungen.
    Seit dem er ca. 2-Monate alt ist hat er sehr starken Milchschorf bekommen, welcher sich mittlerweile auch auf den Wangen und den Kniegelenken bemerkbar macht.
    Meine Kinderärztin hat gesagt es handelt sich hierbei um das Säuglingsekzem, welches bis zum 12.Monat auch wieder verschwinden kann. Gegen den Juckreiz auf dem Kopf hat sie mir die Salbe "Ekzemoven" verschrieben. Da diese homäopatisch ist, bin ich mir nicht so sicher, ob die wirklich hilft, hat jemand diese Salbe mal getestet oder einen Rat?
    Seit dem Wochenende hat mein Kleiner nun auch noch lauter kleine rote Pickelchen auf dem Bauch und Oberkörper. Im Forum habe ich schon etwas darüber gefunden, allerdings vermute ich sogar, daß mein Schatz eine Unverträglichkeit von Lactose oder Milchzucker hat. Ist das möglich im Zusammenhang mit den Symptomen??? (hab am Wochenende seit langen wieder eine Sahnesoße gegessen).
    Ich stille ihn von Anfang an, allerdings habe ich gelesen, wenn auch ich als Mutter zuviele Milchprodukte zu mir nehme, gehen diese in die Muttermilch über. Stimmt das???
    Wird die Haut besser, wenn ich meine Ernährung umstelle oder sollte ich anfangen abzustillen um nicht noch meine Gesundheit zu gefährden (zu wenig Calcium...)
    Danke im Vorraus,()

    Bea


  • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


    Neurodermitis hat unzaehlige Gesichter.
    Ich wuerde Ihnen undbedingt raten, das Stillen beizubehalten.
    Allerdings kann es sehr ratsam sein, von einer quasi Nulldiaet zu starten und schrittweise Ihre Ernaehrung Nahrungsmittel um Nahrungsmittel zu erweitern, um zu sehen, inwiefern es Unvertraeglichkeiten (Säfte, Obst, etc.) sind oder wirklich endogen.
    Mit Ekzemoven koennen sie nichts falsch machen, da keine nebenwirkungen aber auch keine wirkungen zu befuerchten sind. Ich wuerde in Absprache mit ihrem KiArzt eventuell einen Hautarzt zu rate ziehen.
    In jedem Fall versuchen sie auch mal, wie sich eine Klimaveraenderung (z.b. See oder Hochgebirgsklima) ueber mind. 14 Tage auswirkt.
    Alles Gute!

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    • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


      Danke für die schnelle Antwort, wissen sie evtl. ob ich als stillende Mutter wenigstens am Tag etwas von dem Milcheiweiß zu mir nehmen kann?
      Z.B. Butter auf dem Brot...
      Dieser Bestandteil ist in so vielen Lebensmitteln, daß ich gar nicht weiß, was ich noch essen kann. Vielleicht langt es ja auch, es erst einmal nur in kleinen Mengen zu sich zu nehmen.
      Weiß jemand, ab wieviel Gramm oder so dieser Stoff in die Muttermilch übergeht und wie schnell er von meinem Körper wieder selber verdaut wird. Kann ja auch erst kurz nach dem stillen essen, der kleine Mann kommt dann ja erst wieder tagsüber in ca. 3 Std.

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      • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


        natürlich können sie das. wer behauptet denn gegenteiliges und mit welcher wissenschaftlich sachlichen begründung?
        im zweifelsfall versuchen sie mal 2 tage ganz ohne und schauen, ob es besserung bringt oder nicht.
        ganz einfach schrittweise erweitern.
        milch wird im magen darm trakt weitgehend in seine bestandteile zerlegt.
        alles gute!

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        • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


          Hallo,

          Milchschorf tritt bei vielen Kindern im ersten Lebensjahr auf und bei den meisten Kindern heilt der Milchschorf spontan und ohne Therapie bis zum 2. Lebensjahr aus. Nur bei einem Teil der Kinder entwickelt sich daraus eine Neurodermitis. Neurodermitis ist eine genetisch Veranlagte Erkrankung und zahlreiche Faktoren, nicht nur Allergien spielen bei der Ausprägung der Neurodermitis eine Rolle. Diäten sind nur bei einem Teil der Kinder sinnvoll und es sollte immer vorher eine Allergietestung erfolgen.
          Sie sollten auf jedem Fall ihr Kind weiter stillen und auch eine spezielle Diät ihrerseits ist ohne Allergienachweis nicht sinnvoll.
          Wichtig ist eine gute Hautpflege. (Keine parfümierte Seifen /Schaumbäder, duschen und nicht baden (trocknet die Haut nicht so aus), die Haut nur abtupfen, nicht trockenrubbeln. Regelmäßig eincremen sowie nach jedem Baden oder Duschen)
          Viele Grüße
          P. Scheuermann

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          • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


            Hallo Herr Scheuermann,

            ich habe Mitte Dezember einen Termin beim Hautarzt gemacht, welcher auf Allergologie spezialisiert ist.
            Wie wird denn bei Säuglingen solch ein Test gemacht oder gibt es mehrere?
            Auf welche Allergien wird grundsätzlich alles getestet? Er könnte ja auch auf Weizen, Nüsse oder... reagieren.
            Werden diese Lebensmittel auch Alle über die Muttermilch übertragen oder nur ganz bestimmte?
            Ich habe nun Pflegeprodukte von "avene" aus der Apotheke besorgt und habe den Eindruck, daß sie viel besser helfen wie die Salbe "Ekzevowen".
            Normalerweise habe ich ihn nur nach dem einmalig wöchentlichen baden eingecremt und werde das jetzt mal so alle zwei Tage ausprobieren.

            Danke, Beate

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            • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


              Hallo,

              als Allergie-Untersuchungen bei Säuglingen kann als Hinweis auf eine allergische Disposition die Bestimmung des Gesamt-IgE (Immunglobulin)sowie der spezifischen IGE Werte (sogenannte RAST Untersuchung) der in Frage kommenden Nahrungsmittel im Blut durchgeführt werden. Dabei gibt es sog. Sreening Untersuchungen bei der die üblichen Kindernahrungsmittel und Milcheiweiße erfasst werden. Ihr Kinderarzt kann ihnen dabei weiterhelfen, bei weitergehenden Problemen würde ich eine kinderallergologische Vorstellung empfehlen. Aber wie gesagt, ist der Zusammenhang mit Nahrungsmittelallergien und der Nutzen einer Diät eher unwarscheinlich. Ich würde lieber weiter abwarten und sehen was eine gute Hautpflege bewirkt.

              Viele Grüße
              P. Scheuermann

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              • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


                hallo,
                ich verstehe nicht, wieso hier dazu geraten wird, das stillen unbedingt beizubehalten! es stimmt, stillen ist präventiv gegen allergien, ABER sobald sich herausstellt, dass das kind eine neurodermitis entwickelt, wird heutzutage empfohlen, unbedingt abzustillen!

                ich bin medizinstudentin an der lmu in münchen und bin kurz vor dem praktischen jahr. wir haben vor ca. einem halben jahr ein dermatologisches seminar geboten bekommen, da referierte eine dermatologin, die v.a. in der kindersprechstunde aktiv ist und sich sehr gut mit neurodermitis auskennt. sie meinte, dass viele ärzte nicht auf dem neuesten stand seien bezüglich stillen und neurodermitis, aber zwei großangelegte studien hätten eben gezeigt, dass bei einer diagnostizierten neurodermitis abgestillt werden sollte.
                also: stillen ist nicht immer das beste!

                lg loonaa

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                • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


                  Die allergologischen Blutuntersuchungen sind unzuverlässig.

                  Kommentar


                  • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


                    Man kann sowas alles gut behandeln.

                    Gehen Sie mal zu einem seriösen Hautarzt.

                    Kommentar



                    • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


                      welche studien meinen sie diesbezueglich?
                      und weshalb im wissenschaftlichen detail sollte stillen ND ausloesen?
                      es gibt mindestens ebenso viele wenn nicht mehr hautaerzte und wissenschaftler, die das gegenteil behaupten.

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                      • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


                        Studien: z.B. ISAAC Studie oder eine Studie von Erika Isolauri, Tuku, Finnland.

                        Natürlich gibt es zu allem immer verschiedene Studien, und vieles, was heute in der Medizin Goldstandard ist, hat sich erst nach Jahren durchgesetzt. Ich wollte nur anmerken, dass ich es nicht gutheißen kann, wenn hier ausschließlich empfohlen wird, das Stillen unbedingt beizubehalten, zumal es sich hier um einen virtuellen Patienten handelt und die Anamnese auf diesem Weg niemals befriedigend sein kann. Ich als angehende Ärztin möchte nur anmerken, dass uns jungen Mediziner derzeit als Goldstandard vermittelt wird, dass bei einer diagnostizierten (!) Neurodermitis Stillen nicht unbedingt das Beste sein muss – im Gegenteil.
                        Wenn die Mutter beispielsweise einen erhöhten IgE Spiegel hat, kann das auch auf's Kind übergehen, bzw. könnte eine Milcheiweißallergie des Kindes vorliegen, hier könnte hypoallergene Säuglingsmilch besser für das Kind sein.

                        Es konnte gezeigt werden, dass bei Kindern, die schwer erkrankt waren, nach dem Abstillen und mit dem Weiterfüttern einer therapeutischen hypoallergenen Milch eine deutliche Besserung eintrat, auch was das Längenwachstum und die Gewichtsentwicklung des Kindes betraf.
                        Wenn die Mutter das Stillen beibehalten möchte, dann sollte sie zumindest untersuchen, ob die Milch der Auslöser ist, und eine allergenarme Nahrung zu sich nehmen, und das nur unter ärztlicher Aufsicht, damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt, v.a. auch im Interesse des Kindes. Dass eine Nulldiät (wie von ihnen empfohlen) bei einer stillenden Frau kontraindiziert ist, steht ja wohl ausser Frage.

                        lg loonaa

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                        • Re: Säuglingsekzem + rote Pickelchen


                          ich gebe ihnen in dem punkt recht, dass es keine allgemeingueltigen regeln dafuer gibt. zumal die "beratung" virtuell ist. fakt ist aber, dass beide studien recht jung sind und einer vielzahl anderer gegenueber stehen, die das gegenteil "beweisen".
                          was ihnen als fast fertige medizinerin gelehrt wird, haengt vom ort des lehrenden ab. dies allein zeigt die varianz. eine nulldiaet habe ich nie empfohlen.
                          sondern eine schrittweise erweiterung der ernaehrung. dies ist im einklang mit den von ihnen zitierten derzeitigen goldstandards.
                          nd ist zu vielschichtig, um eindeutige ratschlaege geben zu koennen und muss eigentlich individuell behandelt werden. sollte man dies deshalb im forum nicht mehr diskutieren...
                          alles gute und viel erfolg beim studieren.

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