Imaginäre Freundin?!!! - Onmeda-Foren

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Imaginäre Freundin?!!!

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  • Imaginäre Freundin?!!!

    Hallo, wir -ich- habe ein Problem. Unser 2,5 jähriger Sohn spricht seit nun 3 Tagen von seiner Freundin. Sie ist seine imaginäre Freundin. Für ihn ist sie absolut "echt"!!! Sie hat einen Namen und er benimmt sich so als ob er sie sogar sehen könnte! Er ist unser 2. Sohn und hat noch einen größeren Bruder von 4 Jahren. Mit dem älterem Bruder haben wir solche Erfahrnungen nicht gemacht! Als ich begriffen habe was da mit ihm vorgeht hatte ich erstmal nur einen (kleinen) Schock. Denn ich wußte garnichts darüber und war / bin sehr verunsichert. Wer hat Erfahrungen damit? Ist das wirklich so harmlos wie es von vielen Seiten heißt? Kann man da irgendwas machen? Sollen wir ihn einfach lassen oder ihm versuchen das auszureden? Wobei das ausreden wäre sicher falsch, denke ich?!!! Heute Morgen musste ich seiner "Ännie" sogar die Autotür aufhalten....;-( Wer kennt sowas von seinen Kindern? Bitte schreibt mir gerne eure Erfahrungen! Daaanke!

  • RE: Imaginäre Freundin?!!!


    Ein unsichtbarer Freund ist für Kinder etwas Normales
    Es kann ein großes weißes Kaninchen sein, ein Elefant oder einfach ein netter Junge. Gemeinsam ist diesen Wesen, daß sie, wie in der Filmkomödie "Mein Freund Harvey", unsichtbar sind

    Von Doris Marszk

    Seattle - Zumindest für Außenstehende. Und das sind eben alle außer demjenigen, in dessen Fantasie so ein Harvey lebt. Amerikanische Psychologinnen haben jetzt herausgefunden, daß zwei Drittel aller siebenjährigen Kinder ein imaginiertes Wesen haben, mit dem sie kommunizieren.

    Wie die Forscherinnen im Magazin "Developmental Psychology" darlegen, besteht für Eltern aber kein Grund zur Besorgnis. Im Gegenteil: Mit dem imaginären Freund können Kinder soziale Probleme in einem sicheren Kontext anzugehen üben. Im Laufe der Grundschulzeit verschwindet "Freund Harvey" fast unbemerkt und für immer und macht Platz für reale Freunde.

    Das Team um Marjorie Taylor von der Universität von Oregon und Stephanie Carlson von der Universität von Washington hat zunächst 152 Vorschulkinder im Alter von drei bis vier Jahren über imaginäre Freunde und Spielkameraden befragt. Außerdem testeten die Forscherinnen den Entwicklungsstand der Kinder. Drei Jahre später wiederholten sie die Befragung. Dabei zeigte sich, daß jetzt vor allem Jungen "aufgeholt" hatten: Unter den Vorschülern hatten viele Mädchen einen imaginären Freund oder wie auch immer gearteten Kommunikationspartner. Im Alter von sieben Jahren hatten die Jungen mit einer gleich hohen Wahrscheinlichkeit wie die Mädchen eine Art "Harvey".

    In 27 Prozent der Fälle wußten die Eltern vom imaginären Begleiter ihres Kindes nichts. In ihrer Mehrheit waren die imaginären Partner Menschen (57 Prozent), in 41 Prozent waren es Tiere. Ein Kind imaginierte sogar einen Begleiter, der eigentlich ein Mensch war, sich aber auf Wunsch des Kindes in ein Tier verwandeln konnte.

    Die imaginären Wesen waren nicht immer freundlich. Manche Kinder berichteten von unkontrollierbaren Wesen, die geradezu zu einer Plage wurden. Die Begleiter der Kinder konnten auch die reale Form einer Puppe oder eines Teddys haben. Jedoch unterschieden die Forscherinnen zwischen Puppen oder Teddys als Spielzeug oder als ausgedachtem Freund. Nur wenn das Kind Teddy oder Puppe so beschrieb, als würde er/sie sich in einer bestimmten Weise zum Kind verhalten, wurden diese sichtbaren Figuren ebenfalls als imaginäre Begleiter betrachtet.

    Auch für das Verschwinden der "Harveys" interessierten sich die Forscherinnen. "In vielen Fällen gehen sie einfach weg, und das Kind erinnert sich nicht mehr daran", so Stephanie Carlson. "In anderen Fällen wird ein alter imaginärer Gefährte zunächst durch einen neuen ersetzt, oder die Freundschaft mit realen Kindern erfüllt die gleichen Bedürfnisse."

    Eltern müssen sich also keine Sorgen machen, wenn ihr Kind im frühen Grundschulalter einen Freund hat, den außer ihm selbst niemand sehen kann. Hier kann das Kind in sicherem Kontext soziale Konflikte lösen üben. Und von der kognitiven Seite gesehen, kann ein "Freund Harvey" auch dem Kind beim symbolischen und abstrakten Denken helfen.

    Quelle: http://www.welt.de/data/2004/12/15/374811.html

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Der unsichtbare Dritte
    Eingebildete Freunde sind für die Entwicklung wichtig
    (1.772 Zeichen)

    (pgk) Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren haben häufig imaginäre Freunde, Personen oder Figuren, Haustiere, Kunstfiguren aus Comics oder Fernsehen, und beziehen sie in ihr Spiel und ihr Erleben mit ein. Der unsichtbare Kamerad tut gute Dienste als Zuhörer, Spielkamerad, Tröster, aber auch Sündenbock, der einen Tritt vertragen kann.

    Über unsichtbare Freunde ihrer Kinder brauchen sich Eltern keine Sorgen machen. Man sollte diesen „Freund“ auch nicht verbieten, sondern vielmehr spielerisch in den Alltag integrieren. Dass sich Kinder Figuren ausdenken, die dann auch mit essen oder im Auto neben ihnen sitzen, gehört wie Halluzinationen zur psychischen Entwicklung im Vorschulalter. Das haben Forscher festgestellt, die Kindern zwischen drei und sechs Jahren Tonbänder mit Kauderwelsch vorgespielt haben. Ein Drittel der Kinder gab an, trotzdem einzelne Wörter gehört zu haben. Neun von diesen zehn berichteten außerdem, sie hätten einen imaginären Freund, was sich die Forscher von deren Eltern bestätigen ließen. Bei den 20 Kindern, die keine Wörter gehört hatten, existierte nur in fünf Fällen ein solcher Freund. „Halluzinationsähnliche Erfahrungen sind im Vorschulalter ein durchaus normales Merkmal der psychischen Entwicklung“, kommentiert Charles Fernyhough von der Universität in Durham die Ergebnisse. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Menschen, die in ihrer Kindheit einen imaginären Freund hatten, häufig über ausgeprägtes soziales Einfühlungsvermögen verfügen.

    Die Traum- oder Vorstellungswelt hilft ihnen auch, traurige Gefühle oder Alleinsein zu bewältigen oder wenn sie sich einmal „unverstanden“ fühlen. Auch wenn die Kinder normalerweise wissen, dass diese Phantasien nicht wirklich sind, kann es manchmal auch für sie schwierig sein, reale Erfahrungen und Erlebnisse in ihrer Phantasie zu trennen. So erzählen die Kinder hin und wieder ausgeschmückte Geschichten, die ihrer Vorstellung entstammen. Aber keine Angst: Das ist ein völlig normaler Entwicklungsprozess und eben auch ein positiver Ausdruck ihrer Kreativität.

    Quelle: http://www.dgk.de/web/dgk_content/de...?OpenDocument=
    (runterscrollen)

    Kommentar


    • RE: Imaginäre Freundin?!!!


      Das ist bei Kindern völlig normal. Ich bin Erzieherin und in unserem Kiga ist auch ein 3-jähriges Mädchen und sie hat eine imaginäre Schwester.
      Ich hatte in meiner Kindheit auch imaginäre Gänse und sie mussten überall mit hin.
      Irgendwann geht das vorbei.

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      • Re: RE: Imaginäre Freundin?!!!


        hallo,
        am besten ist es, wenn du Änni mit einbeziehst, denn dann sieht dein sohn, dass du ihn verstehst. wie zuvor schon beschrieben, vergeht diese zeit, aber wenn man sich da selber gegen wehrt, dann könnte es wesentlich länger dauern.
        wir haben das in Psychologie auch durchgenommen, und da geht der freund irgendwann. du musst nur den richtigen moment abwarten und mit deinem sohn Änni verabschieden. aber da musst du selbst sehen , wenn es so weit ist.
        Tipp:
        Mach doch mal Spiele, wo du sie mit einbeziehst.
        das finden beide ganz toll. du kannst ihn ja auch fragen, was sie ihm so erzählt, halt nach banalen dinge, womit man auch ein nicht-imaginäres kind nach fragen würde.
        Viel Verständnis ist da gefragt.

        Alles gut für euch.

        Liebe Grüsse Sneeley

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        • Re: Imaginäre Freundin?!!!


          Hallo,
          mein Sohn, 5, hat seine "Freunde" auch, seit er ca. 2,5 J ist. Schlafen zum Teil mit im Bett und verändern die Farben und Formen. Mal Schlangen, oder Schnecken oder so. Hab vorm KiGa auch schon mal den Kofferraum aufmachen müssen, daß sie mit einsteigen können. Die Bösen "Bugas" hab ich auch schon auf der Autobahn ausgesetzt. Zur Zeit ist wieder Ruhe mit Ihnen, aber zeitweise ist es wirklich heftig. Habe gehört, das man sowas nicht ausreden soll, weil Kinder erst mit 8 Jahren einen Sinn für Realität haben. Also toleriere ich es und spiele da mit. Manchmal ist es auch recht witzig.

          Mach dir keine Sorgen.

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          • Re: Imaginäre Freundin?!!!


            Hallo,
            musste schmunzeln nach Lindas Bericht. Mein Sohn hatte im Alter von 2 Jahren auch "seinen" Freund"-der sogar mit einem Teller beim Essen am Tisch "saß" und ähnl. Dinge wie bei Linda.Lustig war "ne Situation" beim Tierparkbesuch, als ich die Karten 2Erw.-3Kinder kaufen wollte-mein Kleiner plötzl. sagte-Mama mein Freund auch (:8)
            Die Kassiererin sprang fast über ihre Theke, sie dachte wohl-ich wollte einen so durchschleusen()))()))
            Ach,ja, der Freund war aber nach 1/2 J auch urplötzlich nicht mehr redenswert()

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            • Re: Imaginäre Freundin?!!!


              Hallo
              mein Sohn ist jezt 7, und so langsam verschwinden sein "kleiner Arzt" und "kleiner Zahnarzt" aus unserem Leben. Die beiden waren immer dabei und er hat ihnen ständig das Leben erklärt, seit er ein paar Worte sagen konnte. Wenn er etwas nicht konnte, hat er es den beiden erklärt, oder zu mir gesagt, der eine oder andere kenne dies nicht, ich solle es ihm (dem unsichtbaren Freund!) doch auch noch mal erklären. Er hat auch für sie immer Plätze freigehalten und alles so. Dafür war er nicht wie seine Alterskameraden nur auf ein Plüschtier fixiert, ohne das er keinen Schritt gemacht hätte. Natürlich hat er auch mehr als genug Plüschtiere, aber die unsichtbaren Freunde habe ich geschätzt, denn stell dir vor, dein Kind hat so einen sichtbaren (Plüschtier-)Freund, wenn der verloren geht, ist was los. Den Arzt oder Zahnarzt "findest" du einfacher wieder, wenn sie "abhanden kommen"..... Geniesse den Freund, mein Sohn konnte mit ihnen auch spielen, wenn ich wirklich keine Zeit hatte, hat er auch oft gegen die beiden Karten- und andere Spiele gemacht, und dabei auch das Gewinnen und Verlieren geübt.

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