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Hörsturz, die richtige Behandlung?

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  • Hörsturz, die richtige Behandlung?

    Hallo,
    am Samstag war ich (29) in der Disco. Im Laufe des Abends habe ich schon gemerkt, dass die Musik viel zu laut ist und meinem Ohr schädigt. Als ich dann im Auto saß, hat es nur noch gerauscht und gepiepst im Ohr. Am Sonntag hatte ich dann den ganzen Tag das Rauschen und Piepsen im Ohr sowie ein Taubheitsgefühl am rechten Ohr, als ob ich Watte im Ohr hätte, aber hören konnte ich nach wie vor -denke ich- sehr gut. Da es am Montag nicht besser war, bin ich gleich morgens zum HNO gefahren. Er machte einen Hörtest und die Diagnose war: leichter Hörsturz. Er verschrieb mir sodann Solu-Decortin H 250LSG TRS 3Stück N2 sowie Free Flex HAES Steril 6% 250ml 10 Stück. Er fragte mich, ob meine Hausärztin die Behandlung durchführt. Daraufhin bin ich zu ihr gefahren, das wäre unkomplizierter für mich. Sie meinte aber, dass sie es nicht machen würde, weil das Zeug einen Juckreiz auslösen könnte. Nur wenn ich ihr die Risiken unterschreibe, würde sie es machen, jedoch möchte sie noch einen anderen HNO nach Rat fragen. Dieser hat mich dann auch noch einmal angeschaut und mit mir einen Hörtest gemacht. Das alles geschah innerhalb des Montagvormittags. Der 2. Hörtest viel wesentlich besser aus und der HNO meinte, dass er mit Sicherheit keinen Hörsturz feststellen kann, er hat mir dann aber doch Pentoxifyllin 400mg und PredniHEXAL 20 mg verschrieben. Das habe ich mir dann in der Apotheke geholt und eingenommen. Nach 1 Stunde konnte ich nur noch Brechen und fühlte mich total schlapp. Jetzt soll ich nach Anruf beim HNO die Tabletten noch einmal ausprobieren und versuchen herauszufinden, von welchem Wirkstoff der Brechreiz kommt. Mein Allgemeinbefinden ist noch sehr angespannt und ich fühle mich immer noch schlapp. Was soll ich nur tun? Ich bin total verunsichert, weil mir nun 3 Ärzte etwas anderes gesagt haben. Hätte ich ins Krankenhaus fahren sollen? Hätte ich auf Infusion bestehen sollen? Soll ich es so versuchen mit den Tabletten oder gar nichts einnehmen? Das Rauschen und Piepsen ist heute etwas besser als gestern, vielleicht muss ich einfach nur warten?
    Ich danke schon mal im Voraus für Antworten und Ratschläge. Schiggi


  • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


    Hallo Schiggi,

    ich hatte selber vor kurzem einen leichten Hörsturz, bin sofort zur Notaufnahme in die Klinik gefahren. Darauf hin habe ich eine 5-Tägige Infusion mit Cortison und Trental erhalten. Der Hörsturz ist leider noch nicht behoben und ich muß weiterhin Trental400 in Tablettenform einnehmen ( hatte hierbei auch Nebenwirkung, die sich aber nach 3 Tagen wieder gelegt haben).
    Wenn bei Dir in den nächsten Stunden keine besserung eintritt, würde ich in eine Klinik gehen, die Dich stastionär behandeln kann. Je länger man mit einer Behandlung wartet umso schwieriger wird es die Symptome zu behandeln. Auch ein leichter Hörsturz ist ein Eilfall, versuch es noch einmal im Krankenhaus, hierbei würde ich auf Nummer sicher gehen.

    Gute Besserung und viel Erfolg!

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    • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


      Hallo Ireen,

      woher kam der leichte Hörsturz bei Dir? Ich habe heute noch einmal einen Termin bei meiner Hausärztin ausgemacht und werde sie mit Krankenhaus konfrontieren. Nur habe ich von zwei HNO nichts von Krankenhausaufenthalt gehört, von daher habe ich mich auf die HNOs verlassen. Aber irgendwie fühle ich mich verlassen.

      Gruß, Schiggi

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      • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


        Brechreiz ist keine typische Nebenwirkung der Medikamente. Injedem Fall sollten Sie bevor Sie die Medikamente wieder einnehmen den HNO-arzt aufsuchen der Ihnen diese verschrieben hat.

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        • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


          Hallo Schiggi,

          ein Hörsturz hat leider sehr viele Varianten, bei mir scheint es eine Mischung aus Stress und schlechter Durchblutung zu sein. Es ist sehr schwer festzustellen wodurch ein Hörsturz ausgelöst wird. Bei einem Hörsturz spricht man auch von einem Hörinfakt, der kann durch Durchblutungsstörung, Funktionsstörungen der Nervenbahnen, Störungen der Immunabwehr, Stress, Virusinfekte oder durch ein zu lautes Umfeld kommen. In Deinem Fall könnte man den Discobesuch mit einschliessen. Lass Dich auf jeden Fall vom HNO-Arzt (gibt es auch in einigen Kliniken) beraten welche möglichkeiten es gibt, eine Infusionstherapie kann auch Ambulant vorgenommen werden.
          Ich kann Dich gut verstehen, dass Du Dich allein gelassen fühlst, so ähnlich geht es mir auch. Momentan versuche ich soviel Information wie möglich zu bekommen, um mir ein besseres Bild von der Krankheit zu machen, die bei jedem Menschen sehr individuell ausgeprägt ist. Wende Dich mal an die Deutsche Tinnitus-Liga (www.tinnitus-liga.de), die schicken Dir eine kostenlose Broschüre zu. Mir hilft es, um sich einen Überblick zu verschaffen und welche Möglichkeiten bestehen mit der Krankheit klar zu kommen.

          Grüße
          Ireen

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          • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


            Hallo Schiggi, habe heute Deinen Beitrag gelesen und hoffe, es geht Dir in der Zwischenzeit sehr viel besser. Das Problem mit den Informationen über die richtige Therapie hatte ich leider auch.
            Bei mir kam der Hörsturz auch über Nacht nach einer heftigen Party. Am nächsten Tag dann in die Notaufnahme, da es Wochenende war. Das war vielleicht mein Glück, denn die prakt. Ärztin hat mir gleich eine Infusion gegeben. Am Montag dann zum HNO-Arzt. Der hatte nichts eiliger zu tun, als mir sofort einen Prospekt über Sauerstofftherapie in die Hand zu drücken. Erst danach verschrieb er mir weiter Infusionen, nur weil ich ihn darauf ansprach. Jetzt im Forum lese ich immer wieder wie wichtig die Infusionen sind und das sie schnell gegeben werden müssen. Das Rauschen und Piepsen geht bald vorbei, Du musst ein wenig Geduld haben.Übrigens habe ich nach 10 Infusionen auf weitere bestanden, da sich nicht viel gebessert hatte. Erst nach 16 !! ging es mir gut. Gute Besserung

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            • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


              nach der Pentoxifyllin Infusion mußte ich auch brechen, ist wohl eine Nebenwirkung des Medikaments. Bin dann ins Krankenhaus. War aber nachträglich betrachtet wohl unnötig.

              Warum habe ich nur 10 Infusionen bekommen. Bei mir war nach 10 Infusionen kaum eine Besserung vorhanden.

              mit freundl. Gruß
              Quehl

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              • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


                Nach dem mein Mann im Frühjahr einen vermeintlichen Hörsturz erlitt, habe ich mich im Internet belesen bis mir der Kopf rauchte.

                Die Infusionstherapie, die mein Mann auch im Rahmen eines stationären Aufenthalts erhalten hat, ist umstritten und wird weltweit nur von wenigen Ländern durchgeführt. Auch der möglichst frühe Behandlungsbeginn garantiert nicht zwingend eine Besserung der Beschwerden. Es hanlde sich bei den positiven Erfolgen nach Infusionstherapie möglicherweise nur um Spontanheilungen, die auch ohne Therapie erfolgt wären.

                Auch die eigentlichen Ursachen für Hörstürze sind den Wissenschaftlern wohl noch weitgehend unbekannt. Einige Patienten sagten auf Befragung zwar aus, dass sie zur Zeit des Geschehens unter starkem Stress standen, aber das können zufällige Häufungen sein.

                Meinem Mann geht es jetzt nach 6 Monaten nicht besser. Er hat allerdings nur einen tatsächlichen Hörverlust von 10-15%. Subjektiv empfindet er das jedoch deutlich schlimmer. Unter Schwindel und Übelkeit hat er aber nie gelitten. Das Ohrgeräusch ist auch geblieben. Er hat sich inzwischen damit abgefunden und gelernt, damit zu leben.

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                • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


                  Ich hatte meinen Beitrag wohl irrtümlich an die falsche Stelle gesetzt. Deshalb hier nochmal ...

                  Nach dem mein Mann im Frühjahr einen vermeintlichen Hörsturz erlitt, habe ich mich im Internet belesen bis mir der Kopf rauchte.

                  Die Infusionstherapie, die mein Mann auch im Rahmen eines stationären Aufenthalts erhalten hat, ist umstritten und wird weltweit nur von wenigen Ländern durchgeführt. Auch der möglichst frühe Behandlungsbeginn garantiert nicht zwingend eine Besserung der Beschwerden. Es hanlde sich bei den positiven Erfolgen nach Infusionstherapie möglicherweise nur um Spontanheilungen, die auch ohne Therapie erfolgt wären.

                  Auch die eigentlichen Ursachen für Hörstürze sind den Wissenschaftlern wohl noch weitgehend unbekannt. Einige Patienten sagten auf Befragung zwar aus, dass sie zur Zeit des Geschehens unter starkem Stress standen, aber das können zufällige Häufungen sein.

                  Meinem Mann geht es jetzt nach 6 Monaten nicht besser. Er hat allerdings nur einen tatsächlichen Hörverlust von 10-15%. Subjektiv empfindet er das jedoch deutlich schlimmer. Unter Schwindel und Übelkeit hat er aber nie gelitten. Das Ohrgeräusch ist auch geblieben. Er hat sich inzwischen damit abgefunden und gelernt, damit zu leben.

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                  • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


                    Sorry ... ich komme noch nicht so gut mit der Menüführung hier zurecht, deshalb erscheint mein Beitrag zweimal (|8))

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                    • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


                      Hallo,
                      ich hatte 1997 einen schweren Hörsturz.
                      Zuerst hat mein angeblich so angesehener Arzt die Symptome an einem Freitag vormittag übersehen.
                      Am Montag war ich nach unendlichen Schwindelgefühlen total ertaubt auf einem Ohr.
                      Ich bekam dann stationär Infusionen, nach denen es mir eher schlechter ging. Meine Taubheit auf dem linken Ohr blieb bis auf 60 % Hörfähigkeit bestehen. Dazu kam eine unerträgliche Hyperakusis ( alles hörte sich an wie durch eine Blechbüchse).

                      Ich habe mich inzwischen kundig gemacht: Infusionen sind umstritten, alle Behandlungen sind umstritten bis auf die totale Ruhigstellung der ganze Person für einige Zeit ( durch Valium z.B.).

                      Danach fand ich über das Internet einen HNO Arzt in Düsseldorf, bei dem ich Klangkassetten bestellte, Dr. Greuel. Die Kassetten gibt es leider nicht mehr, weil sie zu oft kopiert wurden.
                      Ich habe aber nach einem halben Jahr konsequenter Klangtherapie
                      3 mal täglich 20 Minunten, den Tinitus fast beseitigt, und trage rechts an dem geschädigten Gehör ein Hörgerät. Damit habe ich jetzt alles gut im Griff.

                      Freundlichst Miranda2

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                      • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


                        Hallo Miranda2,

                        ich habe meinen Hörsturtz seit dem 23.12.1985. Allerdings ist der durch einen Knall lauten verursacht worden. Mich hat hat man auch mit Infusionen (allerdings erst viel zu spät)behandelt. Ich habe auf dem rechten Ohr nur noch 30% Hörfähigkeit und ein Pfeiffen und Klingeln im Ohr. Deswegen ist es zwecklos, mich von der "falschen" Seite anzusprechen(Hi). Ich lebe da nun seit über zwanzig Jahren mit. Diesen "Blechbüchseneffekt" habe ich allerdings nicht. So weit ich weiß, ist Tinitus auch nicht heilbar. Also musste ich die ganze Zeit damit leben.
                        Ich wollte nur mal von dir wissen, wie du all die Jahre damit klar gekommen bist?

                        Grüße
                        Harry64

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                        • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?


                          Hallo Harry 64,
                          wie ich bereits schrieb, habe ich eine Klangtherapie konsequent über ein halbes Jahr gemacht, seither höre ich die Geräusche nur noch, wenn ich darüber spreche/schreibe.

                          Im Internet nach Dr. Greuel suchen udn versuchen, an die Klangtherapiekassetten heranzu kommen, das ist mein Rat!


                          LG
                          Miranda2

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                          • Re: Hörsturz, die richtige Behandlung?

                            Hallo, mit dem Thema Hörsturz kenne ich mich sehr gut aus. Leider gibt es bei Hörsturz keine Therapie mit einer 100-prozentigen Wirksamkeit. Da die Ursachen, warum es zu einem Hörsturz kommt, auch heute noch unklar sind, gibt es auch keine vollständig erwiesenen Therapiemöglichkeiten in der Hörsturz-Behandlung. Was mir aber sehr gut geholfen hat, war die Hörsturz Behandlung mit Hyperbarer Sauerstofftherapie (HBO).Eine MIschung aus Infusionen, Cortison und Hyperbarer Sauerstofftherapie brachte mir die schnelle Genesung.
                            Grüße, Marc

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