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HPV positiv, PAP lVa, Kinderwunsch nach einer Fehlgeburt

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  • HPV positiv, PAP lVa, Kinderwunsch nach einer Fehlgeburt

    Guten Morgen,

    ich bin 35 Jahre alt und im September 2016 wurde bei mir das erste mal HPV festgestellt mit einem PAP lllD2. Ich muss dazu sagen, dass mein letzter FA Besuch mit einem Abstrich im August 2014 stattgefunden hat, wo ich PAP l-ll hatte. Mein Freund und ich haben im Oktober 2016 beschlossen, dass wir schwanger werden wollen (zu dieser Zeit habe ich erfolgreich aufgehört zu rauchen). Mein FA hat mir die Impfung Gardasil 9 empfohlen und mich geimpft. Anfang Dezember sind wir dann auch schwanger geworden. Leider hatten wir dann aber am 14.01.2017 eine Fehlgeburt. Diese verlieft zum Glück ohne Ausschabung oder anderen Komplikationen.
    Bei einem Abstrich vom 09.01.17 wurde PAP lV a-p (HSIL) festgestellt. Am 23.01.17 bekam ich die zweite Gardasil Impfung, mein FA nam noch mal einen Abstrich für die Bestimmung der HPV Viren und hat mich dann sofort in die Klinik geschickt (Zytologie + Biopsie). Am 01.02.17 hatte ich dann auch den Termin in der Klinik bekommen.
    Am Montag den 13.02.17 rief mich die Ärztin aus der Klinik mit den Ergebnissen an. Es sei alles nicht so schlimm wie erwartet und es sei niedriggradig. Sie hätte auch einen Abstrich genommen, der jedoch eher PAP ll a ausgefallen ist. Wir haben länger gesprochen, sie würden nach diesen Ergebnissen nicht operieren. Sie meinte, ich könne gleich schwanger werden wenn wir wollen und die Schwangerschaft kann unter Beobachtung verlaufen. Im schlimmsten Fall, sollte sich hier etwas verändern, würde man die Geburt abwarten und erst dann operieren.
    Ehrlich gesagt war ich mehr als erleichtert nach dieser Nachricht und da ich jetzt auch schon meine Regel bekommen habe, habe ich mit meinem Partner entschieden, dass wir sehr gerne neuen Versuch einer Schwangerschaft wagen möchten.
    Heute war ich noch mal zum Nachbesprechen bei meinem FA, dem ich noch meine Ergebnisse mitgebracht habe. Der erzählte mir, dass ich HPV 16 und 83 habe (also auch eine der aggressiven Arten, was ich jedoch bereits von der Ärztin der Klinik auch schon erfahren habe) und dass bei dem zweiten Abstrich vom 23.01.17 eben wieder PAP lVa rauskam!? Nun meint er, er will von dem schlechtesten ausgehen, 2 Monate abwarten, neuen Abstrich machen und dann schauen, wie es aussieht und erst dann schauen, ob ich dann schwanger werden kann....

    Und hier meine Frage: wie kann es sein, dass innerhalb von einer Woche 2 so verschiedene Ergebnisse zu Stande kommen??? Mein FA meinte, vielleicht hatte er die oberste Schicht bei dem Abstrich weggemacht und deshalb fiel der Abstrich in der Klinik dann so gut aus. Diese Aussage erscheint mir irgendwie komisch. Oder sehe ich es falsch?
    Was kann ich tun um sicher zu gehen, wer nun Recht hat? Wie kann ich mir sicher sein, dass sowas nicht noch mal passiert? Denn wenn mein FA einen Abstrich in 2 Monaten macht, der womöglich wieder PAP lVa ist und ich wieder in die Klinik geschickt werde, wo ist hier die Sicherheit, dass es nicht wieder so sein wird wie jetzt - nämlich zwei recht unterschiedliche Meinungen?!!

    Können Sie mir hier eine Antwort / Erklärung geben oder mir einen Rat geben, was ich noch machen kann um möglichst schnell eine Gewissheit zu haben?

    Über eine Rückmeldung wäre ich Ihnen unbekannter Weise sehr verbunden.

    Viele Grüße
    Zuzana

  • Re: HPV positiv, PAP lVa, Kinderwunsch nach einer Fehlgeburt

    Lieber Herr Dr. Leuth,
    über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen. Ist es möglich, dass bei einer erneuten sofortigen Biopsie ein anderes Ergebnis rauskommt? Das UKE Eppendorf sollte ja an sich hierfür spezialisiert sein, deshalb war ich ja so erleichtert, was mir die Ärztin gesagt hat und wie die Ergebnisse dort auch bei der entnommenen Probe ausgefallen sind.


    Vielen Dank im Voraus.

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    • Re: HPV positiv, PAP lVa, Kinderwunsch nach einer Fehlgeburt

      Hallo kleo82, unterschiedliche PAP-Ergebnisse werden immer dann erzielt, wenn ohne Kolposkopie und Muttermundspreizer bei einem Vorbefund Material entnommen wird. Ein PAP IIa gibt es immer n a c h einem auffälligen Befund. Bei einem HPV Infekt ist es auch nicht ratsam zu impfen, da die Impfung keine Therapie, sondern nur eine Prophylaxe darstellt. Also: in 2 Monaten in einem Dysplasiezentrum mit Kolposkopie und Muttermundspreizer nach Essigtouchierung erneuter Abstrich ggflls auch PE aus einem auffälligem Bezirk. Keine 3. Impfung mehr, erst nach Sanierung des Muttermundes und bei HPV Negativität. Bei vorher bestehendem PAP IV Kinderwunsch erst nach Sanierung!, da man nie weiß, wie schnell und wann der PAP IV in PAP V übergeht. Alles Gute Ihr Dr. M. Leuth

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      • Re: HPV positiv, PAP lVa, Kinderwunsch nach einer Fehlgeburt

        Hallo Herr Dr. Leuth,

        "unterschiedliche PAP-Ergebnisse werden immer dann erzielt, wenn ohne Kolposkopie und Muttermundspreizer bei einem Vorbefund Material entnommen wird."
        => mein FA hat zwar den Abstrich ohne Kolposkopie gemacht, aber ich war ja bei der Biopsie und es wurde eine PE entnommen, die halt nicht auffällig war, weshalb mir die Ärztin ein grünes Licht für eine SS gegeben hat. Mein FA hat (wie sich noch gestern rausgestellt hat) kein zweiten Abstrich gemacht. Es gibt nur diesen einen Abstrich (mit dem Ergebnis PAP lVa) vom 09.01., wo ich noch schwanger war! Ein weiterer Abstrich wurde vor der Biopsie (die am 01.02. stattgefunden hat) nicht durchgeführt!!! Da hat er gestern früh leider ein paar Fakten durcheinander gebracht, die wiederum mich komplett aus der Bahn geworfen haben. Jedenfalls ist der Befund der PE nicht auffällig, nicht hochgradig!

        "Bei einem HPV Infekt ist es auch nicht ratsam zu impfen, da die Impfung keine Therapie, sondern nur eine Prophylaxe darstellt. Also: in 2 Monaten in einem Dysplasiezentrum mit Kolposkopie und Muttermundspreizer nach Essigtouchierung erneuter Abstrich ggflls auch PE aus einem auffälligem Bezirk. Keine 3. Impfung mehr, erst nach Sanierung des Muttermundes und bei HPV Negativität."
        => dass die Impfung prophylaxisch ist, wurde mir von meinem FA gesagt. Jedoch sagte er, dass es dennoch sinnvoll ist, da die Impfung die weitere Veränderung der Zellen verlangsamen und im besten Fall sogar stoppen kann, was jedenfalls gut sei! Da fragte ich auch, ob ich schwanger werden kann oder ob ich abwarten soll, bis die Impfung abgeschlossen ist. Da meinte er, dass das die beste Zeit wäre um schwanger zu werden, da das Kind dann gleich die Impfstoffe auf dem Weg direkt mitbekommt. Kann da meine Fehlgeburt sogar damit in Verbindung gebracht werden?? Und wie ist es, wenn mein PAP nun nicht mehr lVa ist und eine OP nicht notwendig ist (wie mir ja diagnostiziert wurde)? Soll ich die dritte Impfung weglassen???

        "Bei vorher bestehendem PAP IV Kinderwunsch erst nach Sanierung!"
        => bei PAP lll wäre dann mein Kinderwunsch in Ordnung und die SS könnte stattfinden??

        Viele Grüße

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        • Re: HPV positiv, PAP lVa, Kinderwunsch nach einer Fehlgeburt

          Hallo kleo82, zum Wohle der Patientin gilt immer das schlechtere Ergebnis ! Deswegen die Kontrolle wie oben beschrieben. Ansonsten wäre der PAP IVa eine Fehldiagnose.
          Schön wäre es, wenn die Impfung so einen Effekt hätte, die Herstellerfirma verneint diese Wirkung aber ! Deshalb vorgehen wie bereits besprochen. Tut mir leid, wenn so viele Mißverständnisse kursieren ! Alles Gute, Ihr Dr. M. Leuth

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          Forum-Archive: 2017-02
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