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Trulicity und Metformin

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  • Trulicity und Metformin

    Ich habe Diabetes Typ 2, der seit einiger Zeit mit Trulicity 75 mg behandelt wird. Der Langzeitwert liegt darunter bei um 7. Umzugsbedingt musste ich den Arzt wechseln, der neue Diabetologe ist der Ansicht, dass Trulicity als Monotherapie nicht zugelassen sei und verordnete mir zusätzlich 1000 mg Metformin, einzunehmen 1/2 abends und morgens. Mir geht es damit gar nicht gut, ich habe mit Magenkrämpfen, Schwindel, Sehstörungen und Kreislaufproblemen zu kämpfen. Ist es denn richtig, dass Trulicity nicht als Monotherapie geeignet oder zugelassen ist und wenn nicht, warum wird, wenn der Arzt der Meinung is, dass der Zuckerwert noch nicht ausreichend eingestelt ist, die Trulicity-Dosis nicht einfach erhöht?
    Vielen Dank!

  • Re: Trulicity und Metformin

    0,75 mg Trulicity...

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    • Re: Trulicity und Metformin

      Hallo H. Schmidt,

      Metformin hat einen anderen Wirkmechanismus und ist als Ergänzung zu allen Diabetesmedikamenten sehr wertvoll, wenn man es gut verträgt - auch zu Trulicity, Häufig sorgt ein langsames Einschleichen bei Metformin dafür, dass man es gut verträgt. Du solltest vielleicht noch einen Versuch machen, das Metformin erneut ganz langsam einzuschleichen.

      Wenn du es auch dann nicht verträgst, dann macht es für dich wirklich keinen Sinn und es gäbe die Möglichkeit, Trulicity auf 1,5 mg zu erhöhen. Das kann allerdings auch wieder mit verstärkt auftretenden Nebenwirkungen verbunden sein. Du musst zusammen mit deinem Arzt herausfinden, welche Therapie deinen BZ ausreichend senkt und was du gut verträgst.

      Ob ein Langzeitwert von um die 7,0% ausreicht oder nicht, sollte übrigens auch eine einvernehmliche Entscheidung sein. Aus der Frage kannst du dich nicht einfach raushalten, die gesundheitlichen Folgen liegen schließlich bei dir und nicht bei deinem Arzt. Mir persönlcih wären die 7,0% für das HbA1c zu hoch. Ich würde mich freuen, wenn ich durch Hinzunahme von Metformin oder durch andere Maßnahmen näher an 6.5% ran kommen würde. Zu den wichtigen anderen Maßnahmen gehören übrigens unbedingt auch ausreichend Bewegung und eine geeignete Ernährung. Besprich das am Besten alles mit deinem Arzt. Eine gute Zusammenarbeit, einvernehmlich getroffene Entscheidungen und Eigeninitiative sind bei der Behandlung von Diabetes das allerbeste Erfolgsrezept.

      Beste Grüße, Rainer

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      • Re: Trulicity und Metformin

        Hallo Rainer, danke für Deine Antwort.

        Ich kann nicht beurteilen, ob ein HbA1c von 7 zu hoch ist oder nicht und muss mich da auf die Einschätzung der Ärzte verlassen. Jeder Mensch ist doch unterschiedlich und mir scheint, dass ich bei niedrigeren Werten Unterzuckerungssymptome habe, bei hohen Werte ist mir schwindlig. Beides wird mir allerdings nicht geglaubt und leider erzählt mir jeder Arzt etwas Anderes. So bekam ich ursprünglich Trulicity von meinem Hausarzt verordnet. Zu dem Zeitpunkt lebte ich in ländlichen Gegend in Mecklenburg-Vorpommern. Nach meinem Umzug nach Sachsen wurde ich von meinem neuen Hausarzt zu einem Diabetologen überwiesen. Dieser setzte das Trulicity ganz ab, weil er der Auffassung war, dass Werte um die 7 ok wären und keiner Behandlung bedürften. Ich wunderte mich darüber zwar, weil ich diese Werte ja eben unter Trulicity hatte, vertraute dem Diabetologen aber. Nach einiger Zeit wurde ich seitens meines Hausarztes immer wieder drauf hingewiesen, dass meine Zuckerwerte zu hoch wären. Während einer Reha bekam ich dann wieder Trulicity verordnet und habe jetzt seit Kurzem einen neuen Diabetologen. Der wiederum ist eben der Auffassung, dass ich zusätzlich Metformin nehmen soll, damit die Werte unter 7 kommen. Und damit quäle ich mich gerade herum....Was mich zudem wundert ist, dass ich die Einzige aus der Familie bin, die einen Diabetes hat. Nach meiner Einschätzung könnte Stress die Ursache sein, aber das ist für die behandelnden Ärzte überhaupt nicht von Interesse. Ernährung und Bewegung sind mir klar.....
        Viele Grüße Heidrun

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        • Re: Trulicity und Metformin

          Mein Diabetes ist nicht die Herausforderung meines Arztes, sondern meine! Mein Arzt hat damit nur dann zu tun, wenn ich ihn damit in der Sprechstunde beschäftige. Und selbst wenn ich jeden Tag hin ginge, wäre das dann nur immer für max 5-10 Minuten von 24 Stunden.

          Ich muss mit meinem Diabetes 24 von 24 Stunden leben, und zwar 24/7 bis zu meinem Lebensende. Und ich muss aushalten, wenn ich mich mit meiner(!) unzulänglichen Behandlung meines Diabetes nicht wohl fühle oder gar vom ungesund hohen oder/und ungesund weit schwankenden Blutzucker weitere eben Folgekrankheiten erleide. Kein Arzt nimmt mir was davon ab, auch der nicht, der mir gerade vorher erklärt hat, dass er mit meinem Blutzucker ganz zufrieden ist.

          Deswegen ist absolut wichtig, dass ich mich zu meinem Diabetes möglichst schlau mache. Als ich in 91 meine Diagnose kriegte, kostete die günstigste Variante zum Schlaumachen, die ich kriegen konnte, in der Buchhandlung 40 D-Mark. Und davon hab ich damals nicht die Hälfte verstanden.

          Heute hast Du jede Info, die Du für’s Schlaumachen brauchst, für’s Lesen am Bildschirm oder Handy praktisch ohne jeden Kostenaufwand. Hier z.B. auf onmeda super verständlich und umfassend. Nur wenn Du dich informierst, wirst Du die verschiedenen möglichen Behandlungs-Ansätze für Deinen Diabetes und damit für Dich verstehen und damit auch verstehen lernen, was Du davon am besten brauchen kannst und mit welchem Ziel brauchen willst.

          Und dann kannst Du Deinen Ärzten im Gegensatz zu heute auch ohne Schwierigkeiten überzeugend klar machen, was Du jeweils warum und mit welchem Ziel von ihnen erwartest. - Klar kannst Du dich auch einfach nur weiter behandeln lassen, und irgendwann wie gerade ein Orthopädie-Prof in meinem Bekanntenkreis resigniert “hätte-ich-doch” seufzen. Er hat inzwischen nach seinem Stöhnen alles, was man vom Diabetes kriegen kann, weil er seinen Diabetes seinen Kollegen überlassen und sich nur notdürftigst drum gekümmert hat.

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          • Re: Trulicity und Metformin

            Hallo Rainer, danke für Deine Antwort.

            I...Was mich zudem wundert ist, dass ich die Einzige aus der Familie bin, die einen Diabetes hat. Nach meiner Einschätzung könnte Stress die Ursache sein, aber das ist für die behandelnden Ärzte überhaupt nicht von Interesse. Ernährung und Bewegung sind mir klar.....
            Viele Grüße Heidrun
            Stress ist als Ursache von Diabetes nicht bekannt.

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            • Re: Trulicity und Metformin

              Ich habe Diabetes Typ 2, der seit einiger Zeit mit Trulicity 75 mg behandelt wird. Der Langzeitwert liegt darunter bei um 7. Umzugsbedingt musste ich den Arzt wechseln, der neue Diabetologe ist der Ansicht, dass Trulicity als Monotherapie nicht zugelassen sei und verordnete mir zusätzlich 1000 mg Metformin, einzunehmen 1/2 abends und morgens. Mir geht es damit gar nicht gut, ich habe mit Magenkrämpfen, Schwindel, Sehstörungen und Kreislaufproblemen zu kämpfen. Ist es denn richtig, dass Trulicity nicht als Monotherapie geeignet oder zugelassen ist und wenn nicht, warum wird, wenn der Arzt der Meinung is, dass der Zuckerwert noch nicht ausreichend eingestelt ist, die Trulicity-Dosis nicht einfach erhöht?
              Vielen Dank!
              Ihr Diabetologe hat Recht. Bevor Trulicity verordnet wird, sollte Metformin versucht werden. Nur bei nachgewiesener Metformin-Unverträglichkeit oder Kontraindikation liegt es im Ermessen des Arztes, ob er Trulicity in der Monotherapie gibt. Bei einem HbA1c von 7% ist es ebenfalls Ermessenssache, ob der Zucker weiter sinken soll.

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              • Re: Trulicity und Metformin

                Hallo H. Schmidt,

                Metformin hat einen anderen Wirkmechanismus und ist als Ergänzung zu allen Diabetesmedikamenten sehr wertvoll, wenn man es gut verträgt - auch zu Trulicity, Häufig sorgt ein langsames Einschleichen bei Metformin dafür, dass man es gut verträgt. Du solltest vielleicht noch einen Versuch machen, das Metformin erneut ganz langsam einzuschleichen.

                Wenn du es auch dann nicht verträgst, dann macht es für dich wirklich keinen Sinn und es gäbe die Möglichkeit, Trulicity auf 1,5 mg zu erhöhen. Das kann allerdings auch wieder mit verstärkt auftretenden Nebenwirkungen verbunden sein. Du musst zusammen mit deinem Arzt herausfinden, welche Therapie deinen BZ ausreichend senkt und was du gut verträgst.

                Ob ein Langzeitwert von um die 7,0% ausreicht oder nicht, sollte übrigens auch eine einvernehmliche Entscheidung sein. Aus der Frage kannst du dich nicht einfach raushalten, die gesundheitlichen Folgen liegen schließlich bei dir und nicht bei deinem Arzt. Mir persönlcih wären die 7,0% für das HbA1c zu hoch. Ich würde mich freuen, wenn ich durch Hinzunahme von Metformin oder durch andere Maßnahmen näher an 6.5% ran kommen würde. Zu den wichtigen anderen Maßnahmen gehören übrigens unbedingt auch ausreichend Bewegung und eine geeignete Ernährung. Besprich das am Besten alles mit deinem Arzt. Eine gute Zusammenarbeit, einvernehmlich getroffene Entscheidungen und Eigeninitiative sind bei der Behandlung von Diabetes das allerbeste Erfolgsrezept.

                Beste Grüße, Rainer
                Ich stimme Rainer vollständig zu.

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                • Re: Trulicity und Metformin

                  Hallo Rainer, danke für Deine Antwort.

                  Ich kann nicht beurteilen, ob ein HbA1c von 7 zu hoch ist oder nicht und muss mich da auf die Einschätzung der Ärzte verlassen. Jeder Mensch ist doch unterschiedlich und mir scheint, dass ich bei niedrigeren Werten Unterzuckerungssymptome habe, bei hohen Werte ist mir schwindlig. Beides wird mir allerdings nicht geglaubt und leider erzählt mir jeder Arzt etwas Anderes. So bekam ich ursprünglich Trulicity von meinem Hausarzt verordnet. Zu dem Zeitpunkt lebte ich in ländlichen Gegend in Mecklenburg-Vorpommern. Nach meinem Umzug nach Sachsen wurde ich von meinem neuen Hausarzt zu einem Diabetologen überwiesen. Dieser setzte das Trulicity ganz ab, weil er der Auffassung war, dass Werte um die 7 ok wären und keiner Behandlung bedürften. Ich wunderte mich darüber zwar, weil ich diese Werte ja eben unter Trulicity hatte, vertraute dem Diabetologen aber. Nach einiger Zeit wurde ich seitens meines Hausarztes immer wieder drauf hingewiesen, dass meine Zuckerwerte zu hoch wären. Während einer Reha bekam ich dann wieder Trulicity verordnet und habe jetzt seit Kurzem einen neuen Diabetologen. Der wiederum ist eben der Auffassung, dass ich zusätzlich Metformin nehmen soll, damit die Werte unter 7 kommen. Und damit quäle ich mich gerade herum....Was mich zudem wundert ist, dass ich die Einzige aus der Familie bin, die einen Diabetes hat. Nach meiner Einschätzung könnte Stress die Ursache sein, aber das ist für die behandelnden Ärzte überhaupt nicht von Interesse. Ernährung und Bewegung sind mir klar.....
                  Viele Grüße Heidrun
                  Ich persönlich setze Trulicity 0,75 nicht ein, daher es nur in Ausnahmefällen (Leberschwäche) zu verordnen ist. Der Preis ist identisch mit der 1,5, welche die empfohlene Erhaltungsdosis ist.
                  http://www.onmeda.de/Medikament/Trul...en+preise.html
                  Ich sehe keinen Grund von den Empfehlungen abzuweichen.

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