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BZ messen - wann und warum?

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  • BZ messen - wann und warum?

    Moinmoin,

    das Stichwort hat die Diskussion im Abbott Libre Fred gegeben. Mit dem Teil kann man ja jederzeit messen. Aber zu welchem Zweck eigentlich?

    Traditionell wurde und wird jede Behandlung grundsätzlich in erster Linie am morgentlichen Nüchternwert ausgerichtet. Der sollte im Zielbereich liegen. Auch heute noch.
    Seit Einführung der ICT wird bei Insulinern bei uns in der zweiten Linie auch am Nüchternwert vor den Mahlzeiten ausgerichtet. Der sollte im Zielbereich liegen. In den meisten übrigen Teilen der Welt geht Basal-Bolus ohne Messungen im Zusammenhang mit dem Essen.

    Traditionell gibt der Arzt die Dosierung vor, den BE-Faktor. Das gilt auch für die mögliche Korrektur, den Korrektur-Faktor. Und traditionell ist der folgsame Patient gehalten, diese Faktoren einzuhalten und daran nichts zu ändern und seine Messwerte morgens nüchtern und vor den Mahlzeiten als Dokumentation der Einstellung und Grundlage für eine mögliche ärztliche Dosis-Anpassung zu notieren.
    Auf diese Weise werden die meisten Teststreifen verbraucht und Diabetiker-Tagebücher voll geschrieben. Dieses Verhalten ist damit, so weit ich das sehen kann, praktisch ärztlich vorgegeben.

    Wie wir das hier fortgeschritten praktizieren und weitergeben, dass man selbst die Dosis anpasst und dann halt praktisch nur für die eigene Info und die eigene Entscheidung misst und statt regelmäßig zu messen nur ab und zu mal ne Stichprobe nehmen kann, wenn in wiederkehrenden Situationen recht regelmäßig praktisch die selben Werte gemessen werden, das wird meines Wissens noch immer nur in Pumpenschulungen vermittelt und auch da nur ansatzweise.

    Bisdann, Opa Jürgen


  • Re: BZ messen - wann und warum?

    hallo jürgen,
    deine frage und vorgaben sind für mich nicht zutreffend, meine schulung auf ict fand vor über 10 jahren statt,
    und in dieser zeit wurde uns gezeigt wie man faktoren anpasst, (bolus und korrektur) und wie man die basalmenge überprüft und gegebenenfalls anpasst, auf dem ersten uns mitgegebenen blatt, stand die in den 7 tagen bestimmten insulinmengen/faktorn usw- "aber" unter jedem dieser werte war platz in den drunterliegenden spalten um die als nächste bestimmten werte einzutragen, "und" es wurde uns ausdrücklich gesagt daß "wir" dafür verantwortlch sind und diese werte eigenverantwortlich ändern sollten.
    alles was danach kam war nur der vierteljährliche hba1c wert, und da seit jahren niemand mehr mein bz tagebuch angesehen hat, führe ich keins mehr seit mindestens 6 jahren, die laten waren verstaubt sind daher auch entsorgt. habe in dieser zeit auf meinen wunsch basal und bolusinsulin gewechselt wurde höchstens gefragt kannst du das selbst ? ja , und fertig. und ich teste meinen bz nach meinem system mal sehr sparsam, mal mit grund sehr häufig, wie das muß jeder für sich feststellen.
    mfg. klaus

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    • Re: BZ messen - wann und warum?

      Moinmoin,


      Wie wir das hier fortgeschritten praktizieren und weitergeben, dass man selbst die Dosis anpasst und dann halt praktisch nur für die eigene Info und die eigene Entscheidung misst und statt regelmäßig zu messen nur ab und zu mal ne Stichprobe nehmen kann, wenn in wiederkehrenden Situationen recht regelmäßig praktisch die selben Werte gemessen werden, das wird meines Wissens noch immer nur in Pumpenschulungen vermittelt und auch da nur ansatzweise.

      Bisdann, Opa Jürgen
      Bei einer ICT mit BE-Faktor und Korrektur sollte schon der BZ mind. 4x tgl ermittelkt werden (nicht nur als Stichprobe). Gerade Pumpenpatienten messen oft häufiger (und profitieren daher besonders vom Freestyle Libre), da sie auf BZ Anstig und Abfall mit Hilfe einer (temporären) Basalaretenänderung reagieren können.

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      • Re: BZ messen - wann und warum?

        Moin Doktor,

        Basal-Bolus, bei uns ICT, geht für die meisten User in der Welt mit 1-2 Teststreifen pro Tag und im Schnitt ähnlichen Behandlungs-Ergebnissen wie bei uns.

        Und messen-spritzen-Essen mit BE- und Korrektur-Faktor ist nach meiner persönlichen Erfahrung definitiv das wirksamste System für Hypos auffällig häufig 2-3 Stunden nach dem essen, wenn jemand einen HBA1c von 8 und besser anstrebt. Vor allem das Korrektur-Faktoren-Spiel kann aus meiner Sicht auf ne ganze Reihe Fälle aus der Selbsthilfe ein hervorragender Einstieg in ne tolle mehrtägige BZ-Achterbahn sein.

        Eine der ersten erstaunten Meldungen im ADA/JDRF-Bereich nach CGM-Einführung war die aus einer Studie mit super-eingestellten Pumpis und der Erkenntnis, dass schon mit HBA1c 6,5 an die 10 von 24 Stunden mit BZs von 200mg/dl und mehr anfallen.
        Und die Auswertungen von CGM- und demnächst auch Libre-Kurven weisen alle den postprandialen Bereich im Zeitrahmen von 1-2 Stunden nach dem Essen als potenziell sehr viel wichtiger als die Messung vor dem Essen für die BZ-Steuerung mit systematischer Begrenzung der Spitzen nach oben und nach unten aus.

        Wenn ich aus irgend einem formalen Grund manchmal 14 Tage normales ICT-Tagebuch abliefern muss, muss ich ALLE diese Werte zusätzlich zu meinen im Schnitt 5 normalen Punkten messen, weil KEINER dieser Messwerte dazu taugt, meinen BZ mit Basal-Bolus zuverlässig im möglichst völlig gesunden Rahmen mit wenigen Ausnahmen 24 Stunden zwischen minimal 60-70mg/dl und maximal 140-160mg/dl zu steuern.

        Bisdann, Opa Jürgen

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        • Re: BZ messen - wann und warum?

          hallo jürgen ,
          doc keuthage hat auf ict /pumpis also t1 hingewiesen, da bitte nichts verdrehen. auch bei denen gibts sone und solche. trotzdem würde ich die möglichkeit verneinen , daß t1 mit 2 teststreifen /d auch nur annähernd hinkommen. ich bekomme meine 500 und komme recht problemlos damit aus, mal so mal so.
          und ohne jemandem nahe treten zu wollen, hat doc teupe mit dem ich früher ab und an gesprochen habe,
          mir einige worte dazu gesagt,- bz fahren ist eine frage der intelligenz und des wollens und der erkenntnis daraus, manche benötigen für gutes fahren 5 manche 8 streifen. wer weniger benötigt soll sie sich für die garantiert kommenden "seltsamkeiten" bewahren -.
          mfg. klaus

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