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Meine Mutter ist depressiv.

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  • Meine Mutter ist depressiv.

    Meine Mutter ist oft Depressiv. Sie ist jetzt pflegebedürftig. Ich finde es ist auf Grund der Krankheit. Ich weiß nicht wie ich ihr richtig helfen soll. Ich habe paar Artikeln an onplfege.de gefunden. Aber jemand muss mir fachgerecht raten. Was ich machen soll, wie soll es jetzt weiter gehen. Vielen Dank im Voraus.

  • Re: Meine Mutter ist depressiv.

    "Was ich machen soll, wie soll es jetzt weiter gehen."

    Es fehlen ein paar spezielle Angaben:

    Warum (wegen welcher Krankheit) ist sie pflegebedürftig?
    Wie lange besteht dieser Zustand schon?
    Ist sie zu Hause, wer betreut sie dort? Oder in einem Heim?
    Wie war sie, als sie noch gesund war, heiter, optimistisch? Oder eher skeptisch, pessimistisch?

    Kommentar


    • Re: Meine Mutter ist depressiv.

      Hallo Monia

      Du kannst mit ihr zusammen sitzen, sie reden lassen und Fragen stellen, die sich auf das beziehen, was sie sagt, im Sinne von: Meine liebe Pessimistin, Depressive, Müde, Pflegebedürftige- wer immer du bist, ich höre dir zu, ich hab dich gern und mich interessiert, was du zu sagen hast.
      Für dich muss gelten, das ist alles deine Mutter, in ihren verschiedensten Lebensformen, eine jede Lebensform von ihr ist um Zuhörerschaft ( oder Zuseher) dankbar und will sich zeigen in ihrer Art, wie sie so ist.

      Depressiven zuhören ist ebenso interessant, wie aufschlussreich. Lass dir beschreiben, wie sie jetzt sieht, was ihr auffällt, was sie bemerkt. Geh drauf ein und grabe mit ihr zusammen alles aus, ihr ganzes Leid, ihre Freudlosigkeit, ihren Kummer, ihre Nöte und frage immer weiter.
      Wie wenn du wen reden lässt, der selten zu Wort kommt und das nun ausgiebig darf.

      Trau ihr zu, dass sie auch diese Phase übersteht und überlebt. Nichts ist wertlos, oder sinnlos, auch nicht, mal so richtig ganz tief depressiv zu sein. Wir werden dauernd auf freuen und angeblich positive Gefühle angehalten, auch die Gegenteiligen Zustände haben wir in uns und kann und soll man sich geben dürfen. Es ist alles zusammengerechnet Teil vom Ganzen.
      Es kann erholsam sein, keine Lebenszeichen von sich zu geben müssen, es kann wie ausschlafen sein, sich mal hängen zu lassen, all seine Befindlichkeiten mal gehen zu lassen.

      Mach ihr ihr Lieblingsessen, gib ihr, wonach sie verlangt und sei zuversichtlich.

      Denk an ein liebes Kind, ein kleines, das sich fürchtet und ängstigt. Mit wem bei sich, der nicht aus seiner Ruhe zu bringen ist, der ganz normal kommt und geht, ( nicht sorgenvoll oder bedrückt- eher interessiert, liebevoll beobachtend), da schaut alles anders aus, als wenn man einen Betreuer hat, der nervös leidet.

      Für mich ist depressiv sein dürfen von Zeit zu Zeit komplett zuträglich und wichtig. Es ist mein Rückzug, Winterzeit, Sammelzeit, Versunkensein im Nichts. Es wäre traurig, wären diese Rückzugsmöglichkeiten zugesperrt und mir verwehrt.

      Kurzum, lass los und vertrau. Für deine Mama kann ihre derzeitige Depression wie ein künstliches Koma sein, das ihr hilft. Wie Diät halten, wie Schonzeit einhalten, wie kühl stellen, was momentan gekühlt werden soll.

      Mir kann der am besten helfen, der mich nicht anders haben will, als ich gerade so bin.

      Vielleicht habe ich dir helfen können.

      Lieben Gruß

      Elektraa

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