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alternative Medizin

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  • alternative Medizin

    Hallo an Alle!

    Beim Durchlesen der letzten Beiträge ist mir aufgefallen, dass hier ein regelrechter Glaubenskrieg entstanden ist zwischen den Verfechtern der Schulmedizin und Anhängern der naturmedizinischen Richtung.
    Gibt es denn nur ein entweder oder?
    Ich habe mich seinerzeit entschlossen, alle Möglichkeiten der Schulmedizin auszuschöpfen (OP, Chemo, Strahlentherapie,) lasse mich jedoch nebenbei von einer Heilpraktikerin beraten und behandeln. Die Heilpraktikerin hat mir vor allem mehr Lebensqualität während der anstrengenden Behandlungen versprochen sowie die Stützung meines durch die Chemo angeschlagenen Immunsystems. Niemals hat meine Heilpraktikerin mich überreden wollen, die Schulmedizin zu Gunsten ihrer Behandlungsmethoden zu vernachlässigen. Wieviel Nutzen mir die zusätzliche naturmedizinische Behandlung bisher gebracht hat, kann ich nicht beurteilen, weiß ich ja nicht, wie es mir ohne ergangen wäre.
    Die Diskussion um die naturmedizinische Behandlung hat mich nun aber stark verunsichert.
    Welche Methoden des Heilpraktikers sind denn sinnvoll? Bringt die Misteltherapie mir Nutzen? Oder ist das alles für die Katz?
    Vielen Dank für alle Antworten
    Sabine50


  • RE: alternative Medizin


    Hallo Sabine !
    Letztere Fragen zuerst. Welche Methoden des Heilpraktikers sinnvoll sind kann ich nicht direkt sagen. Ich denke alles was die Nebenwirkungen der Chemo & Co mildert ist gut für den Betroffenen. Mein Heilpraktiker schwört auch auf Mistel, ich habe 50 Lektinol gespritzt obwohl ich davon nicht so überzeugt war und bin. Auch die Sauerstofftherapie habe ich nicht gemacht was bestimmt nicht falsch gewesen wäre. Mistelpräparate bekommt man auch vom FA verschrieben.
    Die Krebserkrankung an sich ist fast immer die Folge eines geschwächten Immunsystems und eine Stoffwechselerkrankung, es gibt aber auch Krebskrankheiten anderer Ursachen.
    Wie heisst es doch so schön ? Jeder Mensch bildet ständig Krebszellen die ein gesundes Immunsystem abwehrt, beim Gesunden ein Leben lang. Ein bösartiger Tumor kommt auch nicht über Nacht, es braucht oft Jahre bis er so gross ist das man ihn entdeckt. Die Früherkennung und die Suche nach kleinsten Tumoren bringt nicht viel, wenn man nur diese beseitigt und nichts gegen die Grunderkrankung tut. Man kann Krebs nicht wegschneiden, vergiften oder verbrennen.
    Operieren ( Entfernen des Tumors ) ist aber immer das Mittel der ersten Wahl.
    Warum man aber den bereits geschwächten Körper dann noch stärksten chemischen Zellgiften aussetzt ist mir ein Rätsel.
    Es wird immer damit argumentiert Krebszellen abtöten zu wollen was nicht gelingt und deshalb der Krebs meistens wieder kommt. Dann wird wieder und wieder Chemo gemacht bis nichts mehr geht. Ja, so kann man auch einige Zeit überleben, aber mit fragwürdiger Lebensqualität.
    Mittlerweile habe ich auch gelernt das die Chemo auch ihre Berechtigung hat und zwar für 4-5 Krebsarten wie Hodenkrebs, Wilmstumor, Hodgkin + Leukemie + ?.
    Der Epidemologe Dieter Hölzel hat zusammen mit Onkologen Krankengeschichten Tausender Krebskranken dokumentiert die mit immer ausgefeilteren und teueren Zellgiften behandelt wurden.
    Sein Befund: Allen angeblichen Fortschritten zum Trotzt leben die Kranken keinen Tag länger.
    Liebe Sabine, wenn du mit der Schulmedizin fertig bist dann ist es wichtig das du 1. deinen Körper entgiftest 2. dein Immunsystem aufbaust 3. die Ernährung umstellst auf " Vollwertkost "
    4. Menschen die dir seelisch nicht gut tun meiden und nicht immer die Erwartungen der anderen erfüllen.
    Meinen BK habe ich NUR orthomolekular ( heisst: richtige Moleküle ) behandelt auf Anraten einer Bekannten die gute Erfahrungen damit gemacht. Sie hatte Chemo & Co gemacht und ein paar Wochen später waren die Metastasen auch schon da. Sie hat nur überlebt weil sie sich von der Schulmedizin verabschiedet hat. Einen Erfahrensbericht einer schwer Erkrankten und ihre Genesung findest du unter: www.alternativtherapie.info oder wende dich an einen "Ganzheitsmediziner" Google eingeben.
    Mfg P

    Kommentar


    • RE: alternative Medizin


      Hallo Sabine,

      der Begriff "Glaubenskrieg" trifft es nur teilweise. Für die, die ihre Empfehlungen nur auf Grund von Glauben an etwas abgeben, für die ist es wahrscheinlich ein Glaubenskrieg. Diejenigen, die sich an wissenschaftlichen Studien orientieren bzw. an evidence based medicine, denen geht es eben um Bewise und nicht um Einzelerfahrung und Glauben. Ich bin ganz und gar nicht gegen natürliche Mittel etc. - nur möchte ich eben schon ganz gerne Beweise sehen, ob sie wirken. Und wenn es Studien gibt, die belegen, dass etwas unwirksam ist, dann muss man das den Patienten auch sagen können. Viele Patienten machen es wie Sie: Sie vertrauen der "Schulmedizin", aber nehmen nebenher noch alternative Methoden in Anspruch - nach dem Motto "es kann ja nicht schaden". Das ist in der Tat manchmal so, dass es nicht schadet, wenn man es zusätzlich anwendet. Manchmal ist es aber schädlich, und manchmal werden die Leute betrogen und man zieht ihnen das Geld aus der Tasche. Nicht jeder ist da so wie Ihre Heilpraktikerin, sondern es gibt eben auch andere, die abraten von der "Schulmedizin" und dann gleichzeitig ihr Mittelchen anbieten. Mit fatalen Folgen. Oft ist es so, dass altenative Therapien zwar nicht wirksam sind, aber den Patientinnen das Gefühl geben, dass sie etwas für sich tun, Sie setzen sich vielleicht mit ihrer Krankheit auseinander, lernen sie zu akzeptieren - was letztendlich schon auch etwas mehr Lebensqualität bedeuten kann. Nur: Auch Hilfegruppen für Patienten und Gespräche mit Ärzten und Rückhalt im Freundeskreis und in der Familie können das bewirken. Ich würde Ihnen raten, immer offen mit Ihrem behandelnden Arzt zu sprechen und ihn um seine Meinung fragen. Zusätzlich Therapien sollten Sie immer abstimmen. Gerade bei der Misteltherapie gibt es Fälle, in denen man das lieber bleiben lassen sollte.

      Informieren Sie sich bei seriösen Stellen, zum Beispiel dem Krebsinformationsdienst.
      Hier gibt es einen Artikel zur Mistel:
      http://www.krebsinformationsdienst.d...en/mistel.html

      Und noch zu vielen anderen "alternativen" Methoden. Ich setzte "alternativ" in Gänsefüßchen, da die meisten eben keine Alternative sind. Klicken Sie sich da ruhig mal durch.
      Z.B.
      http://www.krebsinformationsdienst.d...eberblick.html
      und:
      http://www.krebsinformationsdienst.d...kriterien.html

      Wichtig ist aus meiner Sicht, sich zu informieren, mit den behandelnden Ärzten zu sprechen und sie über möglicherweise zusätzlich angewandte Therapien und Mittel zu informieren. Und letztendlich muss man manchmal selbst entscheiden, ob man sein Geld für andere Therapien ausgeben will, deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist oder deren Unwirksamkeit bewiesen ist, oder ob man sich mit dem Geld anders ein Vergnügen bereitet (Urlaub, Massage, schön Essen gehen etc.), denn auch damit kann man seine Lebensqualität verbessern.
      Stutzig werden sollte man immer dann, wenn klinische Studien als unzureichend angesehen werden (z.B. vom Krebsinformationsdienst) oder wenn nur von Einzelfallberichten ausgegangen wird (z.B. Patientenäußerungen zu einer bestimmten Therapie). Interessant ist hier in den oben verlinkten Seiten die Erklärung, was genau eine klinische Studie ist und was Einzelerfahrungsberichte bedeuten. Wichtig ist es zu wissen, dass bei jeder klinischen Studie auch in der Gruppe der Placebo-Patienten es Menschen gibt, die subjektiv eine Verbesserung sehen. Wenn diese nun berichten, mir geht es besser, dann lügen sie subjektiv gesehen nicht. Es entspricht ihrem Eindruck. Würde man nun all diese subjektiven Erfahrungsberichte aus den verschiedensten Studien sammeln und veröffentlichen, dann hätte man den "Beweis", dass Placebos (Pillen ohne Wirkstoff) gegen alles "wirken". Das ist absurd. Etwas ist nur dan wirsksam, wenn es besser als Placebo ist (und die Studie natürlich sauber geführt ist - und daran hapert es oft gewaltig). Nicht alles, was sich Studie nennt, ist tatsächlich eine klinische Studie nach den Maßgaben der Wissenschaft.

      Ich hoffe, Sie können sich mit Hilfe der oben angegebenen Links erstmal orientieren. Bei Fragen können Sie sich immer hier an Herrn Glöckner wenden oder auch den Krebsinformationsdienst anschreiben/anrufen.

      Ich wünsche Ihnen alles Gute.
      Degi

      Kommentar


      • RE: alternative Medizin


        Degi spricht mir förmlich aus der Seele.
        "Alternativ" allein, nämlich als Alternative, ist nach den vorliegenden Daten nicht geeignet, den Menschen wirklich zu helfen.
        Unkonventionelle Mittel zusätzlich gegeben, können durchaus sinnvoll sein, wenngleich nicht immer.

        Pudelwohl sprach Prof. Hölzel an, der sich tatsächlich einen Namen gemacht hat, indem er Therapien immer wieder auf den Prüfstand stellt, wie es andere auch tun.
        Er legt den Finger auch in andere Wunden, beispielsweise die Versorgung bei älteren Menschen mit Krebserkrankungen.

        Genau das vermisse ich bei den Verfechtern der sogenannten Alternativmedizin!
        Entweder werden die Therapien als nicht überprüfbar bezeichnet, schon vom Ansatz her, oder man weigert sich mit anderen Gründen, sich einer Überprüfung der Ergebnisse zu stellen.

        Bei der Mistel hat man einige Studien gemacht. Daher weiß man, dass sie die Lebensqualität unter Umständen verbessern kann.
        Eine direkte Wirkung am Tumor, wie man ursprünglich vermutete, ließ sich jedoch bislang nicht nachweisen.

        Daher sprechen Sie Ihre behandelnden Ärzte auf solche Methoden an.
        Wenn etwas auch nur den Hauch einer Chance verspricht, dann wird man Ihnen das nicht ausreden.
        Ist es dagegen nur Geldschneiderei oder gar riskant, wird man Ihnen dringend abraten.

        Heilpraktiker haben eine ganz ordentliche Ausbildung in Deutschland.
        Halten Sie sich daran, dann wird man auch seriös beraten.
        Raten Sie von "dem ganzen schulmedizinischen Quatsch" aufgrund des eigenen "Glaubens" ab, dann sind Zweifel angebracht.

        Kommentar



        • RE: alternative Medizin


          Hallo an alle !
          Ich möchte auf einen Artikel von Dr. med Karl Windstosser hinweisen in Bezug auf Chemotherapie und Mistel. http://www.semmelweis.com/sanumpost/...motherapie.pdf
          Deckt sich mittlerweile auch mit anderen kritischen Stimmen aus der Schulmedizin, z.B. Prof. Dr. Dr. Ulrich Abel vom Tumor-Zentrum Mannheim-Heidelberg, das die Chemo mehr schadet als nützt.

          MfG P

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          • RE: alternative Medizin


            Das ist ja eben der Unterschied: In der Medizin wird immer wieder hinterfragt und auch Kritik geübt.
            Genau das vermisst man bei den sogenannten Alternativen...

            Kommentar


            • RE: alternative Medizin


              Zu diesem Thema gibt es interessante Literatur. Ich füge mal zwei Links an.
              Ich stimme Herrn Glöckner zu, dass gerade die andauernde Überprüfung der Methoden und Therapien ein Zeichen wissenschaftlichen Arbeitens sind. Und genau diese Überprüfung, dieses Infragestellen ist wichtig, mit dem Ziel, dem Patienten die bestmögliche Therapie nach dem heutigen Wissensstand zukommen zu lassen. Genau das fehlt bei all den „Alternativen“. Wären es wirklich nachweisbar wirksame Alternativen, wären sie Teil der wissenschaftlichen Medizin.

              Folgenden Artikel zum Thema finde ich sehr interessant und wirklich sehr lesenswert, ein Plädoyer für die Wissenschaft:
              http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AW...r/wissmed3.htm

              Kleiner Auszug, aber besser ist es, wenn Sie bei Interesse den ganzen Artkel lesen:

              „Der Begriff der Wissenschaft in der Medizin

              …Nach ihm (Karl Popper) ist Wissenschaft nicht Gewißheit, auch nicht Suche nach Gewißheit. Die wissenschaftliche Erkenntnis besteht vielmehr in der permanenten Suche nach objektiv wahren, erklärenden Theorien. Diese Suche besteht darin, den Fehler, den Irrtum zu bekämpfen und alles zu tun, um Unwahrheiten zu entdecken und auszuschließen…

              Es gibt aber ein Kriterium der Wissenschaftlichkeit, nämlich die Bereitschaft zur ständigen kritischen Überprüfung und gegebenenfalls Verwerfung der Hypothesen. Der ständige Zweifel, der zu immer neuen Versuchen der Falsifikation führt, ist somit einer der wesentlichen Motoren für den wissen-schaftlichen Erkenntnisgewinn. Wissenschaftlicher Fortschritt entsteht durch die Bemühung, immer feinere Siebe der Falsifikation zu konstruieren und dadurch zu immer richtigeren Aussagen über unsere Welt zu gelangen.

              Die Bemühungen um eine Definition der Wissenschaft in der Medizin gewinnen eine Bedeutung bei der erforderlichen Abgrenzung von der Unwissenschaftlichkeit. Wie bekannt, gibt es neben der Medizin, wie sie als ernsthafte und wissenschaftlich überprüfbare Heilkunde an den Hochschulen gelehrt und überall von verantwortungsvollen Ärztinnen und Ärzten ausgeübt wird, eine Vielzahl diagnostischer und therapeutischer Verfahren, die unter verschiedenen Begriffen zusammengefaßt werden, um sie von der eigentlichen Medizin abzugrenzen. In früheren Jahren war der negativ besetzte Begriff "Kurpfuscherei" verbreitet, heute heißt es häufig vornehmer und vermeintlich aufgeklärt "unkonventionelle medizinische Verfahren", "Alternativmedizin" oder "Komplementärmedizin". Aus verschiedenen Gründen verwende ich den Begriff Paramedizin, womit alle Verfahren zusammengefasst sein sollen, die außerhalb der wissenschaftlichen Medizin stehen. Ein anderer geeigneter Überbegriff wäre Glaubensmedizin.
              Die Liste der unter Paramedizin oder Glaubensmedizin zusammenzufassenden Verfahren ist groß. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit darf ich einige der therapeutischen Verfahren nennen: Zellulartherapie, Ozontherapie, Chelattherapie, Symbioselenkung, Magnetfeldtherapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie, Ganzheits-Zellregenerationstherapie, Bioresonanztherapie, Bach'sche Blütentherapie sowie Homöopathie und anthroposophische Medizin. Nicht weniger vielfältig sind die diagnostischen Verfahren wie Iris-, Zungen- oder Ohrmuscheldiagnostik, die verbreitete Elektroakupunktur nach Voll in verschiedenen Varianten, die sogenannte Decoderdermografie, die Anthroposkopie, die Thermoregulationsdiagnostik, der sogenannte Kristallisationstest, der kapillardynamische oder der holistische Bluttest, bis hin zur Anwendung von Detekto-ren für Erdstrahlen.
              Zwischen den Verfahren gibt es eine Abstufung ihrer Plausibilität, aber allen genannten Verfahren ist gemeinsam, daß sie keine überprüfbaren diagnostischen Ergebnisse liefern und keine überprüfbare therapeutische Wirksamkeit besitzen….
              Als verantwortliche Ärzte dürfen wir es nicht hinnehmen, daß immer mehr Kollegen paramedizinische Verfahren völlig gleichwertig neben medizinischen Verfahren anwenden, und daß auch damit die Grenzen bewußt verwischt werden. Besonders bedenklich ja verwerflich ist es, wenn zunehmend sogar ärztliche Standesorganisationen angesichts der wirtschaftlichen Probleme dazu raten, sich über ein Angebot an paramedizinischen Verfahren eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen.“

              Ein weiterer Link zum Thema:
              Stellungnahme der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft zu außerhalb der wissenschaftlichen Medizin stehenden Methoden der Arzneitherapie

              http://www.bundesaerztekammer.de/30/...ermed.html#top

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              • RE: alternative Medizin


                Das ist ja ein Artikel von 1989.

                Und zu Dr. Abel: Der Spiegel-Artikel (Herbst 2004) hat ja damals für Wirbel gesorgt. Aus dieser Zeit stammt diese Aussage von Dr. Abel:

                „Auch bei den anderen von Hölzel untersuchten Tumoren komme es auf Details an, sagt Prof. Dr. med. Michael Bamberg, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft: „Es existieren diverse Phase-III-Studien, die die Wirksamkeit der Chemotherapie bei metastasierten, fortgeschrittenen Organkarzinomen belegen.“
                Auch Prof. Dr. med. Ulrich Abel von der Universität Heidelberg, der vom Spiegel als Kronzeuge gegen die Chemotherapie zitiert wird, verweist gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt auf solche neueren Studien. Seine im Spiegel wiedergegebenen Zitate stammten laut Abel aus einer Analyse von 1995, die er selbst heute als „überholt“ einordnet: „Das hatte ich dem Spiegel auch vor Abdruck des Artikels gesagt.“ Die Frage, ob eine Therapie das Leben verlängert, könnten nur randomisierte kontrollierte Studien beantworten. Beim metastasierten Mammakarzinom gebe es gerade seit etwa 1995 „entscheidende Fortschritte“, sagt Prof. Dr. med. Manfred Kaufmann (Frankfurt/Main) für die AGO. So zeigen Studien, dass bei metastasiertem Brustkrebs durch Chemotherapie das mediane Überleben um drei bis neun Monate verlängert werden kann. Sowohl bei metastasiertem, nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom als auch bei kolorektalem Karzinom gibt es einen Zeitgewinn von einigen Wochen.“
                (aus: http://www.aerztestellen.de/v4/archi...=heft&id=43845)


                Es muss noch viel getan werden. Und man tut viel. Man lässt nicht locker und versucht Qualitätsmängel, Fehler, unzureichende Therapien aufzudecken. Weiter kommt man nur, wenn man sich nicht auf irgendetwas ausruht, sondern weiter diese Dinge überprüft und in Frage stellt, neue Möglichkeiten auslotet etc. Die Wissenschaft verpflichtet einen, dies zu tun. Da darf man sich nicht auf den Lorbeeren von gestern ausruhen.

                Dementsprechend ist auch das Fazit im obigen Artikel:
                „Gerade weil es Beispiele für Qualitätsmängel gebe, reiche es nicht aus, Analysen wie die von Hölzel nur entrüstet abzulehnen. „Wir müssen in die Offensive gehen“, sagt Untch, „und aktiv belegen, dass wir gute Arbeit leisten.“

                Genau, das muss getan werden. Und das sollte man von den „Alternativen“ auch verlangen. Da kommt aber nichts…

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                • RE: alternative Medizin


                  An alle !
                  Die zwei Prof. die ich hier kurz zitiert habe und Dr. Windstosser haben anhand von "wissentschaftlichen Studien" festgestellt das die Chemo in Einzelfällen wenig bringt aber meistens mehr schadet als sie nützt, das ist Fakt. Es gibt nur wenige mutige Wissenschaftler die sich trauen die Wahrheit zu sagen.
                  Das mit den "Finger in die Wunde legen", "hinterfragen" und "Selbstkritik" Ist eher eine Verharmlosung der Fakten ihrerseits, und hat nichts mit den Studien der Prof. zu tun, die sind einfach und schlicht, ein vernichtendes Urteil über die Chemotherapie.
                  Die Alternativen/Biologischen Heilmittel, die erfahrensheilkundlich zum Teil sehr erfolgreich sind werden kaum bekannt, und wenn sich ihre gute Wirksamkeit trotzdem herumspricht, werden sie durch die Medien in ein schlechtes Licht gerückt oder kurzerhand verboten. Sie geniessen dann einen zweifelhaften Ruf, denn was verboten wird, wie kann es gut sein?
                  Krebsmittel die nicht von großen Pharmafirmen entwickelt und getestet werden, haben es schwer. Der Knackpunkt ist der, das kleine Unternehmen keine 50 000 000 Euro haben um Studien zu machen, die Pharma bezahlt das mit Links.
                  An die notleidenden Krebspatienten denkt aus dieser Branche sowieso kaum jemand, dort ist jeder Krebspatient lediglich ein Profitcenter, allerdings ein sehr profitables. Die wenigen Ganzheitsmediziner oder Alternativen sollen dann den von der Schulmedizin austherapierten helfen/heilen. Wenn das dann nicht immer gelingt wird gesagt das diese Mittel nicht wirksam sind.
                  Wenn die Chemo & Co heilen könnten würden nicht 250 000 Krebskranke im J. allein bei uns in Deutschland sterben.
                  Meine Hausärztin wusste schon warum sie mir sagte: Fr..... machen sie nur keine Chemo und nehmen sie viiiiiel Vitamine. Na ja, etwas mehr als NUR Vitamine war es schon was ich nahm.
                  Lieber Doktor, wenn sie mal so alt sind wie meine erfahrene Ärztin, die leider (mit 64 J.) in den Ruhestand ging, spätestens dann werden sie unser Gesundheitssystem so durchschaut haben wie sie.
                  Was ist wissenschaftliche Wahrheit ? Der Irrtum von heute, der morgen entdeckt wird.

                  MfG P

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                  • Ach. herrje ...


                    "Was ist wissenschaftliche Wahrheit ? Der Irrtum von heute, der morgen entdeckt wird. "
                    Zum wiederholten Male ein Satz von Pudelwohl
                    _______________________
                    Nochmals: Natürlich entwickelt sich die Medizin weiter. Und natürlich kommt es vor, dass neue Wege gefunden werden. Und natürlich stellt sich immer wieder mal dann im Nachhinein etwas als Irrtum heraus. Aber das zeichnet eben Wissenschaft aus, dass man nicht locker lässt, sondern weiterforscht, Therapien auf den Prüfstand stellt und neu Erkenntnisse einfließen lässt.

                    Nur die "Alternativmedizin" irrt nicht. Die sind im Besitz der Wahrheit. Das ist doch sehr entlarvend.

                    Sie können sich meinetwegen hier die Finger wund schreiben. Davon wird das, was Sie sagen auch nicht richtiger. Sie schreiben, dass diese "Heilmittel" "erfahrensheilkundlich" teils sehr erfolgreich sind. Genau das ist der Punkt. Einzelberichte und Erfahrungen sind keine Beweise, auch wenn Sie mehrere Leute finden, die einem Mittel eine Wirkung zusprechen.

                    Ich wiederhole mich: In randomisierten klinischen Studien wird z.B. doppelblind getestet, Wirkstoff gegen Placebo. Weder der Arzt weiß, welches von beiden der Patient erhält, noch der Patient weiß es. In jeder Studie gibt es - teils sogar recht viele - Menschen, deren Leiden sich unter der Placebogabe bessert. Nur wenn ein Mittel statistisch signifikant besser wirkt als Placebo, kann man zum Schluss kommen, dass das Mittel wirksam ist.
                    Die Verbesserung unter Placebo ist teils nur eine subjektive Einschätzung, ohne dass sich tatsächlich etwas geändert hat (zum Beispiel der Bluthochdruck bleibt bestehen, der Patient meint aber, er sei besser geworden) oder das Leiden ist tatsächlich besser geworden, aus welchen Gründen auch immer.
                    All die, deren Leiden sich bessert unter Placebo, könnten nun behaupten, Zuckerpillen seien das Allheilmittel schlechthin. Sie wirken gegen Kopfschmerzen, Schwindel, Potenzstörungen etc. Bei ihnen war es ja schließlich so. Das ist dann Erfahrungsmedizin. Und dazu muss man nicht mal so richtig lügen. Man braucht nur Patienten, die das bestätigen, dass es bei Ihnen so war. So funktioniert das. So ist das bei Bioresonanz, Homöopathie und... und... und...

                    Das ist aber kein Wirksamkeitsnachweis. Und die wissenschaftliche Medizin verlangt Wirksamkeitsnachweise. Und der Patient hat ein Recht darauf, dementsprechend behandelt zu werden. Natürlich spielt bei einem guten Arzt auch Erfahrung eine Rolle, aber nicht so, wie Sie das gerne hätten.

                    Zu dem Thema Pharmamafia sage ich jetzt nichts mehr. Das ist schon zu Genüge erörtert worden. Da gibt es nicht Neues Ihrerseits. Die Diskussion wird langsam ermüdend.





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                    • RE: alternative Medizin


                      Woher nehmen Sie nur die Behauptung, dass es nur wenige Wissenschaftler gibt, die Kritik üben?
                      Wenn Sie wüßten, wie es auf Tagungen und Kongressen in der Diskussion zuweilen zugeht...

                      "Wenn die Chemo & Co heilen könnten würden nicht 250 000 Krebskranke im J. allein bei uns in Deutschland sterben."
                      Nun ja:
                      Die Gesamtzahl der Sterbefälle durch Krebs geht in Deutschland weiterhin zurück. Sie hat im Jahr 2002 rund 209.000 betragen. Im Jahr 1998 lag sie bei 212.000 krebsbedingten Sterbefällen, so das Robert-Koch-Institut.
                      Dies zeigt eine Senkung der Sterblichkeit, die durchaus auch auf die verbesserten Therapiestrategien zurückzuführen sein dürften, zumal die Zahl der Krebserkrankungen gestiegen ist.

                      Dies soll keinesfalls heißen, dass man mit dem Erreichen zufrieden sein kann und darf, aber es zeigt doch eine Tendenz in die richtige Richtung.
                      Und es zeigt, dass man durchaus bisherige Dinge immer wieder kritisch hinterfragt.

                      In den letzten Jahren wurden die Kriterien, wem man eine Chemotherapie zukommen lassen sollte, immer wieder korrigiert, verfeinert.
                      Es gibt etliche Therapieansätze, gerade beim Brustkrebs, neben oder statt der Chemotherapie.


                      "Die Alternativen/Biologischen Heilmittel, die erfahrensheilkundlich zum Teil sehr erfolgreich sind werden kaum bekannt, und wenn sich ihre gute Wirksamkeit trotzdem herumspricht, werden sie durch die Medien in ein schlechtes Licht gerückt oder kurzerhand verboten."

                      "Erfahrungsheilkunde" ist eigentlich die ganze Medizin, da man aus Erfahrungen seit Jahrhunderten lernt.
                      Sie sprechen von alternativen/biologischen Heilmitteln, die kurzerhand verboten werden.
                      Welche meinen Sie da konkret?
                      Ohne triftigen Grund wird nichts verboten. Wenn allerdings solche Verfahren Menschen gefährden, sich Leute ohne Wirksamkeitsnachweis nur an Patienten bereichern wollen, dann schon.
                      Also, bitte werden Sie konkret und bleiben nicht bei allgemeinen Verschwörungstheorien der Ärzte mit der Pharmaindustrie.

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                      • RE: alternative Medizin


                        Pudelwohl ist nicht mehr zu ertragen, wer diesen Blödsinn glaubt ist zwar selber Schuld, doch gerade in der Not werden viele Menschen sehr leichtgäubig. Das P. das ausnutzt und immer wieder auf kommerzielle Seiten verweist ist ekelerregend.

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                        • RE: alternative Medizin


                          Mir scheint es ist eine echte Gradwanderung. Hier stoßen 2 grundverschiedene Meinungen mit voller Macht aufeinander. Im Grunde verunsichert diese Diskussion einen immer mehr. Ich bin mir jedoch vor Beginn der
                          Chemotherapie nach längeren Überlegungen, darüber klar geworden, das ich alle Möglichkeiten der Schulmedizin auf jeden Fall ausschöpfen möchte. Auch das ist keine Lebensversicherung, aber ich habe zumindestens das gute Gefühl, alles was möglich ist für mich getan zu haben. Wenn ich die Diskussion um den frühen Tod von Frau Wussow verfolge, dann habe ich den Eindruck, dass sie womöglich noch leben könnte, wenn sie den gleichen Weg gegangen wäre. Aber, ok, das muß wohl tatsächlich jeder für sich entscheiden. Schließlich ist die Chemo auch unglaublich belastend und man weiß nie welche Spätfolgen bleiben.
                          Schade, das die beiden Therapieformen (Schulmedizin und alternative Medizin) es nicht schaffen miteinander zu arbeiten, statt gegeneinander. Vielleicht wäre ein gesundes Miteinander die Chance für uns Betroffene.

                          Kommentar


                          • RE: alternative Medizin


                            Hallo Sabine,

                            es ist bedauerlich, dass Sie die Diskussion eher verunsichert. Aber ich bin froh darüber, dass Sie der seriösen wissenschaftlichen Medizin vertrauen.
                            Zum Miteinander der beiden Richtungen:
                            Ich fürchte, das kann es nicht geben. Wenn eine Therapie sinnvoll ist und wirksam und das Nutzen-Risiko-Verhältnis stimmt, dann wird sie Teil der wissenschaftlichen Medizin. Und der ist es egal, ob es sich um ein pflanzliches Mittel oder sonst irgendwas handelt. Insofern ist die Medizin immer offen für andere Therapien, denn sie möchte ja den Patienten heilen bzw. helfen. In solch einem Fall ist die Therapie aber nicht mehr eine, die der "alternativen" Medizin zugeordnet wird.
                            Wenn etwas gefährlich ist, bewiesenermaßen unwirksam etc., dann hat dies keinen Platz in der wissenschaftlichen Medizin. Und ich bin sicher, dass es so ist, wie Herr Glöckner sagt: Kein Arzt wird Ihnen ein Mittel verwehren, wenn zu hoffen ist, dass es hilft. In Zeiten von knappen Kassen ist es nicht zu rechtfertigen, warum eine Therapie, die nachgewiesenermaßen nicht wirkt, beazahlt werden soll. Viele der "alternativen" Therapien sind getestet und man weiß, dass sie nicht wirksam sind. Nur nehmen das viele einfach nicht zur Kenntnis und glauben den falschen Versprechungen derer, die daran Geld verdienen. Und sie verdienen teils hervorragend daran - ich habe weiter unten ja Beispiele dafür gegeben.

                            Ich wünsche Ihnen alles Gute.
                            Degi

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                            • RE: alternative Medizin


                              Hallo,

                              ich bin froh darüber, dass sich mal auch jemand anders einklinkt in die Diskussion.
                              Ich denke mir manchmal auch, dass jeder eigentlich sehen müsste, welches Spielchen getrieben wird. Leider ist das nicht so.
                              Deswegen nehme ich die Diskussion immer wieder mal auf , was aber auch sehr zeitaufwendig ist. Aber ich hoffe, dass es dem einen oder anderen hilft, klarer zu sehen.
                              Die Alternative wäre, solche Beiträge zu löschen. Das passiert ja auch immer wieder mit Pudelwohls Beiträgen. Ist mir auch recht.

                              Schönen Tag noch.
                              Degi

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                              • Re: alternative Medizin

                                Hallo Sabine,
                                dein Beitrag ist ja nun schon eine Weile her - ich hoffe es geht dir gut. Ich dachte mir ich antworte dir trotzdem mal, vielleicht interessiert sich ja noch jemand anderes für das Thema. Das was du da gemacht hast klingt sehr nach integrativer Medizin, also eine Mischung aus Schul- und Komplementärmedizin. Ich glaube diese Mischung kann durchaus sinnvoll sein, denn sie bringt das Menschliche in eine Behandlung zurück. Trotzdem dürfen meiner Meinung nach bewährte Mittel der Schulmedizin nicht einfach ignoriert werden. Schau dir doch mal das Video an, da gibt es ein Paar Infos dazu: https://www.youtube.com/watch?v=Lgp1aBRuVr4

                                Viele Liebe Grüße
                                Lina

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