Katarakt-OP misslungen? - Onmeda Foren

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  • Katarakt-OP misslungen?

    Guten Tag,
    vor ca. 10 Tagen wurde bei mir eine Katarakt-OP durchgeführt mit dem Ergebnis, dass mit dem Austausch der Linse ich weiterhin stark kurzsichtig geblieben bin.
    Darauf angesprochen, meinte der Augenarzt, der auch gleichzeitig der Operateur ist, dass dies so sei, weil sonst dieses Auge nicht mit dem anderen Auge zusammenpassen würde (???).
    Jetzt jedenfalls passt es schon mal gar nicht, denn ich trage nun auf dem noch nicht operierten Auge weiter eine Kontaktlinse, um mich überhaupt zurechtfinden zu können.
    Allerdings kann ich nun weder Auto fahren noch mit meinem Hund die gewohnten Radtouren machen und weiterhin nur schlecht fernsehen. Gelegentlich wird mir schwindlig und ich kann die Entfernung zum Fußboden gar nicht abschätzen, weil mein Gehirn offensichtlich die beiden unterschiedlichen Bilder nur schlecht koordiniert bekommt.
    Ich bin voller Vertrauen davon ausgegangen, dass mit dieser OP eine bestmögliche Sehfähigkeit hergestellt würde, wie mir Bekannte berichtet hatten, dass dies so bei ihnen gewesen sei.
    Inzwischen habe ich mich auch über verschiedene Wege darüber informiert, dass eigentlich üblicherweise es auch immer so angestrebt wird, dass das operierte Auge bestmöglich sehen kann ohne Sehhilfe, allenfalls eine Lesebrille erforderlich ist, während ich bis zur OP des 2. Auges dieses weiter wie gewohnt mit meiner Kontaktlinse unterstütze.
    Bitte, kann mir jemand sagen, ob diese Info so richtig ist? Vielleicht auch ggf. Möglichkeiten weiß, was ich nun machen kann, um meine Situation zu verbessern?
    Ich bin so sehr verzweifelt, bin ständig auf Hilfe angewiesen und ans Haus gefesselt, weil ich nicht mehr an den gewohnten Aktivitäten des Lebens teilnehmen kann.

  • Re: Katarakt-OP misslungen?


    Hallo,
    in der REgel ist es tatsächlich sinnvoll, jemanden, der immer kurzsichtig war, auch nach der Operation wieder kurzsichtig werden zu lassen. Das sollte man im Einzelfall mit dem Betroffenen besprechen. Nicht immer ist dann die Linsenberechnung 100%ig vorhersagbar. Genaue Ratschläge kann ich Ihnen nicht geben, da ich die Stärke Ihrer Kurzsichtigkeit nicht kenne. Prinzipiell beständen bei weiterhin starken Problemen zwei Möglichkeiten: 1) Möglichst schnell das 2. Auge operieren, damit die Augen wieder zusammenpassen (dann muss man das 2. Auge natürlich auch kurzsichtig werden lassen). 2) Die Linse austauschen. Das sollte dann möglichst bald passieren. Ob das allerdings machbar ist und nicht mit zu vielen Risiken behaftet, kann am besten der Operateur (oder ggf. ein anderer) beurteilen.
    Sie sollten darüber vielleicht noch einmal ausgiebig mit Ihrem behandelnden Augenarzt sprechen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Dr. A. Liekfeld.

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    • Re: Katarakt-OP misslungen?


      Sehr geehrte Frau Dr. Liekfeld,
      vielen herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.
      Die Stärke meiner Kurzsichtigkeit beträgt auf beiden Augen -6.
      Seit 35 Jahren trage ich Kontaktlinsen.
      Für mich war es so klar, dass diese Kurzsichtigkeit in Verbindung dieses Linsenaustausches aufgehoben würde und ich lediglich noch eine Sehhilfe für die altersbedingte Weitsichtigkeit bräuchte, zumal mir dies so von bereits operierten Bekannten berichtet wurde, die so unendlich glücklich waren über ihre zurückgewonnene Sehkraft.
      Ich hatte mir insofern große Hoffnung gemacht, als ich nie mit einer Brille klargekommen bin und mit zunehmenden Alter (bin 60)meine Hände nicht unbedingt geschickter werden, um diese Linsenfummelei dann noch so problemlos zu bewältigen
      Welche Risiken bestehen denn bei einem Linsenaustausch?
      Könnten Sie mir bitte diese Frage noch beantworten?
      Herzliche Grüße

      Kommentar


      • Re: Katarakt-OP misslungen?


        Hallo,
        wie stark ist denn die Kurzsichtigkeit nach der Operation?
        Beim Linsenaustausch hat man ähnliche Risiken wie bei der Operation selber. Vor allem kann es sein, dass durch die Manipulation der Halteapparat der Linse verletzt wird und man die Kunstlinse dann an eine andere nicht ganz so ideale Stelle einsetzen muss.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Dr. A. Liekfeld.

        Kommentar


        • Re: Katarakt-OP misslungen?


          Hallo, Frau Dr. Liekfeld,
          die Kurzsichtigkeit des operierten Auges beträgt -3,7, was beinahe derselbe Dioptrin-Wert ist, wie vor der OP ohne den grauen Star.
          Mit freundlichem Gruß

          Kommentar


          • Re: Katarakt-OP misslungen?


            Guten Tag, Frau Dr. Liekfeld,
            möchte Ihnen von dem Ergebnis meines heutigen Gespräches mit meinem Augenarzt=Operateur berichten:
            Gleich Morgen werde ich nochmals operiert.
            Zwar habe ich Angst vor den damit verbundenen möglichen Risiken, die ja auch Sie zu bedenken gegeben haben, doch bleibt mir in meiner Situation kaum eine andere Wahl.
            Es soll entweder die Kunstlinse ausgetauscht oder eine verbessernde darüber gesetzt oder/und eine Lasik-Korrektur vorgenommen werden.
            Vielen Dank nochmals für Ihre Beratung!

            Kommentar


            • Re: Katarakt-OP misslungen?


              Hallo,
              -3 dpt wären eigentlich nicht so schlecht für jemanden, der immer kurzsichtig war. Man könnte auch das zweite Auge fast normalsichtig werden lassen (nach einer Operation), ohne dass es zu Problemen käme.
              Mit freundlichen Grüßen,
              Dr. A. Liekfeld.

              Kommentar


              • Re: Katarakt-OP misslungen?


                Hallo,
                ich hoffe, Sie haben die Operation erfolgreich überstanden.
                Mit freundlichen Grüßen,
                Dr. A. Liekfeld.

                Kommentar


                • Re: Katarakt-OP misslungen?


                  Hallo,
                  der Wert hatte sich zuletzt weiter auf -3,7 verschlechtert, was, wie der AA sagte, eigentlich so nicht geplant war und wohl auch etwas mit meiner Biologie zu tun hätte.
                  Was immer da schiefgelaufen sein mag: Inzwischen wurde die Linse ausgetauscht und ich bin einfach nur glücklich mit nun über 80 % Sehkraft, die sich noch verbessern könnten, wenn das Auge sich nach der OP beruhigt hat.
                  Mit der Kontaktlinse auf dem linken Auge kann ich jetzt super sehen, wieder Rad fahren usw.
                  Nochmals vielen, vielen Dank für Ihre Mühe!

                  Kommentar


                  • Re: Katarakt-OP misslungen?


                    Freut mich für Sie, dass alles so gut gelaufen ist...
                    Alles Gute, Dr. A. Liekfeld.

                    Kommentar


                    • Re: Katarakt-OP misslungen?


                      Hallo -ich bin neu im Forum und habe eine Frage an Frau DR.Liekfeld.
                      Ich wurde im November 2006 ambulant am Grauen Star operiert,was nicht ganz gelungen ist. Vor der OP hatte ich am li. Auge ca.3 Dioptrien,danach 6Dioptrien.Mit der Brille kann ich nicht leben.Der Unterschied beider Augen ist zu groß-Li 6/Re 21/2 Dioptrien.Ich sehe kein einheitliches Bild.Mein Hirn kann den Unterschied nicht koordinieren.
                      Eine andere Augenärtztin empfielt mir eine weitere ambulante OP um eine Kontaktlinse auf die vorhandene operierte Linse zu setzen.Die Augenklinik in meinem Ort empfielt mir die Linse auszutauschen, mit Narkose und 3 tägigen Klinikaufenthalt.
                      Was soll ich wählen ?

                      Kommentar


                      • Re: Katarakt-OP misslungen?


                        Sehr geehrte Frau Dr. Liekfeld.
                        Ich war in der vergangenen Woche noch einmal in der Augenklinik und habe mit einem freundlichen jungen Arzt gesprochen.Er hat mir meine Ängst und Zweifel vor einer weiteren OP genommen.Nun gehe ich zuversichtlicher in eine 2.OP.Die Linse wird ausgetauscht.
                        Viele Grüsse aus dem sonnigen Franken
                        W.B.

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                        • Re: Katarakt-OP misslungen?


                          Hallo,
                          je nach Befund kann beides gut sein. Wenn möglich würde ich auch eher zum Austausch tendieren. Allerdings können Befunde vorliegen, die dagegen sprechen. Etwas stutzig macht mich die Entscheidung einer Vollnarkose. Eigentlich ist das auch mit örtlicher Betäubung möglich. Wichtig ist es, dass der Operateur routiniert ist.
                          Mit freundlichen Grüßen,
                          Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

                          Kommentar


                          • Re: Katarakt-OP misslungen?


                            Sehr geehrte Frau Dr. Liekfeld,

                            meine 2. OP mit Linsenaustausch (für brawin: Übrigens unter örtlicher Betäubung und lediglich mit einer Kurznarkose für die Dauer der Spritze!) wurde inzwischen erfolgreich durchgeführt.
                            Leider hatte sich später Wasser an der Makula eingelagert, sodass ich wiederum nur sehr schlecht sehen konnte.
                            Aber nach 3 Wochen intensiven Tropfens mit einem entsprechenden Medikament scheint nun alles in Ordnung.
                            Ich bin sehr, sehr glücklich und wünsche brawin fü die bevorstehende OP alles Gute!

                            Kommentar


                            • Re: Katarakt-OP misslungen?


                              Prima, das freut mich für Sie! Alles Gute!
                              MfG, Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

                              Kommentar


                              • Re: Katarakt-OP misslungen?


                                Herzlichen Dank an Frau Dr.Likfeld und

                                hallo ELWAC,
                                herzlichen Glückwunsch,Sie hatten ja mächtiges Glück,was mich anscheinend verlassen hat.

                                Ich wurde am 4.5.07 operiert ,mit Vollnarkose und Linsenaustausch.Leider sehe ich immer noch nicht klar.Beim entfernen der Linse klebte der Linsensack angeblich so stak zusammen,dass auch er entfernt werden mußte.Die neue Linse wurde an die Regenbogenhaut genäht.Nun habe ich am li. Auge -minus 2,5(vor der OP- plus 6 Dioptrien).Also li.-2,5 und re. + 2,5 Dioptrien. Bin gespannt,wie mein Hirn auf den Unterschied reagiert.Die vorherigen Gläser konnte ich nicht verarbeiten.
                                Übrigens ,ich wurde von einem "Professor " operiert in einer bekannten Universitätsklinik und nicht etwa in irgendeinem Hinterwald-Krankenhaus.
                                Ich bin verzweifelt.In meinem Bekanntenkreis wurden viele am grauen Star operiert und alle konnten ohne Brille sehen.Warum läuft nur bei mir alles schief?
                                Meine Augenärztin meint, eine 3.OP kann mein Auge nicht mehr verkraften. Gruß brawim

                                Kommentar

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