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Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

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  • Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

    Guten Abend,

    ich bin 25, Doktorandin und leide an einer Zwangsstörung mit einhergehender Emetophobie (Angst vor dem Erbrechen und Durchfall). Als bei mir die Zwänge 2013 diagnostiziert wurden, hat sich mein Leben drastisch verändert. Mittlerweile habe ich wieder mit einer Psychotherapie begonnen und nehme die entsprechenden Medikamente. Der Waschzwang hat deutlich abgenommen, die tormentierenden Gedanken im Kopf jedoch nicht.

    Mir fehlt jegliche Lebensfreude und das beruht auf einem penetranten Gedanken.
    Ich habe immer das Gefühl, dass ich mich selber bestrafen muss. Wie das genau aussieht?

    Egal ob ich mich mit meinem Freund oder mit Kollegen treffe, von Anfang an rede ich mir ein, dass ich das Treffen auf keinen Fall geniessen darf! Denn wenn ich mich freue oder Spass habe, muss kurz darauf etwas ganz Schreckliches passieren. Deshalb ziehe ich es vor, traurig und schlecht gelaunt zu sein, den Menschen mit Vorsicht und Zurückhaltung zu begegnen.

    Bis jetzt konnte mir noch niemand helfen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und könnte mir Ratschläge geben, wie man diese Zwangsgedanken "überhört"?

    Besten Dank für ernstgemeinte Antworten.

    Liebe Grüsse
    Amy

  • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

    "Mittlerweile habe ich wieder mit einer Psychotherapie begonnen und nehme die entsprechenden Medikamente."

    Ein paar Fragen:

    1. In welchen Fach promovieren Sie?

    2. Wird das Problem denn nicht in der Psychotherapie bearbeitet?

    3. Psychotherapie und Medikamente passen nicht immer zusammen. Welche Medikamente nehmen Sie ?

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    • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

      dr.riecke

      Besten Dank für die rasche Reaktion auf meinen Beitrag.

      1. Ich promoviere in der "Vorderasiatischen Archäologie" und arbeite interdisziplinär mit den Kollegen aus der Theologie zusammen. Der Titel meiner Arbeit lautet:

      "Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben" - Joh 15,5 vor dem Hintergrund altorientalischer Ikonographie und Ikonologie

      2. Ich habe das Problem mehrmals angesprochen, doch wir kommen einfach nicht auf einen grünen Zweig. Die Therapeutin versucht mit allerlei Fragen meinen Ängsten auf den Grund zu kommen, bis jetzt aber erfolglos.

      3. Ich nehme morgens 10mg Cipralex und abends 2,5mg Zyprexa. Beides in Form von Schmelztabletten. Vor einigen Jahren hatte mir der Arzt 5 Tropfen Cipralex verschrieben, die ich später abgesetzt habe. Ich habe bemerkt, dass die Zwänge mit diesem Medikament wieder verstärkt auftreten.

      Besten Dank für Ihre Hilfe.

      Kommentar


      • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

        Hallo Amy,

        danke für die ausführliche Antwort. Hochachtung vor dem sehr speziellen Promotionsthema. Gibt es bei der Arbeit dazu auch ähnliche Gedanken, dass Sie sich bestrafen müssten und keine Freude verdienen?

        Wie ist es mit Anerkennung im Kollegenkreis?

        Können Sie das zulassen?

        Noch zwei Fragen: Wenn die Störung seit 2013 besteht, gibt es dazu ein eventuell auslösendes Erlebnis? (Das ist in der Psychotherapie vermutlich auch thematisiert worden).

        Gibt es denn manchmal - vielleicht in ganz privaten Momenten mit Ihrem Freund - Situationen, in denen Sie etwas gelöst sein können?


        Insgesamt ist die Störung in dieser Form sehr selten. Vermutlich hat Ihre Psychotherapie ein breiteres Konzept wie etwa bei anankastisch-phobischer Mischsymptomatik. Oder?

        Vielleicht können Sie gelegentlich berichten...

        Beste Grüße

        Dr. Riecke

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        • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

          dr.riecke

          Besten Dank für Ihren Beitrag.

          In Sachen Universität und Bildung hält sich der Selbstbestrafungsgedanke im Rahmen. Mir macht Lernen Spass und ich habe mein Studium mit ausgezeichneten Noten abgeschlossen. Während einer Vorlesung oder eines Seminars kann ich mich wunderbar ablenken. Nur im Falle einer Panikattacke, fällt es mir schwer, mich zu konzentrieren.

          Anerkennung kann ich zulassen, allerdings habe ich schlechte Erfahrungen gesammelt. Bei meiner letzten Anstellung wurde ich gemobbt und man verglich meinen Masterabschluss mit einem Hundekurs. Es fiel kein gutes Wort über meine Anstrengungen, im Gegenteil, ich wurde beleidigt und erniedrigt.

          Ich könnte mir zwei Episoden aus meinem Leben vorstellen, die zum Ausbruch der Zwänge geführt haben. Mit drei Jahren litt ich an einer schlimmen Lebensmittelvergiftung und musste mich drei Monate lang übergeben und hatte Durchfall. Im Jahr 2013 habe ich ein starkes Medikament gegen Rückenschmerzen eingenommen und musste mich ebenfalls übergeben. Im ersten Moment fühlte ich mich natürlich erleichtert, doch als ich dann wieder mit dem Thema "Erbrechen" konfrontiert wurde, bekam ich es regelrecht mit der Angst zu tun, "floh" von meinem damaligen Arbeitsplatz und überprüfte im Internet (eine sehr schlechte Entscheidung), wie lange die Inkubationszeit der Magen-Darm-Grippe ist...

          Ich kann selten gelöst sein, auch in privaten Momenten mit meinem Freund, denke ich sofort an die Bestrafung "Schwangerschaft". Es lässt mir keine Ruhe und auch Wochen danach kreisen die Gedanken in meinem Kopf, ob etwas passiert sein könnte. Zu diesem Thema habe ich bereits einen Blogeintrag in einer anderen Rubrik geschrieben. Es spielt keine Rolle, wie gut die Verhütung ist, mir fehlt schlicht und einfach das Vertrauen. Des Weiteren spielt auch der religiöse Faktor bei meinen Zwängen eine wichtige Rolle.

          Das diese Form der Störung sehr selten ist, war mir nicht bewusst. Tatsächlich hat es noch keine Therapeuting geschafft, mich von diesen selbstzerstörerischen Gedanken zu befreien.

          Mit besten Grüssen
          Amy

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          • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

            *Dass diese Form...

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            • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

              Hallo Amy

              Ich wurde auch mal gemobbt, sogar so weit, dass ich nicht mehr leben wollte und beinahe Selbstmord begangen hätte. So trottelig war ich einmal, so dumm! Heute kann ich nur den Kopf schütteln, wie mikrig ich mich benommen hab damals, wie niedrig, wie furchtsam, wie klein.

              Heute wär mobben nicht mehr möglich. So wichtig nehme ich weder mich mehr, noch wen anderen, darum. Kinderkram..

              Ich würde dir raten, halte einen Stift und einen Zettel bereit und schreib einmal mit, was du dir so ausdenkst und wovor du dich angeblich fürchtest und ängstigst- von welchen Gedanken du dich Mobben lässt.
              Schreibs genau auf und kleb dir diesen Zettel irgendwo hin, wo du ihn oft anschauen kannst, am besten mehrmals täglich. Lies laut vor, was da steht, immer wieder. Nicht aufhören zum lesen, schön laut und mit ernster Stimme- dann sieh selber... spätestens nach dem vierten, fünften Mal lesen hast du bestenfalls noch ein müdes Lächeln über für diese Worte, sie haben keine Wirkung mehr. Ähnlich wie bei einem Witz, über den man nicht mehr lachen kann, wenn man diesen immer wieder hört.


              Kommentar


              • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

                Hättest du Angst davor, dass du schwanger werden könntest, wenn du erfahren würdest, deine Gebärmutter ist verwachsen und du kannst leider niemals Kinder bekommen, nie eines im Arm halten, nie knuddeln mit einem eigenen Baby, nie Mama sein..?
                Das wäre ein neuerlicher Angst- Mach- Grund, ein toller Aufhänger für einen anderen Zwang. Man könnte daraus die Geschichte schüren, ....du bist entsetzlich arm, nie Baby, nieeeemals...und natürlich könntest du dann wegen dem nicht mehr schlafen, keinen klaren Gedanken mehr fassen, dich schämen und grämen für Jahre oder ewig und immer...aus allem lässt sich ein Zwang machen. Das können wir, dazu sind wir in der Lage.

                Durchschau es, wir erzählen uns gerne Geschichten, wir lieben es, uns in etwas hineinzusteigern. Es ist wie eine Unterhaltung, involviert zu sein in Ideen und Ansichten, wenn schon nicht in nette, dann halt in Unnette- Hauptsache uns ist nie fade.

                Du wirst sehen, sobald du eine interessante und tolle, innig geliebte Beschäftigung hast, dann bist du taub auf diesem Ohr. Genau wie beim Studieren, da hast du ja auch keine Zeit dafür, zu viel Freud macht dir das Lernen. Freude vertreibt Leid.

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                • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

                  Hallo Amy,

                  es wäre interessant, was Sie zu den letzten zwei Beiträgen von Elektraa meinen.
                  Dann melde ich mich auch wieder...

                  Beste Grüße

                  Dr. Riecke

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                  • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

                    Elektraa

                    Vielen Dank für deine Offenheit. Den Vorschlag, meine Ängste auf Papier festzuhalten und laut vorzulesen, bis ich nur noch ein müdes Lächeln dafür übrig habe, klingt nach einem Plan. Ich werde versuchen deinen Ratschlag in die Tat umzusetzen.

                    Zu deinem zweiten Post: Ich habe panische Angst davor, schwanger zu werden. Deshalb poste ich andauernd meine Bedenken auf dieser Webseite. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, jemals Mutter zu werden. Was wäre ich denn für eine Mutter mit einer Zwangsstörung? Das Kind würde doch nur leiden, ich könnte es niemals so erziehen, wie es sich gehört. Ja, ich mache mir ab und zu Gedanken über das Elternsein, es passt für mich nicht, meine Ängste sind zu gross.

                    Du hast Recht. Wir verstricken uns manchmal in die absurdesten Geschichten und ich versuche tagtäglich, mir ein neues Hobby zuzulegen oder meinem Hobby-Autor-Dasein nachzugehen. Geschichten schreiben, sind meine grosse Leidenschaft und sobald ich mich ablenken kann, vergesse ich die Zwänge für einige Minuten.

                    Mobbing beziehe ich auf meinen letzten Arbeitsplatz, nicht umbedingt auf meine Zwangsgedanken. Ich habe sehr schlechte Erfahrungen gesammelt, die mich zurückgeworfen haben. Hatte meine Zwangsstörung eigentlich ganz gut im Griff, aber diese Beleidungen und Schikanen haben eine weitere Episode ausgelöst.

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                    • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

                      Hallo Amy

                      Ich habe in einer Firma gearbeitet, wo ich ganz übelst regelrecht tot gehackt wurde - wie bei Tieren der Fall ist, wenn sie wen raushaben wollen aus der Gruppe.
                      Das ist ein zutiefst menschliches Muster und Verhalten, so sind wir, können wir sein, wenn wir nicht gebremst werden.
                      Wenn man einen Intelligenztest macht, dann muss man binnen kurzer Zeit rausfinden zum Beispiel, welcher Gegenstand gehört nicht in diese Rubrik-etwa Schaufel, Besen, Eimer und Melone... ich war die Melone in dieser Gruppe Leute und musste weg. Habe nicht dazu gepasst in ihre Sitten, Gebräuche, Normen und Regeln und daher wurde beschlossen, die hacken wir raus.
                      Das ist das Grundmuster von Mobbing- man ist für die Mehrheit ein Fremdkörper und daher wird er bekämpft.

                      Es würde helfen, das einzusehen und zu gehen, oder sich den Sitten und Gebräuchen und Mustern dieser Gruppe anzupassen, oder sich dementsprechend wertvoll zu machen, so dass man geschont wird. ( exklusive Außenseiter werden nicht gemobbt, ggg).

                      Damals fürchtete ich mich vor dieser Meute und daher habe ich so gelitten. Ich habe mich gesehen damals wie eine Maus unter Katzen und heute lebe ich friedlich, weil ich mich als Tiger wahrnehme und hätte ich wen, der mich mobben möchte, dann würde ein Fauchen meinerseits reichen, oder ein Ignorieren dieser Mäuse.

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                      • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

                        Amy, eine Geschichte...für dich von mir:

                        Stelle dir vor, der menschliche Geist kann in zwei Welten reisen- eine Welt ist die, wo Lieblosigkeit ist und all das, was dort wächst und gedeiht, das ist verkehrtherum, ist anders, als dort, wo Liebe ist.

                        Dort, in dieser Welt, wo genau das Gegenteil gelebt wird von dem, was froh macht, dort wird gestritten, dort wird gezwungen, dort wird gelitten, dort wird gekränkt, dort wird gelästert, dort wird zugeschnürt, dort wird beklemmt und geängstigt und und und ....ich und du und jeder, der hier lebt, der kennt dieses "Reich", diese Welt.

                        Ich kann mich blitzschnell in diese Welt beamen, ich brauch dann nur tun und denken und machen, was man dort so immer tut, denkt und macht.
                        Zum Beispiel Worte formen, wie: ich fürchte mich...oder reden wie Verlierer reden, oder immer wieder in mich horchen, was alles fehl geht... ..

                        Der menschliche Geist ist wie eine Schlange- der Körper folgt dorthin, wo der Kopf hingeht.

                        Wenn man schon das Talent hat zu Kopfreisen, dann reise halt in die andere Welt. Man braucht dafür nicht viel mehr zu tun, als zum Beispiel mit Absicht und vorsätzlich wen oder etwas so richtig gern haben.
                        Ich kann mich umsehen und zu mir sagen, he, meine schöne Vase, die habe ich extra gewollt, weil sie so eine vollrunde Form hat, ich poliere sie und fülle sie und freu mich, weil sie mir gehört.

                        Ich könnte mir aber auch erzählen: he, schon wieder so ein Miststück, das muss weg, ich hasse es.

                        Bei der ersten Geschichte, die ich mir da vorgesagt habe, da wird es heller, Liebe geht auf, bei der zweiten Fantasiereise knipse ich das Licht aus und bin in der Anderswelt.

                        Merks endlich, du kannst das selber bestimmen, wo du hinreist.

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                        • Re: Selbstbestrafung (Zwangsstörung)

                          Elektraa Danke für dein Vertrauen.

                          Bei mir war es auf der Arbeit ganz ähnlich. Ich passte einfach nicht ins Team, weil ich nebenbei noch eine akademische Laufbahn anstrebe. Das haben sie mir oft zu verstehen gegeben.

                          Zuerst fingen die Neckereien bezüglich meiner Zwangsstörung an (meine Mitarbeiterinnen waren darüber informiert, dass ich panische Angst vor dem Erbrechen hatte). Als eine dieser Frauen krank wurde und eine Woche darauf wieder auf der Arbeit erschienen ist, meinte eine Kollegin zu ihr: "Bist du gesund oder muss ich meinen Platz wechseln?" - eine klare Anspielung auf die Tatsache, dass mir einige Wochen zuvor ein neuer Platz zugewiesen wurde, da ich es im "Ecken" nicht mehr aushielt.

                          Nun gut, eine Mitarbeiterin kam dann zu mir und bezeichnete mich als frech, gab mir zu verstehen, dass mich niemand im Team mochte. Dann fingen die Beschimpfungen an. Ich wurde nur noch "Madame" genannt, um mir das Gefühl zu verleihen, ich sei hochnäsig und arrogant. Die Dokumente wurden mir wortwörtlich an den Kopf geworfen und jede Kleinigkeit wurde bemängelt, es ging so weit, dass man mir einen Vorwurf machte, dass die Kopien einen Tick zu hell waren, kleine Schikanen eben.

                          Als meine Abteilungscheffin mich dazu ermunterte, die Kolleginnen über meinen Masterabschluss zu informieren, erntete ich nichts als Augenrollen. Weisst du, ich habe keine Party, keine Geschenke, nichts erwartet, aber nicht einmal eine miese Karte lag drin, obwohl solche Erfolgserlebnisse sonst sehr gefeiert werden. Als ich nach einigen Wochen mitteilte, dass ich jetzt Doktorandin sei, kam es zum Eklat.

                          Eine Mitarbeiterin versteckte sich hinter der Trennwand (die einen knappen Meter von mir entfernt war, ich konnte also alles ganz genau hören) und sagte zur Kollegin dass ich eine Null wäre, nichts wert, nichts auf die Reihe kriege, aus mir würde nie etwas werden und für sie sei ich sowieso abgeschrieben. Das tat weh, doch ich hielt meinen Mund und schluckte die bittere Enttäuschung hinunter. Es wurde immer schlimmer, bis ich auf den Personalchef zuging, um die kühle Atmosphäre bei uns zu schildern. Alles, was er mir mit auf den Weg gab, war:

                          "Sie müssen gar nicht erwarten, dass wir applaudieren, bloss weil Sie einen Master haben."

                          Des Weiteren meinte er, dass ich unter diesen Konditionen arbeiten solle, denn die Mitarbeiterin, die mir immer so schöne Titel verlieh, arbeite schliesslich schon 30 Jahre in der Firma, da muss man sich halt dran gewöhnen.

                          Es kam dann zu einem weiteren Gespräch zwischen dem Personalchef, meiner Mitarbeiterin und meiner Abteilungscheffin. Ich wurde auseinandergenommen, mir wurde alles vorgeworfen, zum Beispiel, dass ich einen Sonderstatus geniessen würde, weil ich um 12 Uhr in die Mittagspause ginge. Wir mussten uns in der Firma eintragen und jeden Morgen, wenn ich das Gebäude betrat, hingen bereits alle Kärtchen und für mich blieb nichts anderes übrig, als mich um 12 Uhr einzutragen. Dann wurde mein Masterdiplom mit einem Hundekurs verglichen und weitere Scheusslichkeiten.

                          Was ich damit sagen will: Es fällt mir im Moment sehr schwer, positiv zu denken, denn um mich herum haben es sich alle zum Hobby gemacht, mich zu beleidigen, beschimpfen, anzufauchen und den Frust an mir auszulassen. Ich bin wirklich am Ende mit meinem Latein und sehe keinen Ausweg mehr. Mich plagen die schlimmsten Gedanken, wie ich aus dieser Situation fliehen könnte und dem Ganzen ein Ende setzen könnte.

                          Klar kann man versuchen, sein Leben etwas aufzuhellen, aber ich weiss nicht, ob ich überhaupt noch in der Lage bin, diesen Versuch zu starten. Diese Umstände haben mich dermassen depressiv gestimmt, dass ich mich kaum noch aus dem Zimmer traue, geschweige denn soziale Kontakte pflege.

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                          Forum-Archive: 2017-07 2017-08
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