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Ist es die Psyche bzw. eine Angststörung?

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  • Ist es die Psyche bzw. eine Angststörung?

    Hallo,

    ich weiß ehrlich gesagt nicht wie und wo ich anfangen soll. Noch nie zuvor habe ich in ein Forum geschrieben. Mir geht es seit einigen Monaten schlecht, der größte Auslöser war eine plötzliche auftretende Atemnot. Natürlich ging ich sofort zum Hausarzt, welcher mich an den lungenarzt verwies. Der Funktionstest ergab, dass ich nicht das Ergebnis habe, welches ich haben sollte. (Weiblich, 24 Jahre, Nichtraucherin, schlank) Jedoch erfordert es wohl kein einschreiten. Dann kam zu dem fast täglich auftretendem (besonders abends im Bett) schweren atmen auch noch dieser nervöse Magen und dies nervige Druckgefühl. Ein weiterer Besuch beim Hausarzt endete darin, dass sie es auf die Psyche schon. Dieser Aspekt ist bei mir nicht auszuschließen, da ich auch ein sehr emotionaler Mensch bin und sehr viel nachdenke. Jedoch werde ich das Gefühl nicht los, dass irgendetwas mit meinen Organen nicht stimmt. Ich habe außerdem immer im Liegen ziemliche Rückenschmerzen und wenn ich mich dann auf die linke Seite lege, habe ich einen stechenden Schmerz in der linken Seite unter den Rippen, allerdings eben vorne (Magen/Herzgegend). Etwas merkwürdiges, was mir auch noch aufgefallen ist, dass ich oft ein komisches Gefühl im linken Arm habe, kein Schmerz und als Taubheitsgefühl würde ich es auch nicht einstufen. Es ist wirklich ganz schwer zu beschreiben.

    so langsam aber sicher bin ich am verzweifeln und habe das Gefühl, dass ich beim Arzt nie richtig untersucht werde, sprich Ultraschall vom Herz etc. Ende Juli habe ich drei Tests auf Lactose, Fructose, .. mal sehen was dabei rauskommt.

    hat vielleicht jemand die selben Erfahrungen gemacht?

  • Re: Ist es die Psyche bzw. eine Angststörung?

    Hi,
    bei einer Angststörung ist es oft so dass ein Auslöser die Sache in Gang setzt.
    So kann es durchaus sein dass die Atemnot Bauchschmerzen nach sich zieht, denn Sorgen machen Bauchschmerzen und dann werden irgendwann normale Missempfindungen viel intensiver wahrgenommen und als Krankheit identifiziert.
    Es ist sozusagen ein Pingpong-Effekt, zwischen hypersensibler Wahrnehmung, Angst und durchaus normalen körperlichen Beschwerden, die dann immer größer werden, ohne dass es eine organische Ursache gibt.

    An deiner Stelle würde ich auch mal beim Orthopäden vorstellig werden, denn all das könnte auch Rücken sein.
    Versuche dich sportlich zu betätigen, was gegen Ängste gut hilft, mache Übungen für die Entspannung, lenke dich ab.
    Versuche darauf zu vertrauen dass der Arzt genug Erfahrung hat, um auch ohne aufwendige Untersuchungen zu wissen welche Symptome auf ein Herzproblem hindeuten und welche nicht dazu gehören.
    Denn, auch wenn du Beschwerden hast die du dem Herzen zuordnest, so kann es sein dass ein Arzt sagt dass diese eben nicht typisch sind und etwas anderes als Ursache haben, z.B. eine psychische Ursache.

    In jedem Fall solltest du etwas für deine Psyche tun, das ist immer hilfreich und schaden kann es auch nicht.

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    • Re: Ist es die Psyche bzw. eine Angststörung?

      "eine plötzliche auftretende Atemnot."

      In welcher Situation trat die Atemnot auf?

      Nach körperlicher Belastung? Im Sitzen? Im Stehen? Nach Aufregung?

      War es ein einmaliges Ereignis?

      Wie haben Sie die Lungenfunktionsprüfung bewältigt? War es sehr anstrengend?


      Ehe die Psyche verantwortlich gemacht wird, sollte eine ordentliche somatische Diagnostik erfolgen. Dazu gehört auch die ausführliche Anamnese.

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      • Re: Ist es die Psyche bzw. eine Angststörung?

        Die Atemnot trat nachts im Liegen auf. Mittlerweile atme ich sehr oft schwer/angestrengt, besonders abends/nachts im Bett, aber manchmal auch im Stehen.

        Das sehe ich auch so, Blutbild wurde gemacht, die Schilddrüse wurde sich angeguckt, beim HNO war ich und eben beim Lungenfacharzt. Und zu dem Funktionstest, es kam mir definitiv anstrengend vor. Dann habe ich ein Asthmaspray bekommen und musste kurze Zeit später wieder den Test machen, das Ergebnis blieb das selbe.

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        • Re: Ist es die Psyche bzw. eine Angststörung?

          "Mittlerweile atme ich sehr oft schwer/angestrengt, besonders abends/nachts im Bett, aber manchmal auch im Stehen."

          Die Atmung ist leider wenig tauglich, um in Richtung psychosomatischer Störung zu denken. Denn sie ist ja eine autonome Funktion, lässt sich aber trotzdem willentlich (und unbewusst) beeinflussen. Das gibt es bei den autonom innervierten Organen sonst nicht.

          Deswegen stört mich ein wenig, dass die somatische Ausschlussdiagnostik noch unvollständig ist.
          Vielleicht sollten Sie die Herzsymptomatik bei Ihrem Hausarzt nochmal etwas betonen.

          Man kann auch ein paar Zeilen (Mail?) vor dem Termin schreiben, falls das im Gespräch zu rasch abgetan wird.

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          Forum-Archive: 2017-07
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