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Medikamentenfrage

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  • Medikamentenfrage

    Guten Tag,

    Kurze Krankheitserklärung: Angst und Panikstörung seit einigen Jahren. Hauptproblem, starke Angstgedanken / Angstspirale bzw. "Kopfkino" bis zu mittelstarken Panikattacken. Symtome: Schwindel, Übelkeit, Empfingdlichkeit gegen Helligkeit, teilweise Depersonalisierung und eben Ängstliche Gedanken die dann schnell panisch werden.

    Ich habe vor etwas einem Jahr, nach ca. 4 Jahren Citalopram unter Aufsicht abgesetzt. Nach dem Absetzen gieng es mir sehr gut, ich habe viele Dinge gemacht, die ich vorher nicht "konnte". Nun habe ich einen großen Rückfall, mit Dauerattacken die teilweise 1-3 Stunden gehen. (Mittelstark). Meine Therapeutin meinte, es kann sein, dass jetzt viel in mir Arbeitet und ich alte Dinge rauslasse. Sie hat mir geraten, für eine gewisse Zeit Medikamente zu nehmen, dass wir besser arbeiten können.

    Nun habe ich von einer Neurologin Busp (5mg) aufgeschrieben bekommen. Da es aber so wenig über dieses Medikament im Internet gibt, und mein Hausarzt es auch nicht kennt - habe ich doch etwas Angst vor dem Stoff. Ich habe jetzt seit einigen Tagen Citalopram (5mg) genommen, und die Angst ist etwas besser. Da ich aber in den 4 Jahren mit Citalo nie so richtig voranggekommen bin, weis ich nicht ob Busp eventuell doch besser ist.

    Ich habe einen sehr niedrigen Blutdruck, meist zwar "optimal" aber doch sehr niedrig. Abends habe ich einen Ruhepuls von 45-50. Beim Kardiologe habe ich Ultraschall gemacht, alles okay. Zwei kleine EKG beim Hausarzt, alles okay. (Leistungs und Langzeit EKG erstmal verschoben, wegen Rückfall bzw Tief der Angst und Panik. Ich habe etwas Angst, dass Busp was ich nicht kenne, aufs Herz geht? Ich weis nur, dass es ähnlich wirkt die Citalopram.

    Kann man denn eine Stärke einordnen? Also ist Citalo stärker oder schwächer als Busp?

    Wie sieht es eigentlich bei Nebenwirkungen aus. Schwitzige Hände und "Gefühlslose Haut" habe ich immer mit Citalopram. Etwas verzögerte Orgasmusstörungen auch. Gehen diese nach Absetzen sicher weg? Es sind ja nur ganz wenige Fälle bekannt, wo solche Probleme auch nach dem Absetzen bleiben, dann wohl bei sehr hoher Dosis und eben "Pech".

    Gibt es zu Busp etwas zu sagen? Würde jede Information gerne erhalten. Meine Neurologin ist da sehr "faul" ...

  • Re: Medikamentenfrage

    Hi,
    das Medikament müsste es schon recht lange geben, also zumindest den Wirkstoff.
    Ich nehme an der ist Buspiron?

    Google mal nach dem Wirkstoff, lass aber die Erfahrungsberichte links liegen, schau bei Wikipedia, DocCheck etc, aber nicht in Foren und auf Seiten die sich nicht unvoreingenommen damit beschäftigen.

    Ich denke das man Citalopram und Busp nicht vergleichen kann, nach dem was ich bisher gelesen habe wirkt es eher wie Benzos (ohne süchtig zu machen).
    So ganz genau weiß man auch gar nicht über die Wirkungsweise bescheid, was aber bei Psychopharmaka häufiger so ist.

    Vielleicht reicht die ja schon die Info:

    http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Buspiron.html

    Der Link hat mehrere Seiten

    Kommentar


    • Re: Medikamentenfrage

      Vielen Dank. Ja, eben dieses "man weis nicht genau wieso bzw. wie es wirkt" macht mir bisschen Angst. Citalopram ist ja das Meistverkaufteste, da denke ich - wenn da ein gefährlicher, "unbekannter" Effekt aufkommen würde, hätte man dass da eher rausgefunden als bei Busp. Ich denke Sie verstehen was ich meine.

      Also Benzo,- Alprazolam wirkt bei mir sehr gut, nur leider eben keine Langzeitbehandlung "möglich". Ich glaube aber, Benzos sind auch das einzige Mittel, was wirklich gegen Angst und Panik hilft. U.a. daher frage ich mich, wenn doch Busp ähnlich wirkt,- wieso wird es dann kaum verschrieben. (Daher auch das Misstrauen).

      Danke für deine Antwort und den Link.

      Kommentar


      • Re: Medikamentenfrage

        Vielleicht ist es Kopfspinnerei, aber ich habe eben bisschen Angst u.a. weil ich eben so einen nidrigen Puls habe (trotz Angst und Panik :-)) - und so Wirkstoffe ja auch das "Herz" bzw. die Geschwindigkeit verändern können.

        Kommentar


        • Re: Medikamentenfrage

          Ich denke das wird schon häufiger verschrieben, das gibt es ja schon seit den 80ern.

          Das es nicht so oft wie anderes verschrieben wird, mag daran liegen das die Wirkung erst später eintritt und die meisten wollen eine schnellere Wirkung gegen ihre Ängste und natürlich ziehen die Ärzte bei akuten Fällen die anderen Benzos vor (wegen der schnellen Wirkung), geben meist parallel so etwas wie Citalopram.

          Wenn bei dir Benzos wirken, ist das sicher einen Versuch wert.
          Es macht nicht müde und auch nicht süchtig, ein großer Vorteil.

          Getestet sind sowieso alle Medikamente und alle NW die auftreten "können" aber nicht müssen, sind im Waschzettel dokumentiert.

          Ich denke das die Wirkweise nicht ganz bekannt ist, sollte dich nicht beunruhigen.
          Bei etlichen Psychopharmaka wurde die Wirkung gegen Ängste oder Depressionen eher zufällig entdeckt, die Krankheitsbilder für die diese Mittel gemacht wurden waren andere und es ist nur aufgefallen das sich bei jenen die sie nahmen auch Psychisch etwas verbesserte.

          Es ist also auch gut möglich, das solche Medikamente schon viel länger von anderen Fachgebieten genutzt werden, bis sie auch bei der Psychiatrie ankommen.
          Natürlich wird dann nicht erst lange weiter geforscht bevor es verwendet wird, es ist getestet, zugelassen und wird dementsprechend überall genutzt wo es hilfreich scheint, was durch Studien überprüft wird.
          Nehme ich zumindest an.:-)

          Natürlich muss der Arzt regelmäßig prüfen ob deine Werte ok sind, wie auch bei anderen Medikamenten, so wird frühzeitig bemerkt ob das Mittel gut vertragen wird.
          Ich nehme an das dein Arzt auch genau abwägt, was geht und was nicht.

          Natürlich bin ich da kein Fachmensch, aber ich an deiner Stelle würde es versuchen, notfalls den Arzt nochmal Löschern falls es zu große Bedenken gibt.

          Wahrscheinlich wirst auch noch kompetentere Antworten bekommen, als die meine.;-)

          Kommentar


          • Re: Medikamentenfrage

            In welchen Abständen bzw. wann kontrolliert man denn das Blut? Direkt nach den ersten Wochen?

            Kommentar


            • Re: Medikamentenfrage

              Nach meiner Erfahrung immer im Abstand zwischen sechst und zwölf Wochen, die erste Kontrolle nach ca. sechs bis acht Wochen ggf. früher.

              Kommentar


              • Re: Medikamentenfrage

                "für eine gewisse Zeit Medikamente zu nehmen, dass wir besser arbeiten können."

                Nach Ihrer Schilderung brauchen Sie kein Langzeitmedikament, sondern eine initiale Möglichkeit, sich auf die Psychotherapie einzulassen.

                Auch wenn eine beschriebene Panikattacke mehrere Stunden angehalten hat und keine GAD (generalisierte Angststörung) diagnostiziert worden ist, bleibt es doch bei einer typischen Benzo-Indikation.

                Wenn ich Sie richtig verstanden habe, befürchten Sie auch durch das Buspiron wieder Orgasmusprobleme zu bekommen. Es gibt keine verlässliche Studie, die das für das Mittel ausschließt. Bei sexuellen Funktionsstörungen ist in jedem Fall eine situative einer Langzeitmedikation vor zu ziehen. Da wären wir wieder bei den Bezos.

                Leider werden die Benzodiazepine zu Unrecht generell verteufelt, weil sie bei nicht sachgerechter Einnahme (z.B. zu lange ohne Intervalle) tatsächlich ein beträchtliches Abhängigkeitspotenzial entfalten. Aber in den Händen von Fachleuten sind sie ein Segen.

                Ich kenne Patienten mit Panikattacken, bei denen nach stattgehabter Erfahrung, dass das Mittel prompt wirkt, allein die Verfügbarkeit an jedem Ort (z.B. Tavor Expidet im Kino) sich als eine Art Talismann bewährt. Es genügt, die Tablette bei sich zu haben und sie kommen ohne Einnahme mit der Attacke allein zurecht.

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                • Re: Medikamentenfrage

                  Guten Tag Herr Doktor Riecke,

                  ich bin wirklich Dankbar über dieses Forum.

                  Ich glaube ich habe mich nicht gut ausgedrückt. Also, ich hatte damals Citalopram genommen und zu der Zeit war es so lala mit der Angst. Dann habe ich es abgesetzt und konnte noch mehr Sachen machen als davor. Alprazolam als "Talisman" war immer dabei und den habe ich ab und an auch benutzt. Nun habe ich aber einen Rückschlag und möchte / soll (beides) wieder für einige Zeit Medikamente einnehmen.

                  Jetzt habe ich Busp und Citalopram zur Auswahl. Mit dem Citalopram war es zwar "ganz" okay, aber nie wirklich gut, daher spiele ich mit dem Gedanke Busp zu testen. Allerdings ist das aktuelle Tief so "doof" dass ich Angst habe mit dem falschen Medikament (unbekannt) es noch schlimmer zu machen. Aktuell nehme ich wieder Citalopram, aber beschäftige mich die ganze Zeit mit dem Gedanken "ist es richtig, lieber Busp"?.

                  Nach 5 Tagen Einnahme mit Citalopram habe ich eine leichte Besserung, allerdings wache ich Nachts oft auf und Zittere an Körper (ohne panische Gedanken). Auch Morgens stehe ich auf, als ob es tiefster Winter ist - zittern am Körper. Schwitze Hände und Gefühlslisigkeit habe ich ebenfalls - diese kenne ich von früher, die Nebenwirkungen bleiben bei mir glaube ich. Wenn ich mit der Hand mein Gesicht anfasse, spüre ich das oft nicht, als ob ich nur die Luft berühren will. Sehr ekelig. :-)

                  Nun, also die Frage ist, ist Busp ein sehr starkes Medikament - kann man es von der "Stärke" mit Citalopram vergleichen? Also ändert es "viel" im Gehirn, oder mehr "mittelstark"? Ich möchte eben keine kracher benutzen und habe glaube, zu viel Sorgen welches Medikament das richtige ist, was die Sache nicht verbessert.

                  Kommentar


                  • Re: Medikamentenfrage

                    Mit den Orgasmusprobleme war eine generelle Frage nebenbei,- habe diese wohl zu sehr vertieft. Danke

                    Kommentar


                    • Re: Medikamentenfrage

                      Bei Benzos,- Alprazolam: Meine Ärzte sagen nur, so wenig wie möglich, machen mir da "gut" gemeinte Angst. :-) Eine Aphotekerin meinte, eine 10er Packung ist für normale Menschen eine Jahresdosis.

                      Körperlich abhängig wird man ja unter Umständen bereits nach einigen Wochen täglicher Einnahme. Wie sieht es aus, wenn ich nur einmal die Woche ca. 1mg bis 1,5mg einnehme? Das sollte in Ordnung sein, selbst bei längerer Anwendung - so 2-3 Monate, ist das richtig, oder besteht da auch ein körperliches Abhängigkeitrisiko?

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                      • Re: Medikamentenfrage

                        Hallo AquaVitale,

                        ich kann gern auf Ihre verschiedenen Medikamentenfragen eingehen, aber da hangeln wir an verschiedenen Symptomen entlang. Nach der Schilderung Ihrer Beschwerden scheint mir aber ein ganzheitlicher Ansatz sinnvoll. Sonst fehlt quasi die Projektionsfläche.

                        Vielleicht könnten Sie ein paar Angaben "zur Person" machen: Lebensalter, Partnerschaft, berufliche Erfüllung (oder nicht), Hobbys, besondere Belastungen, Psychotherapieerfahrungen, andere Hilfemöglichkeiten u.a.

                        Zu den Fragen: Es ist richtig, dass die meisten Benzos bei längerer täglicher Einnahme abhängig machen, aber nicht in der von Ihnen angefragten Weise.

                        Es ist wäre kein Risiko, wenn Sie die Busp "probieren", denn die individuelle Verstoffwechselung ist nicht vorhersehbar. Allerdings sollten Sie zwei/drei Wochen durchhalten, weil die gewünschte Wirkung (im Gegensatz zu den Bezos) erst später einsetzt.

                        Man kann die Stoffgruppen Citalopram und Buspiron nicht vergleichen - so wenig wie Flugzeug und Hubschrauber.

                        Offenbar suchen Sie doch eine mittelfristige Lösung, nicht einen besseren Einstieg in die Psychotherapie - wie ich nach Ihrer Schilderung vermutete.

                        Aber vielleicht können Sie alles etwas umfassender angehen (s.o.) dann wird der Eindruck konkreter --- und die Antworten vielleicht auch.

                        Beste Grüße

                        Dr. Riecke

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                        • Re: Medikamentenfrage

                          Gerne!

                          Ich bin 31, männlich und habe seit ca. 12 Jahren Angts und Panikzustände. In der Zeit hatte ich allerdings immer höhen und tiefen - habe z. B. Abendschule gemacht, oder auch den Zivildienst und auch normal gearbeitet. Manche Dinge wie Innenstadt oder weite Fußmarsche habe ich jedoch fasst immer gemieden. Mit dem Auto vor der Türe gieng es aber. Natürlich hatte ich auch schlechte Phasen in den Jahren, wo ich nicht vor die Türe konnte, oder mal eben zum Supermarkt um die Ecke.

                          Ich habe wie gesagt lange Zeit Citalopram genommen und war auch in einer Klinik. Erst als ich Citalopram abgesetzt habe, hatte ich einen positiven Schub der mein Radius sehr erweitert hat.
                          Dummerweise hat es mich jetzt unerwartet mich stärkeren Panikattacken erwischt, die ich so nicht mehr kannte. Dadurch bin ich gerade in einem Tief gelandet. Der Schock der Panik sitzt tief und ich brauche sehr lange bis ich eine Attacke "vergessen" kann um wieder Sicherheit zu bekommen.

                          Die Angst spiegelt sich folgendermaßen:
                          Es fängt an, dass ich vor Terminen die anstehen - regelrechte Filme abspiele was alles passieren kann. Selbst wenn ein Termin mehrere Wochen in der Zukunft liegt, mache ich mir viel Sorgen und Gedanken, ob ich dass schaffe. Ich gehe dann im Kopf den Weg durch und dann ist die Phantasie sehr kreativ. Ich sehe mich dann in Panik versinken, bis ein Notarzt kommt und mich einliefert ect. Meine Therapeutin meinte, ich bin ein Denker und Grübler, versuche auf dem Weg die Angst zu "besiegen", was allerdings der falsche Weg ist. Schlimmer wird es, wenn andere Menschen dabei sind. Ich fühle mich sicherer alleine in der Wohnunh, als z. B. im Krankenhaus mit 10 Ärzten. Ob es eine Sozialphobie ist weis ich nicht, da wenn ich keine Angst habe, ich keine Probleme mit anderen Menschen habe. Es ist wohl dann der Druck "beobachtet" zu sein in der Situation.

                          Todespanik habe ich in all den Jahren nur 1-3 mal gehabt. Ich würde sagen maximale Angst vor der Angst bzw. Angst verrückt zu werden oder sich nicht beruhigen zu können bis es eben eskaliert. Seit einigen Wochen habe ungewohnt lange, mittelstarke Attacken. Früher hat es so 20 Minuten gedauert bis die mittelstarke Panik nachgelassen hat, heute bin ich verunsichert, weil diese gerne 1-3 Stunden dauert.

                          Die Symtome zur Zeit: Schwindel, panische Gedanken, schwitzige Hände, gefühlslose Gesichtshaut und Augendruck bzw. "suchender Blick" die Augen gleiten ab und an ab, und "suchen" die Umgebung ab. In größeren Angstsituationen kommt auch die kontentration auf die Atmung dazu - Atemnot selten, aber eben Angst davor und daher sehr eklig. Lichtempflindlich bin ich auch sehr und Zittern am Kopf. (Habe aber einen leichten Tremor, der da verstärkt wird, dieser ist allerdings schwach und ohne Angst weg).


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                          • Re: Medikamentenfrage

                            Ich weis nicht ob das Citalopram solche langen attacken wie jetzt verhindert hat. Meine Therapeutin meinte, es kann sein, dass dieser große Rückschlag die Möglichkeit bietet, sich mit der Panik auseinander zu setzen. Allerdings ist diese eben noch zu stark, dass ich es meistern kann. Etwas Linderung wäre sinnvoll, nur bin ich sehr verunsichert ob und welches Medikament ich nehmen soll.

                            Kommentar


                            • Re: Medikamentenfrage

                              Es fehlen noch Partnersituation, welches Hobby, besondere Stress-Faktoren, Sport, irgendwelche Bewältigungsstrategien, andere Hilfen - außer Medikamenten.

                              Kommentar


                              • Re: Medikamentenfrage

                                In einer Beziehung bin ich seit ca. einem Jahr, wir wohnen nicht zusammen, sie kommt zur Zeit immer zu mir. Es wird zur Zeit meist schlimmer, wenn Sie kommt - da ich dann wohl ein Erwartungsdruck habe zu Funktionieren.

                                Meine Therapeutin meint, ich bin sehr Streng mit mir selbst und sehe entweder nur das Zeil, oder eben die Niederlage. Ein "Mittelding" ist für mich wie eine Niederlage. Angenommen ich mache eine Übung die gut Funktioniert hat, denke ich schon an die neue Übung bzw Aufgaben.

                                Besondere Stressfaktoren sind Termine, bei denen ich erscheinen "muss" oder wie beim Zahnarzt, ich nicht einfach gehen kann. Ebenso in Wartezimmern bei Ärzten, bei der Behandlung ansich ist es dann meist besser. Wolkenloser Himmel und warme Luft macht es mir auch immer sehr schwer. Ich denke weil alles viel größer wirkt. Bei Wolkenwetter fühle ich mich einfach sicherer nd wohler.

                                Sport habe ich erst wieder anfegangen etwas mit dem Hometrainer zu fahren, da ich draußen mit dem Rad nur wie ein kleines Kind auf der Straße hin und her kann, ohne Panik zu bekommen. Mit dem Auto bin ich mobiler, zu Fuß bzw. auch Rad habe ich einfach mehr Angst. Hobbys habe ich Webdesign. Tennis ist mittlerweile schwer geworden, das habe ich lange gespielt. Ansonsten lenke ich mich am PC ab, in dem ich auch mal einige Stunden spiele, da ich da mal an nichts denke und dieses Gedankenchaos ausblenden kann.

                                Bewältigungsstrategien sind meist lange Gedankenkämpfe. Anfangen tue ich mit bösen Vorahnungen zu einem Termin. Dann geht der Kampf im Kopf los, ich versuche dieses "Weltuntergangkino" in ein Disney Film zu ändern bei dem alles gut geht. Das ist dann meist nicht nur nervig, sondern auch anstrengend. Dazu gibt es so Rituale wie ein Fußbad mit Tee und einer Zigarette dazu.

                                Damals hatte ich auch eine Art "Zwangsstörung" der Gedanken, so habe ich mich öfters abgelenkt wenn ich unterwegs war. Ich musste dann diese Gedanken praktisch zum guten wenden - das habe ich allerdings länger nicht mehr, hat bis auf die Anstrengung recht gut geholfen. (Ungewollt).

                                Kommentar


                                • Re: Medikamentenfrage

                                  Vor besonders stressigen Terminen, nehme ich 0.5mg Alprazolam und kontrolliere meinenm Puls, esse und trinke davor viel. Die erste Panikattacke, jetzt wo es schlechter geworden ist - da habe ich nichts groß vorher gemacht,- da ich dachte, die Termine davor giengen auch, wieso der Stress vorher. Pustekuchen! Da hats mich dann erwischt.

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                                  • Re: Medikamentenfrage

                                    Was mir noch eingefallen ist: Ich glaube die meisten Attacken entstehen durch reinsteigern, nicht aus heiterem Himmel. Dazu merke ich Abends eine starke Unruhe der Nerven? Manchmal zittert meine Lippe beim einschlafen, manchmal aber auch die Kopfhaut bzw. fühlt sich das kganz komisch an im Kopf, als ob dort Bienen rumfliegen und auch eine Art zucken, wie man an den Armen kennt nach 1-2 Stunden Kraftsport. Was mittlerweile besser ist, ich habe Abends öfters so eine Art brummen und summen gehabt, mit "Klopfgeräuschen". Wie eine Dampflokomotive so ein wumm... wumm... wumm...

                                    Kommentar


                                    • Re: Medikamentenfrage

                                      Der Kardiologe meinte, es könnten herzrhythmusstörungen sein, jedoch haben die zwei kleine EKGs keine auffälligkeiten gezeigt. langzeit ekg habe ich verschoben, da es eben durch die angst etwas doof gewesen ist. ultraschall war okay. nunja, denke es sind die nerven.

                                      Kommentar


                                      • Re: Medikamentenfrage

                                        So ein leichtes Druck bzw Spannungsgefühl am Hinterkopf habe ich die meiste Zeit.

                                        Kommentar


                                        • Re: Medikamentenfrage

                                          "langzeit ekg habe ich verschoben"

                                          Das wäre aber in Ihrem Fall besonders sinnvoll. Die Angstzustände nehmen ja im Moment auch einen größeren Zeitraum ein.

                                          Außerdem kann man beim Langzeit-EKG auch die Beziehung zu Unregelmäßigkeiten und besonderen Anlässen durch die Korrelation mit der Zeitachse plausibel machen. Das würde Ihre Einsicht in den Charakter der Auslösemechanismen weiter festigen.

                                          Ansonsten Dank für die umfangreiche Darstellung Ihres sozialen Umfeldes. Das macht es jetzt allen Lesern leichter, Sie besser zu verstehen und Ihnen zu raten.

                                          Sie werden sehen, da kommt noch was...

                                          Kommentar


                                          • Re: Medikamentenfrage

                                            U.a. habe ich das Langzeit EKG auch nicht gemacht, da ich bereits 2 normale, kleine EKG beim Hausarzt gemacht hatte, da war alles okay. Aber ich werde nochmal schauen, danke für die Antwort. Herzraßen habe ich bei keiner Panik aktuell, daher weis ich nicht, ob da überhaupt was zu sehen ist. Der Puls geht nur minimal hoch bei den Attacken zur Zeit.

                                            Kommentar


                                            • Re: Medikamentenfrage

                                              Im Prinzip kann man eine Angststörung ja nur über den Kopf, das eigene Denken wirklich verbessern.

                                              Dein Kampf der Gedanken, ist da schon ein Hinweis.
                                              Versuch dir doch mal, außerhalb einer Panikattacke, Argumente zu überlegen die dir die Angst nehmen könnten, um sie dann in einer Akutsituation anzuwenden.
                                              So das du systematisch dagegen angehst.

                                              Ich denke Sport im freien würde auch einiges bessern, erst vorm Haus und dann den Radius erhöhen, immer die Gegenargumente für eventuell aufsteigende Panik im Gepäck.
                                              Besserung entsteht auch durch Überwindung und die positiven Eindrücke die damit verbunden sind, vielleicht findest du ja jemanden der mit dir übt, falls du solch eine Vertrauensperson hast.

                                              Kommentar


                                              • Re: Medikamentenfrage

                                                Nunja, aktuell bin ich clean von Medikamenten, es ist alles schwerer, aber irgendwie finde ich kein Medikament, dem ich ein gutes Gefühl geben kann. Mal abwarten. Vielleicht versuche ich mal Hypnose.

                                                Kommentar


                                                • Re: Medikamentenfrage

                                                  Hypnose ist ein zweischneidiges Schwert, sollte bei psychischen Erkrankungen nur im Rahmen einer Therapie und durch einen erfahrenen Psychotherapeuten stattfinden.
                                                  Wenn gepfuscht wird, im Sinne von einer Hypnosesitzung, ohne Vorgespräche und fachkundige Möglichkeiten zur Verarbeitung, kann alles noch schlimmer werden.

                                                  Es gibt viele Möglichkeiten ohne Medikamente dagegen anzugehen, wie gesagt, ein sehr gutes Mittel ist Sport.
                                                  Wie steht es damit?
                                                  Oder Entspannungstechniken, progressive Muskelentspannung, AT, Kurse wie Thai-Chi oder Yoga, suggestive Denkmuster entwickeln um gegensteuern zu können etc.?

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