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Forum: Zahnmedizin

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (720 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo,


ich hab ein kleines Problem, dazu möchte ich kurz erklären:


1999 habe ich akute, heftige Zahnschmerzen bekommen. Oben links der Zahn neben dem vorderen Schneidezahn (ist das schon der Eckzahn?Egal).
Jedenfalls versuchte mein Zahnarzt ihn aufzubohren und zu behandeln. Die Betäubung brachte bereits kaum noch was. Um ihn nicht ziehen zu müssen wurde ich zum Kieferchirurgen überwiesen.
Der hat damals eine Wurzelkürzung gemacht und meinte, mein Oberkiefer war bereits befallen. Nachdem er mir die Schnitte genäht hatte und eine Woche später die Fäden gezogen wurden, war alles soweit OK.
Manchmal war der Zahn etwas druckempfindlich, mehr nicht.
Im November bin ich operiert worden (andere Sache), ich kann mich erinnern, dass ich irgendwann wach wurde aus der Narkose und den Schlauch noch im Mund hatte. Ich fing extrem an zu würgen und war dann wieder weg.
Später habe ich gemerkt, dass mir aus dem betroffenen Zahn oben etwas weggebrochen ist...Füllung?
Seitdem macht er leichte Probleme, mal mehr...mal weniger. Ich vermute, dass ich evtl. auf den Schlauch gebissen habe?
Was soll ich jetzt machen? Gehe ich zum Zahnarzt oder doch besser wieder zu dem Chirurgen der es damals gemacht hat? Er hat ja die entsprechenden Unterlagen und so eine schmerzhafte Tortour wie damals möchte ich nicht nochmal durchmachen :(
Ich zögere es aus Angst schon seidem raus...aber das bringt ja im Endeffekt auch nichts...


Und: wird bei einer Wurzelkürzung eigentlich immer der Nerv rausgenommen? Ich weiß es gar nicht mehr.


Vielen Dank für eine Antwort im Voraus!


LG
aus
Köln

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
  • (241 mal gelesen)
  • Status: Experte

Hallo,


bei einer Wurzelbehandlung wird der Zahnnerv entfernt und der Kanal gereinigt und versiegelt. Geschieht einer dieser Schritte unvollständig, kommt es zu einer entzündeten Wurzelspitze. Heute erneuert man in einem solchen Fall die Wurzelfüllung (Revision). Alternativ, früher oft gemacht und heute leider auch noch zu häufig, greift man zum Skalpell und kappt die Wurzelspitze.
In wiefern das mit der Vollnarkose zusammenhängt, sei dagingestellt. Auch die Unterlagen von damals sind nicht entscheidend. Ein bereits wurzelspitzenresizierter Zahn ist schwierig zu behandeln. Ein Spezialist (Endodontologe) könnte sich dessen annehmen.


Gruß Peter Schmitz-Hüser

  • (219 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Danke für ihre Antwort.
Ich hatte damals keine vorherige Wurzelbehandlung. Die Schmerzen kamen und ich bin zum Arzt. Der hatte durch aufbohren und Medikamente zuerst versucht es selbst in den Griff zu bekommen.
Um ihn nicht ziehen zu müssen, hat er die letzte Möglichkeit nach seiner Aussage (Wurzelkürzung) machen lassen.
Ich habe damals auch keine Vollnarkose bekommen. Lediglich eine richtig ordentliche Spritze in den Gaumen..ein Tuch übers Gesicht und dann wurde es gemacht.


Wenn ich sie richtig verstehe, ist der Zahn durch die Vorbehandlung schwerer zu behandeln?
Welche Möglichkeiten bestehen denn noch, ausser ziehen?
Kann denn nicht die Ursache an der abgebrochenen Füllung liegen oder dürfte die solche Probleme nicht verursachen?


Entschuldigung für die vielen Fragen, aber ich bin auch ein eher ängstlicher Patient und habe Angst davor, sowas nochmal durchzumachen..die Schmerzen waren wirklich heftig!


Liebe Grüße

  • (155 mal gelesen)
  • Status: Experte

Rein eine abgebrochene Füllung würde nicht die Beschwerden verursachen. Es sei denn, die Fraktur setzt sich bis in die Wurzel fort. Eine Wurzelkürzung (WSR) ist nur in Kombination mit einer Wurzelbehandlung möglich (was damals auch mit Sicherheit gemacht wurde). Nichtsdestotrotz, ein Großteil der WSR wird unnötig durchgeführt. Heute weiß man, dass vor allem der Wurzelkanal von innen desinfiziert werden muss (Revision). Das ist bei einem bereits gekappten Zahn erschwert, deswegen evt. der Spezialist (Endodontologe).


Gruß Peter Schmitz-Hüser

  • (163 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Danke für ihre Antwort.
Ich war inzwischen bei dem Chirurgen der es damals gemacht hat.
Er bestätigte mir das, was sie geschrieben haben im Grunde.
Die abgebrochene Füllung kann nicht die Ursache sein, der Zahn ansich dürfte wegen dem fehlenden Nerv keine Schmerzen verursachen.
Diese kamen aus dem Oberkiefer, durch das Beissen auf den Schlauch kann das alles überlastet gewesen sein. Im schlimmsten Fall eine Halteband-(?)-beschädigung.
Dann müsste man den Zahn evtl. rausholen. Ich soll 4 Wochen abwarten, wenig belasten und das beste hoffen.
Laut Röntgenbild war jedenfalls alles OK und absolut Entzündungsfrei!


Nach den 4 Wochen muss ich beim ZA die Füllung erneuern lassen.
Erstmal soll ich diese Zeit abwarten, falls man ihn doch noch rausholen muss.


Danke für ihre Auskunft!
Liebe Grüße

  • (164 mal gelesen)
  • Status: Experte

Nur der Vollständigkeit halber - auch ein wurzelbehandelter Zahn kann Beschwerden verursachen.


Gruß Peter Schmitz-Hüser

Datum/Zeit von Autor Thema
10.01.09 13:08 Userin78Wurzelkürzung?!
11.01.09 11:32 P. Schmitz-HüserRe: Wurzelkürzung?!
11.01.09 11:56 Userin78Re: Wurzelkürzung?!
19.01.09 10:30 P. Schmitz-HüserRe: Wurzelkürzung?!
19.01.09 12:49 Userin78Re: Wurzelkürzung?!
22.01.09 13:49 P. Schmitz-HüserRe: Wurzelkürzung?!
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