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Forum: Zahnmedizin

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Lauren
  • (164 mal gelesen)
  • Status:

hallo herr dr. osswald,


mal wieder eine frage :-) ...


beim surfen durch's netz ist mir der begriff sonicsys-einlagen aufgefallen, welche eine gute alternative im molarenbereich darstellen sollen. gute belastbarkeit, ganz gutes aussehen ....


das ganze entspringt ja der würzburger zahnklinik, ist mir hier eben bei einer praxis im angebot aufgefallen - ist die sache aber auch überregional positiv bekannt?


irgendwie hat sich diese methode nur nach einem relativ großen substanzverlust angehört - wäre daher eben ("flüssiges") direktkeramik angebrachter? das kann ich bei mir an einem zahn im seitenzahnbereich bestaunen und sieht doch wirklich mehr als natürlich aus (für einen zahnarzt, der es nicht weiss, wohl auch kaum zu erkennen ...)


gruß, lauren.

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
Dr. Dr. Rüdiger Osswald
  • (83 mal gelesen)
  • Status:

Es handelt sich um ein sehr ordentliches Verfahren, insbesondere für sehr kleine zweiflächige Füllungen, Lauren. Für große Füllungen ist es eher nicht geeignet (genau so wenig wie Kunststoff).


Bei einem Inlay macht man normalerweise einen Abdruck von der " Kavität" die man präpariert hat, egal welche Form und Größe sie hat. Dann stellt der Techniker das Inlay her, dass mit Kunststoff in Säure-Ätz-Technik eigeklebt wird.


Das Sonic-Sys-Inlay ist ein industriell vorgefertigets Inlay und kostet 30,-Euro (Materialkosten). Es gibt sie in 3 Größen, wobei die Mittlere vom Handling her ideal ist. Mit speziellen Ultraschall-Instrumenten stellt man eine Kavität her, die der Größe des Inlays entspricht, das man einsetzten möchte. In diesem Sinne eine geniale Erfindung.


Wir haben bei uns bisher ungefährt 500 gemacht, völlig problemlaos und natürlich wegen der geringen Materialkosten sehr viel billiger als solche aus dem Labor. Wir setzen sie aber entgegen der Herstellerangaben mit ganz normalem und nicht mit flüssigem Kunststoff ein.


"Flüssige Dirketkeramik" ist ein mir nicht geläufiger Begriff und es gibt sie wohl sicher nicht. Sie meinen bestimmt dünnflüssigen Kunststoff.


Herzliche Grüße


Osswald

Lauren
  • (47 mal gelesen)
  • Status:

hallo!


ich meinte schon keramik - es müsste so etwas sein wie plastische keramik, die sich in der kavität "formen" lässt. im netz habe ich es nur mal hier verkaufstechnisch gefunden:


[www.zauberzahn.de]

Lauren
  • (39 mal gelesen)
  • Status:

hallo!


ich meinte schon keramik - es müsste so etwas sein wie plastische keramik, die sich in der kavität "formen" lässt. im netz habe ich es nur mal hier verkaufstechnisch gefunden:


[www.zauberzahn.de]

Lauren
  • (48 mal gelesen)
  • Status:

irgendwie war der server schneller als ich ;-)


beim link mal unter "porzellan" schauen - das ist doch schon was anderes als sonic-sys?


Lauren schrieb:



hallo!


ich meinte schon keramik - es müsste so etwas sein wie plastische keramik, die sich in der kavität "formen" lässt. im netz habe ich es nur mal hier verkaufstechnisch gefunden:


[www.zauberzahn.de]

Dr. Dr. Rüdiger Osswald
  • (90 mal gelesen)
  • Status:

Das ist Quatsch, was da steht. Der redet von Kunststoff, in dem sich Keramikpartikel als Füllkörper befinden, und bläht das zu "plastischer Keramik" auf, um seine Preise zu rechtfertigen, also nichts Neues. Die vorgefertigten Keramikteile sind ähnlich wie Sonic-Sys, nur bei weitem nicht so passgenau. Das geht auch nur für einflächige, okklusale Füllungen. Im Grunde spart man Kunststoff, was ja auch der Sinn ist. Je weniger Kunststoff, desto weniger Schrumpfung, desto weniger Gefahr des Randspaltes. Das ist aber Kunststoff und das wird auch immer Kunststoff bleiben.


Grüße


Osswald


Lauren
  • (48 mal gelesen)
  • Status:

hallo herr dr. osswald,


hatte ich mir irgendwo auch schon gedacht .... und stimmt, die füllung ist einflächig okklusal. preistechnisch war's bei mir zwar etwas günstiger, aber immerhin ....


sonic-sys wollte ich eigentlich füllungsaustauschtechnisch machen lassen, allerdings haben mich ein paar studien-fotos auf der site der zahnklinik in wü etwas stutzig gemacht, sieht teilweise nicht so richtig klasse aus .....


[www.uni-wuerzburg.de] ---> unter forschung ... da gibt es ergebnistechnisch ja sehr große unterschiede ....


ich habe zwar mittlerweile einen doc gefunden, der sonic-sys macht, aber allerdings wird die kavität nicht mit ultraschall sondern mit "speziellen" feilen präpariert. gibt das einen signifikanten unterschied im endergebnis oder sollte man sich einen ultraschall-zahni ausgucken?


gruß, lauren.

Dr. Dr. Rüdiger Osswald
  • (64 mal gelesen)
  • Status:

Je weniger Kunststoff, desto geringer die Randspaltproblematik, Lauren. Alles hängt bei Allem immer von Allen ab, die an Allem beteiligt sind.....smile...


Wenn der Kollege es mit irgenwelchen Feilen macht, dann ist das nicht sonic-sys. Wie der Namen schon sagt. Genormtes, diamamtiertes Ultraschallinstrumentarium.


Grüße


Osswald
*****

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