Startseite > Foren > Forum Zahnmedizin > Schleimhauttransplantation
Bei mir wurden vor 2 Monaten im Unterkiefer nach vorhergehendem Knochenaufbau 2 Einzelzahnimplantate gesetzt. Nun soll eine Schleimhauttransplantation mit Entnahme vom Gaumen durchgeführt werden, da das Zahnfleisch im Bereich der Implantate zu beweglich ist.
Stimmt es, das dieser Eingriff sehr schmerzhaft ist? Und das der Gaumen danach ein paar Monate taub ist? Und das die Erfolgsrate nicht gerade sehr hoch ist?
Hab leider noch nicht viel ermutigendes bzgl. diesem Eingriff erfahren, weshalb ich nun schon ein wenig verunsichert bin.
Ich bin für jede Antwort sehr dankbar.
Liebe Grüße,
Andrea
Eine Verbreiterung der unverschieblichen Gingiva ist eigentlich kein besonders gravierender Eingriff und auch nicht so kompliziert, Andrea. Die Prognose ist in der Hand des Erfahrenen sehr gut.
Das wenig Ermutigende, das Sie gehört haben, bezieht sich sicher auf Eingriffe, bei denen versucht wird, freiliegende Zahnhälse mittels eines freien Schleimhauttransplantates zu decken. Das ist ja bei Ihnen nicht der Fall.
Richtig ist, dass die Wunde an der Entnahmestelle etwas unangenehm ist und einige Zeit zum Abheilen braucht, da sie ja nicht (primär) verschlossen werden kann und daher (sekundär) zuheilen muß. Wir nennen das "sekundäre Wundheilung". So schlimm ist es aber nun auch wieder nicht.
Herzliche Grüße und viel Erfolg
Osswald
*****
[In diesem Beitrag verstoßen Inhalte gegen die Nutzungsbedingungen. Die Inhalte wurden daher unkenntlich gemacht.]
Sehr geehrter Herr Dr. Osswald,
zuerst mal vielen Dank für Ihre Antwort. Hab die Schleimhauttransplantation (am 15. 7.) mittlerweile gut überstanden :-)
Allerdings hätte ich nun schon wieder ne neue Frage: Seit heute hab ich auf der Mundschleimhaut im Bereich der Wangen und der Zunge weißliche Beläge, die sich leicht abziehen lassen und nicht schmerzen. Könnte das ein Soor sein? Obwohl ich mich was die Mundpflege betrifft gerade jetzt besonders bemühe? Hab sowas noch nie gehabt. Wenn ja, sollte man das gleich behandeln oder kann ich bis zum Kontrolltermin nächste Woche warten?
Tut mir leid, dass ich Sie schon wieder was frage, aber ich möchte nicht, das jetzt noch irgendwas schief läuft.
Vielen Dank und schöne Grüße,
Andrea
Ja, Andrea, es könnte sich um Soor handeln, muss es aber nicht. Sie sollten das in jedem Fall schnell anschauen lassen.
Grüße
Osswald
Sehr geehrter Herr Dr. Osswald,
vielen Dank für die rasche Antwort. Hab die Sache heute von unserem Turnusarzt auf der Station anschauen lassen und der meint, dass es tatsächlich Soor ist. Zahnmedizinisch kennt er sich jedoch nicht so gut aus, deshalb wollte ich fragen, ob ich das Antimykotikum bedenkenlos einnehmen kann, oder ob dadurch das Anheilen der Transplantate irgendwie gefährdet wird.
Ich könnte mit der Einnahme auch noch bis Dienstag warten, da ich dann sowieso zur Kontrolle muss. Oder ist dann Gefahr im Verzug?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
Andrea
Ich denke, Sie riskieren Ihr Implantat eher, wenn sie es nicht nehmen.
Grüße
Osswald
Herr Dr. Osswald,
vielen Dank für Ihre rasche Antort vorgestern. Sie haben mir wirklich sehr geholfen. Ich hab dann gleich mit der Einnahme begonnen und heute morgen sah der Soor nur noch halb so eklig aus. Mein Kieferchirurg fand zwar auch keine Ursache für den Pilzbefall, aber was solls - Hauptsache mit den Transplantaten ist alles in Ordnung und sie heilen schön an.
Nun bin ich doch sehr beruhigt. :-)
Dankeschön nochmals,
Andrea
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 07.07.03 21:24 | Irmgard | |
| 08.07.03 14:15 | Dr. Dr. Rüdiger Osswald | |
| 19.07.03 19:42 | Andreaaa | |
| 20.07.03 07:09 | Dr. Dr. Rüdiger Osswald | |
| 20.07.03 21:58 | Andreaaa | |
| 20.07.03 23:26 | Dr. Dr. Rüdiger Osswald | |
| 22.07.03 23:23 | Andreaaa |
Erfahren Sie im Ratgeber mehr über Zahnmedizin und das Thema Zahnpflege und Vorbeugung. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.