Startseite > Foren > Forum Zahnmedizin > Herr Dr. Osswald, müssen die Zähne wirklich raus?
ich habe schon vor einigen Jahren eine PA-Behandlung mit Emdogain hinter mich gebracht. Viele Zähne haben sich stabilisiert. Nun sollen zwei Zähne (Backenzähne, 6er) gezogen werden (ich bin 39), da sie angeblich nicht mehr zu retten sind und nur die umgebenden Zähne gefährden. Einer der beiden Zähne tut in der letzten Zeit häufiger ein bischen weh, aber beide sizten noch ganz fest. Zahnfleischbluten habe ich auch nicht. Beide haben wohl lokal begrenzt 12mm tiefe Taschen und Knochenverlust ist auch schon zu verzeichnen (aber nicht um den gesamten Zahn herum). Was ich trotzdem nicht verstehe, ist warum eine PA-Behandlung nichts mehr bringen sollte. Ich frage mich, ob nicht doch der Zahnerhalt möglich ist.
Ich habe mir einige der Fallbeispiele auf tarzahn.de angeschaut und die Röntgenbilder mit meinen verglichen. Und die Fallbeispiele erscheinen mir dramatischer, als mein eigener Fall. Ich komme aus Hamburg und frage mich, an welchen Parodontologen ich mich wenden sollte.
Oder kann ich Ihnen die Röntgenbilder zuschicken? Ich wüßte gerne Ihre Meinung dazu.
Kerstin
Tragen Sie denn regelmäßig eine adjustierte Schiene im Oberkiefer, Kerstin, damit die Zähne zumindest nachts völlig ruhig gestellt werden? I
ch bin ja der Meinung, dass bei so tiefen Taschen immer auch eine Entzündung der Pulpa (Gefäß-Nervenbündel im Zahn), also eine Pulpitis vorliegt, weil die Keimbarriere durch den fehlenden Knochen so stark verkürzt ist. Nach meiner Erfahrung wirkt eine Wurzelbehandlung mit sehr geduldiger und sorgfältiger Desinfektion vor dem Abfüllen mit einem potenten Desinfektionsmittel (z.B. ChKM) in vielen Fällen ware Wunder bei der Stabilisierung parodontal stark zerstörter Zähne. Die Lehrmeinung ist da aber ganz anderer Ansicht, was allerdings in meinen Augen in keinem Fall gegen meine Hypothse spricht....smile...
Ohne sie selber untersuchen zu können, kann, will und darf ich aber was Ihren ganz individuellen Fall betrifft, keine Aussage machen. In manchen Fällen ist es auch von großem Vorteil, einen Zahn zu entfernen, um den Knochen der Nachbarzähne zu schonen. Die eine von der anderen Situation zu unterscheiden ist ärztliche Kunst.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich schon mit diesem Forum und meinen sonstigen Aktivitäten ausgelastet bin und nicht auch noch Röntgenbilder anschauen und beurteilen kann. Dies ist ein Forum und keine Sprechstunde.
Herzliche Grüße
Osswald
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Sehr geehrter Herr Dr. Dr. Oswald,
bei mir wurde die Extraktion eines Backenzahnes im oberen Kiefer nach dem zweiten - leider auch vergeblichen - Versuch, den Zahn durch Wurzelspritzenresektion zu retten, vorgenommen. Während der OP wurde eine durchgängige Längsfraktur der betroffenen Wurzel festgestellt, was eine weitere Erhaltung ausschloss. Um die erkrankte Wurzel hatte sich der Knochen bereits stark zurück gebildet; ebenfalls konnte durch Drücken der betroffenen Stelle am Gaumen ein unangenehm riechendes Sekrets heraus gemolken werden. Mich beschäftigt nun das Thema Zahnersatz. Brücke oder Implantat ? Wie lange gilt es abzuwarten, bis eine Brücke bzw. ein Implantat eingesetzt werden sollten? Vielen Dank und freundliche Grüße
Michaela S.
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Was ist eine adjustierte Schiene? Was muss den ruhiggestellt werden?
Viele Grüße
Kerstin
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 18.03.04 17:47 | Kerstin29 | |
| 18.03.04 18:20 | Dr. Dr. Rüdiger Osswald | |
| 18.03.04 22:28 | MichaelaS | |
| 19.03.04 01:41 | Kerstin29 |
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