Sie befinden sich hier:

Startseite > Foren > Forum Zahnmedizin > entzündung kieferknochen/zahnextraktion

Forum: Zahnmedizin

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
  • (237 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

guten tag, herr Dr. Schmitz-Hüser,


hier die kurze beschreibung des "problems":


backenzahn verursacht entzündung im unterkieferknochen.
wurde vor 2 jahren wurzelbehandelt und der knochen mit knochenersatzpaste + antibiotika aufgefüllt.
seit mind. 6 monaten treten stückchen des knochenersatzmaterials aus dem zahnfleisch aus.
inzwischen zahnarztbesuch, ergebnis: kieferknochen ist erneut entzündet, zahn muß endlich extrahiert werden, termin am 02.12. morgens.
nach abheilen der wunde und der entzündung soll dann ein implantat gesetzt werden.


frage: wie wird hier üblicherweise vorgegangen? erhält der patient antibiotika gegen die entzündung?
kann man ggfs. erst bei der zahn-op selber sehen, wie stark der knochen schon angegriffen ist und sind weitere maßnahmen dann davon abhängig?
mit welcher heilungsdauer (nur zahnfleisch/knochen nach extraktion) ist zu rechnen, wenn die entzündung nicht fortgeschritten ist?


der patient hätte nämlich lust auf winterurlaub ab ende dezember und fragt sich, ob er den evtl. verschieben muß ;o)


herzlichen dank im voraus für Ihre antwort


viele grüße
crash

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
  • (119 mal gelesen)
  • Status: Experte

Hallo,


ich antworte im Text.


hier die kurze beschreibung des "problems":


backenzahn verursacht entzündung im unterkieferknochen.
wurde vor 2 jahren wurzelbehandelt und der knochen mit knochenersatzpaste + antibiotika aufgefüllt.


- es wurde also eine Wurzelspitzenresekion gemacht. Das Auffüllen mit Knochenersatzmaterial ist m. M. in dem Fall überflüssig, wird aber von Chirurgen gerne gemacht.



seit mind. 6 monaten treten stückchen des knochenersatzmaterials aus dem zahnfleisch aus.
inzwischen zahnarztbesuch, ergebnis: kieferknochen ist erneut entzündet, zahn muß endlich extrahiert werden, termin am 02.12. morgens.


- erster Tipp: Endodontologen (Spezialist für Wurzelbehandlungen) aufsuchen. Bisher klingt der Zahn nicht zwangsläufig nach einem Fall für die Zange.



nach abheilen der wunde und der entzündung soll dann ein implantat gesetzt werden.


frage: wie wird hier üblicherweise vorgegangen? erhält der patient antibiotika gegen die entzündung?


- nicht zwangsläufig. Bei akuten Beschwerden evt, aber nicht unbedingt nach der Entfernung.



kann man ggfs. erst bei der zahn-op selber sehen, wie stark der knochen schon angegriffen ist


- ja. Falls der Implantatplan durchgezogen wird, kann der Implantologe das Knochenfach untersuchen



und sind weitere maßnahmen dann davon abhängig?-


- ja. Der Defekt lässt dann die weiteren erforderlichen Maßnahmen erkennen.



mit welcher heilungsdauer (nur zahnfleisch/knochen nach extraktion) ist zu rechnen, wenn die entzündung nicht fortgeschritten ist?
- das hängt vom Zahn ab. Bei hinteren Backenzähnen muss man länger warten (4-6 Monate) als bei einwurzligen Zähnen



der patient hätte nämlich lust auf winterurlaub ab ende dezember und fragt sich, ob er den evtl. verschieben muß ;o)


- nicht unbedingt, sollte planbar sein. Viel Spaß!


Gruß Peter Schmitz-Hüser

  • (71 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

guten tag, herr Dr. Schmitz-Hüser,


erstmal herzlichen dank für die schnelle und informative antwort!
nun habe ich leider gestern erst weitere details erfahren und muß die beschreibung korrigieren:
1. die erste wurzelresek. wurde bereits vor ca.15 jahren vorgenommen. zwischenzeitlich hat sich der kieferknochen mehrfach erneut entzündet, wurde zunächst mit antibiotika behandelt.
2. vor 2 jahren dann wieder starke entzündung, knochen wohl stark angegriffen, kieferchirurg arbeitet mit dieser knochenersatzpaste + anti-b.


3. nun erneut entzündung nach monatelangem ausstoßen von knochenersatzmaterial durch das zahnfleisch. deshalb soll der backenzahn im unterkiefer nun extrahiert werden. allerdings gibt es vor dem eingriff noch ein gespräch mit dem kieferchirurgen.


neue frage:
vor dem hintergrund dieser neuen info ist dann wohl die extraktion mit folgendem implantat doch angezeigt, oder?


der patient und ich hoffen in jedem fall auf einen schneereichen skiurlaub ab ende dezember ohne knochenschmerzen oder ähnliches :o/


viele grüße
crash

  • (60 mal gelesen)
  • Status: Experte

Hallo,


die Informationen ändern eigentlich nichts an meiner ursprünglichen Antwort. Entfernung und Implantat ist definitv eine Alternative. Wenn um den Zahn 'gekämpft' werden sollte, muss ein Spezialist für Wurzelbehandlungen her, nicht der Kieferchirurg.


Gruß Peter Schmitz-Hüser

  • (48 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,
nochmal herzlichen Dank für Ihre 2. Antwort! Zahn ist nun raus, Patient wohlauf. Hoffentlich heilt alles schnell ab, dann wird das Implantat gesetzt. Sieht gut aus für den Winterurlaub - bis auf den noch fehlenden Schnee... ;o)


Gruß
crash

RSS-IconBeobachten Sie die aktuellsten Beiträge dieses Forums als RSS-Feed. Geben Sie hierzu die folgende Adresse in Ihren RSS-Newsreader ein: http://www.onmeda.de/foren/forum-zahnmedizin/rss.xml

Das könnte Sie auch interessieren

Zahnmedizin

Zahnmedizin

Erfahren Sie im Ratgeber mehr über Zahnmedizin und das Thema Zahnpflege und Vorbeugung. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.