Startseite > Foren > Forum Zahnmedizin > Ein paar Fragen zu Kronen
Hallo,
ich hab an sich mal ein paar Fragen über Kronen als Zahnersatz.. vielleicht kann sie ja hier einer mal beantworten.. wäre sehr dankbar.
1. Ich hab mal gehört, daß auch Kronen (ob nun Vollgusskronen oder Keramikverblendungen) kein lebenslanger Zahnersatz sind, sondern auch nur eine "Haltbarkeit" von 5, 10, 20 o.ä. Jahren haben.
Wie lange kann man bei diesen beiden Kronenarten wirklich rechnen?
2. Warum genau halten sie nur eine bestimmte Anzahl von Jahren, also was passiert dann mit der Zeit mit denen? Verschleißt das Metall, Keramik, etc mit der Zeit, oder hält der Zement zum befestigen der Krone nur diese bestimmte Zeit?
3. Was genau muss dann gemacht werden? Also wenn sich nur der Zement lösen würde, könnte man das dann einfach und schnell wieder in der Praxis einzementieren, oder muss evtl wieder eine neue Krone hergestellt werden?
4. Ich habe an einem Backenzahn mehrere Füllungen, die Zahnkrone an sich ist also schon sehr zerstört.. zumindest an den Aussenseiten.. in der Mitte geht es wohl noch. Ich habe bei dem Zahn keine Schmerzen beim Aufbeißen und auch sonst erfüllen die Füllungen ihren Zweck gut.
Kann man schon ungefähr vorher abschätzen, ob auf so einem Zahn eine normale Vollgusskrone halten würde oder ob eine Stiftkrone nötig werden könnte?
Oder ist das eher eine Fall zu Fall-Entscheidung, die nur der Zahnarzt mithilfe der Röntgenbilder treffen kann?
Mfg,
Steffen
2.Materialverschleiß ist möglich, aber nicht der Hauptgrund. Zementauflösung ist möglich, inbesondere, wenn die Kronen nicht so besonders gut passen (dicker Spalt) mit der Foge einer dicken Zementschicht. Der häufigste Grund ist sicher Sekundärkasies am Kronenrans in der Folge nicht adäquater Mundhygiene. Goldkronen sind problemloser als keramikkronen, da von ihnen zumindest einmal keine Keramik abplatzen kann.
3. Wenn sich nur der Zement löst, kann die Krone rezementiert werden. Ansonsten kann man eine Krone auch einfach und problemlos erneuern, wenn sich das als erforderlich erweist.
4. Stiftkronen macht man nur an wurzelbehandelten Zähnen. Aber auch dort kommen sie aus der Mode. Wenn es irgendwie geht, vermeidet man Stifte, weil sie selbst wiederum Komplikationen verursachen können, die bis zum Zahnverlust führen können (Schwächung der Wurzel mit der Folge der Wurzelfraktur, Perforation der Wurzel, usw.), sondern macht lieber Aufbauten aus Kunststoff in Säure-Ätz-Technik.
Ob eine Stiftkrone erforderlich ist, kann man aus der Untersuchung und dem Röntgenbild heraus vermuten. In extremen Fällen kann man es auch sicher aussagen. Ganz sicher weiß man es in der Regel erst, wenn all das entfernt wurde, was entfernt werden muss, und man sieht, was an gesunder Zahnsubstanz übrig bleibt.
In den meisten Fällen kann man jedoch sicher aussagen, dass kein Stiftaufbau notwendig ist.
Herzliche Grüße
Osswald
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Ja, dann vielen Dank für die prompten Antworten.
Gruß,
Steffen
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 10.07.03 17:46 | Steffen | |
| 11.07.03 00:54 | Dr. Dr. Rüdiger Osswald | |
| 11.07.03 02:01 | Steffen |
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