Startseite > Foren > Forum Stress, Nervosität & innere Unruhe > Fürchterliche Angst zu sterben
Hallo ihr Lieben,
mir geht es echt dreckig. Ich habe fürchterliche Angst zu sterben. Die habe ich schon immer, seitdem ich denken kann. Aber es wird immer schlimmer. Es ist schon so schlimm, dass ich "körperliche" Beschwerden habe.
Ich bin 19 Jahre alt & habe seit 6 Monaten einen wundervollen Sohn. Kurz nach der Geburt kam diese fürchterliche übertriebene Angst, dass ich sterben muss!!! Ich muss dazu sagen, dass meine Haushebamme auch nicht gerade die tollste war, da sie mir erklärt hatte, dass ich sterben muss, wenn ich nicht 6 Wochen lang durchblute. Was mir auch Angst gemacht hat. Wie gesagt, geht es mir sehr dreckig, seitdem mein Sohn da ist. Wenn er in meiner Nähe ist & wach ist, bin ich der glücklichste Mensch & für mich gibt es nichts besseres als meinen kleinen Sonnenschein. Sobald er aber im Bett liegt, wie jetzt, & sobald ich ganz alleine bin, geht es wieder los.
Meine größten Ängsten sind: Infektion nach der Geburt (Innere Blutvergiftung), Lungenembolie, Herzinfakt, Magen Darm Krebs, oder ein Tod durch die Grippe (da ich momentan wirklich fürchterliche Glieder-, Knochen-, Muskelschmerzen habe), einfach einzuschlafen & der Gedanke das mein Sohn ohne mich aufwachsen muss!!!!!!
Meine körperlichen Beschwerden sind: wie oben schon geschrieben: diese Muskelschmerzen in meinen Armen & Beinen, mein Herz rast wie verrückt, Kurzatmigkeit, ich "spüre" das Blut in meinen Adern, innere Unruhe, Husten, Wechselbad der Temperatur, komisches Geräusch in der Lunge, beim zu often Schlucken, meine Lunge tut mir unheimlich weh..!!! Gott sei Dank sind so viele Symptome auch schon wieder weg. Nach der Geburt war es wirklich sehr schlimm. Ich hatte mir das mal aufgeschrieben.
Z.B am 27.11.2010 waren meine Beschwerden:
•Druck auf der Brust / Brustschmerzen. •Augenschmerzen / schlechtes sehen. •häufiger Harndrang. •Stechen im Herzen / Stechen im Bereich des Herzens. •Kloß im Hals. •Schluckbeschwerden. •Hals ist wie zugeschnürt. •Kurzatmigkeit. •Schwindel. •Unruhe. •Kopfschmerzen. Druck / Stechen / Picksen. •Verspannter Schulter-, & Nackenbereich. •Übelkeit. •Probleme mit dem Magen. •Unterleibschmerzen. •Rückenschmerzen. •Temperaturempfindlich. •Gelenk-, Gliederschmerzen. •Unruhe. •Traurigkeit. •Änderung im Geschmack.
& meine Ängste waren:
•Angst vor Wasser in der Lunge. •Blutungen / Infektion nach der Geburt. •Hirnhautentzündung. •Krebs / Tumor. •Herzinfakt.
Ich lebe wirklich jede Sekunde mit der Angst, sterben zu müssen. Immer wieder kommt etwas dazu, dass macht mich echt krank. Ich bin nach der Geburt im Krankenhaus gewesen, um mich durchchecken zu lassen. Da wurde nichts gefunden & man hatte mir gesagt das ich etwas an der Psyche habe, was ich aber leider nicht glauben kann!!! Weil ich nicht glaube, dass meine Psyche mir so gesehen nur einen Streich spielt!!!!! Ich habe ja wirklich körperliche Symptome.
Trotzdem ein bisschen was aus meiner Vergangenheit!!! 2007 verstarb meine liebe Omi an Krebs! 2008, der beste Freund meines Bruder, im Alter von nur 14 Jahren, 2008 verstarb mein Onkel an demselben Tag wie meine Oma ein Jahr davor, August 2010 verstarb die Exfreundin meines Freundes, Januar 2011 verstarb mein Bester Freund, was mich wirklich sehr mitnimmt!!!!! Mein Papa hatte nun schon den 3ten Herzinfakt, mein Bruder lag vor 2 Monate im Krankenhaus mit einer Herzentzündung, meine Mama hatte 3 Jahre lang schwere Depressionen!!!
Dazu muss ich sagen, dass ich schon in Therapie bin. Allerdings ist nun schon seit 2 Monaten Pause. Beim Psychiater war ich auch schon, der hatte mir Anti Depressiva verschrieben, die ich aber wieder nach einem Monat abgesetzt hatte, weil ich die Angst hatte, dass alles dadurch nur schlimmer geworden ist!!!!!
Auch wenn meine Mama das hatte (auch mit körperlichen Symptomen) heißt es doch nicht das ich das auch habe, oder? Ich meine, bei mir hat das alles echt einen Zusammenhang, so nach der Geburt!?
Würde mich sehr über Antworten freuen. Lg Chanea.




Jedenfalls schafft so eine Meinung bei jemanden der Angst hat und für so etwas empfänglich ist eher ein neues Problem, besonders wenn er nicht deine "Richtung" der Spiritualität hat.
Aber ich komme vom eigentlichen Thema ab.
.......Bei einem Psychater ist das was anderes......
Da stimme ich dir zu.




Hi Leila,
wie ist es bei dir derzeit mit Verlustängsten? Ich kann mir vorstellen das jemand der starke Verlustängste hat die zu erwartenden Schwierigkeiten des Kindes auf sich selber überträgt und mitleidet bevor überhaupt ein Grund dazu besteht. Vielleicht hast du eine so gute Vorstellungskraft das du spürst wie dein Kind leiden würde wenn du nicht mehr da bist und dementsprechend immer größere Angst bekommst das dir etwas passiert, zusätzlich zu deinen bisherigen Ängsten, das durchlebst was auf dein Kind zu käme wenn dir etwas passiert. Ich meine damit das du gerade sozusagen die evtl. Folgen für dein Kind, das was es deiner Meinung nach spüren und erleben würde und zusätzlich deine eigenen Ängste zu bewältigen hast.
Ich hoffe du verstehst was ich meine, ich kann das nicht so gut erklären.

Hallo Tridet, gebe dir recht. Denke oft daran wie es für meine Tochter 20 J. wäre wenn ich nicht mehr da bin. Mein Son 32 J. ist stabil und kommt sehr gut klar. War für meine Tochter immer da sie wurde in der Schule gemobbt hatte keine Freundinnen. Ich habe alles mit ihr gemacht, war der Ersatz dafür. Aber die Angst habe ich schon seit meiner Kindheit und seit vier Wochen seit ich abends immer Temperaturerhöhung habe so furchtbar schlimm. Hoffe so sehr das ich es ohne Psychatrie schaffe. Die Blutergebnisse haben nichts negatives angezeigt. Danke für deine Zeilen und Anteilnahme. Lieben Gruss, Leila8
Hallo. Wollte nur Bescheid geben, dass ich nun doch im Krankenhaus liege. Nun liege ich mit einer ausgeprägten Magenschleimhautentzündung hier. Trotzdem habe ich Angstzustände, schlimmer sogar, als vorher. Hier werde ich völlig bekloppt. Wie sagt man so schön, "wenn der Teufel einmal drin steckt.." Ich habe Angstzustände, Verlustängste & Panikattacken ohne Ende. Leider werde ich hier nicht wirklich ernst genommen. Ich spreche Sachen an, die mir wirklich weh tun & hier wird nichts unternommen. Es ist eine Qual. Wenn ich könnte, würde ich aus meinem "kaputten Körper" flüchten. Die größte Angst ist, dass ich umkippe oder einfach einschlafe. Ich möchte nicht, dass mein Sohn ohne seine Mama aufwachsen muss. Ich liebe mein Baby so. Ich verstehe nicht, wieso es mir jetzt so dreckig gehen muss, wo ich das schönste auf dieser Welt habe. Ich will ganz schnell wieder gesund werden!!!!!!!
Einen Tag muss ich wohl noch bleiben. Morgen wird ein Laktoseintoleranz Test gemacht. Passt ja zu meinem Sprue / Zöliakie.




Hi Chanea,
schön das du dich meldest.
Ich würde nicht sagen das dein Körper kaputt ist, sondern deine Psyche arg lädiert ist.
Wie steht es denn mit deiner Therapie, hast du dich um häufigere Termine bemüht und wie wäre es wenn du es nochmal mit dem Psychiater versuchst? Medikamente brauchen zwar ein paar Wochen um richtig zu wirken und natürlich ist es Chemie, aber gesundheitlich gesehen hat dein Körper mehr Einbußen wenn du gar nichts nimmst, als wenn du das Richtige Medi für dich findest und dich dann auf Dauer besser fühlst.
Es ist auch häufig eine Geduldsprobe bis das richtige Medi gefunden ist und eine Therapie anschlägt, aber dann wirst du froh sein durchgehalten zu haben. Deiner Psychologin solltest du auf jeden Fall ausführlich schildern was in dir vorgeht und welche Beschwerden du hast.
Ich wünsche dir gute Besserung und viel Durchhaltevermögen.

Hallo Tired, habe Zeilen von dir bekommen die für Chanea bestimmt sind sind. ist aber nicht so schlimm. Lieben gruss, leila8 ( Regina )




Hi Leila,
echt. Hab wohl gerade ein kleines Namen+Thread durcheinanderbring Problem.;-)
Aber ihr habt ja beide recht ähnliche Probleme, also waren die Zeilen auch für dich.;-) (Nehme an du meinst den Beitrag von gestern).
Wünsch dir was und liebe Grüße.
Ganz lieben Dank Tired. Ich will das alles nun ganz schnell im Griff bekommen. Warte schon auf die schönen Dinge, die mich im Laufe dieser Woche erwarten. Werde nun den Rest der Kinderzimmer Einrichtung meines Sohnes bekommen, genauso wie ich am Samstag einmal baby-frei, dank meinen Eltern bekommen werde & einfach mal, wie früher, mit meinen engsten Freunden in die Disco gehen werde. Es ist halt noch sehr sehr schwer, umzudenken!!!!!!




Super das du dich auf etwas freuen kannst.
So ein Baby geht ja auch an die Nerven, wenn ich so zurückdenke hat mich das manchmal an den Rand der Verzweiflung gebracht. Beim ersten Kind ist das sowieso etwas stressiger, die erste Zeit hat man ja auch gewisse Ängste das etwas schief gehen kann, ist schnell in Panik wenn es zu viel schreit oder sich anders verhält. Bis man das Baby und seine Eigenheiten erst mal kennt und richtig einschätzen kann steht man auch des öfteren beim Kinderarzt auf der Matte, weil man noch kein Gefühl dafür hat warum das Kleine nicht mehr zu schreien aufhört.........Grauenhaft, meine hat die ersten sechs Monate von morgens bis abends die Stimme trainiert.:-)
Ich hatte damals ein ganz nettes Arrangement mit meiner Mutter, einmal die Woche hat sie sich ums Kind gekümmert und ich hatte frei. Ganz egal ob ich etwas vor hatte oder einfach nur schlaf nachgeholt habe. Auch wenn es dann mal sehr anstrengend war habe ich mich immer auf den freien Tag freuen können, fast genauso wie man sich als Arbeitnehmer auf das Wochenende freut.
Vielleicht wäre das für dich ja auch eine Möglichkeit, einfach regelmäßig ein paar Stunden, einen Tag, oder auch eine Nacht nur für dich zu haben und auch deine Kontakte weiter pflegen zu können.
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