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Forum: Schuppenflechte

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
St.
  • (1647 mal gelesen)
  • Status:

Hallo...
Habe seit einem Jahr eine Hauterkrankung an beiden Händen und am li Fuus. War schon bei mehreren Hautärzten gewesen. Man sagt es sei ein Ekzem. Jedoch hilft mir nichts. Weder Cortisonsalben jeglicher Art, Bestrahlung noch Vitamin D3 - Salbe, Harnstoff oder Schuppenflechtepräp.
Bedan Creme mit Johanniskraut lindert die Symptome, hilft aber nur einige Zeit bis die Haut wieder aufplatzt.
Habe gehört Altöl würde helfen, habe es aber nicht ausprobiert.
Bin im Krankenhaus tätig.
Bin dankbar für jeden Rat.
Danke, St.

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
Juppes
  • (616 mal gelesen)
  • Status:

Hallo St.
meine Frau hat 1988 ein Ekzem Erythema gehabt - Besuche bei mehreren Ärzten, die alle Cortison verschrieben haben, hatten nicht geholfen - Rein zufällig hat sie mal Teldane genommen, die ich wegen Allergie einnahm - und die Beschwerden linderten sich. Im Nachhinein hat sie festgestellt, dass sie gegen einen Konservierungsstoff in einem Reinigungsmittel für Kontaktlinsen allergisch reagierte. Wenn Du hauptsächlich an den Händen Probleme hast, könnte es auch sein, dass Du gegen einen Stoff (Reinigungsmittel), mit dem Du im Krankenhaus in Berührung kommst, allergisch reagierst. Wenn Deine Haut aufplatzt, dann lässt das allerdings auf Schuppenflechte schließen. Die habe ich Gott sei Dank nur am linken Oberarm und nicht allzu schlimm.
Bei meiner Mutter hat Melkfett gegen die Schuppenflechte geholfen.
Du musst halt mal darauf achten, wann es vermehrt auftritt - aber wenn Du mal auf die Hände Deiner Mitmenschen achtest, dann wirst Du feststellen, dass nahezu jeder Vierte Probleme mit der Haut hat.
Wünsche Dir alles Liebe und Gute und gute Besserung
Juppes

Paddler
  • (452 mal gelesen)
  • Status:

Hallo,


ich habe jetzt seit über 35 Jahren PSO und habe festgestellt, das gute Hautöle und Fette eine Linderung bringen können. Melkfett ist zum Beispiel ganz gut , wobei hier aufgepaßt werden muß, welche Sorte Du verwenden kannst. Zum Beispiel gibt es welches mit Ringelblume, hier muss aber getestet werden, ob Du nicht gegen Korbblütler allergisch reagierst. Ist dies nicht der Fall so kannst dieses Melkfett verwenden oder Ringelblumenöl auftragen (gleichzeitig entzündungshemmend). Als Hautöl kann ich zum Beispiel Mandelöl empfehlen, zieht gut ein und ist sehr gut Hautverträglich.


Mit freudlichen Grüße
Klaus

T. Wündrich (m-ww.de)
  • (408 mal gelesen)
  • Status:

Hallo St.,


Wenn es sich um ein Ekzem handelt, sollte natürlich ein Allergietest durchgeführt werden (falls dies wirklich noch nicht geschehen ist) um eine eventuelle Kontaktallergie und ihre Auslöser aufzudecken. Der Hautarzt wird Ihnen dann entsprechende Tipps geben, wie Sie der Symptomatik beikommen können.


Sollte es sich um eine Psoriasis handeln, so wäre am ehesten eine Psoriasis pustulosa an Handflächen und Fußsohlen zu vermuten. Dabei kommt es Anstelle der Schuppung (oder ihr vorausgehend) durch eine extrem starke Entzündungsreaktion zur oberflächlichen Pustelbildung durch massive Einwanderung von weißen Blutkörperchen, also "Eiterzellen" (Eiter= Pus), , ohne dass eine Infektion zu Grunde liegt. Gerade die Form, bei der Hände und Füße betroffen ist, kann für die Betroffenen sehr belastend sein, medizinisch wird sie als Psoriasis pustulosa palmo-plantaris Typ Königsbeck-Barber bezeichnet.



[www.m-ww.de]


Diese Schuppenflechteform ist relativ selten und schwieriger zu therapieren als eine Psoriasis vulgaris.


Allgemeine Therapiempfehlungen lauten wie folgt:


Meist spricht die Pustulosis palmo-plantaris gut auf eine topische Therapie mit stärker wirksamen Kortikoiden an. (Bei Ihnen offensichtlich untypischer Weise nicht) Diese Therapie sollte aber nur zeitlich begrenzt erfolgen. Eine Erhaltungstherapie mit 0,1% Tazarotene (Zorac®) oder Calcipotriol-haltiger Creme kann versucht werden. Die Therapie lässt sich gut mit mit physikalischen Methoden wie Creme- oder Bade-PUVA ergänzen.


Bei schweren Verlaufsformen kann eine systemische Therapie mit Acitretin, Methotrexat oder Ciclosporin nötig werden.


Spezifische Zusammenhänge mit Ihrer Arbeit sollten untersucht werden. Es kann sein, dass verschiedene chemische oder physikalische Reizfaktoren den Krankheitsverlauf als Provokatoren negativ beeinflussen.


Letztlich kann aber nur ein Hautarzt klären, um welche Erkrankung es sich in Ihrem Fall nun handelt und welche Therapie erfolgversprechend ist.


Viele Grüße,
T. Wündrich

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