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Hallo Herr Dr. Wachter und natürlicha auch allen anderen,
Heute möchte ich mal in Bezug auf die Wirkungsweise von Schmerzmittel etwas fragen. Ich hoffe, ich nerve Sie nicht schon
Ich schreibe nochmal was ich täglich so nehme:
3 x Katadolon S long; 1 Pallodon, 1 Arcoxia und nun seit 11 Tagen noch Amitriptylin 10 mg
Eigentlich doch recht viel. Nun, ich bin derzeit Abends wie aufgeputscht obwohl ich das Amitriptylin 2 Stunden vor den Schlafen gehen nehme. Die anderen Medikamente sind verteilt von 04.00 Uhr bis 19.00 Uhr.
Eigentlich hat man mir gesagt, dass ich aufgrund des Antidepressivum mehr Schlaf erhoffen darf aber es ist genau anders.
Ich kann fast überhaupt nicht einschlafen und wenn ich schlafe wache ich noch öfters auf als vorher. Mache ich was falsch oder woran könnte das liegen?
Haben Sie eine Idee?
Wie immer DANKE für Ihre Unterstützung. Oder auch die der anderen
Katzenauge




Arcoxia kann das Herz-Kreislaufsystem beeinflussen. Vieleicht liegt hier die Ursache. Erst wurde es ja nur den COX2-Hemmern nachgeschrieben, jedoch bei Untersuchungen auch den alten unspezifischen Mitteln(NSAR) wie Diclo oder Naproxen.
Für mich so die einzige Erklärung wenn ich nur die Medikamente sehe. Wobei das Ami mit 10 mg noch recht wenig ist um hier schlaffördernde Wirkung zu sehen. Selbt wenn man die individuellen Unterschiede bei jedem einzelnen Patienten mit sieht.
Wie lange nimmst du denn Arcoxia schon und wie stark?
LG
LaSa




Hallo Katzenauge,
es gibt Menschen, die reagieren auf Ad´s genau gegenteilig. Das heißt, wenn das Medikament schlaffördernt sein soll, reagiert dein Körper eher aufgeputscht. Du solltest deinen Arzt darauf ansprechen, möglicherweise verschreibt er dir ein anderes Medikament. Manchmal ist das aber nur am Anfang so u. bessert sich mit der Zeit, doch das sollte der Arzt entscheiden.
Gute Besserung!
Lichtlein
Zunächst: Katadolon S long ist mit 3 maliger Einnahme deutlich überdosiert!! Bitte lassen Sie unbedingt regelmäßig nach den Leberwerten schauen. PÜalladon wird hingegen mehrfach am Tag sinnvollerweise eingenommen.
Sehr selten kann Amitr. eine paradoxe Wirkung haben. Als Alternative kann Doxepin oder Trimipramin als stärker sedierende Antidepressiva sinnvoll sein.




Hallo lieber Herr Dr. Wachter,
ich weis das ich mit 3 Katadolon S long deutlich überdosiert bin (:\)
Aber ich komme sonst nicht über den Tag und bisher hat KEINER gesagt, dass ich die 3malige Einnahme verringern soll. Keine Schmerzklinik, kein niemand .... Obwohl JEDER weis was genau ich an Medikamenten nehme!
Die Leberwerte sind natürlich nicht wirklich gut. Nehm ich doch schon sehr lange diese Dosis.
Ich hoffe sehr, dass man bei der 3 wöchigen Schmerztherapie die Medikamente so umstellen kann, dass es nicht zusätzlich anderen Organen schadet ..
Ich war gestern in der psych. Klinik. Das habe ich bis zur stat. Aufnahme als Anweisung erhalten ... Na ja! Der Arzt dort hat nun das Amitr. auf 25 mg ab sofort erhöht, obwohl ich von dem noch weniger Schlaf erzählt habe.
Werde das nun ein paar Tage probieren, ansonsten muss ich halt erneut hingehen und die von Ihnen genannten Medis vorschlagen.
VIELEN DANK für Ihre Zeit, die Sie sich erneut genommen haben.
Katzenauge




Guten Morgen,
habe mir gerade das Medikament Trimipramin näher angeschaut.
Ich denke das fällt als Alternative weg, da bei den Warnhinweisen steht, dass man das Medikament NICHT bei Blasenentleerungsstörung und Restharnbildung nehmen darf.
Da das auch zu meinem Mist zählt, denke ich, dass das Medikament wohl für meine Person zu streichen ist.
Katzenauge




Überdosis - kommt doch drauf an was es ist. Bei den kapseln darf man bis zu 4 Stück nehmen, nur bei den Retardtabletten sollte man nur eine tablette nehmen. Hauptsache die DD von 400mg wird nicht überschritten. Oder habe ich hier was überlesen?
Doxepin ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Zumindest von den NWs ist es recht gut verträglich. Das mit Blasenentleerungsstörung usw. steht bei fast allen Antidepressivas im BPZ.
LG
LaSa




Guten Morgen,
es sind Retardtabletten die ich nehme ...
Katzenauge




Ja dann ist die Dosis schon bedenklich, vor allem auch aus der Sicht das der Wirkstoff die Leber ziemlich belasten kann. Wenn du mit der hohen Dosis auch nicht so zurechtkommst, dann steht die Vermutung im Raum, dass es einfach nicht das richtige Medikament ist für deine Beschwerden. Also von daher sollte man sich mal überlegen was noch helfen könnte. Eben einfach eine andere Wirkungsweise suchen.
LG
LaSa
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