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Hallo zusammen,
ich habe eine Frage und zwar ich leide seit 10 Jahren an Migräne.Anfällen mal schlimmer mal weniger schlimm.
Aber vermehrt mal seltener.
Da ich erst 25 Jahre alt bin würde ich gern die Migräne vollständig los werden.
Jetzt hab ich von der Schmerztherapie im Schmerz-Zentrum Baden-Baden gehört bei einem Dr. Klaus Strackharn.
Ich weiß jetzt nicht ob ich das machen soll oder nicht. Ich hab jetzt schon in vielen Foren positive und negative Beiträge gelesen.
Weil so eine Therapie auch mit Kosten verbunden ist an die 5 - 6 TEUR.
Ist das Blödsinn oder bringt das wirklich was??
Oder es heißt so eine Therapie dauert an die 4 - 5 Wochen wird man da dann krankgeschrieben oder müsste ich Urlaub in der Arbeit nehmen??
Hab mir auch schon überlegt ob ich einfach mal zu der kostenlosen Schmerz-Analyse hinfahren soll??
Wär schön wenn mir jemand antworten kann.
Viele Grüße
muenchnermadl




Kann die Schmerzklinik Kiel nur wärmstens empfehlen. Eine mir sehr nahe stehende Person war nach jahrelanger Odysee auf diese Klinik gestossen. Der Schmerztherapeut der sie bis zu ihrer Einweisung behandelt(?) hat hielt sie für austherapiert. Hinzu kam das sie nicht nur an Migräne leidet sondern auch am Bing Horten Syndrom(besser bekannt als Cluster-Kopfschmerz).. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Krankenkasse(wollten den Aufenthalt nicht bezahlen) durfte sie letztendlich doch dorthin fahren. Wunder darf man dort allerdings auch nicht erwarten, doch man kann eine starke Linderung bzw. starke Reduzierung der Anfälle erleben. Dort "landen" viele Patienten die bereits in vielen anderen Schmerzzentren waren und denen dort nicht geholfen werden konnte. Gut ist auch das man nach seinem Aufenthalt noch in Kontakt mit der Klinik bleibt und Dosisanpassungen etc. besprechen kann.
Ich möchte hier keine Werbung für konkret diese Klinik machen, doch wie ich selbst erlebt habe ist sie die einzige die sich wirklich mit dem Thema Migräne und Kopfschmerz auskennt.
Bei meinem beschriebenen Fall kam es zu einer deutlichen Reduzierung der Anfälle und folglich auch weniger AUs. Und es helfen wieder einfache Schmerzmittel wie Metamizol oder Naproxen.
Sollten noch Fragen, auch in Bezug auf eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse bestehen, so informieren Sie sich bitte auf der Website der Schmerzklinik [www.schmerzklinik.de] denn einige Kassen arbeiten mit dieser Klinik zusammen. Sollten dann noch Fragen sein wie es bei uns geregelt wurde, der kann mich hier im Forum oder auch per PN fragen. Das war ein längerer Weg ... denn die Klinik ist eine Privatklinik.
Alles Gute
LaSa
Privatklinik ist nicht ganz richtig. Die Klinik hat Verträge mit verschiedenen Krankenkassen. Das kann man aber erfragen.




Lieber Doc, ich möchte nicht das letzte Wort haben, aber ...
es ist eine Privatklinik! Bei dem Kampf um eine Einweisung wurde es uns seitens der Klinik klar gemacht das dies so ist. Da einige Kassen fortschrittlicher denken oder gedacht haben, wurden Verträge mit dieser Schmerzklinik ausgehandelt. So auch mit der AOK und der TK. Am Anfang dachten wir aus diesem Grund dürfte es sich um eine "normale" Klinik handeln und sind mit deser Meinuung zur Kasse wegen der Kostenübernahme. Als diese dann nicht im Computer auftauchte dämmerte es uns. Und so kam es zu dieser konkreten Nachfrage bei der Klinik. Jedoch bestärkte uns die Dame von der Anmeldung das die Kostenübernahme grundsätzlich kein Problem darstellen dürfte, und sich die Kassen nicht gegen eine Einweisung stellen würden.
In unserem Fall mussten wir über das Versicherungsamt in Bonn eine Ausnahmeregelung erwirken. Erst daraufhin zeigte sich unsere damalige Kasse kooperativ. Dann drängte sie auf eine sofortige Einweisung. So erfolgte der Klinikaufenthalt zum Jahreswechsel, was uns aber weniger störte denn wir warteten auf einen Termin. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt ansonsten ca. 4-6 Wochen, kann aber auch bis zu 3 Monaten betragen.
Alles Gute
LaSa
Aber Hallo, es scheint doch immer wieder überraschendes zu geben. Ich hatte bisher keine Probleme mit "meinen" Patienten. Es scheint aber, dass Sie mehr wissen. Danke für die Info!




Ich bin gerne bereit detalierter Infos hierzu abzugeben. Persönlich bin ich zu 50% SB(dauerhaft) und habe gelernt oder besser erlernen müssen um Dinge zu kämpfen. Und wer heute einen Antrag auf SB stellt wird merken das man die Prozente sehr schwer bekommt. Ich finde es nur als völlig inhuman das Patienten die oft einen langen Weg durch Praxen und Krankenhäuser hinter sich gebracht haben derartig behandelt werden. So habe ich z.Bsp. eine Kur oder eine medizinische Reha wie es auf neudeutsch nennt beantragt. Abgelehnt --> Widerspruch --> nun Klage vor dem Sozialgericht ! Würden diese Gelder sinnvoller genutzt und nicht für Gerichte und Gutachter, so dürfte den Patienten mehr geholfen sein. Doch auch Sie Herr Dr. Wachter werden mir bestätigen können, dass oft jene Patienten eine Kur bewilligt bekommen die sie eigentlich nicht bräuchten.
Ich möchte nicht lametieren, denn wenn ich auf andere Länder schaue ist hier in D die Versorgung noch recht gut. Doch allein aus dem gewachsenem System in D wäre eine andere Versorgung machbar!
Alles Gute!
Heiko
heiko
Sie haben sicher recht, dass man die Gelder besser verteilen könnte. Sie haben auch Recht, dass viele für ihre Rechte kämpfen müssen.
Leider sind die Strukturen nicht immer richtig und patientenorientiert. Trotzdem ist es wichtig als Arzt und Patient für seine Rechte zu kämpfen.
Hallo zusammen,
die Thematik mit der Kostenübernahme ist sicherlich problematisch, aber sofern die Therapie anschlägt, wäre das für mich nebensächlich. Man gibt soviel Geld für unnützes Zeug aus...
Daher würde mich interessieren, ob mir jemand nach erfolgter Behandlung in Baden Baden berichten kann ob und wie gut die Therapie angeschlagen hat.Vor allem ob es, wie versprochen, eine dauerhafte Lösung ist. Nach Lesen des Buches von Hr. Dr. Strackharn bin ich guter Dinge mich macht bloß skeptisch, dass diese Methode offenbar sonst von niemandem angeboten wird.
Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.
Viele Grüße
Monti2407




Hallo Monti,
zuerst möchte ich an den Beitrag vom Doc erinnern, wo er auf die Ergebnisse bei einer Behandlung hingewiesen hat. Persönlich sehe ich derartige Dinge skeptisch. Das hat einige Gründe, die da wären das die von mir erwähnte Bekannte schon viel versucht hat ihre Migräne zu verlieren. Leider konnte immer nur eine Linderung erreicht werden. Meine Tochter ist Medizinerin und von daher bekommen wir viel Unterstützung von ihr, wenn es darum geht Neues aus der Wissenschaft bezüglich der Migräne zu erhalten. Und zum Schluss die Tatsache, dass wenn dieser Mensch so erfolgreich Migräne behandeln könnte, dann müsste doch in Deutschland niemand mehr darunter leiden müssen.
Zaubern kann dieser Mensch nicht, aber ganz sicher Geld aus der Tasche ziehen. Allein schon der Titel des Buches "Nie wieder Migräne" zielt nur darauf ab, Patienten die jahrelang Problem haben zu Kauf zu animieren. auch die auf der Webseite dargestellten Verfahren und dazu die lateinischen Begriffe sehen für Laien "wichtig" und "speziell" aus. Man darf sich aber davon nicht blenden lassen. Die dort vorgestellten Techniken dürften auch dem Forendoc vertraut sein. Derartige Heilsversprechen sind kategorisch abzulehnen.
LG
LaSa
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