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Forum: Chronische Schmerzen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (427 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Vor 10 Jahren habe ich mir den 1.Lendenwirbel gebrochen und seit dem leide ich unter Rückenschmerzen.2001 bekam ich 4 Schrauben und 2 Stangen zum stabilisieren eingebaut.Da die Schmerzen nicht aufhörten wurde ich 2004 noch 2 mal operiert.Bei der ersten OP wurden die Schrauben und Stangen wieder entfernt und man nahm mir eine Rippe raus.Aus der Rippe und Beckenspan wurde ein neuer Wirbel gebaut und bei der zweiten OP wurde mir der Wirbel dann eingebaut und ich bekam 6 Schrauben und 2 Stangen eingebaut.Aber die Schmerzen hörten immer noch nicht auf.Während der ganzen Zeit bin ich immer noch 8 Stunden am Tag arbeiten gegangen.Natürlich immer nach längerer Auszeit.Seit Juni 2008 gehe ich nun gar nicht mehr arbeiten. Nachdem ich 18 Monate krankgeschrieben war und 14 Monate arbeitslos,bin ich seit 1.1.2011 in Erwerbsminderungsrente.Die Ärzte sagen zu mir,das ich unter Phantomschmerzen leide,aber das kann ich mir nicht vorstellen,denn die Schmerzen sind nicht nur an einer Stelle sondern großflächig über den ganzen Rücken bis zu den Rippen verteilt.Im Sommer 2010 war ich 7 Wochen in einer Schmerzklinik.Dort hat man alle möglichen Schmerzmittel an mir ausprobiert,aber nichts hat bei mir gewirkt.Ich lebe also ohne Schmerzmittel und muss damit Leben,so die Ärzte.Linderung habe ich nur,wenn ich liege.
Können Sie mir ein Rat geben?
Mit freundlichen Grüßen
Roswitha Kuliewitz

Antworten zu diesem Thema:

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  • (97 mal gelesen)
  • Status: Experte

Neben der reinen medikamentösen Schmerztherapie gibt es auch zahlreiche psychologische Verfahren um mit den Schmerzen besser zurecht zu kommen. Dadurch ändert sich primär an den Schmerzen nichts, aber die Lebensqualität kann wieder gesteigert werden. Auch dies wird in guten Schmerzkliniken vermittelt.
Problematisch ist, dass Schmerzen sich ausbreiten können. Das ist ein Prozess, der auf einer zunehmenden Sensibilisierung der Schmerzwahrnehmung beruht. Die "Schmerzrezeptoren" werden immer empfindlicher und nehmen auch normale Reize irgendwann als Schmerz war.

  • (58 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Moin zusammen,Moin zusammen,


ich habe mir 2009 beim Klettern in Spanien ein Lendenwirbel (L2) gebrochen. Es war ein Kompressionsbruch mit über 50% Höhenverlust und neurologischen Symptomen. 3 Tage nach dem Unfall erfolgte im spanischen Krankenhaus (war transportunfähig) die dorsale Spondylodese. Die ersten Monaten nach der Operation hatte ich sehr mit Schmerzen zu kämpfen und musste 3 Monate lang NSARs (Diclofenac) kombiniert mit Opiaten (Oxygesic 10) einnehmen, danach nur NSARs. Klettern habe ich wieder nach ca. 3 Monaten angefangen, allerdings sehr vorsichtig, max. 6. Grad, da ich Angst hatte, dass Titanplatten brechen können. War bei mehreren Ärzten in Deutschland, einige haben gemeint - muss man noch mal operieren, von vorne, also ventrale Spondylodese, da Bandscheibe höchstwahrscheinlich mitbetroffen. Und natürlich kein Leistungssport. Habe beschlossen: keine zweite OP. Habe Physiotherapie gemacht - alles nur bedingt geholfen, trotzdem starke Schmerzen.
Nach 9 Monaten kamen Platten raus. Danach langsames wiederaufbau der Muskulatur (Rückenzentrum am Michel, Hamburg), Triggerpunktmassage (hat mich gerettet bei Muskelverspannungen), nach 3-4 Monaten wieder angefangen auf Vollleistung zu klettern und war bald KOMPLETT SCHMERZFREI. Jetzt sind ca. 3 jahre nach dem Unfall vergangen, Rücken ist immer noch tip top, klettere im oberen 8. grad :)


FAZIT:
Auch wenn der initiale Verlauf sehr deprimierend ist, und Ärzte sagen "nie wieder richtig Sport, nie wieder Rücken wie vorher", hat man gute Chancen nach einer solchen OP KOMPLET SCHMERZFREI zu werden. Lasst Euch von Ärzten keine Prognosen bzgl. Sport und Schmerzfreiheit stellen, es gibt kaum Ärzte, die damit Erfahrung haben...


ich habe mir 2009 beim Klettern in Spanien ein Lendenwirbel (L2) gebrochen. Es war ein Kompressionsbruch mit über 50% Höhenverlust und neurologischen Symptomen. 3 Tage nach dem Unfall erfolgte im spanischen Krankenhaus (war transportunfähig) die dorsale Spondylodese. Die ersten Monaten nach der Operation hatte ich sehr mit Schmerzen zu kämpfen und musste 3 Monate lang NSARs (Diclofenac) kombiniert mit Opiaten (Oxygesic 10) einnehmen, danach nur NSARs. Klettern habe ich wieder nach ca. 3 Monaten angefangen, allerdings sehr vorsichtig, max. 6. Grad, da ich Angst hatte, dass Titanplatten brechen können. War bei mehreren Ärzten in Deutschland, einige haben gemeint - muss man noch mal operieren, von vorne, also ventrale Spondylodese, da Bandscheibe höchstwahrscheinlich mitbetroffen. Und natürlich kein Leistungssport. Habe beschlossen: keine zweite OP. Habe Physiotherapie gemacht - alles nur bedingt geholfen, trotzdem starke Schmerzen.
Nach 9 Monaten kamen Platten raus. Danach langsames wiederaufbau der Muskulatur (Rückenzentrum am Michel, Hamburg), Triggerpunktmassage (hat mich gerettet bei Muskelverspannungen), nach 3-4 Monaten wieder angefangen auf Vollleistung zu klettern und war bald KOMPLETT SCHMERZFREI. Jetzt sind ca. 3 jahre nach dem Unfall vergangen, Rücken ist immer noch tip top, klettere im oberen 8. grad :)


FAZIT:
Auch wenn der initiale Verlauf sehr deprimierend ist, und Ärzte sagen "nie wieder richtig Sport, nie wieder Rücken wie vorher", hat man gute Chancen nach einer solchen OP KOMPLET SCHMERZFREI zu werden. Lasst Euch von Ärzten keine Prognosen bzgl. Sport und Schmerzfreiheit stellen, es gibt kaum Ärzte, die damit Erfahrung haben...

Datum/Zeit von Autor Thema
23.04.11 17:31 rosso2110Schmerzen nach Wirbelbruch
23.04.11 21:11 Dr. WachterRe: Schmerzen nach Wirbelbruch
15.01.12 17:02 Ali GSchmerzfrei und wieder Leistungssport
Derzeit online: TowerBridge, anne_27, max_01
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