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Forum: Chronische Schmerzen

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (111 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Guten Tag Herr Wachter,
ich habe folgendes Problem und weiss nicht, ob ich deswegen zum Arzt gehen kann oder ob sich das auch nicht im "Alleingang" lösen lässt.
Seit ca 4 Jahren habe ich immer mal wieder Schmerzen in den Gliedmaßen und Rücken.
Der Rücken ist nun vor 8 Wochen untersucht worden und es ist nichts dabei rausgekommen. Alles im Normalzustand.
Im Alltag beobachte ich immer wieder bei mir, dass ich eigentlich sobald ich den Mund zumache die Zähne zusammenpresse und erinnere mich dann immer wieder locker zu lassen, mache lockerungsübungen etc.
Das selbe habe ich tagsüber auch beobachtet (dieses ständige alle Muskeln anspannen) daraufhin habe ich mit PMR nach Jacobsen angefangen und "übe" auch immer weiter.


Seit 4 Wochen habe ich im ganzen Körper starke Schmerzen, als wäre ich vor ein Auto gelaufen, oder jemand hätte mich von ganz bis Fuß durchgeprügelt. Wenn die Schmerzen zu schlimm werden, nehme ich Novalgin (die hatte ich noch zuhause) denn Ibu und Paracetamol helfen in diesem Moment nicht viel.
Ich habe mich weiter beobachtet, auch das aufwachen und dort auch wahrgenommen, dass ich am ganzen Körper völlig verkrampft bin, sogar die Hände hatte ich zu Fäusten geballt.


Jetzt ist meine Überlegung, ist es nur ein "Muskelkater" durch diese ständige Anspannung, aber da denke ich ja selber, irgendwann ist der Muskel ja daran gewöhnt an diese Dauerbelastung, oder?


Ich bin in psychotherapeutischer Behandlung, dort geht es aber eher um Traumatherapie.


Ich habe (entschuldigen die die Ausdrucksweise) Schiss zum Arzt zu gehen, weil ich Sorge habe, dass er mich nicht ernst nimmt und ich mich tatsächlich nur mehr zusammenreißen muss.
Bzw. alles auf die psychosomatische Schiene schiebt.


Ich sehe durchaus dass es Zusammenhänge geben kann, allerdings wäre ich froh, wenn das abgeklärt werden könnte, bzw. mir jemand was an die Hand gibt, womit ich das selber regulieren kann (und damit meine ich nicht Medikamente o.ä.).
Denn ich sehe es nicht ein ständig Medis in mich reinszustopfen, allerdings schaffe ich im Moment keinen Tag ohne Novalgin, weil die Schmerzen zu massiv sind.


Ich hoffe das ist jetzt alles kein zu großes Kuddelmuddelschreiben, ich bin einfach nur noch ratlos.


Das Drachenkind

Antworten zu diesem Thema:

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  • (35 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Zitat:
Drachenkind84
Ich habe (entschuldigen die die Ausdrucksweise) Schiss zum Arzt zu gehen, weil ich Sorge habe, dass er mich nicht ernst nimmt und ich mich tatsächlich nur mehr zusammenreißen muss.


UND genau das sollte Sie veranlassen es doch zu tun!!!
Und machen Sie dem Arzt klar, dass er eine Verantwortung gegenüber seinen Patientinnen hat.
Erst wenn man organische Dinge hat ausschließen lassen, erst dann kann ein verantwortungsbewusster Arzt mit der Psychoschiene kommen!! Dann und erst dann ...


Selbstverständlich kann man psychische Dinge auch nicht ausschließen aber man soll und darf sie auch nicht von Beginn an in den Vordergrund stellen!!
Hätte ich die Ihrigen Beschwerden würde ich eindringlich um ordentliche Abklärung bitten. Neben einer umfangreichen Labordiagnostik (auch Borreliose) können dann andere Untersuchungen der Reihe nach im Ausschlussverfahren folgen. Lassen Sie sich nicht unterkriegen!!!!!!


Katzenauge

  • (31 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Wenn Novalgin wirkt, dann könnten Krämpfe mit die Ursache sein. Novalgin wirkt krampflösend und schmerzstillend. Von daher einmal Blut auf Mineralstoffe und Elektrolyte untersuchen lassen.
Und an die Hinweise von Katzenauge denken! Iherer Aussage kann ich mich nur anschließen.
Alles nur auf die Psyche zu schieben ist halt bequem. Und zum Thema Entspannungstherapie kann ich nur sagen, dass es einigen gar nicht bekommt und in manchen Fällen kontrainduziert ist. Mir persönlich hat weder Jacobson noch autogen. Trainig wirklich etwas gebracht. jedoch habe ich patienten kennengekernt die sind während der Therapie so tief entspannt gewesen, dass sie geschnarcht haben.


LG
LaSa

  • (37 mal gelesen)
  • Status: Experte

Psychische Beschwerden (zB Ängste) können oft zu Veränderungen auf körperlicher Ebene führen (zB Anspannung) und dann auch zu Schmerzen. Viele Patienten leiden unter ähnlichen Symptomen wie Sie sie beschreiben.
Zunächst gibt es muskelentspannende Medikamente, schmerzdistanzierende Antidepressiva und Analgetika. Diese können durchaus sinnvoll sein.
Ich arbeite auf der Verhaltensebene inzwischen sehr viel mit MBSR (einfach googeln) als eine Form von Entspannungsverfahren. Langfristig ist das eine tolle Alternative für viele Patienten. Es gibt in diesem Bereich auch weitere sinnvolle Alternativen (AT, Biofeedback, Yoga usw.).
Wenn Sie einen guten Arzt haben, dürfen Sie sich diesem anvertrauen. Ich denke es sollte ärztliche Aufgabe sein sich "ganzheitlich" um die Patienten zu kümmern.

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