Startseite > Foren > Forum Chronische Schmerzen > Chronische Schmerzen nach Fall aus 6 m Höhe
Hallo,
mein Mann leidet unter rasenden chronischen Schmerzen trotz Einnahme versch. Medikamente.
Folgendes ist passiert:
Am 27.08.2001 fiel er aus 6 m Höhe und kam mit der rechten Hüfte auf dem Boden auf. Zahlreiche Brüche waren die Folge. Der schlimmste Bruch: Acetabulumfraktur rechts. Dieser wurde 3 Tage später operiert, da die starken inneren Blutungen bei einem früheren Eingriff sein Leben bedroht hätten. Zahlreiche Reha´s waren die Folge. Dadurch, dass er zunehmend Schmerzen - verursacht durch die "schnappende Hüfte" hatte, wurde im Feburar 2005 nachoperiert. Der Oberschenkelmuskel wurde geteilt. Die Hüfte schnappte zwar nicht mehr, jedoch hat mein Mann seither höllische Schmerzen. Im Jahr 2008 wurde entzündetes Pannusgewebe entfernt. Dadurch wurde zwar die Streckung des rechten Beines wieder ermöglicht, jedoch muss er seit 2005 starke Medikamente und Psychofarmaka einnehmen, um den Schmerz überhaupt auszuhalten. Seine derzeitige Medikation:
Solvex 4 - 4 - 0 mg
Seroquel 0 - 50 - 50 - 50 mg
Lyrica 0 - 0 - 150 - 300 mg
Alfuzorin 10 - 0 - 0
Mocicol 1 - 0 - 0
Targin 20/10 1 - 1 - 1
Pantozol 40 - 0 - 0
Arcoxia 90 - 0 - 0
Da mein Mann gerade mal 40 Jahre alt ist, suchen wir nach Alternativen. Außerdem ist er trotz dieser Medikation zeitweise bei Schmerz 10!
Wer kann uns helfen?
Hat jemand einen Ansatz? Habe neulich über Hypnose gelesen....? Was ist da überhaupt möglich? Oder kann uns nichts und niemand mehr helfen?
Mein Mann ist inzwischen psychisch so weit unten, daß er mehrmals jährlich entweder ins Bezirksklinikum, Akutklinik bzw. Psychosomatische Klinik muss. Leider wird ihm dort auch nur bedingt geholfen. Das größte Problem sind seine Schmerzen! Wenn irgend etwas Linderung bringen würde, glaube ich, wäre seine Psyche sofort besser.
Für alle Mitteilungen herzlichen Dank.


Hallo Anna,
bessern sich die Beschwerden Ihres Mannes nicht, sollte zunächst der betreuende
Schmerztherapeut erster Ansprechpartner sein. Er könnte beispielsweise anstelle
der Targin (R)-Tabletten ein geeignetes Opioid-Schmerzpflaster verordnen. Solche
Schmerzpflaster sind im Allgemeinen gut verträglich und werden alle 24 bis 72
Stunden gewechselt.
Ansonsten können durchaus auch nichtmedikamentöse Maßnahmen zum Einsatz
kommen. Dazu gehören beispielsweise TENS (transkutane elektrische Nervenstimu-
lation), Kryotherapie, Hypnose, Akupunktur, autogenes Training etc.
Viel Erfolg,
Ralf Eck
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 05.01.09 19:17 | Anna44 | |
| 06.01.09 23:23 | Ralf Eck |
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