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Sehr geehrter Dr. Ulrichs!
Ich hatte Ihnen bereits mal am 24.07.03+30.07.03 geschrieben und viele Symptome und Befunde aufgezeigt. Vielen Dank nochmal für Ihre Antworten!
Ich würde gerne mal wissen, wie man die Diagnose einer autoimmunen Hepatitis stellt?
Ich hatte im April 03 einen SMA-Titer (glatte Muskulatur) von 1:1280 (Norm <1:20), Actin 1:320 (Norm <1:20), ANA-Screening positiv => ANA-Isotypen IgG-ANA positv Titer 1:80 - gesprenkelt fine, IgM um die 600 (Norm <230), BSG um die 40/80, ...Z.Zt. sind auch meine Leberwerte (GPT 52 [Norm <31], AP 107 [Norm <104]) leicht erhöht.
Vor ca. 1 Jahr wurde im KH auch einmal ein schwachpositiver AMA-AK Subtyp 2 festgestellt, der für eine PBC sprechen könnte. Dieser ist seitdem bei meinem Internisten immer negativ.
Müßte denn nicht bei diesen Laborbefunden, der Verdacht (sogar ein großer Verdacht) bestehen auf eine autoimmune Hepatitis? Spricht den nicht vieles dafür?
Was für Symtome und Laborwerte hat man bei dieser Erkrankung und wie lange dauert Sie?
In meinen vorherigem Beitrag hatte ich so ziemlich alles aufgelistet, was mir an Laborwerten/ Diagnosen bekannt war und ich zusammenfassen konnte.
Zusätzlich ist jetzt noch ACE mit 65 (Norm 18-55) und TAK mit 372 (Norm <40) erhöht.
Es wurde irgendwas von Sarkoidose und Overlap-Syndrom gesprochen - aber wieder nicht konkret!
Vielleicht bekommen Sie mit diesen ganzen Daten (von jetzt und vorher) ein Gesamtbild für eine Verdachtsdiagnose/-n?!
Mittlerweile glaube ich auch nicht mehr, dass ich nur an einer Krankheit leide.
Nur, an welchen Krankheiten? - dass würde ich endlich so gerne wissen und behandelt werden wollen.
Vielen Dank für Ihre vielen Bemühungen und liebe Grüße!
Sara (28)
In der Tat sind etliche Autoantikörper erhöht, so wie man es bei autoimmunologischen Geschehen findet. Diese allein ergeben aber noch keine Diagnose. Läßt sich klinisches Bild und Laborparameter nicht einem Krankheitsbild aus dem rheumatischen Formenkreis allein zuordnen, könnte ein sog. overlap-Syndrom in Frage kommen.
Eine Autoimmunhepatitis geht mit vielen Veränderungen der Leberwerte und Leberfunktionsparameter einher und kann erst in Betracht gezogen werden, wenn die Befunde alle vorliegen und eine virale Hepatitis ausgeschlossen worden ist. Die aufgelisteten Leberwerte allein ergeben noch keine Verdacht.
MfG
Ulrichs
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 29.08.03 15:52 | Sara1 | |
| 30.08.03 11:42 | Dr. Ulrichs |
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