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Forum: Rheuma

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (254 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Ich leide seit 3 Monaten an wandernden Gelenkschmerzen in beiden Händen und Füßen sowie seit ca 4 Wochen in den Knien. Ein Besuch beim Hausarzt (gr. Blutbild) sowie Rheumatologen (der mich zum radiol. Röntgen weiterschickte) brachten kein Ergebnis, Blut in Ordnung, kein Rheuma, keine Veränderung am knöchernen Bild, nur die Blutsenkung ist erhöht (42). Ich bin verzweifelt, denn die Schmerzen dauern an (vor allem Nachts) und außer Ibuprofen zu nehmen habe ich keinen Hinweis, was ich tun kann. Dazu kommen starke Halsschmerzen jeden Abend und Nacht (Streptokokkentest war aber OK). Meine Hausärztin meinte nun, mein Leiden sei diagnostisch nicht fassbar, ich solle noch 4 Wochen warten und dann wiederkommen für ein erneutes Blutbild. Sie vermutet eine Entzündung im Körper, die für die Schmerzen verantwortlich ist. Ich finde das alles sehr zermürbend, da jeden Nachmittag die starken Schmerzen zurückkommen und ich nicht weiß, ob ich jemals wieder fit werde. Ich bin dankbar für einen Hinweis, wie ich meiner Krankheit auf die Spur kommen und begegnen kann. Danke im voraus. Zum Hinweis noch: in meiner Familie gibt es keinerlei Rheuma, ich habe keinen Zeckenbiss gehabt, und die Morgensteifigkeit der Gelenke ist unter 30 Min. Ich bin weiblich und 35 Jahre alt.

Antworten zu diesem Thema:

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  • (72 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Hallo carola,
da geht es dir ja noch recht gut wenn man sieht das viele Patienten jahrelang sich quälen ehe eine entsprechende Therapie eintritt.
Ob du von einer Zecke gebissen worden bist oder nicht, tja das ist so eine Sache. Es gibt einige Patienten die selbst nach Blutuntersuchungen als negativ betrachtet worden sind. Hier kommt es auf die Art der Blutuntersuchung an. Rheuma allein nur am Labor festzustellen ist waghalsig, also auch ncht verwertbar.
Gehe am besten zu eine Schmerzdoc und lass die bisher erhobenen Befunde auf Null setzten. Vieleicht bringt sein Labor mehr Klarheit. Ich habe eine Bekannte, der wollte man die Mandeln entfernen weilsei ständig entzündet waren. Ergebnis - die Mandeln hat sie noch, jedoch eine Nussallergie. Also können Schmerzzustände vielfältig sein. Und auch wenn es niemanden gab mit Rheuma, so kann es dennoch sein. Auch wenn rein labotechnisch(seronegativ) keine Anhaltspunkte gefunden werden.
Schlussendlich muss halt eben auch einmal an eine Szintigrapfie oder aber auch an eine PET-CT gedacht werden.
Also - Kopf hoch und nicht aufgeben! Eine Ursache muss es geben.


LG
LaSa

  • (73 mal gelesen)
  • Status: Experte

Auch ich bin der Meinung, dass die Möglichkeit, dass eine rheumatische Erkrankung dahinterstecken könnte, noch einmal geprüft werden sollte.


Dazu sollte ein anderer Rheumatologe konsultiert werden.
Wie schon richtig festgestellt, muss bei Verdacht auf rheumatische Erkrankungen, bei Gelenkbeschwerden und typischen Beschwerden manchmal länger gefahndet werden, bis eine Diagnose gestellt werden kann.


Erst danach kann eine adäquate Therapie begonnen werden.


MfG,


Ulrichs

  • (51 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Hallo Carola,


erst einmal Kopf hoch und nicht jetzt schon entmutigt sein!!!


Ich würde Dir raten - warte n i c h t 4 Wochen, bis HÄ neues Blutbild machen möchte!
Falls du wirklich eine Entzündung im Körper hast - egal wo - dann ist das verlorene Zeit! Es müßte jetzt sofort behandelt werden, damit es Dir nicht einmal so ergeht, wie vielen anderen Patienten - wo sich die Erkrankung chronifiziert.


Der Körper hat ein sogenanntes "Schmerzgedächtnis". Wenn starke Schmerzen längere Zeit bestehen und nicht oder ungenügend behandelt werden, entsteht "chronischer Schmerz"!


Bei Deinen Beschwerden liegt, wie Dr.Ulrichs auch schon schrieb, der Vd.auf eine rheumatische Erkrankung nahe.


Der Rheumatologe, welcher Dich nur zum Röntgen geschickt hat und anhand einer einmaligen Blutentnahme behauptet, du hättest kein Rheuma, sollte gewechselt werden!


Ich weiß aus eigener schmerzvoller Erfahrung in den letzten ca.7 Jahren, daß es nicht so viele Rheumatologen - und noch dazu "gute"- gibt. Aber du mußt Dich nicht einfach so wieder wegschicken lassen, ohne zu wissen, was du hast!!!


Man muß als Patient die Ärzte auch bitten, weitere Untersuchungen durchzuführen. Wie "Labersack" schon schrieb - Szintigrafie (da erkennt Arzt, wo Entzündungen vorhanden sind), MRT (mit Kontrastmittel ), oder CT usw.


Eine stationäre Einweisung zur genauen Diagnostik wäre auch noch eine Option.


Ich wünsche Dir, daß du bald Klarheit über Erkrankung hast - aber du mußt auch damit rechnen, daß es ein längerer Weg wird.


Alles Gute, Kopf hoch und nicht verzweifeln!!!


Liebe Grüße, schildi

  • (48 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Ich hatte letztens ein nettes Gespräch mit den verschiedensten Gremien des Gesundheitswesens. gerne wollte ich den z.T. recht gut vollgefutterten Herren einmal meinen Leidensweg beschreiben und nachfragen weshalb nicht schon eher entsprechende Untersuchungen eingeleitet worden sind.
Hier die lapidare Antwort:
"Ganz sicher wäre eine entsprechende Untersuchung im Uniklinikum möglich gewesen. Doch man sollte bedenken, dass es sich hier um eine recht aufwändige, hochtechnologische und kostenintensive Untersuchung handele. Diese kann und darf nur bei begründetem Verdacht angewendet werden."
Ich rede hier nicht von einer Herzkathederuntersuchung mit Stentimplantation sondern von einer Ganzkörper-Skelettszintigrafie. Hätte diese Untersuchung vor 2 Jahren statt gefunden, so hätte ich wenigstens 1 Jahr weniger Schmerzen und andere Beschwerden gehabt. Aber leider wird Gesundheit immer mit Geld gegengerechnet. Wenn man diversen Suchmaschinen Glauben schneken darf, so kostet eine derartige Untersuchung ~ 300€. Rechne ich den Verbrauch der von mir verwendetetn Schmerzmittel gegen so relativiert sich dieser Betrag enorm. Allein 1 Packung Arcoxia 60mg kosten 150€, dazu Palladon das ebenfalls mit dieser Summe zu Buche schlägt. So ist man erst einmal bei 0. Rechne ich dann noch Jurnista, Lyrica und Cymbalta hinzu, dann wird das ganze ein Minus-Geschäft. Naja hochbezahlte Schein-Fachleute wissen es ja besser. Also lieber das Geld an die Pharmaindustrie als in dien Diagnostik.
Aber es kann ganz gut auch sein das ich nicht richtig rechnen kann ....


LG
LaSa

  • (44 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

zuerst einmal vielen dank für eure antworten!
wenn ich rheuma hätte, müssten dann nicht die rheumafaktoren im blut nachweisbar sein?
mittlerweile habe ich im internet gelesen, dass eine infektreaktive arthritis ähnliche symptome wie meine hervorruft. (keine rheumafaktoren, halsschmerzen, außerdem habe ich links und rechts zwischen augen und nasenwurzel eine schmerzfreie rötung) bei der infektreakt.arthr. sind jedoch wohl nicht mehrere gelenke gleichzeitig betroffen wie bei mir.
ich habe demnächst einen termin beim internistischen rheumatologen. ich hoffe nur, dass dieser termin klarheit bringt. ich habe es wirklich satt, ständig arzttermine wahrzunehmen und keinen schritt weiter zu kommen.

  • (42 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Internistischer Rheumatologe klingt erst einmal sehr gut. Viel Erfolg bei dem Termin, dass er Klarheit in die Sache bringt.


Deine Frage wegen der Rheumafaktoren - tja das Labor ist recht flexibel. Und leider wird sich zu sehr auf das Labor verlassen. Du kannst an einer rheumatischen Erkrankung leiden ohne irgendwelche Blutwerte zu besitzen. Ob du nun an dieser von dir genannten Erkrankung wirklich betroffen bist, sollte der nächste Termin klären. Leider ist die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung oft sehr schwierig. Es gibt ein Rheumaforum, da ist alles schön erklärt und Betroffenen berichten. Dort wirst du schnell sehen können wieviele Patienten esgibt, die auch keine Laborparameter bieten können.


LG
LaSa

  • (49 mal gelesen)
  • Status: Experte

Das kann ich nur unterstützen: Mit der Diagnose kann es manchmal etwas dauern.
Deshalb muss Geduld mitgebracht werden.


MfG,


Ulrichs

  • (38 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Hallo Carola,
hab Dir eine PN geschrieben - schau mal nach.
Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung!


LG schildi

  • (44 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

vielen dank nochmal euch allen. es ist schwierig, überall im internet liest man, dass man schnell behandelt werden sollte, je eher desto besser, aber andererseits muss man wochenlang auf einen arzttermin warten. und ihr schreibt ja auch, dass die diagnose nicht leicht ist und dauern kann. die tatsache, dass ich eigentlich schnell eine behandlung beginnen sollte, aber bisher noch kein bißchen weitergekommen bin, macht mir irgendwie druck, da fühlt man sich schnell hilflos, ausgeliefert, und vor allem ratlos. ich wünsche mir am meisten, dass ich endlich weiß, was genau ich habe, damit etwas dagegen unternommen werden kann. irgendwie finde ich viele ärzte auch sehr gleichgültig, die einen nach der sprechstundeentlassen, obwohl sie einem keinen schritt weitergeholfen haben und keinen tipp oder irgend etwas sonst anbieten (außer schmerzmittel zu nehmen). ich verstehe den zeitmangel der ärzte und dass sie auch keine zauberer sind. aber mit einer engagierten ärztin oder arzt, der sich irgendwie engagiert in meinem fall, würde es mir psychisch auch gleich besser gehen.

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