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Hallo, ich bin neu hier und schon habe ich meine erste Frage.
In einem Rheumabus, der vor ein paar Tagen bei uns Station gemacht hat habe ich mich aus Gaudi auf Rheuma testen lassen. Das war so ein Schnelltest auf den man einen Tropfen blut aufträgt und schon nahc vier oder fünf Minuten das Ergebnis sieht. Bei mir trat dann auch eine rosa-farbene Bande auf und die Frau die den Test mit mir gemacht hat, hat mir erklärt, daß das ein Zeichen für Rheuma sein kann.
Ich habe das nicht geglaubt, schließlich bin ich ja kein alter Mann. Ein Freund hat mir dann aber erklärt, dass das schon möglich ist, Rheuma gibt es auch bei Jüngeren Menschen und auch bei Kindern. Im Internet habe ich nun gelesen, daß Rheuma tatsächlich als Folge von einer Infektion auftreten kann und das man das Rheuma oft erst zu spät erkennt. Oft werden auch Leute zwischen 30 und 50 Jahren krank.
Ich selbst bin 32. Krank fühle ich mich (im Moment) nicht. Manchmal habe ich Rückenschmerzen, auch in der Schulter und beim Treppensteigen oder wenn ich in die Hocke gehe knacken die Knie und tun dann auch mal ein paar Tage weh.
Kann es wirklich sein, dass ich Rheuma habe?
Es wäre primaa, wenn mir jemand raten kann was ich jetzt am besten mache.
Jonas


Du kannst zum Rheumatologen gehen.
Ich habe auch erst vor kurzem erfahren, dass ich Rheuma haben könnte.
Meine Tochter war beim Rheumatologen und musste Übungen mit den Händen machen. Nun, eine Übung kann ich nicht machen, weil ich die Finger vorne nicht abbiegen kann. Mir fiel das vorher nie auf.
Jetzt ist mir auch klar, warum ich manchmal zu Hause Probleme habe mit dem z. B. Halten des Spüllappens.
Auch, wenn ich mit den Händen eine Faust mache, spannen mir die Finger.
Ich hatte allerdings auch mit ca. 17 Jahren ein "Rheumaerlebnis". Ich wachte öfters morgens auf mit einem geschwollenen roten Zeigefinger. Nur, ich war nie beim Arzt - man denkt ja immer, es geht alles von alleine vorüber. Schließlich hatte ich dann auch jahrelang Ruhe.
Ich werde mich vom HA auf Rheuma testen lassen.
Solange es nur meine jetzigen Beschwerden sind, ist alles für mich i.O.
Alles Gute
Dieser "Rheuma-Schnelltest" war wahrscheinlich der Nachweis von sogenannten Rheumafaktoren im Blut. Eine Erhöhung desselben allein ist aber weder verdächtig noch ein Hinweis auf das Vorliegen einer rheumatischen Erkrankung. Er kann durchaus auch bei Gesunden nachgewiesen werden. Erst im Zusammenhang mit typischen klinischen, labordiagnostischen und radiologischen Symptomen und Befunden bekommt er eine Bedeutung.
Rückenprobleme und Knacken im Knie sind zunächst verdächtig auf ein orthopädisches Problem.
Erst in zweiter Linie kann ein Rheumatologe eine rheumatische Erkrankung ausschließen.
MfG,
Ulrichs
Hier sind die Beschwerden in der Tat verdächtig, und sie sollten auf jeden Fall beim Rheumatologen abgeklärt werden.
Ob eine rheumatische Erkrankung durch eine vorherige Infektion ausgelöst werden kann, ist eher fraglich, wenngleich auch nicht ganz auszuschließen. Die Zusammenhänge und eigentlichen Ursachen rheumatischer Erkrankungen sind nach wie vor unklar.
MfG,
Ulrichs
Danke für deine Antwort.
Ich habe nun noch einmal ein wenig recheriert, was das für ein Rheumaschnelltest war den ich da gemacht habe. Das war ein Test, der nicht nur den Rheumafaktor nachweist sondern auch das sogenannte "mutierte citrullierte Vimentin". Der Test scheint also sozusagen doppelt sicher zu sein.
Auf der Seite von der MEDICA (das ist eine Fachmesse für Ärzte) habe ich was gefunden, was dich sicher auch interessiert:
[www.medica.de]
Da steht:
"Neben dem Rheumafaktor detektiert rheumachec® zusätzlich Autoantikörper gegen das Mutierte Citrullinierte Vimentin (MCV), einen neuen Marker für die rheumatoide Arthritis. Der Test ist hoch spezifisch und sensitiv, bereits bei unklaren Symptomen in einer sehr frühen Phase der Erkrankung liefert er eine eindeutige Aussage. Selbst beschwerdefreie Personen erhalten mit dem Test einen ersten Hinweis auf ein Erkrankungsrisiko. Damit erfüllt der Schnelltest die wichtigste Forderung der Rheumatologen: Die frühzeitige und schnelle Diagnose der rheumatoiden Arthritis, um rechtzeitig eine effektive Therapie einleiten zu können."
Auch auf der Seite von der Firma, die den Test herstellt, findet man ein bißchen was zu diesem Rheuma-Schnelltest:
[www.orgentec.com]
Der Test scheint ganz neu zu sein. Du sagst du gehst zum Hausarzt und läßt einen Rheuma-Test machen. Weißt Du da mehr drüber? Zahlt die Krankenkasse so einen Rheumatest?
Jonas
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.07 15:49.


Hallo Jonas,
danke für die Links für den Autoantikörperschnelltest. Bei meiner Tochter wurde bisher vom Hausarzt nur der MCV-Wert bestimmt.
Das Ergebnis des Rheumatologen liegt mir bis spätestens in 1 Woche vor. Dann weiß ich genau, was alles untersucht wurde und gehe dann damit zum Hausarzt. Wegen dem Schnelltest frage ich dann auch gleich.
An Deiner Stelle würde ich zusätzlich einen Orthopäden aufsuchen. Meine Tochter ist auch beim Orthopäden und kam erst über Umwege zum Rheumatologen. Ob wir da allerdings richtig sind -hm, das steht noch in den "Sternen"...Bei ihr dauert es nun schon Monate. Schmerzen gehören für sie leider zum Alltag.
Wegen dem positiven Schnelltest würde ich mir keine Sorgen machen. Mein erstes Rheumaanzeichen ist immerhin 20 Jahre her und ich merke erst jetzt wieder etwas. Sonntag hat mir der Knöchel am Handgelenk gestochen. Letzte Woche war es der rechte Arm - ich ging von Überlastung aus, weil ich viel mit dem PC arbeite. Kann natürlich genausogut vom Rheuma kommen.
Viele Grüße - Sabine


Hallo Herr Dr. Ulrichs,
der MCV-Test war bei meiner Tochter bisher immer in der Norm.
Vom Rheumatologen bekam sie nun den Wirkstoff Naproxen. Es sind die ersten Tabletten, die ihr helfen.
Kann dies auf Rheuma hindeuten? Ihr Hauptschmerzpunkt ist der Sehnenansatz in der linken Leiste. Die Ärzte kommen bei ihr bisher nicht weiter. MRT wird laufend zur Kontrolle gemacht (in 4 Monaten bereits 3 x um einen Tumor auszuschließen). Ohne Naproxen kann sie nicht lange sitzen.
Mit Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol hatten sie keinen Erfolg. Auch nicht mit stärkeren Mitteln. Sie hat diese Tabletten dann auch nicht mehr genommen, weil sie keinerlei Schmerzlinderung merkte.
Der Bericht des Rheumatologen steht leider noch aus. Bis in 1 Woche werde ich mehr wissen.
Vielen Dank im Voraus.
Viele Grüße - Sabine
Die noch ausstehenden Untersuchungen müssen leider erst noch abgewartet werden.
Letztendlich kann sich der behandelnde Rheumatologe aus den Blutuntersuchungen, radiologischen Untersuchungen sowie der Anamnese und der körperlichen Untersuchung ein Gesamtbild machen und hoffentlich zu einer Diagnose kommen.
Was die hier besprochenen Rheuma-Schnellteste angeht, so sind orientierende Blutuntersuchungen nur bei Verdacht auf Vorliegen einer rheumatischen Erkrankung sinnvoll. Zusammen mit einem guten Fragebogen (der die wesentlichen Punkte der Anamnese abdeckt) können solche Tests sicher weiterhelfen.
Die eigentliche Diagnose stellt aber der Rheumatologe.
MfG,
Ulrichs


Hallo Herr Dr. Ulrichs,
der Rheumatologe hat uns telefonisch mitgeteilt, dass alle Blutwerte in Ordnung sind. Also kein Rheuma. Sein Rat: Für 12 Wochen Naproxen nehmen und dann ausschleichen. Muss man Naproxen wie das Kortison ausschleichen? Bei Kortison verringert man dadurch z. B. Gliederschmerzen etc., aber gilt das auch bei Naproxen?
Unserer Tochter nützt dieser Rat wenig. Ihr Problem: Sie kann keinen Schultag durchhalten.
Hm, der Fragebogen des Rheumatologen hat uns nicht viel gebracht. Ihr wurde ein Fragebogen für Kleinkinder vorgelegt (ist schon toll, wenn man sich mit 16 Jahren im "Laufstall" aufrichten kann...). Der Rheumatologe meinte, sie hätte eigentlich den Fragebogen für Jugendliche bekommen sollen, aber die Vorzimmerdamen haben hier anscheinend nicht mitgedacht.
Was halten Sie von CT und Knochenszintigramm? Würde ein CT ausreichen? Die im 1. MRT festgestellte Raumforderung hat sich deutlich verkleinert. Der Orthopäde meinte, ein Tumor würde sich nicht verkleinern. Mittlerweile ist er auch am Überlegen, ob CT und Knochenszintigramm sinnvoll wären.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Viele Grüße - Sabine
Die bisherige Diagnose bei der Tochter ist unzureichend.
Bildgebende Verfahren (ggf. auch CT), aber auch eine weitergehende Blutuntersuchung sollten sich hier anschließen.
Die Schmerzen nur symptomatisch zu behandeln, ohne die genaue Ursache zu kennen, ist nicht richtig.
MfG,
Ulrichs
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 16.11.07 16:00 | JonasT | |
| 19.11.07 19:40 | prisma11 | |
| 19.11.07 23:27 | Dr. Ulrichs | |
| 20.11.07 14:14 | JonasT | |
| 20.11.07 21:38 | prisma11 | |
| 19.11.07 23:15 | Dr. Ulrichs | |
| 20.11.07 21:47 | prisma11 | |
| 25.11.07 22:16 | Dr. Ulrichs | |
| 26.11.07 20:06 | prisma11 | |
| 07.12.07 23:15 | Dr. Ulrichs | |
| 10.12.07 21:05 | prisma11 | |
| 12.12.07 22:51 | Dr. Ulrichs |
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