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Forum: Rheuma

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (349 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Sehr geehrter Herr Dr.,


ich bin 30 Jahre alt und habe folgende Diagnose 1998 gestellt bekommen: membranöse Glomerulonephritis. Weil sich seit 2009 ein erhöhter ANA-titer (1:1280) zeigte war ich schon einmal beim Rheumatologen. Weil dieser mich nicht ernst genommen hat, bin ich in die Uniklinik zum Rheumatologen. Dort wurde ich 1 Woche stationär untersucht mit folgendem Ergebnis:


"Aktuell kein Hinweis auf einen systemischen Lupus erythematodes"


Laborbefunde: CCP, Rheumafaktor, cANCA, pANCA, Histone, anti-Ro, anti-SSA, ENA, negativ. Antikörper gegen dsDNA stehen noch aus. In Zusammenschau der Befunde wird zum aktuellen Zeitpunkt kein Hinweis auf einen Lupus erythematodes gesehen.


Meine Nephrologin testete auch mehrmals die dsDNA, die war bei ihr immer negativ.


Von der Uniklinik habe ich 1xdie Woche Dekristol 20.000 bekommen, wegen Vitamin D-Mangel.


Meine Fragen: muss man das Dekristol für immer nehmen oder nur bis der Speicher aufgefüllt ist? Muss dann im Labor ein Blutwert kontrolliert werden bzw. kann man sich damit überdosieren?


Was heißt das jetzt: Kommt mein ANA-titer von der Glomerulonephritis obwohl diese momentan inaktiv ist?

Antworten zu diesem Thema:

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  • (106 mal gelesen)
  • Status: Experte

Vitamin D-Vorräte gibt es leider nur begrenzt - wenn also Mangel herrscht, dann sollte hier unterstützend eingegriffen werden.


ANA-Titer geben keine auskunft über die akute Krankheitsaktivität, sondern nur darüber, dass ggf. eine Autoimmunreaktion vorliegt, also eine einer rheumatischen Erkrankung zugrundeliegende Reaktion des Abwehrsystems.


MfG,


Ulrichs

  • (83 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Sehr geehrter Herr Dr. Ulrichs,


danke für Ihre Antwort. Verstehe ich das richtig, dass ich also noch eine rheumatische Erkrankung, wie Lupus bekommen kann? Weil im Befund habe ich ja "aktuell keinen Hinweis auf einen SLE".


Das geht jetzt schon seit 2009 so: "aktuell, momentan, zur Zeit kein Hinweis auf SLE".


1) Kommt denn da noch was oder neige ich mit diesem Ana-Titer nur dazu und es muss so nicht sein?


2) Stimmt dass man auch mit Antikörper auf Nukleosomen einen SLE nachweisen kann? Oder ist dieser nur mit Antikörper gg. dsDNA nachgewiesen?


3) Die Rheumatologin und die Nephrologen empfahlen mit zur Blutdrucksenkung ein Sartan. Zuvor hatte ich von Captopril, nach 13 Jahre Einnahme, eine geschwollene Unterlippe bekommen. Mit den Sartanen (Irbesartan, Eprosartan) hatte ich eine Gefühl im Hals als ob ich einen Tennisball verschluckt hätte, es hat gedrückt und sich auch innen wie geschwollen angefühlt. Hinzukamen Herzklopfen, Brustkorbschmerzen, Wadenkrämpfe, leicht Bauchkrämpfe, Schwindel, Sodbrennen und Übelkeit. Nach Absetzen des Sartans ging es mir wieder gut. Die Hausärztin meinte, dass das Gefühl im Hals möglicherweise eine Kehlkopfschwellung gewesen sein könnte.


Was kann man jetzt noch für ein Medikament einsetzen zur Blutdrucksenkung - aus welcher Wirkstoffgruppe?


4) Kann das schon wieder eine allergische Reaktion gewesen sein?

  • (83 mal gelesen)
  • Status: Experte

Zu 1 und 2:
Mit dem Antikörper-Nachweis kann keine Diagnose eines SLE gestellt werden. Dazu gehören noch sehr viele weitere Untersuchungen, v.a. eine körperliche und eine genaue Erhebung der Krankengeschichte.


Zu 3:
Solche Nebenwirkungen eines Blutdruckmedikamentes rechtfertigen seine Absetzung. Es gibt eine Menge Alternativen, empfehlen kann ich von hier aus leider keine, denn mir fehlen die weiteren Informationen zu Bluthochdruck und anderen Faktoren, die bei Verschreibung bedacht werden müssen.


Zu 4:
Medikamentennebenwirkungen müssen nicht unbedingt eine allergische Reaktion beinhalten. Auch viele andere unerwünschte Wirkungen führen dazu, dass das Medikament trotz erwiesener Wirksamkeit nicht länger gegeben werden kann.


MfG,


Ulrichs

  • (65 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Sehr geehrter Herr Dr. Ulrichs,


neben der Bestimmung der Autoantikörper + "normales" Labor wurden noch folgende Untersuchungen gemacht: Lunge röntgen, Herz- und Bauchultraschall, Augenarzt, Ruhe-EKG, 24-h-Blutdruckmessung, Sammelurin. Demnächst habe ich dann noch einen Termin beim Angiologen.


Dann sind die Untersuchungen abgeschlossen und ich habe noch ein Auswertungstermin in der Rheumaambulanz in der Uniklinik. Die bisherigen Untersuchungen waren alle i.O.


Zu meinem Blutdruck: die 24-h-Blutdruckmessung ergab, dass ich einen hoch-normalen bis grenzwertigen Blutdruck habe. Meine Werte lagen zu Hause in Ruhe ohne Tabletten morgens bei 118/83-129/95, mittags zw. 135/95-145/102 und abends zwischen 126/92-130/99.


Meine Nephrologin wünscht sich einen Blutdruck bei max. 130/80. Sie hatte mir ACE-Hemmer bzw. Sartane verschrieben, weil sie die Proteinurie positiv beeinflussen und die Niere schützen. Leider habe ich, wie in den Mails zuvor beschrieben, beide Wirkstoffgruppen ja nicht mehr vertragen. Meine Proteinurie lag unter dieser Therapie bei max. 0,15 g/Tag.


Ich bin 1,63 groß und wiege 58 kg. Also normaler BMI. Welche Wirkstoffgruppe könnten Sie bei den Blutdrucksenkern noch empfehlen? Dann gibt es nur noch Betablocker, Calcium-Antagonisten, Diuretika, Alpha-Rezeptorenblocker? Diese haben ja diesen "Nierenschutz" nicht. Verstehe ich das richtig? Einen ACE-Hemmer kann ich jetzt ja nicht mehr nehmen, aufgrund der geschwollenen Unterlippe. Und die Sartane scheine ich ja auch nicht zu vertragen.


Andere Krankheiten habe ich nicht. Nur die membranöse GN. Meine Nephrologin ist wahrscheinlich erst nächste Woche erst da. Sollte ich nochmals mit ihr sprechen?

  • (53 mal gelesen)
  • Status: Experte

Die Nephrologin hat recht: der Blutdruck sollte den Wert von 130/80 nicht überschreiten.
Leider kann ich von hier aus keine Empfehlungen zu weiteren Blutfdrucksenkern geben, da mir die weiteren Informationen zu Bluthochdruck und Nierenschädigung im vorliegenden Fall fehlen.


Aber die Nephrologin wird ganz sicher alternative blutdrucksenkende Medikamente verschreiben, die unter den gegebenen Umständen sicher verwendet werden können.


MfG,


Ulrichs

  • (38 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Sehr geehrter Herr Dr. Ulrichs,


meine Hausärztin hat mir Amlodipin 5 mg verschrieben. Ich habe aber schon wieder neue Beschwerden dazu bekommen: täglich habe ich starkes Brennen im Mund. Es ist sehr störend. In der Wange links innen, habe ich gestern eine Art dunkel-roten Fleck/Pickel bekommen. Heute früh hat er in der Mitte einen weißen Belag. Mehr kann ich aber auch nicht sehen und mein Mund brennt sehr unagenehm. In der Nacht brennt der Mund nicht.


Morgens und spät nachmittags habe ich immernoch Höhe Wangenknochen Schwellungen.


Außerdem habe ich mehrmals in der Woche und auch mehrmals am Tag verteilt ein Globusgefühl im Hals. Es fühlt sich so an, als ob ich einen Tennisball verschluckt habe oder ob meine Schilddrüse vergrößert wäre. Aber von außen ist nichts sichtbar. Beim Allergologen war ich. Eine Allergie habe ich nicht. Alle Werte waren okay. Ich bekomme noch Luft, wenn ich dieses Gefühl im Hals habe, aber ab und an hindert es mich beim Schlucken. Ich kann zwar das Essen noch runterschlucken, aber es ist stört irgendwie. Bei trockenem Essen habe ich das Gefühl, dass es mir im Hals stecken bleibt.


Ich war letztes Jahr im März zur Magenspiegelung: leichte Gastritis Typ C und Refluxösophagitis vom Kardiatyp.


Kann das alles vom Reflux kommen, oder steckt da doch noch eine Kollagenose hinter?

  • (34 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Sehr geehrter Herr Dr. Ulrichs,


jetzt melde ich mich schon wieder, da heute urplötzlich meine linke Hand geschwollen war. Die Außenkante vom kleinen Finger runter und da wo der Daumen dran ist. Das war extrem dick. Es sah richtig verschoben und entstellt aus. Ich habe mich richtig erschrocken. Ich habe mich weder verletzt noch war es rot. Es war einfach nur sehr doll geschwollen.


Jetzt weiß ich gar nichts mehr. Momentan habe ich das Gefühl, dass alles bei mir im Körper "verrückt spielt".


Kann das am Amlodipin liegen? Bin langsam verzweifelt...Erst die geschwollene Unterlippe wahrscheinl. vom ACE-Hemmer, Sartane haben auch nicht geklappt.... und nun das? Was kann ich jetzt noch tun?


Den nächsten Rheumatologentermin habe ich erst Ende des nächsten Monats. Die Hausärztin weiß langsam auch keinen Rat mehr.

  • (31 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Sehr geehrter Herr Dr. Ulrichs,


ich war nun nochmals beim Arzt. Zuerst bei der HNO-Ärztin. Im Mund ist nichts zu sehen, auch der Kehlkopf war in Ordnung. Sie meint, dass durch Amlodipin eine Mundtrockenheit entstanden ist. Daher auch das Brennen im Mund und Globusgefühl im Hals. Sicherheitshalber schickt sie mich noch zur Sonografie der Schilddrüse.


Die geschwollenen Augen können nichts mit den Nieren zu tun haben. Die Nephrologin hat nochmal Blutwerte abgenommen und Sammelurin untersucht. Alles okay. Also die Glomerulonephritis bleibt inaktiv.


Die geschwollene Hand denkt sie, kann vom Amlodipin kommen. Habe jetzt Carmen 10 mg 1/2-0-0 bekommen.


Die Rheumatologin der Uniklinik hat auch angerufen. Alle Befunde waren okay: Lunge röntgen, Kapillarmikroskopie, Herzultraschall, Bauchultraschall, EKG, Laborwerte. Außer Harnstoff war erniedrigt, CK war erhöht und Vitamin D erniedrigt. Der Ana-Titer lag bei 1:1280 feingranuliert homogen. Aber dsDNA war wieder negativ.


Sie meint einen Lupus habe ich nicht. Es ist einzig und allein der Ana-Titer, der auffällig ist und die Glomerulonephritis in der Vorgeschichte. Ob da noch was kommt, kann sie nicht sagen. Wenn ich noch irgendwelche neuen Symptome bekomme, soll ich mich wieder melden.


Können Sie mir sagen, wie wahrscheinlich das sein kann, ob denn nun noch eine rheumat. Erkrankung entsteht, wenn ich 1998 eine Glomerulonephritis hatte ohne ANA und dsDNA? Und wie wahrscheinlich ist es, wenn erst 2009 diese ANA aufgetaucht sind und bis jetzt nur einhz

  • (35 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Und wie wahrscheinlich ist es, wenn die Ana erst 2009 aufgetreten sind und bis jetzt nur allein dastehen.


Kann sich da nun noch was entwickeln?

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