Startseite > Foren > Forum Prostatakrebs > PSA Anstieg nach rad.Prostata OP
Sehr geehrter Dr. Kahmann,
2007 wurde bei mir eine radikale Prostata OP durchgeführt.
Mein PSA Wert ging dann auch von vor OP 68 auf nach OP 0,001 zurück. Im April 2010 wurde ein leichter Anstieg auf 0,006 gemessen. Im April 2011 stieg der Wert auf 0,013. Mein Urologe bleibt bei der halbjährlichen Untersuchung. So wird im Nov. 2011 der nächste PSA Wert bestimmt.
Meine Fragen:
- reicht das aus oder sollte die Zeit verkürzt werden
- wie schnell kann sich der PSA Wert erhöhen
- ab wann würden Sie eine Bestrahlung vorsehen bzw. muß ich gleich mit dem schlimmsten rechnen ( wieder Krebs) und die Folgen
Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus.
MfG.
Der steigende PSA Wert ist ein Indiz für einen wieder bestehenden Prostatakrebs. Der PSA ist noch sehr niedrig, so dass noch keine Bestrahlung angefangen werden müsste. Die Verdopplungszeit liegt derzeit bei einem Jahr. Insofern kann einer halbjährlichen Messung zustimmen. Ab einem Wert von 0,2 sollte mit einer Bestrahlung begonnen werden, um die Heilungschancen hoch zu halten.
Vielen Dank für die Antwort!
Da ich 50 Jahre alt bin, gibt es noch Behandlungsalternativen?
An unserem Universitätsklinikum wurde ein neues Gerät zur Diagnostik und Therapiesteuerung in Betrieb genommen - PET-CT-Gerät. Ist es Ratsam oder Sinnvoll vor einer Bestrahlung sich von diesem Gerät untersuchen zu lassen, um Punktgenau zu bestrahlen?
MfG.
Bei dem niedrigen PSA Wert, der bei Ihnen vorliegt, ist es unwahrscheinlich, dass das PET/CZT etwas zeigen wird. Die Bestrahlung ist -falls der PSA weiter steigt- die Therapie der Wahl.
Hallo Dr. Kahmann,
mein neu ermittelter PSA Wert lautet 0,010. Gemessen vom letzten mal ist er rückläufig. Das hat mich erstmal beruhigt.
Nun habe ich ein neues Problem. Ich muß dazu sagen, dass mir 2002 ein Hoden mit Seminom entfernt wurde. Ohne Weiterbehandlung bzw.Bestrahlung, weil frühgenug erkannt.
In letzter Zeit habe ich einen leichten Druck im verbliebenen Hoden. Mein Urologe machte einen Ultraschall und eine weitere Blutuntersuchung. Der Ultraschall ergab keinen Befund, nur der Tumormakertest lautete 6,66. Wie ist das zu verstehen und wo liegen die Grenzwerte?
Im Januar habe ich einen Nachuntersuchungstermin, ich denke, da möchte er Vergleichswerte feststellen.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen!
Mit freundlichen Grüßen
Die Frage kann ich Ihnen so leider nicht beantworten. Sie müssen mir bitte mitteilen, welcher Tumormarker untersucht wurde, welche Einheit angegeben ist und wie die Normalwerte in dem Labor sind in dem die Untersuchung vorgenommen wurde.
Hallo Dr. Kahmann,
untersucht wurde der Tumormarker AFP, die Einheit 6,66 Ng/ml und der Normalbereich ist bis 5 Ng/ml.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen!
MfG.
Das AFP kann verschiedene Ursachen haben. Zunächst würde ich den wert kontrollieren lassen. Ist er dann immer noch zu hoch kann der ehemalige Hodentumor die Ursache sein, jedoch ist das AFP auch bei Lebertumoren, Leberentzündungen und einer Leberzirrhose erhöht. Falls sich der wert also bestätigt, sollte die Diagnostik mit einem CT oder MRT des Abdomens und des Retroperitoneums begonnen werden. Auch ein Röntgen der Lunge wird erforderlich und ein Besuch beim Urologen.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 09.06.11 16:00 | Widerstand | |
| 09.06.11 21:01 | Dr. Kahmann | |
| 10.06.11 08:40 | Widerstand | |
| 10.06.11 22:42 | Dr. Kahmann | |
| 07.12.11 10:00 | Widerstand | |
| 07.12.11 17:51 | Dr. Kahmann | |
| 12.12.11 16:17 | Widerstand | |
| 13.12.11 16:00 | Dr. Kahmann |
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