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Forum: Prostatakrebs

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (638 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo
Mein Vater wurde 2004 erfolgreich nach Prostata-Ca operiert. Der Tumor war damals lokal begrenzt, ohne Metastasen und befallene Lymphknoten. 3-monatige Kontrollen beim Urologen waren immer o.B, Psa immer unter 0,07. Jetzt ist der Wert auf 0,6 gestiegen. Der Urologe möchte daen PSA in 2, anstatt in 3 Monaten kontrollieren. Reicht das aus? Und wenn der Wert stimmt, was kommt dann auf uns zu?
LG
Heike

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
  • (290 mal gelesen)
  • Status: Experte

Der Wert sollte kurzfristig kontrolliert werden, 2 Monate ist ok, könnte aber auch schon früher sein. Falls sich der Wert bestätigt, muss man von einem Rezidiv, d.h. einem Wiederauftreten des Tumors ausgehen. Dann wäre -falls Ihr Vater fit und gesund ist - eine Bestrahlung die Therapie der Wahl.

  • (359 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo,


ein so langsamer Anstieg nach so langer Zeit nach der OP deutet mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein Lokal-Rezidiv hin.


Damit kann mit einer externen Bestrahlung noch ein zweiter Heilungsversuch bei Ihrem Vater unternommen werden.


Er sollte aber nicht länger abwarten, sondern sofort die Initiative ergreifen, da eine Rezidiv-Bestrahlugn lt. S3-Leitlinie unter einem PSA-Wert von 0,5 erfolgen sollte. Selbstverständlich kann man auch noch bei einem PSA-Wert von,6 bestrahlen. Nur: je kleiner der PSA-Wert, je geringer die Tumormasse, um so erfolgreicher die Bestrahlung!


Wenn Ihr Vater schon bestrahlt sein sollte, dann käme als weitere Therapie nur eine Hormontherapie in Frage, da man die gleiche Stelle nicht nocheinmal bestrahlen kann. Die HT wird aber normalerweise erst zu einem späteren Zeitpunkt so etwa bei einem PSA-Wert zwischen 3 und 5 begonnen.


Sollte Ihr Vater schon älter sein, dann kann er auch mit einer Strategie des Langfristigen Beobachtens dem Rezidiv begegnen. Da unternimmt man erst etwas, wenn Symptome auftreten.


Da ein Rezdidiv sehr lange Entwicklungszeiten von 10 - 20 Jahren haben kann, ist dies eine für den älteren Patienten interessante Variante. Ihm werden die Nebenwirkungen einer Therapie erspart.


Gruß


Hansjörg Burger

  • (206 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Dr. Kahrmann
Leider ist mein Vater nicht mehr so fit. Er ist 73 Jahre alt und wie ich früher schon einmal erzählt habe leidet er an einer ausgeprägten Form von COPD und eines Lungenemphysems. Er ist set nunmehr 4 Jahren sauerstoffpflichtig. Gäbe es denn noch Alternativen zur Bestrahlung, bzw. welche Nebenwirkungen hat denn eine solche bei einem Rezidiv?
LG
Heike

  • (194 mal gelesen)
  • Status: Experte

Die Bestrahlung wird die Lungenfunktion nicht nachteilig beeinfluss, da diese nur im Beckenbereich ist. Ihr Vater muss dazu jedoch mehrere Wochen täglich von Montag bis Freitag hinkommen. Die Alternative zur Bestrahlung wäre eine Hormontherapie, die jedoch mit Nebenwirkungen im kardialen Bereich einhergehen können, die auch die Lungenfunktion beeinträchtigen können. auch kann es zu wassereinlagerungen und Veränderungen im fettverteilungsmuster kommen, welche auch den Kreislauf belasten können.
Ingesamt muss man überlegen, ob man in Anbetracht des schlechten Allgemeinzustandes derzeit auf eine spezifische Therapie des Prostatatumors verzichtet.

  • (177 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Und dann? Wie wird dann seine Lebensqualität sein?
Und was mich noch stutzig macht? Wenn ich hier im Forum von anderen Betroffenen in ähnlicher Situation lese dan steigt der PSA
nach Prostatektomie viel langsamer an. So von < 0,07 auf 0,09 dann z.B auf 0,1. Bei meinem Vater ging er von einem Wert = 0 auf sofort 0.6. Müssen wir davon ausgehen, das es sich dann um ein sehr schnell wachsendes Rezidiv handelt oder warum ist das bei ihm so?
LG
Heike

  • (195 mal gelesen)
  • Status: Experte

Ich würde zunächst den nächsten Wert abwarten. Erst dann kann man die Geschwindigkeit des Anstiegs beurteilen. Erst dann würde ich Entscheidungen über die weitere Therapie treffen.

  • (212 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Dr. Kahmann
Jetzt hat die Zeit des Wartens und Hoffens endlich ein Ende. Mein Vater war gestern zur Vorsorge und zur Blutabnahme. Heute hat er sein Ergebnis bekommen. Und was soll ich sagen?: PSA liegt bei 0,01. Wir freuen uns natürlich sehr darüber, aber ich frage mich totzdem, wie der Wert von 0,6 vor noch 8 Wochen zustande gekommen ist. Alles seltsam irgendwie. Naja. Ich finde es schön, auch mal eine positive Nachricht schreiben zu können und wünsche allen anderen Betroffenen auch solch tolle Überaschungen.
LG
Heike

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