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Forum: Partnerschaft, Trennung & Co.

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (69 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Hallo,
ich habe seit einigen Jahren immer neue oder die gleichen psychosomatischen Probleme. Einmal waren es Blasenschmerzen bis zur Krankenhauseinweisung drei Wochen lang. Erst nach massenweise Antibiotika wurde mir selbst klar, es war psychosomatisch. Zuvor hatte ich Schwankschwindel, kopfschmerzen und ich habe eine chronische Muskelerkrankung im Beckenbereich (ob diese psychisch ist weiß ich nicht, sie kam nach einem Sportunfall und tritt immer wieder auf, derzeit geht sie kaum noch weg und ich habe jeden Tag Probleme und Schmerzen damit).
Dazu kommt, dass ich mein ganzes Sexleben (schon vom ersten Mal an) immer nach Sex Blasenentzündung bekomme. Ich weiß, das bekommen sehr viele Frauen, aber es belastet eine Partnerschaft natürlich sehr. Bei keinem Partner war es anders, bei dem jetzigen habe ich es immerhin halbwegs im Griff. Dh selten ist normaler Sex möglich, die meiste Zeit gibt es nur Ersatzsex.
Zu den körprelichen Sachen kommen noch depressive Verstimmung dazu, zB kann ich schwer alleine sein. Ich bin sowas wie hypochondrisch mittlerweile, weil ich wirklich schon so oft krank war. Dadurch bin ich wohl einfach übervorsichtig geworden... Daraus resultiert auch ein leichter Kontrollzwang. Ich dusche zB länger als andere, passe dabei auf nichts zu berühren, wasche mir sehr lange die Hände wegen Angst vor Blasenentzündung oder bewege mich vorsichtig um nicht wieder Schmerzen durch meine Muskelerkrankung zu haben. Dazu muss ich, bevor ich die Wohnung verlasse, mehrfach nachsehen, ob Herd und Wasser aus sind.
Das sind mal meine Probleme in Kürze...
Ich habe all das meiner langjährigen Hausärztin erzählt und sie sagt, dass ich keine Therapie brauche. Ich denke aber, dass ich diese sehr wohl brauche, da ich auch im Studium Probleme habe. Ich kann mich zwar immer wieder aus meinen Tiefs holen mit Vernunft, aber die ganzen körperlichen Sachen machen mich fertig.


Wie bekommt man denn eine Therapie?
Ich finde schon, dass all meine Probleme reichen, denn sie belasten mich sehr. Die Liste könnte auch noch weiter gehen, aber das ist so das wesentliche...


Vielen Dank schonmal

Antworten zu diesem Thema:

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  • (32 mal gelesen)
  • Status: Experte

"Wie bekommt man denn eine Therapie? "


Man stellt einen Antrag über die Krankenkasse.
Vorher sollten Sie sich nach einem geeigneten Therapeuten umsehen.
Die Kasse oder auch die KV haben die Therapeuten gelistet. Manchmal bekommen Sie auch über diesen Weg Hinweise über besondere Erfahrungen mit psychosomatischen Störungen. Aber Ihre Zwänge sind schon Therapie-Indikation genug.

  • (31 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

herzlichen dank!


welche therapieform wäre denn bei psychosomatik, hypochondrie und zwängen (ohje, das klingt völlig desolat...) die richtige?
muss ich auf etwas achten bei der therapeutenwahl?
sollte es eher ein diplompsychologe oder ein psychologischer arzt sein?
habe ich richtig verstanden, dass ich den hausarzt garnicht brauche um an eine therapie zu kommen?


vielen dank und grüße

  • (23 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Hi Lisa,


an deiner Stelle würde ich eher zu einem Diplompsychologen gehen oder aber einem der auch Psychiater ist. Ich selber habe immer das Gefühl das psychologische Ärzte von allem etwas wissen aber die Diplompsychologen auf ihrem Gebiet doch mehr Kompetenz besitzen. Es ist natürlich nur ein Eindruck von mir und ich komme auch immer etwas mit den Bezeichnungen durcheinander. Ich denke aber das psychologischer Arzt nichts darüber aussagt ob er auch Psychotherapeut ist, oder Therapien anbietet, sondern einfach eine Zusatzausbildung ist die eher zur medizinischen Seite gehört (aber wie gesagt, die ganzen Fachbezeichnungen durchblicke ich nicht ganz).
Es wäre natürlich auch wichtig das der Therapeut eine fundierte Ausbildung hat, also z.B. ein Verhaltenstherapeut, oder wenn du evtl. Erlebnisse aus der früheren Zeiten als Ursache für deine Krankheiten vermutest wäre eine Zusatzqualifikation in diesem Bereich z.B. Tiefenpsychologie, Traumatherapie von Vorteil. Je nachdem.
Ich habe im Bezug auf Zwänge und Ängste gute Erfahrungen mit der Verhaltenstherapie gemacht, die allerdings auch an ihre Grenzen stößt da die ein oder andere Problematik tiefer liegt und der Therapeut dafür keine Zusatzqualifikation besitzt.


Die Wartelisten bei den Therapeuten sind sehr lang und nicht bei jedem fühlt man sich wohl.
Es wäre also gut wenn du bei mehreren anrufst und auch Termine machst, du kannst dann bei jedem mehrere Probestunden ohne Verpflichtungen wahrnehmen und dich dann für den entscheiden bei dem du dich am wohlsten fühlst.
Du kannst mit einer Überweisung zum Therapeuten gehen, wenn du das nicht über deinen HA machen willst kannst du normalerweise auch bei dem Therapeuten die 10€ bezahlen, er gibt dir dann eine Quittung so das du beim HA nicht nochmal zahlen musst, wenn der gar nichts davon wissen soll musst du die 10€ zweimal bezahlen.


Vielleicht kann dir dieser Link ein wenig weiter helfen:


[www.psychotherapiesuche.de]


und natürlich deine Krankenkasse. Es ist immer gut sich dort nochmal genauer zu informieren auch um zu wissen wie viele Stunden du bei wie vielen Therapeuten als Probesitzungen wahrnehmen kannst. Meinen Antrag stellte bisher immer der Psychologe mit mir zusammen, allerdings musste mein Arzt auch etwas ausfüllen aber ich weiß nicht ob das immer unbedingt notwendig ist.


L.G.

  • (27 mal gelesen)
  • Status: Experte

"sollte es eher ein diplompsychologe oder ein psychologischer arzt sein?
habe ich richtig verstanden, dass ich den hausarzt garnicht brauche.."


Zur Begriffsklärung: Diplompsychologen = alle Psychologen sind Diplompsychologen, umgangssprachlich wird das "Diplom" weggelassen.


Einen psychologischen Arzt gibt es nicht, entweder Arzt oder Psychologe.


Es gibt aber einen ärztlichen Psychotherapeuten (und einen psychologischen Psychotherapeuten).
Der ärztliche ist besonders bei Störungen mit körperlichen Komponenten sinnvoll, bei Ihren Beschwerden genügt sicher ein psychologischer Psychotherapeut.


Übrigens sind in dem von Tired empfohlenen Link die Psychotherapie-Methoden gut beschrieben. Nur die Skizzierung des Psychiater-Berufsfeldes stimmt so nicht mehr.
Seit 1994 gibt es nämlich den Facharzt für Pschiatrie und Psychotherapie, dessen Aktivitäten sich keineswegs nur auf den Einsatz von Medikamenten beschränken.


Zum Hausarzt müssen Sie nicht unbedingt, zumal Ihrer ohnehin die Psychotherapie für nicht notwendig hielt.


Unbedingt sollten Sie aber mit Ihrer Krankenkasse über das Ansinnen reden. Konkret in welcher Form die Antragstellung erfolgen soll.

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