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Forum: Partnerschaft, Trennung & Co.

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Anonymer User
  • (211 mal gelesen)
  • Status:

Eigentlich möcht ich wirklich nur arbeiten und mein Geld verdienen. Ein besonders glückliches Händchen für den passenden Arbeitgeber hab ich aber wohl nicht.
Ich bin da irgendwie vom Regen in die Traufe gekommen.
Obwohl ich in diesem Fall echt nicht weiß, ob ichs zum Weinen oder Lachen finden soll.


Ich könnte ja Romane schreiben, was inzwischen alles für komische Dinge passiert sind.
Aber was heute bzw. am vergangenen Wochenende passiert ist -
das reicht eigentlich auch, um zu verdeutlichen, in was für einem Irrenhaus ich gelandet bin:


Als ich vor drei Monaten dort angefangen bin, hatte meine Vorgängerin ihren Arbeitsplatz recht unfair verlassen. Offensichtlich war man sich nicht einig geworden,
sie war wohl auch sauer überhaupt über die Kündigung, sollte mich dann noch einarbeiten und hat sich dann einfach krankschreiben lassen. Okay, nicht die feine Art, aber sowas passiert.


Nun gibt es in der Minifirma außer mir noch drei weitere Mitarbeiterinnen und eben die beiden Chefs (ein Ehepaar). Die eine ist dort seit zehn Jahren (halbtags Buchhaltung),
die anderen beiden seit 1,5 Jahr und 6 Monaten beschäftigt. Nun sind diese drei mit der einen ehemaligen, also der Ex-kollegin gemeinsam was Essen gegangen.


Nun - wie das Leben so schreibt ... - natürlich betreten just die beiden Chefs das Lokal, indem die Clique beisammen sitzt. Keine schöne Situation, bis dahin verständlich.
Aber was dann passiert, ist doch alles andere als normal - reif für die Insel - ::::


Man macht auf der STelle kehrt, vorbei an dem Restaurantbesitzer, der noch versucht, die Beweggründe seiner Kunden zu erfahren, brennenden Schuhs wieder aus dem Lokal zu stürmen und dann ...
ruft man die seit immerhin 10 Jahren dort beschäftigte Buchhalterin zuhause an - aufm Sonntag! - um ihr zu verdeutlichen, welche Konsequenzen diese "Intrige" hätte! Man erklärt dies gemeinsam über einen Zeitraum von zwei Stunden, in dem man sich abwechselnd den Hörer reicht. Während der eine telefoniert, nimmt der zweite an dem Gespräch durch laute Zurufe teil und man erklärt folgendes:


Sie die Chefin sei nun am Boden zerstört. Sie trage sich nun mit Selbstmordgedanken! Für sie sei ihre Familie zerbrochen.


(Vor fünf Jahren hat sie ihren zwanzigjährigen Sohn verloren bei einem Autounfall.)


Das Verhalten ihrer Mitarbeiter sei für sie ein ebensolcher Verlust, es sei gleichwertig mit diesem Schmerz, dem Tod ihres Sohnes, was sie nun erfahren habe. Ihre Büro-Familie habe sie hintergegangen und das sei so tragisch ..... (das Betriebsklima ist so übel, weil sie alle tyrannisiert mit täglichen Kritiken und abkanzeln, die jüngste Mitarbeiterin hat regelrecht Angst vor ihr!) - ihre Familie verloren ... ???!!!


Nun, dieser Bericht der Buchhalterin deckte sich mit dem meines Chefs an mich: Es sei etwas FURCHTBARES passiert.
Man sei hintergegangen worden ... gehe mit der Exmitarbeiterin essen ... -
Mein Hinweis, dass das doch Privatsache sei :- nein, das ginge zu weit, man müsse sich dochsolidarisch zeigen mit seinem Arbeitgeber ...


Seine Frau habe sich deshalb umbringen wollen - gottseidank, ist sie dann ein bissel in den Wald gegangen ...


Meine Frage, ob das nicht ein bissel übertrieben sei :??????


Einweisen würde ich sagen - oder ?
Beide - komplett einen an der Waffel.

Antworten zu diesem Thema:

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  • (63 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

hi missjackie,


sicher sind die "verrückt". aber solche typen gibt es überall. am besten versucht man, in einem großkonzern nen job zu finden (rechtsabteilung?), da verteilt sich das ganze besser und man hat auch kündigungsschutz. (auch dort gibt es aber verrückte, das kannst du mir glauben...)
solange du es dort aushalten mußt, würd ich empfehlen, diplomatisch zu sein und auf distanz zu bleiben. mach einfach deinen job und laß dich nicht emotional einwickeln. dann verhältst du dich wenigstens professionell.
alles gute
crash

  • (73 mal gelesen)
  • Status: Experte

"mach einfach deinen job und laß dich nicht emotional einwickeln. dann verhältst du dich wenigstens professionell."


Der beste Rat!


Nur mit einer professionellen Distanz können Sie so lange dort bleiben, bis Sie etwas Besseres gefunden haben.

  • (27 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Naja, das hört sich schon sehr verrückt an. Da muss in der Vergangenheit bereits einiges passiert sein. Damit dürfte auch das Arbeitsklima für die nächste Zeit gestört sein. Sicherlich keine schwierige Aufgabe. Versuche einmal mit Deinen "Chefs" zu reden und die Sache in aller Ruhe aufzuklären. Mittlerweile sind ja einige Tage vergangen, beide Seiten können nun sicherlich sachlich diskutieren.

Anonymer User
  • (13 mal gelesen)
  • Status:

Zitat:
Mo_Mone
Mittlerweile sind ja einige Tage vergangen, beide Seiten können nun sicherlich sachlich diskutieren.


Leider nicht. Die Frau ist total irre und sie hat die Hosen an.


Diese Grenzüberschreitung ins Privatleben zieht sich durch den Alltag. Ich habe die Anweisung erhalten - wirklich deutlich betont: eine Anweisung, die nicht zu diskutieren sei - meine Bürotür sperrangelweit offen stehen zu haben und kann mir nun jeden Tag reinziehen, wie die beiden Chefs ihre schmutzige Wäsche öffentlich ausdiskutieren (das gilt nicht nur für mich).


Die beiden nötigen ihre Mitarbeiter, sich mit ihrem privaten Scheissdreck auseinanderzusetzen. Es finden dauernd spontan einberufene Besprechungen statt, bei denen kürzlich eine Mitarbeiterin auskickte und den Raum verließ mit den Worten, sie hätte was besseres zu tun, es warte schließlich Arbeit auf sie.
Sie wurde direkt zurückkomplementiert, es stehe ihr nicht zu, den Raum zu verlassen.
....

  • (16 mal gelesen)
  • Status: Experte

Nach der merkwürdigen Leitungsstruktur und der Vermischung von Arbeit und Privatem stellt sich eigentlich die Frage nach dem wirtschaftlichen Erfolg der Firma.
Ist der so toll, dass die Chefin sich solch ein Verhalten leisten kann?

  • (11 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Das sind natürlich Verhältnisse, die man keinem Angestellten wünscht. Ich habe zum Glück solche Bedingungen noch nie erlebt. Ich würde mich an Deiner Stelle bereits indirekt nach einer neuen Stelle umsehen, ohne aber diese zu kündigen. Erst wenn eine neue zur Aussicht steht, sollte eine Kündigung erfolgen.
Letztendlich wird Dich die Situation in diesem Arbeitsverhältnis stark belasten und Deiner weiteren Karriere eher schaden. Ich wünsche Dir viel Erfolg!

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