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Forum: Partnerschaft, Trennung & Co.

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (262 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo,


vor acht Wochen haben mein nun Ex-Freund T. einen Schlussstrich unter unsere beinahe 6jährige Beziehung gezogen. Wir hatten uns sehr früh kennengelernt und haben uns schlichtweg unterschiedlich entwickelt. Dazu kam, dass für ihn die Beziehung als auch ich als Person und Freundin, einen anderen Stellenwert einnahmen, als andersrum. Obwohl wir nicht weit auseinander wohnen ( 20 Autominuten) haben wir uns im vergangen Jahr kaum mehr als am Wochenende gesehen. Und dann nur von Freitagabend bis Samstagmittag. Er wollte nicht mehr Zeit mit mir verbringen. Im Frühjahr, hat mich die ganze Situation (keien zeit, keine Lust, kein Interesse an mir, keine lieben Worte) so belastet, dass ich kurz davor war die Beziehung schon da zu beenden. Wir haben geredet und die Situation verbesserte sich etwas. Im November, dann der große Knaller: Nach knapp 6 Jahren hat er das erste mal über die Beziehung nachgedacht und festgestellt er wisse nicht, ob er mich liebt oder ob er mich jemals liebte. Nachdem er mir das eröffnet hatte brauchte er noch mal 2 Wochen um mir zu sagen, dass von ihm aus schon seit September mindestens die Luft raus ist. Wir waren im September noch einmal zusammen im Urlaub (den ich alleine organisiert hatte, weil er keine zeit für nichts hatte, außer seine Freunde und die Arbeit) und schon im Urlaub wars eher platonisch und ich hab mich gefragt, ob das normal ist. Ob wir nur noch Freunde sind. Wir hatten im Urlaub keinen Sex (obwohl er ja Zeit dafür gehabt hätte, aber scheinbar kein Interesse). Somit kam die Trennung nicht ganz unerwartet. Ich habe natürlich die erste Zeit gelitten. Vor allem die 2 Wochen bevor richtig Schluss war. Er hat mich ja voll im ungewissen gelassen und nach reiflicher Überlegung wollte ich so dann auch nicht mehr. Aber 6 Jahre wirft man ja auch nicht so einfach weg! Nun gehts mir seit einiger Zeit wieder ganz gut. Ich treffe Freunde, gehe aus, gehe meinen Interessen nach. Und nun kommt mir mein Kommilitone K. dazwischen. Ich wollte wirklich keinen neuen Kerl die nächste Zeit. Erstmal Zeit für mich. Runterkommen und so.
Wir kennen uns schon seit eineinhalb Jahren. Wir sind gelegentlich miteinander Mittagessen gegangen oder mit gemeinsamen Freunden aus. Kaum war ich getrennt haben wir uns öfter gesehen und die gemeinsame Zeit (Mittagessen, Kaffeetrinken, Kino) tat mir so gut. Gestern waren wir mit einer gemeinsamen Freundin tanzen und haben danach beide bei ihr geschlafen. Wir haben uns ein Bett geteilt und sind Händchen haltend eingeschlafen. Heute Morgen haben wir etwas gekuschelt. Es war sehr zart. Und es ist nichts passiert außer etwas kuscheln und ein harmloses Bussi. Und es hat sich so gut angefühlt. So richtig. Und ich bin auch in ihn verschossen. Aber kann das sein? Oder ist das eine Projektion? Ist es nicht so, dass man länger braucht eine alte Beziehung zu verarbeiten? Wir haben nicht drüber geredet, wie es weiter gehen soll. Mein Verstand sagt:"Langsam, langsam!" und mein Herz sagt "Los! Los! Los!". Und nun weiß ich nicht, wie es weiter gehen soll. Ein bisschen fühle ich mich auch schlecht, dass es mir schon wieder so gut geht.
Vielleicht weiß jemand einen Rat oder hat Ähnliches erlebt?!


Liebe Grüße,
kleinehex

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
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  • (75 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Spontan denke ich,"hey,warum quält sie sich so..".


Ja, warum lebst Du nicht einfach das,was Du gerade fühlst?Warum versuchst Du Dir ein anderes Gefühl beizubringen?


Ich gehe davon aus, dass Du so Mitte 20 bist. So jung und solltest einfach leben und geniessen. Die vorige Beziehung war mit so viel Distanz geprägt, da finde ich es vollkommen normal, dass Du es Dir wieder gut gehen lassen kannst.


Mach Dir nicht so viele Gedanken einfach. Versuch lieber Dein gutes Gefühl zu leben ohne Erwartung an den anderen und Dich. Wirst sehen,damit läuft`s,wie geschmiert!

  • (71 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Hi,


>>>Ist es nicht so, dass man länger braucht eine alte Beziehung zu verarbeiten?<<<


Ja, aber es ist auch individuell verschieden.


Bei dir drängt sich mir die Frage auf ob du diese Zeit nicht schon in der alten Beziehung hattest, es lief ja schon länger nicht mehr so und du bist auch nicht aus allen Wolken gefallen als die Trennung kam. Vielleicht hast du während der Flaute schon damit begonnen dich von dieser Beziehung zu verabschieden und das Finale der Verarbeitung waren die zwei Wochen die du nach dem Ende noch getrauert hast.


Hör auf dein Gefühl, genieß das neue ob es nun von kurzer oder langer Dauer sein wird und etwas Neues langsam angehen zu lassen ist fast nie verkehrt, aber wenn es etwas schneller geht auch nicht, solange es dir gut tut. Du solltest halt anfangs schauen das du dich nicht gleich mit Haut und Haaren in eine feste Beziehung stürzt, gib dem Ganzen eine Probezeit.

  • (80 mal gelesen)
  • Status: Experte

"Ist es nicht so, dass man länger braucht eine alte Beziehung zu verarbeiten? "


Es war nach Ihrer Beschreibung seit Jahren keine echte Beziehung mehr, deshalb ist es auch nicht sinnvoll, das Datum der Trennung als Bezugsebene zu nehmen.

  • (71 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

ICH habe das erlebt. Erlebe das eigentlich immer.
Wenn ich etwas loslasse was nicht mehr aktuell ist, dann ist schwuppdiwupp die nun leere Hand schon wieder voll. Dazu brauchts nur die Bereitschaft und Vertrauen.
Vertrau doch in das was passiert. Dieser Mann lässt dich spüren, was dir gefehlt hat. Bestimmt ist das alles kein Zufall.
Du hast in den letzten sechs Jahren sehr viel lernen können bestimmt und wenn du ehrlich bist, dann würdest du nie wieder so was annehmen wie das was du da festhalten wolltest.
Ich an deiner Stelle würde selbst beim allerliebsten Mann nicht an eine Beziehung denken gleich, sondern eher daran, dass du beschenkt wirst, solange du dieses Geschenk brauchst.
Mach es dir nicht kompliziert und diesem zärtlichen lieben Mann auch nicht. Sagt euch einfach: mmmmhhh, das tuuut guuuuut...
Sowie du Pläne machst ist bestimmt ein Großteil eurer natürlichen spontanen Liebschaft weg.
Man neigt dazu, dass man gerne festhalten möchte, was einem gefällt. Lass es auf dich zukommen, was sich gerne in deine Nähe gesellt. Mir gefällt diese Variante sehr, sehr- dadurch ergeben sich die romantischsten und wirklich schönsten Momente, weil ich nicht darauf beharre, was morgen sein soll. Ich lasse mich überraschen und freu mich. Das geht! Probiers.
Ohne Seele leben wir nicht. Und diese Seele sorgt für uns, sofern wir sie lassen und nicht klüger sein wollen als sie.

  • (49 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Zitat:
dr.riecke
"Ist es nicht so, dass man länger braucht eine alte Beziehung zu verarbeiten? "


Es war nach Ihrer Beschreibung seit Jahren keine echte Beziehung mehr, deshalb ist es auch nicht sinnvoll, das Datum der Trennung als Bezugsebene zu nehmen.


Dazu kann ich nur sagen, dass man eigentlich niemals ohne Beziehung ist, oder zählt man selber nicht? Im gleichen Moment wo ich von aussen nicht "umarmt" werde, so kann ich trotzdem weiterhin umarmt sein, eben von innen- von mir selber.
Wenn man nicht notwendig fände ständig nachzutrauern, dann würde lückenlos umarmt werden leicht machbar sein. Liebe immer, Liebe stets, wenn mans aushält und so mag.


Dann meine ich, es ist vielleicht gar nicht schlecht, wenn man nach einem Schlag sofort wieder übergeht zum Alltag. Zu lange ins Krankenbett legen deswegen macht sicherlich schwach und schwächer.
Bei Kindern habe ich mir das abgeschaut, die klagen auch nicht lange, sondern spielen schnell wieder weiter. Während dem man spielt wird auch geheilt.

  • (50 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Vielen lieben Dank für all die hilfreichen Antworten.
Manchmal denke ich zuwenig an mich und zu wenig daran, was mir gut tut.
Ich denke auch, dass die Beziehung mit meinem Exfreund schon lange keine Beziehung mehr war. Eher eine Freundschaft. Ich muss noch dazu fügen, dass er mich seit einiger Zeit vor der Trennung schon oft verletzt ha,t indem er mich immer blöd anredete. Er sagte, mein Studiengang tauge nichts, weil er nicht technisch orientiert sei. Er sagte in der Fachschaft eines Studiengangs zu sein ist was für "Spacken", er meinte ich hätte einen "echt fetten Arsch" (ich trage Konfektionsgröße 34) und er hat sich generell nicht für meine Welt interessiert. Mir hat das schon oft wehgetan, aber ich hab drüber hinweggesehen und ihn immer entschuldigt mit "er hat so eine schlechte Phase gerade" etc. Ich konnte auch nie Tanzen gehen, weil er nicht tanzte sondern mit sauertöpfischer Miene dabei stand und weil wir uns ja immer so selten sahen. Da hab ich halt meine zeit mit ihm geteilt und hab gemacht was ihm gefällt (mir aber nicht immer).
Und nun hab ich das Gefühl aufzuatmen. Das klingt sehr gemein, aber es ist die Wahrheit.
Der Kontakt mit meinem Kommilitonen tut mir so gut. Weil er eben schon interessiert ist, weil er zärtlich ist, weil er mich nicht verbiegt und wahrscheinlich auch weil es so neu ist. Ich teile die Meinung erstmal zu genießen. Ich will mir keine Gedanken drüber machen, ob wir zusammen passen würden. Ob wir eine Beziehung führen sollten. All das. Ich versuche es einfach so zu genießen wie es ist und soviel Kraft daraus zu schöpfen wie möglich. Alles andere wird sich vermutlich ergeben. Und ja, ich bin Mitte 20 :)


Viele liebe Grüße

  • (45 mal gelesen)
  • Status: Experte

"Ich versuche es einfach so zu genießen wie es ist und soviel Kraft daraus zu schöpfen wie möglich. Alles andere wird sich vermutlich ergeben."


Das ist klug und weise ...


Viel Glück!

  • (33 mal gelesen)
  • Status: Med-As SternSternSternSternStern

Ja, hol nach, was du versäumt hast kleine Hex.
Lass dich verwöhnen anstatt beleidigen. Such deine alten Freundinnen alle zusammen und feiere deine Freiheit und deine Unabhängigkeit und bewundere dich wie du sein kannst, wenn man dich nicht bremst.


Beste Wünsche!

  • (37 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Nun muss ich mich noch mal an euch wenden, denn das letzte Mal wurde mir hier auch so toll geholfen.
Ich habe diese unbändigen Freiheits- und Lebensgefühle in mir. Unabhängig von meinem Kommilitonen. Die hatte ich schon vor letztem Wochenende. Und deute ich richtig, dass ich damit die Trennung gut verarbeitet habe? Wie schon beschrieben war die Beziehung schon lange tot krank und nicht mehr zu retten und ich bin irgendwie erleichtert. Er-leichtert trifft es wirklich. Mir geht's ehrlich gesagt sehr gut. Auch körperlich: schöne Haare, keine Kopfschmerzen mehr vom Zähnepressen. 2009 hatte ich eine Gesichtslähmung und seitdem das Problem, dass mein linkes Auge kleiner war und verspannter. Und nun: mein Auge ist sehr gut, mein Nerv zuckelt nicht mehr... das fällt sogar Außenstehenden auf. Ich hab das Gefühl wieder Luft zu bekommen.
Wenn ich an meinen Ex-Freund denke sind da keine Stiche in meiner Brust. Auch kein Zorn. Eigentlich gar nichts. Wenn ich an schöne Augenblick denke, fühle ich "es war schön" so wie man an einen schönen Urlaub oder einen guten Tag denkt.


Denkt ihr ich bin drüber hinweg? Oder fast?


Vielen lieben Dank schon mal :)


kleinehex

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