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Forum: Narkose & örtliche Betäubung

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ich war 40 jahre süchtig. narkotika und hauptsächlich benzos. wenn ich jetzt in die situation komme, eine untersuchung zu kriegen, wo man vorher benzos verabreicht, oder wenn ich nochmal eine narkose benötige, inwieweit muss ich benzos oder andere suchtmittel meiden ? riskiere ich einen rückfall? ich bin 6 jahre abstinent.
früher, wenn ich dornikum bekam z.b. vor einer entsprechenden untersuchung, gings mir so; mir wuchsen flügel, ich hob ab und wusste, dass war die lösung für alles. ich wollte nie mehr landen. ein überwältigendes gefühl, ab jetzt wollte ich es immer wieder.
riskiere ich, dass es mir heute auch wieder so ginge, erkennt mein körper die droge, oder kann ich diese mittel nach so langer abstinenz risikofrei nehmen?

Antworten zu diesem Thema:

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  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo,


"Ich war 40 Jahre süchtig..." - Nein, Sie sind süchtig und seit 6 Jahren abstinent. Und: ja - alle Medikamente mit einem Abhängigkeitspotential sind für Sie nicht unproblematisch.


Ich persönlich bin bei dieser Klientel wie folgt verfahren:


Vermeidung von Substanzen wie Benzodiazepinen. Dafür habe ich zur Prämedikation Neuroleptika der älteren Generation, wie z. B. Promethazin eingesetzt.


Die Narkose mit einem Induktionsmittel wie üblich eingeleitet, primär als Inhalationsnarkose mit volatilen Anästhetika. Schmerzmittel intraoperativ nur wenn erforderlich, dann Mittel mit möglichst kurzer Halbwertszeit. Bei entsprechend tiefer Narkose lassen diese sich sehr oft vermeiden. Zum Ende der Narkose eine geringe Menge (1 - 2 mg) Dehydrobenzperidol.


Postoperativ großzügiger Einsatz von Regional- oder Lokalanästhesie, Schmerzmittel aus der Reihe der NSAR.


Ich habe damit über Jahrzehnte sehr gute Erfahrungen gemacht. Entsprechende Patienten berichteten - auch bei Mehrfachnarkosen - über keinerlei nachfolgender Problematik bzgl. ihres Suchtproblems.



Gruß


---MarcEN---

Datum/Zeit von Autor Thema
29.01.12 14:08 witchqueenSuchtproblem
30.01.12 11:36 MarcENRe: Suchtproblem
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