Startseite > Foren > Forum Narkose & örtliche Betäubung > PDA nur mit Lokalanästhetikum


Lieber Experte,
ich habe im Dezember entbunden und in die PDA wurde neben dem Lokalanästhetikum noch Sufentanil mit eingebracht.
Funktioniert eine PDA nur mit zusätzlichen Opiod oder hält sie dann nur länger? Es wurde trotz Opiod alle 2 Stunden nachgespritzt.
Da ich nach der Geburt mit extremer Übelkeit und Erbrechen zu tun hatte, suche ich nach einem Argument, das Sufentanil beim nächsten Mal nicht zu bekommen. Ansonsten war die komplette Schmerzausschaltung natürlich klasse, aber auch die Hälfte Schmerzen wäre ok gewesen.
Was ist der Unterschied zu einer Walking-PDA?Ich war schon sehr eingeschränkt in der Beweglichkeit.
Liebe Grüße und vielen Dank
Murmeltier
Hallo,
eine PDA ist auch sehr gut ohne Sufentanil durchführbar. Das Sufenta dient ausschließlich der Optimierung der Schmerzaussschaltung in Verbindung mit dem Lokalanästhetikum. "Früher" hat man ausschließlich LA benutzt, und dieses auch mit gutem Erfolg.
Übelkeit und Erbrechen müssen nicht unbedingt durch das Opiat verursacht werden, häufig sind auch Kreislaufreaktionen im Sinne eines Blutdruckabfalls (z. B. durch Blutverlust im Rahmen der Geburt) hierfür verantwortlich.
Bei einer Walking PDA wird das LA so niedrig dosiert, daß die Muskulatur nicht durch das LA beeinträchtigt wird und ein Umhergehen der Schwangeren ermöglicht. Eine Walking PDA sollte aber wenn immer möglich mit Sufenta kombiniert werden, da ansonsten die erwünschte schmerzstillende Wirkung des Verfahrens infolge der niedrigen LA-Dosierung beeinträchtigt wird.
Gruß
F. V.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 27.09.11 15:50 | murmeltier | |
| 27.09.11 20:52 | Dr. Völkert |
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