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Forum: Narkose & örtliche Betäubung

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Autor
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  • (115 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Herr Dr. Völkert,
liebe Forumsteilnehmer,


in einiger Zeit muss ich mich einer Kopf-OP unterziehen, die voraussichtlich 5 ( bis 8) Stunden dauern wird.
Ich bin extrem übergewichtig (BMI 46).
Ist eine radikale Gewichtsreduktion vor dem Eingriff sinnvoll, insbesondere in Bezug auf das Embolierisiko nach der OP bei eventuell zu erwartender längerer Immobilität?


Vielen Dank für eine Antwort.


Mozartkugel

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
  • (64 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Guten Tag,


ja - eine Gewichtsreduktion wirkt sich sowohl auf das Narkoserisiko wie auf den postoperativen Verlauf auf jeden Fall positiv aus.


Aber wieso längere Immobilität bei einer Kopf-OP?


Was mich etwas stört: "radikale" Gewichtsreduktion. "Moderate" wäre m. E. sinnvoller: durch radikale Maßnahmen besteht das Risiko, den Körper sehr schnell in eine Defizitsituation zu bringen. Das kann bis zu Veränderungen im Säuren-Basen-Haushalt u. ä. führen. Ich halte das präoperativ nicht für erstrebenswert.


Außerdem sind solche Maßnahmen i. d. R. auf Dauer nicht erfolgreich.


Viel Erfolg und einen guten Verlauf


---MarcEN---

  • (45 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter MarcEN,


vielen Dank für die schnelle Antwort.


Was mich beschäftigt ist, ob das Risiko bei einem sehr hohen Körpergewicht -das seit einiger Zeit stabil ist- trotzdem noch höher ist, als wenn der Patient ca. 3 bis 4 Monate vor der OP z.B. 20 kg Gewicht reduziert hat (eine Abnahme ist ohnehin geplant, nur wie "radikal" sollte sie höchstenfalls sein).


Längere Immobilität könnte entstehen, weil der Vestibularisnerv durchtrennt wird und Irritationen am Kleinhirn oder Hirnstamm möglich sind.


Danke für die guten Wünsche. Alles Gute auch für Sie.


Mit freundlichen Grüßen
Mozartkugel

  • (50 mal gelesen)
  • Status: Experte

Hallo,


das individuelle Risiko für ein thromboembolisches Ereignis ist leider nicht kalkulierbar. Sicherlich ist bei stark erhöhtem BMI und Immobilität das "allgemeine" Thromboembolierisiko ggfs. höher einzustufen, inwiefern jetzt jedoch eine radikale Gewichtsreduktion dieses Risiko mindert, würde ich nicht sicher beurteilen wollen. Wie der Kollege schon ausgeführt hat, halte ich eine moderate Gewichtsreduktion für sinnvoller als eine Radikalkur.
Darüberhinaus ist leider festzustellen, daß auch Patienten mit normalen BMI thromboembolische Komplikationen erleiden, selbst wenn diese nicht immobilisiert sind.
Ich gehe einmal davon aus, daß die Kollegen in der Klinik eine gute Thromboembolieprophylaxe mit Heparinen anordnen werden, so daß hierdurch das Komplikationsrisiko reduziert werden kann.


Alles Gute für die OP!
F. V.

  • (38 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Herr Dr. Völkert,
sehr geehrter MarcEn,


vielen herzlichen Dank für Ihre Einschätzungen.


Das gibt mir Mut, zuversichtlich die Zeit bis zur OP zu einer moderaten Gewichtsabnahme zu nutzen und auch bei schnellem OP-Termin meine Ängste zu reduzieren.


Vielen Dank für Ihren Einsatz für dieses Forum.


Alles Gute!


Mit herzlichen Grüßen
Mozartkugel

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