Startseite > Foren > Forum Männergesundheit > Rötung der Eichel
Hallo zusammen,
ich habe folgendes Problem:
vor ca. 3 Monaten bemerkte ich ein juckendes, zwickendes Gefühl an meiner Eichel. Zu sehen war nichts. Vor allem enge Jeans waren sehr unangenehm.
Ich dachte es könne sich vielleicht um einen Pilz handel. Darauf hin habe ich mit Octenisept (Desinfektionsmittel für Schleimhaut) ca. 4 Tage die Eichel gereinigt.
Die Symptome wurden nicht besser und es hat sich zusätzlich eine Rötung der Größe von etwa 1cm^2 an der Eichelspitze eingestellt.
Als ich dann einen Urologen aufsuchte, verschrieb er mit Clotrimazol Salbe (gegen Pilze).
3 Wochen Salbe brachten keine Besserung, eher wurde die Rötung etwas stärker.
Danach habe ich einen Hautarzt aufgesucht.
Der verschrieb mir eine Mixtur aus Clotrimazol und Kortison, machte einen Abstrich und versuchte eine Kultur anzulegen.
Der Abstrich und die Kultur ergaben keinen Befund und 4 Wochen mit der neuen Salbe brachten keine Besserung.
Als ich diesen Befund vor 2 Wochen erhielt, hat mir der Hautarzt empfohlen gar keine Salbe mehr zu verwenden und erst mal abzuwarten - um gewissheit zu bekommen müsste man evtl. eine "Gewebeprobe" nehmen. - Das will ich aber unbedingt vermeiden!!
Der stand ist jetzt so, dass ich zwar keine Beschwerden habe, die Rötung aber nach wie vor da ist. Wenn man ganz genau hinschaut sind auch so kleine Pickelchen im geröteten Bereich zu sehen.
Eine Blutuntersuchung hat auch keinen Aufschluss gebracht.
Ich versuche jetzt seit einigen Tagen Bepanthen Salbe, bringt aber auch keine Besserung.
Übermäßige Sexualität oder unübliche Praktiken kann ich ausschließen.
Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar und verbleibe,
mit freundlichen Grüßen
Marco
Hört sich erst mal recht harmlos an. Ich würde auf jeden Fall raten, den Befund einmal mit einem Urologen zu besprechen. Octenisept bitte NICHT verwenden. Dies ist ein Desinfektionsmittel und kein Therapeutikum. Sie können die Bepanthen-Salbe mit Polydona mischen, wenn der Verdacht einer bakteriellen Infektion oder Pilzinfektion besteht. Wichtig ist auch Reinigung und Trocknung sowie öl/Creme nach dem Geschlechtsverkehr.
Lieben Gruß
Dr. T. Kreutzig
Hallo Marco,
habe Deinen Beitrag mit Interesse gelesen. Wir können uns die Hände schütteln, denn wir sind Leidensgenossen. Und wenn Du das Forum weiter durchstöberst wirst Du feststellen, daß sich hier weitere Herren mit dem gleichen Problem befinden. Ich habe diese ´Infektion´ oder was auch immer es sein mag nun bereits seit fast drei Jahren. Auch bei mir ist die Eichespitze stark gerötet, fühlt sich immer entzündet an, und vor allem an der Schleimhaut der Harnröhre brennt- und juckt es meist sehr. Vor allem wenn ich enge Jeans trage und meine Eichel auf den Stoff gepresst wird. Und auch nachts, wenn ich ne Erektion kriege wache ich oft auf, weil es scheuert und sich wund anfühlt. Bin schon von Pontius zu Pilatus damit gelaufen, hatte Abstriche, Tests, Salben (einen halben Schrank voll) wie oft Antibiotika bis zum Abwinken und sogar, die von Dir zu Recht gefürchtete Gewebeprobe aua. Alles hat keinen Befund ergeben. Viele Ärzte meinten: Tja, da sollten sie eben nicht so viel dran rumspielen, oder nicht so komische Praktiken ausüben...Fühle mich dann wirklich auch noch sehr ernst genommen. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich ejakuliert habe, dann isses noch viel Schlimmer. Selbst ohne irgendwelche Praktiken. Auch wenn ich es mir nur selber mache. Früher hab ich zehnmal am Tag gewichst und nix ist passiert, heute mach ich es einmal pro Woche, und mir fällt bald die Rübe weg. Bin mittlerweile sehr verzweifelt und genervt. Auch Dr. Kreutzer hier konnte mir leider nicht helfen. Dank an dieser Stelle für seine Geduld und Ratschläge. Aber nachdem so viele Kerle dieses Problem haben, denke ich, daß es sich vielleicht um eine ´noch unbekannte Infektion´ oder sowas handeln könnte, die noch keiner erforscht hat. Leider bin ich kein Privatpatient. Sonst wäre sicher schon mal einer dahintergestiegen, um was es sich da handelt. Oder hätte sich mal die Mühe gemacht es rauszufinden.
Hauptsache wir können auf den Mond fliegen. Das ist das wichtigste.....
Meine Empfehlungen bleiben zunächst erst mal die Gegebenen.
Wir sind derzeit dabei eine Penispflegecreme zu entwickeln, die dieses Problem hoffentlich lösen wird.
Lieben Gruß
Dr. T. Kreutzig
Vielen Dank Herr Doktor für die INFO. Ab wann gibt es die Salbe- oder Creme? Muss diese erst noch durch das Zulassungsverfahren? Kann man die jetzt schon beziehen? Kann ich als Testperson fungieren? Wie heißt sie, oder wird sie heißen?
Können Sie dazu schon eine Information geben?
Ab wann diese Creme da sein wird, kann ich noch nicht sagen. Wir arbeiten noch an der Rezeptur, damit alle Bedingungen erfüllt werden können (gute Pflege und eine gute Vorbeugung gegen weitere Infektionen).
Wir werden versuchen, die Creme so zu gestalten, daß sie nicht als Arzneimittel gilt (sonst ist es viel zu schwierig und zu teuer).
Wenn die Rezeptur fertig ist, müssen eine Menge Prüfungen gemacht werden. Erst danach darf eine Testung an Menschen erfolgen.
Lieben Gruß
Dr. T. Kreutzig
Danke für die rasche Antwort. OK, es wird also dann soweit sein, wenn ich längst tot bin, wenn ich das richtig verstanden habe.
Gut, dann muss ich wohl weiterhin mit herkömmlichen Mittelchen experimentieren.
Eine Frage noch bitte:
Ich las hier immer wieder daß sich Männer, die dieses Problem auch haben, beschneiden lassen. Was halten Sie davon, und ist dem wirklich so, daß die Beschneidung Auswirkungen auf das bakterielle Verhalten auf der Eichel hat? Da ja mein Hauptproblem in der Eichelspitze- und Harnröhre liegt, hätte da eine Beschneidung eigentlich Sinn?
In Ihrem Fall ist eine Beschneidung dann eher nicht das, was das Problem lösen würde.
Sonst wäre es durchaus eine Option...
Lieben Gruß
Dr. T. Kreutzig
Hallo,
es gibt wirklich einige Leidensgenossen aber ich habe noch keinen gefunden, der eine Therapie anbieten kann.
Ich war in der zwischenzeit bei einem anderen Urologen. Das lustige an der Sache ist, das die "Verspannung" die bei mir eintritt wenn ich da beim Urologen im Wartezimmer sitzte, sich irgendwie auf meinen kleinen Freund auswirkt. d.h. er schrumpft vor Angst die Durchblutung verringert sich und das hat dazu geführt das der Arzt keine Veränderung der Haut um den Harnröhrenausgang feststellen konnte (auch ich hab fast nichts mehr gesehen). Spontanheilung hab ich gedacht und ich kam mir schon ein bisschen blöd vor, da er mich fragte ob ich mich nicht ein bisschen viel in die Sache reingesteigert hätte. Das hab ich natürlich nicht, denn schon beim nächsten "check" zuhause war die Rötung wieder deutlich.
Ein Abstrich vom inneren Harnröhrenausgang hat der dann noch genommen. Ich werde morgen mal nach dem Ergebnis fragen.
Ich habe festgestellt, das fettende Salben/Cremes z.B. Bepanthen mildernd wirken aber auch keine Besserung bringen.
Desweiteren ist ein Auftragen von Salben um den Harnröhrenausgang immer problematisch, da wenn mann z.B. pinkeln war, die Stelle immer ein bisschen nass ist und keine Salbe hält und zweitens es gerade die Stelle ist, wo sich am schnellsten die Salbe in der Unterwäsche abwischt.
Viele Grüße
marco
Können Sie mal ein Photo machen (zuhause und am besten bei einer Erektion, da dann die lokale Durchblutung perfekt ist). Es könnte sich auch um ein (harmloses) Hämangiom handeln, das man dann auch gut meine einem Argon-Laser behandeln könnte.
Lieben Gruß
Dr. T. Kreutzig
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