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Forum: Männergesundheit

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (1337 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo,
ich habe folgendes Problem:
mit erst 23 Jahren wurde bei mir eine Phimose behandelt. Bedingt dadurch, dass Selbstbefriedigung trotzdem klappte und ich sonst ein Spätzünder bin, bereitete mir diese wenig Probleme. Nun habe ich erst hinterher erfahren, dass eine Phimose eine ernste Sache sein kann, z. B. Peniskrebs mitverursachen kann etc. Mittlerweile bin ich seit ca. 5 Jahren beschnitten und habe an der Eichel, die vorher extrem berührungsempfindlich war, keinerlei körperliche Beschwerden mehr. Was blieb, ist die Angst, dass die OP zu spät kam und ich irgendwann doch noch einmal an der Stelle erkranke. Ich habe z. Zt. genau 4 braune Flecken auf meiner Eichel, die ich mit bloßem Auge sehen kann. Ich war damit beim Urologen, beim Hausarzt und heute beim Hautarzt. Der Urologe meinte, das sei ganz normal, eine Pigmentstörung. Ähnlich mein Hausarzt. Mein Hautarzt, der erkannt hat, dass ich sehr panisch auf diese Flecken reagiert habe, meinte, dass er, wenn er die Flecken hätte, nichts weiter behandeln würde, nur einmal im Jahr die Flecken kontrollieren würde. Da er aber gemerkt hat, dass mich diese Flecken dort sehr belasten, hat er folgende Alternativen vorgeschlagen:
1. Entnahme einer Gewebeprobe an der Eichel, um 100%ige Sicherheit zu haben.
2. Behandlung mit Stickstoff zur Entfernung bzw. Zerstörung der Flecken.
Nun meine Fragen: Schmerzt die Gewebeprobe sehr bzw. die betäubende Spritze? Bleiben da Narben? Ist diese Gewebeprobe überhaupt notwendig, um absolute Sicherheit zu erreichen? Ist diese Entnahme nicht gefährlich, was das Gefühl an der eichel später angeht?
Und was halten Sie von der Stickstoffbehandlung? Werde ich dadurch die Flecken und damit auch meine Angst los?
Ich sehe die Dinger jeden Tag und sie machen mich einfach nur verrückt.Wäre nach einer erfolgreichen Stickstoffbehandlung die "Entartungsgefahr" gebannt? Und welche Risiken birgt das?


Ist meine Panik überhaupt angebracht?


Vielen dank im Voraus für Ihre Antwort!!!

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
  • (632 mal gelesen)
  • Status: Experte

In der Tat: Si machen sich einfach nur verrückt!!
Es gibt an dieser Stelle praktisch niemals eine Entartung von Pigmentstörungen. Ich würde das gelegentlich ansehen und nur bei relevanten Veränderungen den Arzt konsultieren.
Aber bitte keine lokale Therapie. Am Ende sind sie nur wegen des Ergebnisses unzufrieden....



Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

  • (384 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, damit haben Sie mir auf jeden Fall weitergeholfen.
Also habe ich das richtig verstanden, dass an dieser Stelle eine Entartung von Pigmentflecken höchst selten ist? Was ist mit meiner Angst vor Peniskrebs? Schließlich war meine Vorhaut chronisch entzündet und der Doc meinte ja, dass die Verfärbungen eine Folge der Entzündung seien...
mir geht es insgesamt um Krebs in jeglicher Form, der sich dort warum auch immer bilden könnte.


Vielleicht kurz zu meinem Hintergrund: 2008 ist mein Vater an Krebs verstorben, u. a. weil er a) zu spät mit seinen Beschwerden zum Arzt gegangen ist und b) bei einem später auftretenden Rezidiv die falschen Untersuchungen gemacht wurden. Wären damals gewisse Untersuchungen früher gemacht worden, würde er vielleicht heute noch leben.
Seitdem bin ich, was dieses Thema angeht, leider sehr skeptisch und neige zur Panik.

  • (482 mal gelesen)
  • Status: Experte

Ich kann Sie wirklich beruhigen. KEINE SORGE!


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

  • (366 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank.
Eine letzte Frage noch (ich weiß, ich nerve):
Habe in einem anderen Forum gelesen, dass die Beschneidung, also das Beheben der Phimose, im Erwachsenenalter (also bei mir mit 23) das Risiko, an Peniskrebs zu erkranken, NICHT mehr senken kann.
Ist das eine Falschinformation?
Seitdem ich operiert bin, halte ich natürlich alle Hygieneregeln ein und reinige meine Vorhaut bzw. was davon übrig ist, täglich, so dass Smegma gar nicht erst entstehen kann. Gibt es noch etwas, dass ich vorbeugend tun kann? Oder Veränderungen, auf die ich achten sollte?
Ich ärgere mich halt, dass ich erst so spät mit meinem Problem zum Urologen gegangen bin....geahnt habe ich es schon, seitdem ich 14 oder 15 bin, nur getraut habe ich mich halt nie....
meine Angst rührt auch daher, dass ich wohl die ganze Zeit über eine Balanitis hatte, zumindest konnte ich die Eichel kaum berühren ohne dass es unangenehm war.

  • (365 mal gelesen)
  • Status: Experte

Gern eine "Forum gelesen, dass die Beschneidung, also das Beheben der Phimose, im Erwachsenenalter (also bei mir mit 23) das Risiko, an Peniskrebs zu erkranken, NICHT mehr senken kann.
Ist das eine Falschinformation?"


Das ist definitiv ein völliger Unsinn. Ein Peniskarzinom ist ein Plattenepithel-Ca, das erst nach vielen vielen Jahren (>20) einer erheblichen lokalen Entzündung entstehen KANN (nicht muss).


Haken Sie diese Sorge einfach mal ab - verhalten Sie sich ganz normal und übertreiben Sie es auch nicht mit der Hygiene!


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

  • (283 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Entschuldigung, aber mir lässt das Thema immer noch keine Ruhe. Insbesondere, dass ich erst so spät mit meiner Phimose zum Arzt gegangen bin. Laut diesem Link:
[www.urologielehrbuch.de]
hilft eine Zirkumzision (wobei bei mir glaube ich nur eine Teilzirkumzision gemacht wurde, da die Vorhaut noch über die Eichel lappt, ich kann sie nun halt einfach zurückziehen) im Erwachsenenalter nicht mehr, das Risiko an Peniskrebs zu erkranken, zu vermindern. Das beunruhigt mich total. Wenn ich das alles so lese, hört sich das an, als ob ich diesbezüglich ein absoluter Risikopatient bin, da ich ja die Vorhaut früher nicht rüberziehen konnte und, trotz schon damals täglichem Duschen, nicht alles säubern konnte. Daraus resultierte ja dann auch eine chronische Balanitis, zumindest glaube ich, dass ich eine hatte.
Gibt es denn nichts, dass ich tun kann, um mein Risiko daran zu erkranken, zu vermindern?
Bzw. gibt es irgendwelche Alarmzeichen, auf die ich achten kann? Mir geht es ja nicht nur darum, dass ich jetzt sofort erkranke, sondern auch mit 50 oder 60 Jahren will ich das nicht.


Und eine letzte Frage: Wenn ich jetzt, rein hypothetisch, eine Gewebeprobe machen würde und dabei würde festgestellt werden: "Da ist nichts von irgendwelchen Krebszellen zu sehen", wäre dann die Gefahr einer Entwicklung von Peniskrebs auch im späteren Alter gebannt?
Ich weiß halt einfach nicht, wie ich mich diesbezüglich beruhigen kann, gerade weil der Begriff Peniskrebs immer im Zusammenhang mit einer Phimose genannt wird. Oder ist damit gemeint, dass Peniskrebs häufig im Zusammenhang mit einer UNBEHANDELTEN Phimose entsteht? Gab oder gibt es denn bei Ihnen viele Patienten, die auch noch in meinem damaligen Alter bei ihnen vorstellig werden mit einer unbehandelten Phimose?

  • (335 mal gelesen)
  • Status: Experte

Mir fehlen etwas die weiteren Worte.....
Ich hatte schon Alles zu diesem Thema gesagt. Sie sollten mal "runter kommen". Sie haben KEIN relevant erhöhtes Risiko und werden bei entsprechender Hygiene mit höchster Wahrscheinlichkeit NIEMALS an einem Penis-CA erkranken.....!!!
Der entsteht nur bei einer viele Jahre bestehenden UNBEHANDELTEN Phimose!!!
In Ihrem Alter und Ihrer Situation gibt es viele Patienten - ich kenne keinen einzigen mit Penis-Ca!


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

  • (249 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank für Ihre Antwort. Es ist einfach nur so verwirrend, wenn man das aus dem Urologiehandbuch liest. Wenn dort wenigstens stehen würde, dass die Behandlung der Phimose und eine anständige Hygiene das Risiko wieder auf Normalmass senken würde, wäre ich ja beruhigt gewesen. Oder, dass die Leute, bei denen Peniskrebs diagnostiziert wurde, bei der Diagnose immer noch unter einer Phimose litten oder z.B. andere Faktoren hinzukamen (mangelnde Hygiene etc.).
Aber vermutlich mache ich mir einfach zu viele Gedanken, zumal ich mit dem Problem schon bei drei Ärzten war...mich hat auf jeden Fall beruhigt, dass ich mit meinem Problem kein Einzelfall bin, v. a. was das Alter der Beschneidung angeht. Damit habe ich das größte Problem, weil es ja selbstverschuldet war. Dass ich überhaupt eine Phimose hatte, war ja nur eine "Laune der Natur"....

  • (317 mal gelesen)
  • Status: Experte

Sie treffen den Nagel auf den Kopf: einfach zu viele Gedanken!
Das Urologiehandbuch ist für Mediziner, die zudem auch in der Vorlesung noch Erklärungen bekommen!


Lieben Gruß


Dr. T. Kreutzig

Datum/Zeit von Autor Thema
01.03.11 15:59 jameliaPigmentflecken Eichel
01.03.11 16:08 Dr. KreutzigRe: Pigmentflecken Eichel
01.03.11 17:36 jameliaRe: Pigmentflecken Eichel
01.03.11 23:12 Dr. KreutzigRe: Pigmentflecken Eichel
02.03.11 16:42 jameliaRe: Pigmentflecken Eichel
02.03.11 18:11 Dr. KreutzigRe: Pigmentflecken Eichel
10.03.11 19:28 jameliaRe: Pigmentflecken Eichel
10.03.11 19:40 Dr. KreutzigRe: Pigmentflecken Eichel
10.03.11 20:20 jameliaRe: Pigmentflecken Eichel
10.03.11 21:53 Dr. KreutzigRe: Pigmentflecken Eichel
05.07.11 19:47 jameliaRe: Pigmentflecken Eichel
05.07.11 23:37 Dr. KreutzigRe: Pigmentflecken Eichel
12.01.12 22:02 jameliaRe: Pigmentflecken Eichel
12.01.12 23:46 Dr. KreutzigRe: Pigmentflecken Eichel
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